Klaus Melcher - Wolfskinder

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Gedemütigt, geschlagen oder sexuell missbraucht, sind sie aus ihrem Elternhaus geflohen und leben auf der Straße, im Hauptbahnhof, in Schrebergärten oder dem alten Güterhauptbahnhof. Sie misstrauen jedem Erwachsenen und sind ständig auf der Hut vor dem Jugendamt und der Polizei, die sie wieder in ihre Familie bringen oder in ein Heim einweisen wollen.
Man nennt sie Wolfskinder.
Allein dem Jugendpsychologen Heiko Müller von der «Treppe», einem gemeinnützigen Verein in Hannover, und seinen Kollegen vertrauen sie.
Auf höchst unkonventionelle Weise gelingt es Müller, die Jugendlichen von der Straße zu holen und dauerhaft wieder in die Gesellschaft zu integrieren.
Doch nicht immer schätzt er die Situation der Jugendlichen richtig ein und macht dann einen fatalen Fehler.
Als er sich in eins der Mädchen verliebt, erlebt er ungeahnte Freuden, aber auch Tage voller Turbulenzen, an denen die Beziehung zu zerbrechen droht.
"Wolfskinder" ist ein Roman über eine eigentlich unmöglichen Liebe, über Jugendliche, die sich nach Geborgenheit, Verlässlichkeit und Liebe sehnen, romantisch und brutal, rührend und verstörend.

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Sie ging voran über einen kleinen Hof und dann einen gepflasterten Weg unter Apfelbäumen zu dem Nebengebäude.

„Die können Sie sich pflücken. Nehmen Sie so viele, wie Sie wollen.“

Sie schloss eine Tür auf, und sie traten in einen hellen Flur, von dem drei kieferfurnierte Türen abgingen.

„Das hier ist das Wohnzimmer“.

Sie öffnete eine der Türen und ließ ihre Gäste eintreten. Es war ein lichtdurchfluteter großer Raum, der sich in ganzer Länge zur Terrasse und dem Obstgarten öffnete. Eingerichtet war er zweckmäßig und doch gemütlich. An der vorderen Stirnwand befand sich die amerikanische Küche, die über alle notwendigen Geräte verfügte. Optisch abgegrenzt zum Wohnbereich wurde sie durch einen kleinen Esstisch mit vier Stühlen.

Die hintere Stirnwand nahm eine Schrankwand, zum Teil mit Regalbrettern, zum Teil mit geschlossenen Elementen und einem großen Fernsehapparat ein. In der Ecke befand sich ein gemauerter Kamin. Ein gemütliches Sofa mit zwei Sesseln und einem gläsernen Couchtisch standen der Wand gegenüber.

„Kaminholz bekommen Sie bei uns. Ein Sack kostet zehn Euro, aber der reicht mindestens für dreimal“, sagte Frau Andersen, als sie die Blicke bemerkte, die sich Carmen und Jose zuwarfen.

Dann zeigte sie ihnen das Eltern-Schlafzimmer, das vom Wohnzimmer abging, einen geräumigen Raum, ebenfalls ausgestattet mit hellen Kiefernmöbeln.

Das zweite, Kinder- oder Schlafzimmer, interessierte die beiden nicht, trotzdem zeigte Frau Andersen es voller Stolz.

Schließlich wurde noch das Badezimmer besichtigt. Es war vergleichsweise einfach, verfügte aber über eine geräumige Dusche. Auf eine Badewanne würde Carmen verzichten müssen.

Sie würde es verschmerzen!

Als die beiden auch noch die Terrasse gesehen hatten mit dem Außenkamin, brauchte Frau Andersen ihnen die anderen beiden Wohnungen nicht mehr zu zeigen. Es stand fest: Hier würden sie die nächsten zwei Wochen verbringen.

„Ach ja, das hätte ich beinahe vergessen. Zu jeder Wohnung gehören vier Fahrräder. Die stehen drüben in der Scheune. Suchen Sie sich die aus, die ihnen am besten gefallen.“

Das hatte Carmen noch nie erlebt, jedenfalls so lange sie sich erinnern konnte nicht, dass die Zeit ihr weglief, dass sie sie festhalten wollte.

Bisher hatte sie immer Zeit gehabt, mehr als ihr lieb war.

Als sie noch zu Hause lebte, wollte die Zeit nicht vergehen, zogen sich die Stunden endlos langsam hin.

Dann auf der Straße lebte sie ganz ohne Zeit. Das einzige, was ihr Leben bestimmte, war die Suche nach Essbarem und einem anständigen Schlafplatz. Sie wusste, wann die Aussicht auf Brötchenreste am größten war, sie kannte die Fahrpläne und wusste, dass unmittelbar vor der Abfahrt der Nahverkehrszüge die Ausbeute am größten war.

Und sie wusste, dass sie vor Einbruch der Dunkelheit ihren Schlafplatz aufsuchen musste, sollte er nicht von einem anderen besetzt sein.

Und jetzt war auf einmal alles anders.

Da war zuerst Jose, den sie unbedingt in den Arm nehmen musste.

Über vier Stunden hatte sie neben ihm in seinem R 4 gesessen, hatte ihn nur ansehen können, hatte ab und zu sein Bein gestreichelt, hatte es auch mal etwas stärker gedrückt, dann hatte er gelächelt, hatte auch ihr Bein gedrückt, aber schnell wieder das Lenkrad mit beiden Händen gefasst.

