Klaus Melcher - Wolfskinder

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Gedemütigt, geschlagen oder sexuell missbraucht, sind sie aus ihrem Elternhaus geflohen und leben auf der Straße, im Hauptbahnhof, in Schrebergärten oder dem alten Güterhauptbahnhof. Sie misstrauen jedem Erwachsenen und sind ständig auf der Hut vor dem Jugendamt und der Polizei, die sie wieder in ihre Familie bringen oder in ein Heim einweisen wollen.
Man nennt sie Wolfskinder.
Allein dem Jugendpsychologen Heiko Müller von der «Treppe», einem gemeinnützigen Verein in Hannover, und seinen Kollegen vertrauen sie.
Auf höchst unkonventionelle Weise gelingt es Müller, die Jugendlichen von der Straße zu holen und dauerhaft wieder in die Gesellschaft zu integrieren.
Doch nicht immer schätzt er die Situation der Jugendlichen richtig ein und macht dann einen fatalen Fehler.
Als er sich in eins der Mädchen verliebt, erlebt er ungeahnte Freuden, aber auch Tage voller Turbulenzen, an denen die Beziehung zu zerbrechen droht.
"Wolfskinder" ist ein Roman über eine eigentlich unmöglichen Liebe, über Jugendliche, die sich nach Geborgenheit, Verlässlichkeit und Liebe sehnen, romantisch und brutal, rührend und verstörend.

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Carmen zog die Schultern hoch, streckte die Arme aus und zog Joses Kopf zu sich herunter.

Sie war glücklich wie noch nie in ihrem Leben. Nichts glich diesem Augenblick, und er währte schon so lange.

„Lass uns ins Wasser gehen, sonst ist Ebbe, und wir waren erst einmal baden.“

Er hatte Recht.

Zum Baden waren sie schließlich hierher gefahren.

Sie waren Frau Andersens Empfehlung gefolgt und hatten sich, ungeübt wie sie waren, das ganze Stück auf der Deichkrone gegen den Wind gekämpft, bis sie den Strand von Lüttsiel erreicht hatten.

Die Fahrräder hatten sie zusammen gekettet auf dem Vorland gelassen und waren die wenigen Schritte gegangen, bis sie in dem weißen Sand eine besonders schöne Stelle fanden. Hier musste eine Familie, wohl mit Kindern, gelagert haben. Noch waren die Überrest einer Sandburg zu sehen, bald würde der Wind sie eingeebnet haben.

Kurzerhand hatten sie die Burg annektiert, in die Kuhle ihre Badetücher gelegt, auf den Rand die spärliche Kleidung, die sie getragen hatten.

Ein Handtuch hatte Jose im Meer angefeuchtet und über den Picknickkorb gebreitet.

Carmen richtete sich auf und sah den Strand entlang.

„Meinst du, hier kann man?“

Jose nickte, beide zogen ihre Badekleidung aus, fassten sich bei der Hand und liefen zum Wasser.

Sie traten auf das feste Watt, das Wasser spritzte unter ihren Füßen, liefen weiter, es fiel schon schwerer, das Tempo zu halten, schließlich stakten sie wie Störche, bückten sich und bespritzten sich, schreiend vor Vergnügen.

Mit einem angedeuteten Kopfsprung stürzten sie sich ins Wasser, schwammen einige kräftige Züge, als wollten sie Abstand vom Land gewinnen, immer weiter und weiter. Sie schwammen aufeinander zu, umarmten sich, traten das Wasser, als sie merkten, dass ihre Füße nicht mehr den Grund berührten, spürten, wie die Strömung sie nach draußen aufs offene Meer zog.

Sie kehrten um, schwammen mit kräftigen Zügen zum Strand.

Zwei Schritt vor, einen zurück’, wer hatte das doch gesagt?

Carmens Kraft ließ nach. Erst schmerzten nur die Oberarme, doch dann wurden ihre Beine lahm.

Jetzt bloß nicht aufgeben!

Ihr Atem keuchte.

Verzweifelt sah sie nach Jose. Der schien nichts zu spüren. Ruhig bewegte er seine Arme und Beine. Ohne Mühe schien er einen Meter um den anderen zu gewinnen. Da begegneten sich ihre Blicke.

Jose sah ihre Angst, war mit zwei Zügen bei ihr.

„Halt dich an meinen Füßen fest! Und wenn du kannst, hilf mit den Füßen mit!“

Sie hatten nicht weit zu schwimmen, bis sie festen Boden unter den Füßen hatten, doch es erschien Carmen unendlich weit.

Die letzten Meter durch das hüfthohe Wasser nahm Jose sie auf den Arm und trug die Erschöpfte auf den Strand, legte sie auf eins der Badetücher, rubbelte sie ab und deckte sie mit seinem Badetuch zu.

Als sie protestieren wollte, drückte er sie sanft auf das Badetuch zurück.

„Bleib bitte!“, sagte er und legte sich neben sie, um sie zu wärmen.

Er wollte nichts von ihr, obgleich er nackt neben ihr lag und sie seine Erregung zu spüren meinte, als er sich ganz eng an sie presste.

Er umfasste ihren Körper, und wohlige Wärme durchströmte alle ihre Glieder.

„Deine Hände sind noch kalt, steck sie unter meine Achseln.“

Sie folgte.

