Herbert Weyand - Die vergessenen Kinder

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Die Kriminalpolizei und ein Dorf werden mit der Vergangenheit konfrontiert.
Beim Abriss des Feuerwehrhauses wird eine riesige autarke Bunkeranlage entdeckt. Einundzwanzig tote Kinder liegen in einem Schutzraum.
Die polizeilichen Ermittlungen ergeben sehr schnell, dass die Toten nicht die sind, die 1944 bei einem Luftangriff verschüttet wurden.
Haben die Kinder damals den Luftangriff überlebt?

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„Ich informiere die örtliche Polizei darüber, dass das Gebäude geräumt ist. Vielen Dank, Frau Plum“, sagte Dengler kurz und merkwürdig frostig. Er brach das Gespräch ab.

Dann stand sie mit Edgar allein in weiter Flur und gab sich einen Ruck. Zu dem einen Arsch kam ein weiterer. Wollten die sie veralbern? Nachdenklich trat sie den Rückweg an und hatte das altbekannte Drücken in den Gedärmen, das nahendes Unheil anzeigte.

Seit eineinhalb Jahren lebte sie hier und fragte sich, wie alle Einwohner des Dorfs, was wohl hinter den Mauern dieses Hochsicherheitstraktes geschehen mag. Die Hubschrauber, die jeden Tag dort starteten und landeten, mussten einen Sinn haben, der sich jedem Außenstehenden entzog. Die Fahrzeuge, die das Gebäude verließen, hatten allesamt verspiegelte Scheiben. Sie wusste von den Nachbarn, dass das Gebäude nach dem Krieg errichtet wurde. Es wurde als Kastell, Trutzburg, Hochsicherheitstrakt oder Knast bezeichnet. Sie kannte niemanden, der schon einmal Kontakt mit den Bewohnern hatte. Vor Monaten hatte sie ihre Kollegin Oberkommissarin Maria Römer aus purer Neugierde darauf angesetzt. Maria war die PC-Spezialistin ihres Teams und es gab kaum etwas, das sie, falls es irgendwo im Netz stand, nicht fand. Das Gebäude existierte nicht und war selbst auf Google Earth nicht verzeichnet. Sie taten das damit ab, weil der militärische Sicherheitsbereich der NATO Air Base an das Gelände des Anwesens grenzte und irgendwann, in grauer Vorzeit, mit einschloss. Jetzt war endlich die offizielle Gelegenheit gegeben in diese geheimnisvolle Villa einzudringen und sie wurde ausgebremst. Sie würde am Ball bleiben, so sicher wie das Amen in der Kirche.

*

Die Bombe neben dem Fundament war freigelegt und der Kampfmittelräumdienst war dabei, die Umgebung des Zünders zu säubern.

Experten gehen davon aus, dass zwanzig Prozent, der im Zweiten Weltkrieg abgeworfenen Bomben, Blindgänger sind. Die Fluggeschwindigkeit der Abwurfmaschinen spielte dabei ebenso eine Rolle, wie vorher explodierende Bomben, deren Luftdruck dem Projektil eine andere Flugrichtung geben konnte. Bomben, die mit dem Körper gegen eine Wand prallten, taumelten zu Boden, ohne dass der Zünder punktgenau aufschlug.

Der Entschärfungstrupp legte vorsichtig ein Gestell um die Bombe. Es sah fast aus, wie eine Ständerbohrmaschine. Vorsichtig brachten sie einen Ring um den Zünder an und zogen ihn durch Druck von einer Hydraulikmaschine, die drei Meter neben ihnen Öl komprimierte, an. Daumendicke Leitungen liefen zu dem Gestell. Nach einer letzten Prüfung suchten die zwei Entschärfer Schutz hinter einer dicken Stahlwand, an der ein Flachbildschirm befestigt war. Ein Dritter hantierte mit einer Tastatur und nickte den beiden zu. Sie hoben die Daumen.

Mit dem Druck auf die Entertaste zog das Gestell gegen den Bombenkörper. Ein dumpfes Geräusch, nicht lauter wie der Korken, der aus einer Weinflasche gezogen wurde, und der Zünder war getrennt. Die Maschine hatte die Gewindegänge kaputt gezogen. Ein unspektakulärer technischer Vorgang, der nicht ungefährlich war.

Der Greifarm des Baggers fuhr wieder in das Loch und hob die unscharfe Bombe, die in dicken Stahlseilen hing, heraus. Sein Gestell schwenkte zu einem Lastwagen, auf dem das Geschoss abgeladen wurde.

„Ihr macht dann weiter“, forderte der Bauhofleiter seine Leute auf. „Aber schön vorsichtig. Nicht, dass noch einer in die Luft geht“, lachte er meckernd. Er hatte einen Witz gemacht.

Josef Dohmen sah ihm zu, wie er in seinen Geländewagen stieg und davonfuhr.