Und dann hatte die Frau Andersen unendlich viel Zeit gebraucht, ihnen die Wohnung zu zeigen. Als ob sie das nicht alles selbst gefunden hätten.

Viel Zeit war ungenutzt vergangen, vertan.

Das Schlafzimmer musste ausprobiert werden!

Und die Terrasse und der Kamin!

Und das Wasser!

Noch nie war sie am Meer gewesen. Wie mochte es hinter dem Deich aussehen?

War das Wasser da, oder war es weg?

Sie wusste, es gab Ebbe und Flut. Aber sie hatte es noch nie gesehen, kannte es nur aus dem Erdkundebuch.

Und essen musste sie, sie hatte einen Schweinehunger.

Es gab unendlich viel zu tun!

Der Himmel färbte sich langsam rötlich.

Rosarote Wolken zogen wie große rosa Fabeltiere auf sie zu, überflogen sie.

„Komm!“, sagte Jose und fasste sie bei der Hand, „lass uns auf den Deich gehen, bevor die Sonne untergegangen ist.“

Sie stiegen über das Gatter, das den Zugang zum Deich versperrte, und gingen den schmalen Fahrweg hinauf bis zur Deichkrone.

Der Anblick war überwältigend. Ganz hinten am Horizont fiel die Sonne langsam ins Meer, färbte es in einem breiten Streifen glutrot. Sanfte Wellen züngelten in der Ferne auf das Watt, das alle Farben zwischen dunklem, fast schwarzem Violett und Rotgold spielte. Dort hinten, irgendwo zwischen Sonne und Watt, zog ein Kutter seine ruhige Bahn, war nur noch als Silhouette erkennbar, von dem Feuerball überstrahlt.

Carmen schmiegte sich dicht an Jose.

„Ist das schön!“, flüsterte sie und schniefte.

Ohne ein Wort zu sagen, gab Jose ihr sein Taschentuch, und sie trocknete sich heimlich die Tränen. Er beugte sich zu ihr hinab, berührte mit seinen Lippen ihre Augen, küsste sie.

Er dachte an Heinrich Heines Gedicht „Das Fräulein stand am Meere“ und hätte fast geschmunzelt, als er es sich in Erinnerung rief.

Das Fräulein stand am Meereund seufzte lang und bang.Es rührte sie so sehreder Sonnenuntergang.

Mein Fräulein! Sein sie munter,das ist ein altes Stück;hier vorne geht sie unterund kehrt von hinten zurück.“

Gerne hätte er es rezitiert, doch er bezwang sich.

Lange standen sie dort oben auf der Deichkrone, sahen der Sonne zu, wie sie endgültig im Meer versank, fassten sich wieder bei der Hand und gingen zu ihrer Wohnung hinab.

Zu essen gab es nur wenig, etwas Brot, Schinken und Wurst. Das Steak, das sie für den ersten Abend mitgebracht hatten, um nicht gleich einkaufen zu müssen, blieb im Kühlschrank.

Während Jose den Terrassenkamin anzündete, deckte Carmen den Tisch, entkorkte eine Flasche Rotwein und schenkte ein.

„Haben wir es gut?“, flüsterte sie.

Wieder füllten sich ihre Augen, und sie schluckte, griff Joses Hand und drückte sie.

Als sie aufsah, waren ihre Augen klar.

„Ich bleibe bei dir - wenn du mich willst. Ich mache auch mein Abi, wenn es sein muss. Nur, bleib bei mir!“

Ein Holzscheit brach, Funken stoben, färbten die Gesichter golden.

Noch einen Augenblick warteten sie, bis die Flammen verloschen waren. Gemeinsam versorgten sie die restliche Glut, fassten sich bei der Hand und gingen ins Haus.

Kapitel 11

Sie hatten sich nur in den Arm genommen, wie sie es jeden Abend taten, Carmen hatte ihren Kopf auf seine Schulter gelegt, ihr Bein ruhte auf seinen, und ihre Hand lag auf seinen Schamhaaren, streichelte sie sanft, doch nur ganz kurze Zeit, dann hörte Jose ihren gleichmäßigen Atem.

Er hatte seine rechte Hand auf ihre Hüfte gelegt, streichelte sie, genoss die sanfte Rundung ihres festen Fleisches.

Als Carmen am Morgen erwachte, lagen sie genauso, wie sie am Abend eingeschlafen waren. Die Sonne schien in das Zimmer, irgendwelche Vögel zwitscherten, waren wohl in den Obstbäumen. Ab und zu übertönt von den Schreien der Möwen.

Vorsichtig, um Jose nicht zu wecken, drehte sich Carmen nach der Uhr um. Es war erst acht, und eigentlich hätte sie noch schlafen mögen, doch der Tag war ihr zu wertvoll.

Vorsichtig stand sie auf, schlich auf Zehenspitzen ans Fenster und öffnete es weit. Ein sanfter Wind blähte die Gardinen, umschmeichelte ihren Körper.

Wer sagt, dass der Wind an der See rau ist, der lügt.

Dieser Wind, eher ein Lufthauch, war so weich, so samtig, so duftig wie eine frische Daune. Das musste auch Jose spüren.

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