Heinrich Hubert Witte - Abelas Amulet

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Eigene Erfahrungen bilden die Grundlage für eine Geschichte, die so in den 1970-80-gern in der Sahelzone hätte stattfinden können. Die großen und kleinen Probleme mit denen sich die Helfer herumschlagen mussten sind auch heute noch nicht gelöst.
Entwicklungspolitik einmal außerhalb von Zahlen und Fakten.

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„Der Nachmittag hat mir gezeigt worum es geht: Der Betriebsleiter hat ganz deutlich gesagt, nach welchem Motto er handelt. Zuerst die Firma, dann die Firma und dann die Arbeiter. Als ich ihn nach den Vorteilen des Standortes fragte, antwortete er: Die billigen Arbeitskräfte seien entscheidend. Die Spitzenverdiener unter den Mädchen bekommen 120 Milim (ein Dinar = 1000 Milim) die Stunde, das sind umgerechnet 90 Pfennig. Dem Mann interessierte nur das Wohl seiner Firma. Ich glaube, ihm fehlt das Verständnis für die Leute und dass er sich auch gar nicht darum bemüht. Er denkt in den Kategorien von Deutschland und berücksichtigt in keiner Weise die anderen Umstände in Tunesien. Wenn man in Deutschland für eine Arbeit 10 Tage angelernt wird, glaubt er, dass es hier auch geht, doch spätestens nach einem Monat müsste es sitzen. Dass die Lernprozesse hier auf Grund der Vorbildung anders verlaufen, berücksichtigt er nicht. Auch dass man immer wieder Rückfälle erlebt, kann er nicht verstehen. Das unser Botschafter so etwas als Entwicklungshilfeprojekt bezeichnet, kann ich nur bedingt verstehen. Für einige Frauen ist Arbeit geschaffen, das ist gut, aber damit ist es auch aus. Was sonst zur Entwicklung gehört, ist nicht wohl nicht wichtig.

Die Firmenleitung war sogar der Meinung, dass der Vorteil des Standortes durch das größere Risiko nicht voll zur Geltung käme. Der Zoll usw. arbeite hier doch sehr langsam. Auf Steuer- und andere Vorteile angesprochen sagte man: Die Tunesier verstehen schon, alles wieder hereinzuholen und vom Personal komme alle halbe Jahr jemand und sagt: Die ist jetzt drei Jahre da und gut eingearbeitet, die müsste jetzt wohl mehr verdienen.

Ich hatte den Eindruck, dass Löhne nur ungern gezahlt wurden und dass man oft sehr hart durchgreift. Soweit der Besuch.“

An diesem Tag wurde mir klar, worum es bei wirtschaftlicher Zusammenarbeit wirklich geht. Zusammenarbeit setzte nach meinem Verständnis ein großes Maß an gegenseitiger Anerkennung und Gleichwertigkeit voraus. Dass diese Denkweise mich später noch häufiger in Konflikte bringen sollte, war mir nicht bewusst.

Entscheidung für den Tschad

Die vier Wochen Vorbereitung in Tunesien gingen zu Ende. Sprachlich fühlte ich mich einigermaßen fit, was mir noch fehlte, waren Fachausdrücke aus meinem Beruf. Madame Leconte hatte sich dafür Fachliteratur besorgt, die sie in einem Sonderkurs mit uns Maurern durch arbeitete.

Eine Überraschung gab es einige Tage vor Ende der Vorbereitung. Der Regionaldirektor musste uns Maurern erklären, dass wir noch nicht in unser Projekt fahren konnten. Es gebe noch Verhandlungsbedarf. Wir mussten weiter in Tunis bleiben. Doch was tun mit der vielen Freizeit? Die Vespa war ja nicht besonders zur Erkundung des Landes geeignet.

Im Büro wurde eine Versorgungsfahrt mit dem Bully in den Süden vorbereitet. Für die Rückfahrt gab es noch keinen Fahrer. Dies war meine Chance. Ich bot mich bei Herrn Reinders für die Fahrt an und er stimmte zu.

Zugegeben, ein bisschen aufgeregt war ich schon, als ich mit Barbara, einer Laborantin aus dem Krankenhaus in Medenin, den Bully mit allerlei Gerät voll stopfte. Barbara war mit der Louage, einem Streckentaxi, nach Tunis gekommen, um neues Gerät abzuholen.

Der beladene Bully stand abfahrt bereit auf dem Hof des Regionalbüros. Die letzten Formalitäten wurden erledigt und dann ging es ab Richtung Süden. Auf dem Rückweg sollte ich in Gafsa ein kleines Paket persönlich abgeben und die Frachtkoffer eines ausscheidenden Helfers nach Tunis bringen. Die Übernachtungsfrage war geklärt. In der Wohnung von Barbara konnte ich ein Notbett benutzen. Wieder mit von der Partie mein Teleobjektiv und die Kameraausrüstung.

