Hansjürgen Engel - Pauls Erwachen

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Paul fühlt sich von einer «Albanerbande» verfolgt, von seinem besten Freund hintergangen und vom eigenen Vater als naiven Jungen hingestellt, der endlich seine Kinderträume ablegen solle.
Unter heftigen Seelenqualen leidend, erfährt der Knabe in nächtlicher Kinderzimmer-Einsamkeit eine im Herzen wundersam spürbare Ermutigung, sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter den Erscheinungen dieser Welt und den wohlfeilen Erklärungen der Erwachsenen zu machen. Auf seinem Wege trifft er auf einen alten, weisen Mann, der ihn lehrt, die Welt mit anderen Augen zu sehen.
In ihren immer tiefgründiger werdenden Gesprächen geht es zuletzt um die existentiellen Fragen des Lebens, um Sinn und Zweck allen Daseins, weil der Junge sich nicht scheut, unvoreingenommen zu fragen, was ihn bewegt und was er nicht versteht, und der alte Mann ihn auf ebenso gütige wie anschauliche Weise lehrt, was zu hören in dieser geschäftigen Welt selten nur auf offene Bereitschaft trifft.

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Der Zusammenprall mit Rudi

Am späteren Nachmittag radelte Paul zum Fußballtraining auf den Sportplatz am anderen Ende des Dorfes. Rudi würde auch dort sein, da war er sich sicher; der Albaner fehlte nie. Schließlich war er der ungekrönte Dribbelkönig unter den Nachwuchskickern und führte die anderen Jungs mit dem runden Leder vor wie Nasenbären in der Manege. Lob und Anerkennung heimste er von seinen Mitspielern selten ein, wenngleich er die Mannschaft im blau-weißen Trikot der E-Jugend meistens im Alleingang zum Sieg führte. Aber bewundert und beneidet haben sie den artistischen Albaner ob seiner Kabinettstückchen á la Diego Maradonna schon.

Als Paul auf dem Sportplatz eintraf, konnte er Rudi nirgends erspähen. Die anderen Jungs waren bereits aktiv und jagten dem Übungsball auf dem sattgrünen Rasen hinterher wie Windhunde dem Hasen. Paul schloss gedankenverloren sein Fahrrad ab, nahm seine kleinen Fußballschuhe vom Gepäckträger und drehte sich um - da stand Rudi vor ihm, mit geballter Faust .

Paul zuckte zusammen. Er spürte Feuchtigkeit auf den Handflächen sich ausbreiten und Trockenheit in der Kehle. Fragen flipperten durch seinen Kopf wie Metallkugeln. Wo lauern Rudis Brüder? Werden Sie mich überwältigen und fesseln, knebeln und martern? Wird meine Hilferufe irgendjemand hören können? Hat mein letztes Stündlein geschlagen? Panik bahnte sich ihren Weg vom Haupt zum Herzen.

“Du bist ja gefahren, als ob der Teufel hinter dir her wäre.” Rudis Stimme klang wie ein Reibeisen, und seine schmalen Lippen verzogen sich zu einem spitzbübischen Lächeln.

Paul hielt sich krampfhaft an seinen Kickerstiefeln fest und suchte fiebrig nach der passenden Parade. “Nicht der Teufel ist hinter mir her gewesen, sondern Jogi Löw, der will mich unbedingt im deutschen Nachwuchsteam sehen.“ Die Antwort kam unerwartet und schlug ein wie ein direkt verwandelter Eckstoß. Paul selber war ganz verdattert und das dunkelbraune Augenpaar ihm gegenüber nicht weniger.

“Ha, ha“, höhnte der Albaner gereizt, “du in der Nationsmannschaft, dass ich nicht lache.”

Paul hatte sich vom ersten Schrecken erholt. Er fühlte Oberwasser unterm Kiel; dass Rudi alleine zu sein schien, entfachte in ihm neuen Mut. “Was geht überhaupt ab, willst du mich anmachen?“, fragte er mit schnippischer Schärfe.

Der säbelbeinige Albaner lief rot an, biss die Zähne zusammen und zischte: “Halt die Klappe, du Schwuchtel, sonst gibt es Saures. Ich bin hier, um dir zu geben, was du hast verloren.“

Paul war überrascht. Aber zugleich verleitete ihn Rudis sprachlicher Dreher zu einem mitleidigen Lächeln und zu einer ungläubigen Fragestafette, der purer Hochmut die Betonung gab: “Ich hab’ was verloren? Und du willst es gefunden haben? Du?”

Rudi öffnete die geballte Faust, und seine Augen begannen zu funkeln wie bei einem Spieler, der als letzte Karte das Kreuz-As auf den Tisch legt. In seiner Handmuschel leuchtete eine Zwei-Euro-Münze. Paul erstarrte. Während sein Blick fest am Albaner hing, durchstöberte seine rechte Hand die Hosentasche. Ohne Erfolg! Das Geldstück, das die Mutter ihm als Trinkgeld mitgegeben hatte, war verschwunden. Sofort machte es in seinem Kopf “klick”. Die Euromünze musste ihm aus der Hosentasche gerutscht sein, als er beim rasanten Einbiegen auf das Sportplatzgelände in einem Anflug von Kühnheit glaubte, er sei ein Sprinter auf der Zielgeraden der „Tour de France“.

