Herbert Weyand - Die vergessenen Kinder
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Beim Abriss des Feuerwehrhauses wird eine riesige autarke Bunkeranlage entdeckt. Einundzwanzig tote Kinder liegen in einem Schutzraum.
Die polizeilichen Ermittlungen ergeben sehr schnell, dass die Toten nicht die sind, die 1944 bei einem Luftangriff verschüttet wurden.
Haben die Kinder damals den Luftangriff überlebt?
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Die Zufahrt zu dem Grundstück lag dem Dorf abgewandt. Die Straße wurde vor einigen Jahren, extra neu gebaut. Sie führte auf die L42, der Straße zum Militärflugplatz, und kam aus dem Nichts. Der Beginn oder das Ende, je nach Betrachtungsweise, lag am Heiderand.
Im Winter, als die Hecke licht wurde, sahen Spaziergänger und Bewohner einen Gebäudekomplex, der im Dorf seinesgleichen suchte. Im Verborgenen war das Gebäude gewachsen und es sollte den Bewohnern verborgen bleiben. Denn nie setzte jemand, der im Ort wohnte oder verwandtschaftliche Beziehungen dorthin unterhielt, einen Fuß über die Schwelle der Villa.
Wenigen fiel die Errichtung des Komplexes auf, weil der Umbau des Feldflugplatzes zu einem Flughafen der Royal Air Force in unmittelbarer Nähe zur gleichen Zeit stattfand. Das militärische Sperrgebiet verlief hart an der Grenze des neuen Anwesens, sodass durchaus der Eindruck entstehen konnte, die ehemalige Kiesgrube gehöre dazu. Die Spekulationen der Dorfbewohner gingen dementsprechend in diese Richtung. Hinzu kam, dass die Zuneigung, der alliierten Engländer den Deutschen gegenüber, sich in Grenzen hielt.
Als, Anfang der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, die NATO Air Base entstand, verschwendete niemand mehr Gedanken daran, dass, zwischen Flughafengelände und dem Gebäude, ein Abstand von mehreren Hundert Metern entstand. Der Sicherheitsbereich des militärischen Geländes wurde einfach enger gezogen. Zweihundert Meter jenseits der Verbindung zur Landstraße wurde der Sicherheitszaun für den Bereich der Base errichtet. Neue Arbeitsplätze standen in Aussicht und die Konzentration, um die möglichen Bewohner der Villa, ließ nach. Das Dorf hatte sich an den Klotz gewöhnt.
*
28. Mai 2012
Der Tag, für die Anwohner Hinter den Höfen und dem Küfenweg, begann bescheiden. Nicht nur dort. Der, sich stetig wiederholende laute Schlag begann Punkt sieben Uhr. Viele wurden aus den schönen Träumen gerissen, die sonderbarerweise nur in den frühen Morgenstunden auftraten. Andere kniffen mit letzter Kraft den Schließmuskel des Harnleiters zusammen, um noch einige Minuten im Bett zu retten.
Mit dem ersten lauten Schlag … vorbei.
Kinder, deren Minuten, bis sie zum Schulbus oder in den Kindergarten mussten, geplant waren, stürzten ans Fenster oder zur Tür. Dem älteren Herrn, drei Häuser die Straße hinunter, fiel die Kaffeetasse aus der Hand. Er war schwerhörig und dachte, sein Gehör wäre wiedergekommen, weil er das Klopfen an der Türe hörte. Als er sie öffnete, stand niemand dort, doch das Klopfen blieb. Er beschloss, den Arzt aufzusuchen.
Die Schockwellen der Schläge setzten sich im Boden fort und vibrierten noch einige Hundert Meter weiter. Katzen suchten miauend das Weite. Hunde der Nachbarschaft bellten tobend. Eltern schrien ihre Kinder an, weil die Zeit drängte und Kinder weinten, weil die Eltern schrien.
Die breite Schaufel des Baggers schlug auf das Dach des Feuerwehrhauses, immer wieder und wieder. Nach einer halben Stunde ein kleiner Erfolg. Ein Riss. Weitere zehn Schläge. Ein erstes Loch brach ins Innere des Gebäudes.
Die freiwillige Feuerwehr hatte ausgedient und das ehrwürdige Gebäude wurde abgerissen. Heutzutage konnte man bei einem Brand abwarten. Vor fünfzig Jahren war das anders. Vielleicht brannten die Häuser damals besser und schneller oder die Versicherungspolicen waren nicht so lukrativ. Im Dorf wurde gemunkelt, dass die Landesregierung überlege, das generelle Rauchverbot auf die Haushalte auszudehnen, in deren Orten es keine Feuerwehr gab. Auf dem Bolzplatz an der alten Schule sollte eine Raucherecke eingerichtet werden. Auf jeden Fall wurde das Dorf, bei Gefahr, nun von der Nachbargemeinde bedient. Für die Bewohner ein großer Verlust. Das Feuerwehrfest war immer eine gut besuchte, feucht fröhliche Veranstaltung.