„Was willst du denn damit?“ fragte Barbara erstaunt, als sie die Tasche mit dem herausragenden Schulterstativ sah.

„Ach, dass ist für meine Verteidigung. Ist die Kamera angeschraubt, was meinste, wie ich damit zuschlagen kann.“

Barbara navigierte den Bully aus der Stadt und fuhr das erste Stück über Land. Das gab mir Gelegenheit in Ruhe die Landschaft auf mich wirken lassen. Es ging immer wieder vorbei an den Zeugen einer sehr alten Zivilisation, die gelegentlich als Schuppen oder Stall herhalten musste. Ich konnte die Fahrt genießen. Die Unterhaltung drehte sich vor allem um unsere persönlichen Geschichten. Irgendwie waren wir schnell miteinander vertraut geworden.

Der Verkehr auf der Straße Nr. 4 war ruhig. Alte, klapprige Lkw, Pritschenwagen jeden Alters und jeder Marke und Eselskarren, oft so hoch beladen, dass man von hinten den Lenker nicht erkennen konnte. Diese Esel taten mir leid.

In den kleinen Ortschaften ging es vorbei an Märkten, auf denen es von Menschen wimmelte und neben den Märkten, die Plätze der Louage, den Streckentaxis, auf beziehungsweise in denen sich ebenfalls die Menschen drängten. Viele der meist alten Kombis oder Pick-ups waren bereits stark beladen. Barbara erklärte mir, warum die Taxis trotzdem nicht abfuhren. Nur wenn möglichst alle Plätze besetzt sind, wird das Taxi die Fahrt antreten. Mit viel Geld könnte man die Fahrer natürlich auch dazu bringen, sofort ab zufahren. Dann sei aber der Preis für alle noch freien Plätze fällig.

Ein wichtiges arabisches Wort lernte ich, als wir auf einem der Märkte eine Pause einlegten. Der Bully war durch das Kennzeichens, als ein von Ausländern benutztes Fahrzeug zu erkennen. Nicht nur im Land arbeitende Ausländer benutzten Fahrzeuge mit diesen Nummern, auch die Touristen. Die Kinder hatten gelernt, dass man von den Touristen schnell ein Cadeau, ein Geschenk, bekommen konnte und so wurde auch unser Bully von Kindern belagert. Barbara öffnete die Tür und schon schrie die ganze Bande „Cadeau, Cadeau“ und streckte ihr die Hände entgegen. Nach einem scharf gesprochenen “Baraua“ verstummte die Bande, sah Barbara erstaunt an und zog sich zurück. Als die Kinder bemerkten, dass wir den Markt besuchen wollten, unternahmen drei ältere Jungen einen neuen Versuch an etwas Geld zu kommen. Sie boten sich an, auf das Fahrzeug aufzupassen, damit nichts geklaut werde. Barbara erklärte ihnen, dass Tunesien ein ehrliches Land sei und im übrigen würden Diebe nur das eigene Land bestehlen, denn alles was in dem Wagen von Wert sei, gehöre der Regierung.

Wir besuchten den Markt und deckten uns mit frischen Datteln und Obst ein. Als wir zum Auto zurück kamen, stand die Jungentruppe wieder oder noch am Bully und erklärte, sie hätte auf das Auto aufgepasst. Natürlich in der Hoffnung auf ein paar Dinar 4oder Milim. Barbara bedankte sich nur höflich bei Ihnen und wir setzten die Fahrt fort.

Die Möglichkeit, kreuz und quer durch das Land zu reisen, gefiel mir. So konnte ich das Land in kurzer Zeit kennen lernen. Den Kollegen in den Projekten blieben dazu nur die freien Tage. Es dauerte nicht lange und ich hatte den Job als „Versorger“. Wann immer möglich legte ich die Fahrten auf ein Wochenende, so blieben mir meistens zwei zusätzliche Tage am jeweiligen Ort. Die Kollegen kannten sich aus, und ich kam in Bereiche, die den Touristen verborgen blieben. Natürlich erfuhr ich auf diesen Fahrten auch viel privates, nicht alles zur Verbreitung bestimmt. Dass ich in dieser Hinsicht verlässlich war und vieles für mich behielt, schätzten die Kollegen besonders.

Neben dem Job als „Versorger“ hatte ich auch weiterhin mit Madame Leconte französisch zu lernen und aus dieser Arbeitsgemeinschaft entwickelte sich langsam mehr als eine Lehrer-Schüler-Beziehung.

Ich war weitgehendst mein eigener Herr und niemand redete mir drein. Doch fragte ich mich immer häufiger, wie lange das wohl so weitergehen sollte. Die Verhandlungen über das Projekt schleppten sich hin. Meine Maurerkollegen wurden unruhig und bei ihnen kam Frust auf. Ihnen fehlte eine Aufgabe.

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