Paul war platt, sein Mund stand torweit offen, der kleine Gehirnkasten ratterte wie ein Computerlaufwerk, das die passende Diskette sucht. Rudi ein ehrlicher Finder statt eines erbarmungslosen Fieslings? Das wollte nicht in seinen Schädel. Das konnte nicht sein. Das war Teil dieses miesen Spiels, das die Albaner mit ihm spielten. ‘Diese Saubande’, fauchte es durch seinen Kopf, und die Augen verengten sich zu schmalen Schießscharten.

“Danke,” grummelte Paul schließlich, grabschte die Münze, ohne Rudi noch eines Blickes zu würdigen, drehte sich um und dampfte ab in Richtung Übungsplatz, der ihm für den Rest des Nachmittags öde erschien wie ein abgeerntetes Maisfeld.

Die Angst nagt an der Seele

Zu Hause beim Abendbrot war Paul einsilbiger als ein Gauner im Polizeiverhör. Sein Vater wollte Details über die geplante Geburtstagsfete wissen. Doch er musste seinem Filius jede Einzelheit mühselig aus der Nase ziehen: Wer eingeladen sei, welche Spiele ausgetragen würden, was an Überraschungen erwartet werden durfte.

Der Vater war als Psychotherapeut am nahen Klinikum tätig, und in der knapp bemessenen Freizeit verdingte er sich als Seelendoktor für gut betuchte Privatpatienten. Allerdings zeigte der Mittdreißiger seinen Kindern gegenüber selten jenes Maß an Einfühlungsvermögen, das er seinen erwachsenen Klienten angedeihen ließ; das bereitete vor allem den sensiblen Paul einigen Verdruss. Nun harrte der Vater der Antworten auf weitere Fragen und machte ein Gesicht voll angestrengter Geduld. Paul biss auf die Zähne. Ihn war nicht nach Geplauder und nicht nach Geburtstag, ihn dürstete nach Anteilnahme an der Seelenqual. Aber vom Vater erwartete er keinen Trost. Der redete nur viel und klug und mit der Überlegenheit eines Erwachsenen. Sein hartes Herz war gegen den kindlichen Kummer resistent wie ein Richter gegen das stumme Flehen eines Delinquenten.

“Du scheinst dich ja auf morgen zu freuen wie auf einen Besuch beim Zahnarzt”, meinte der Vater schließlich voll gesalzener Ironie. Paul schwieg und starrte mit leerem Blick auf die Tischplatte. Er empfand zum ersten Mal in seinem Leben, wie ein Vater und ein Sohn sich gegenseitig quälen können, denn er selber war sich ob seiner stockenden Art einer Schuld durchaus bewusst, und wie jedes zusätzliche Wort und jedes weitere Schweigen nur neues Öl ins Feuer gießt und zusätzlichen Ärger schafft. Wie war das nur möglich, fragte sich Paul. Aber es war so. Es geschah in diesem Augenblick am heimischen Esstisch. Und er fand keinen Ausweg.

Die Mutter hatte den neben ihr sitzenden Sohn die ganze Zeit aus den Augenwinkeln beobachtet. Sie spürte den schnürenden Schmerz auf des Jungen Seele und litt mit ihm. Und obgleich sie erkannte, dass bei Tisch nicht der rechte Augenblick war, des Kummers Ursache zu ergründen, fehlte ihr doch das Zutrauen in eine Versöhnung stiftende Vermittlung zwischen Ehemann und Filius. Sie wollte beim Gute-Nacht-Kuss, wenn sie mit Paul alleine sein würde, dessen Geheimnis zu lüften versuchen, und nahm dabei in Kauf, dass die Verstockungen des Sohnes bis dahin eher sich noch beträchtlich auswachsen könnten.

“Freust du dich denn auf morgen?” Pauls Mutter strich ihrem im Bett liegenden Sohn sanft über die Stirn. Die vertraute Geste war wie Balsam auf sein wundes Gemüt, konnte aber eine heilsame Wirkung kaum entfalten. Zu wirr waren die Gedanken, zu aufwühlend die Gefühle. Und dass die Mutter ihn aus seiner quälenden Not würde befreien können, dazu fehlte Paul hinreichend Vertrauen in eine gütliche Lösung. Wenn er sich ihr offenbarte, da wähnte der Junge sich sicher, würde auch der Vater davon erfahren und das Zeltabenteuer kurzerhand abblasen. Eine andere, weniger pessimistische Variante der Konfliktbewältigung fand keinen Eingang in des Knaben eng begrenzte Vorstellungswelt.

Wie gerne hätte Paul an der Mutter Herz seiner Stimme und den heiß blubbernden Stimmungen freien Lauf gelassen; schon deshalb, um die unerträgliche Anspannung in seinem Inneren zu lösen. Wie entzückt wäre er gewesen über einen Gedanken oder eine zündende Idee, an denen er sich hätte erwärmen und sättigen können, die ihm einen Weg aus der verzwickten Lage gewiesen hätten. Doch geistige Erleuchtung erreichte ihn nicht, weder aus seinem tiefsten Innenleben noch erwartete er sie überhaupt von äußeren Einwirkungen. Sein Blick blieb traurig und trüb. Er weinte, aber die Tränen rollten nach innen.

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