In der vergangenen Woche, direkt nach der Frühkirmes der Schützen - auf dem Zelt durfte übrigens noch geraucht werden, da stand aber auch das Feuerwehrhaus noch - begannen die Beschäftigten der Stadt damit, das große automatische Tor und die Kunststoffteile abzubauen. Tagelang stießen die Arbeiter mit breiten Kratzern die Teerpappe vom Flachdach. Nicht nur Mülltrennung in den Haushalten, auch beim Abriss des Gebäudes. Der Feuerwehrausfahrt gegenüber war die Straße aufgerissen. Die Lebensader wurde abgetrennt und das endgültige Aus der Feuerwehr besiegelt. Was ist eine Feuerwehr ohne Wasser? Das Wasserwerk trennte die Verbindung der Leitung, die über Jahrzehnte den Schmutz von Geräten und Fahrzeugen beseitigte.
Im Vorfeld war die Stadt bemüht, das Gebäude loszuwerden. Die Stadtverwaltung suchte eine andere Nutzung, denn der Abriss war nicht billig. Die Bemühungen, das Gebäude einer anderen Nutzung zuzuführen, liefen ins Leere, weil die Instandhaltung und Betreibung keinen wirtschaftlichen Nutzen versprach und für die ortsansässigen Vereine zu teuer war.
Nach und nach stürzte das lang gestreckte Gebäude nach innen. Dicke Staubwolken wirbelten über den Vorplatz der Schule, die in ungefähr fünfzig Metern Entfernung stand und seit der Bildungsreform Ende der siebziger Jahre nicht mehr für den Lehrbetrieb genutzt wurde. In der ersten Etage des alten Gebäudes lagen zwei ehemalige Lehrerwohnungen, die von der Stadt vermietet wurden.
Mit dem Feuerwehrhaus wurde auch der hohe Mast, samt Sirene, abgebaut. Manch einem wurde angst und bange. Der auf- und abschwellende Ton diente schließlich nicht nur zur Warnung vor einem Brand, sondern auch dem Katastrophenschutz.
Vom Feuerwehrhaus gesehen, lag rechts der Spielplatz, an den sich der Bolzplatz mit Grillstelle für die Jugendlichen des Dorfes anschloss. Daneben streckte sich die hohe Buchenhecke, hinter der ein zweistöckiger Gebäudekomplex aus der Nachkriegszeit lag, dem etwas Geheimnisvolles anhaftete. Links lagen die Gärten der Grundstücke, deren Häuser im Küfenweg lagen.
Binnen zwei Tagen war das Feuerwehrhaus dem Erdboden gleichgemacht. Lediglich das Betonfundament lag deplatziert auf der geräumten Fläche, ungefähr fünfzig Zentimeter unter Bodenniveau. Die Arbeiter beratschlagten, wie sie am besten weiter vorgehen sollten. Die Mehrzahl war dafür, den Betonklotz dort zu belassen und das Loch mit Recyclingmaterial zu füllen und rote Asche, wie auf dem Rest des Platzes, aufzubringen.
Die Platte musste weg, ordnete der Baudezernent der Stadt Geilenkirchen an.
Der Bagger schaufelte also weiter und begann links vom ehemaligen Gebäude. Er hob die Erde auf den bereitstehenden Laster.
„Stopp“, rief Josef Dohmen, ein kräftiger, ungefähr ein Meter neunzig großer Arbeiter und hob die Hand. „Da ist etwas. Mach‘ mal langsam.“ Er stieg mit dem Spaten bewaffnet in das Loch und krabbelte nach wenigen Minuten, schnell wieder heraus. „Eine Bombe. Und was für ein Kaliber. Wir müssen absperren.“ Er klebte sein Handy an die Backe und rief im Bauhof an. Eine halbe Stunde später rückten weitere Fahrzeuge der Stadt mit Absperrgittern und die Polizei an.
„Ein Blindgänger“, bestätigte der ältere Polizeibeamte und kratzte sich ausgiebig am Kopf. „Ich habe schon einige gesehen. Das ist eine amerikanische Zehnzentnerbombe. Normalerweise haben die einen Langzeitzünder und der Kampfmittelräumdienst müsste schnell damit fertig werden.“ Er stieg in sein Auto und holte über Funk weitere Anweisungen. „In fünfhundert Meter Umkreis die Häuser räumen“, stellte er fest, als er wieder ausstieg. Die Kollegen sind gleich hier.“
„Das sind zwei Drittel des Dorfes“, sagte Josef Dohmen zu seinem Kollegen, der mit den Schultern zuckte.
Weniger als eine halbe Stunde später begann die Polizei mit der Räumung der Häuser. Zwei Beamte fuhren um das Dorf herum und näherten sich über die Zufahrtsstraße des etwas außerhalb liegenden Gebäudekomplexes. Er war nur von hier zugänglich, lag jedoch in dem halben Kilometer Radius des Sicherheitsbereiches. Sie hielten vor dem riesigen schmiedeeisernen Tor, dessen Angeln rechts und links in stabiles Gemäuer eingelassen waren. Je fünf Meter maß ein Flügel in der Breite und sieben Meter in der Höhe, ungefähr einen Handbreit unter der Regenrinne des Hauses. Nichts signalisierte Leben. Keine Klingel, kein Klopfer. Ratlos sahen die beiden Polizisten sich an.
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