„Wir machen Pause.“ Josef deutete seelenruhig zur Bank-Tisch-Kombination, die einen Ruhebereich des Spielplatzes kennzeichnete. Erst vor Kurzem wurde sie vom Trommler- und Pfeiferkorps des Dorfes gespendet und aufgebaut. „Der Zauber hat vier Stunden gedauert. Ich habe Hunger.“ Er sah nach oben. Das tackende Geräusch der Propeller lag in der Luft.

Noch war der Hubschrauber nicht zu sehen. In den letzten Tagen konnten sie den Flugverkehr aus dem Gebäudekomplex und wieder hinein verfolgen. Drei bis vier Mal täglich landete und startete eine Maschine.

Während der Pause der Bautruppe wurde die Evakuierung aufgehoben.

„Scheiße. Hier ist ein großer Hohlraum“, rief der Baggerführer. Das Loch war jetzt über vier Meter tief und zehn Meter breit an einer Betonkante entlang und kein Ende in Sicht. Längst waren die Arbeiter sicher, dass an den alten Geschichten etwas dran war. Seit sie denken konnten, erzählten die alten Dorfbewohner von einem Bunkerkomplex unter der alten Schule, und zwar aus einer Zeit des Ersten Weltkriegs.

Die Baggerschaufel hing vor der Oberkante eines Lochs in der Wand, das möglicherweise rechteckig nach unten zog, ungefähr zwei Meter mal ein Meter groß, wie ein Eingang.

Josef Dohmen bedeutete, die Schaufel herauszuziehen. Er kletterte hinein. „Lass‘ mich langsam runter. Ich schau‘ mal nach.“ Langsam senkte sich der Arm in die Grube und hielt vor dem Loch. „Scheinbar eine Türe. Sie ist nach innen gefallen. Dahinter ein Hohlraum. Ich kann sonst nichts erkennen. Zu dunkel“, rief er nach oben. „Hol‘ mich hoch.“ Nachdenklich kletterte er heraus. „Die Wand nach innen ist mindestens ein Meter dick“, berichtete er. „Wir sollten noch einige Schaufeln Erde herausholen.“

„Ruf‘ Heiner an. Sonst bekommen wir noch einen Anschiss.“ Heiner Offergeld war der Leiter des Bauhofs.

„Er wird alles in die Wege leiten“, sagte Josef, nachdem er das Gespräch beendet hatte. „Wir sollen das Loch … den Eingang freilegen und wieder absperren. Ja ich weiß“, wehrte er den Einwand seine Kollegen ab. „Um unsere Absperrung eine weitere ziehen. Der Hänger mit den Gittern steht ja noch da.“ Er wies zu den Linden, wo der Anhänger mit der Absperrung für die Bombenentschärfung noch stand.

*

Claudia war noch keine zehn Minuten von ihrem Spaziergang zurück, als das Telefon schrillte. Sie zuckte zusammen. Kurt der Spinner hatte wieder den Ton eines alten Wählscheibentelefons eingestellt. Jedes Mal erschrak sie.

„Hallo Claudia. Maria hier.“

„Ich hab‘ Urlaub. Was ist denn jetzt schon wieder?“, meldete sie sich ungehalten. Maria rief nur an, wenn etwas Dienstliches anlag.

„Was hast du mit dem Staatsschutz zu tun?“, fragte Maria platt.

„Gar nichts. Was soll die Frage?“

„Hier läuft alles durcheinander.“

„Ja und? Wie gesagt, ich hab‘ Urlaub.“

„Fabian hat vorhin angerufen. Er wird sich wohl bei dir melden.“

„Was ist jetzt mit dem Staatsschutz?“

„Ich bin erleichtert, dass du zuhause bist. In deinem Dorf kannst du mit den Typen nicht in Berührung kommen. Hier geht das Gerücht, du habest dich heute Morgen mit der Landesbehörde für Verfassungsschutz angelegt.“

„Ich?“ Claudia war empört. „Heute Morgen hab‘ ich auf Wunsch Denglers eine Evakuierungsmaßnahme begleitet. Warte mal. Da war schon eine komische Situation.“ Sie überlegte. Dieser Wachmann oder was er immer war, Schneider. „Vor ungefähr zwanzig Minuten hab‘ ich mich mit einem Arsch angelegt. Schneider hieß der. So ein riesiger Urzeitmensch. Davon könnt ihr nichts wissen. Und Staatsschutz? Nein, so sah der nicht aus.“

„Ich will dich nur warnen.“

„Danke Maria.“

Claudia lehnte gegen die Arbeitsplatte der Küche und knabberte ein Stück Schokolade. Während sie mit Maria telefonierte, wurde ihr ganz komisch. Sie tippte auf Unterzucker. Ein Grund, irgendeine Süßigkeit zu naschen. Sie konnte sich das leisten. Egal wie viel und was sie aß, sie wog immer um die siebenundfünfzig Kilo. Doch auch die Nascherei vertrieb das Gefühl nicht, das, wie sie wusste, nichts Gutes bedeutete. Was geschah dort draußen hinter den Mauern? Keinen Augenblick bezweifelte sie, dass Schneider vom Verfassungsschutz war. Doch was hatten die Bewohner in der burgähnlichen Anlage damit zu tun?

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