Seine Arme lösten ihren Druck, gaben sie aber noch nicht frei, doch sie hätte sich befreien können, wenn sie gewollt hätte. Er hätte sie nicht gehalten.

Ungeheuer liebevoll sah er sie an.

„Nächstes Mal sind wir vorsichtiger“, sagte er und gab ihr einen Kuss.

Schneller als er dachte, hatte sich Carmen erholt. Davon dass sie noch kurz zuvor fast Todesangst gehabt hatte, war nichts mehr zu merken. Wie ein Kind lief sie kreuz und quer über den weißen Sand, forderte Jose auf: „Fang mich doch!“, schaffte es immer wieder im letzten Moment, ihm zu entwischen.

Sie war jung, geschmeidig, flink, ihm überlegen.

Sie spielte mit ihm, sie genoss seine Atemlosigkeit, seine vergeblichen Versuche, sie zu fangen. Bis sie ein Einsehen mit ihm hatte. Schließlich hatte er seine ganze Kraft im Meer gelassen.

Auf dem festen Watt blieb sie stehen und fing ihn mit ihren Armen auf.

„Nimm mich!“, flüsterte sie, ließ sich auf das Watt fallen und zog ihn zu sich herab.

Kapitel 13

Bis nach dem Abendessen hatten sie es geschafft. Sie hatten geduscht und das Salzwasser von ihren Körpern gewaschen, hatten sich sorgfältig eingecremt, hatten nebeneinander in der Kochecke gestanden, die Lammschulter in den Backofen geschoben, Paprika geschnitten und Kartoffeln geschält, hatten sich mit einem Glas Wein auf die Terrasse gesetzt, warteten gemeinsam, bis das Essen fertig war, hatten es genossen – und hatten nicht über das eine Thema gesprochen.

Es war, als wartete jeder darauf, dass der andere damit begann.

„Carmencita“, rang sich Jose endlich durch, als sie mit dem Abwasch fertig waren und auf die Terrasse zurückkehrten, „ich wollte davon nicht hier in unserem Urlaub anfangen. Du musst ehrlich deine Meinung sagen. Es wird nichts an unserem Urlaub ändern, das verspreche ich dir.“

Er machte eine Pause.

Wie sollte er es sagen?

Carmen sah ihn an.

Wollte er das, was auch sie wollte? Sie könnte ihm helfen. Aber wenn er etwas anderes sagen wollte, wie stünde sie dann da?

„Carmencita“, wiederholte er, und etwas heiser stieß er hervor: „Willst du mich heiraten?“

Das war es! Endlich!

„Ja“, sagte sie einfach.

Sehr lange hielt er Carmen in seinen Armen, dann löste er sich vorsichtig.

„Versteh mich bitte nicht falsch. Ich muss es einfach wissen.“

Sie sah ihn fragend an.

Was war jetzt auf einmal?

„Du bist jung“, begann er zögernd, „gerade sechzehn Jahre alt. Warum willst du heiraten? Alle Jungs kannst du haben, und du willst einen viel älteren Mann heiraten. Ich liebe dich, das weißt du. Aber ich verstehe dich nicht.“

„Du willst mich nicht!“

Carmen war entsetzt.

„Doch, doch“, beruhigte er sie, aber ganz gelungen schien ihm das doch nicht zu sein.

„Wenn wir zusammen leben, das verstehe ich. Du hättest jederzeit die Möglichkeit, dich von mir zu trennen, wenn du einen anderen Mann kennen lernst oder meiner überdrüssig wirst. Eine Ehe beendet man nicht einfach so, wenn mal irgendetwas so läuft, wie man es sich nicht vorgestellt hat.“

„Sag es doch gleich, du willst mich nicht! Das vorhin war nur so daher gesagt!“

Tränen schossen Carmen in die Augen. Sie schluckte, doch sie konnte nicht verhindern, dass sie ihre Wangen hinunter rannen, ein breiter Strom salziger Tränen.

Mein Gott, hatte dieses Mädchen einen Vorrat an Tränen!

Er drückte Carmens Kopf an seine Brust, hielt ihn ganz vorsichtig, als wäre er aus Glas, streichelte ihr Haar.

„Ich will dich“, sagte er leise, „aber ich muss wissen, warum du mich willst. Dass du mich liebst, reicht mir nicht. Dafür bist du noch zu jung.“

Sie sah ihn aus verquollenen Augen an, sehnsüchtig, liebevoll, zärtlich.

Wenn sie ihn so ansah, war er wie Wachs. Dann hatte er keinen eigenen Willen.

„Warum ich dich will?“, fragte sie mit bemerkenswert klarer Stimme.

Er nickte.

Sie zog ihn auf die Gartenbank, setzte sich neben ihn, fasste seine Hände.

„Ich weiß nicht, ob du dir vorstellen kannst, wie mein Leben bisher war, ein Vater, der immer betrunken ist und der, wenn er gerade nicht fast besinnungslos am Boden liegt, auf der Suche nach neuem Schnaps ist. Und eine Mutter, die vor ihm in ihre Arbeit flüchtet, die jetzt schon zwei Putzstellen hat, nur um nicht zu Hause sein zu müssen.

Und ich? Ich bin gar nicht mehr da, existiere für niemanden.

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