G. P. Franck - Geschichten vom Mond

Здесь есть возможность читать онлайн «G. P. Franck - Geschichten vom Mond» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Geschichten vom Mond: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Geschichten vom Mond»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Die Mondgeschichten führen den Leser durch drei Ebenen von Zeit: persönliche Zeit, geschichtliche Zeit, Zeit in den Maßen des Universums. Aufbruch im Kalifornien der Flower-Children der frühen siebziger Jahre. In Mexiko fallen die langen Haare; im Armenkrankenhaus von La Paz kommt es zu einer Begegnung mit einem Indianer, welche zu einem Wendepunkt der Orientierung des Reisenden führt. Andere Geschichten beleuchten Wendepunkte in der Frühgeschichte (Archäologie) der Spezies Homo sapiens sapiens. Quantensprünge in der Physik und der Biologie bilden den Kontrapunkt. Die 26 Geschichten vom Mond hängen auf die eine oder andere Weise alle zusammen, durchweben einander und zeugen von dem Wunder von Wachstum und Schöpfung. Mit den Geschichten wirbt ein Vater um seinen Sohn.

Geschichten vom Mond — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Geschichten vom Mond», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

All das liegt inzwischen über 40 Jahre zurück, und ich könnte weinen, die Namen der Kinder vergessen zu haben. Da war ein kleines Mädchen, die schleppte einen ganzen Vormittag lang eine gelbe Nacktschnecke (‘a banana slug’) in ihrer Hand mit sich herum. Die Schnecke hatte natürlich eine Menge Schleim abgesondert, und es bedurfte 20 Minuten mit Bürste und grüner Seife, um die Hände des Kindes für seine Mutter wiederherzustellen. Da war ein kleiner Junge, der saß eine ganze Woche lang auf der Treppe vor dem Haus, wollte nicht ins Haus, weinte und wartete jeden Tag sechs bis sieben Stunden, dass seine Mutter wiederkäme. Nach einer Woche gab die Mutter auf und suchte eine Anstellung, wo sie ihr Kind mitnehmen konnte.

Manchmal packte ich meinen alten Mercedes voll mit den Kindern und fuhr die zwei Meilen zum Navarro River. Blackberries war immer dabei. Das Auto war ein 190 D, Baujahr 1959, hatte ein Schiebedach aus Leinen, und aus einem größeren Bruder derselben Baureihe hatte ich die roten Ledersitze aus- und in mein blaues Auto eingebaut, und so fuhren wir sozusagen in einem Rolls Royce an den Strand. Es gibt kein genialeres Spielzeug als Strandgut. Es gibt keinen genialeren Weg, in die unkartierten Gewässer der eigenen Psyche vorzudringen, als mit Kindern zu spielen, die ohne eine Glucke in der Nähe mit Strandgut beschäftigt sind. Was ich da mit der Glucke meine, ist keine frauenfeindliche Bemerkung, sondern war für mich der Anstoß, über Familie nachzudenken.

Im November 1974 verkaufte ich das Auto und das Wenige, das ich besaß, und kaufte mir ein Paar robuste Schuhe, von denen Blackberries einen verschleppte, den ich trotz langer Suche nicht wiederfand. Aber ich brach dennoch auf, zu Fuß (per Anhalter), in Richtung Südamerika. Blackberries kam natürlich mit.

Mein Sohn, denke nicht, ich hätte ein konkretes Ziel gehabt. Ich musste einfach weiter. In meiner Jugend hatten mich die Inkas interessiert, und die Frage, warum ihre Zivilisation untergehen musste, hatte mich eine Weile tief beunruhigt. Mexiko, Guatemala, Panama, all das waren Namen, die für mich großen Zauber besaßen, und da ich erst kürzlich den Bestseller von Carlos Castañeda gelesen hatte, war ich nicht abgeneigt, ähnliche spirituelle Abenteuer unter den Indianern Mittelamerikas zu suchen. Aber all diese Gründe waren eher ein Alibi, um mir nicht eingestehen zu müssen, wie orientierungslos ich geworden war, wenn ich denn überhaupt je Orientierung besessen hatte. Damals fragte ich mich zum ersten Mal, warum Jesus Christus wohl gekreuzigt worden war. Bis San Francisco nahm mich eine Freundin mit, und danach war ich allein wie noch nie. Ich war ein Elektron, das keiner atomaren Struktur mehr angehörte. Es gab kein Proton, kein Feld, das mich hielt, und die paar hundert Dollar in American Traveler’s Cheques in meiner Jackentasche waren nicht gerade die große Sicherheit.

Ein Besuch in dem Museum of Natural History in San Diego war wie ein letztes Verweilen in westlichen Sicherheiten, wenngleich Mexiko ja wohl auch noch zum Westen gehört. Ich nahm den Zug von Mexicali bis Mexico City, der drei Tage brauchte. Drei Tage lang musste Blackberries im Gepäckwaggon in einem Käfig verbringen, denn Hunde haben südlich der Grenze der USA schlechte Karten. Aber der Zug hielt an allen Stationen und fast an allen Stationen gab es einen Wasserhahn, und da Zeit in Mexiko langsamer fließt als weiter nördlich, war fast immer ausreichend Zeit, um ihn aus dem Gepäckwagen zu holen, uns die Beine zu vertreten und ihm zu Trinken zu geben. Auf der letzten Etappe der Reise über die Berge hatte die Lokomotive große Mühe und Zug und Zeit krochen im Schneckentempo – man hätte Blumen pflücken können. Es gab für viele Stunden keine Station. Ich saß am Fenster und staunte Mexikos Wildnis an. Dann kamen die Slums in den Vororten von Mexico-City. Durch Müllhalden hindurch, auf denen Menschen unter Blechen und hinter Brettern lebten, fuhr der Zug in den Hauptbahnhof ein. Und dann endlich stand Blackberries auf dem Perron und ließ laufen, ohne das Bein zu heben. Es dauerte lange. Ein kleiner Bach lief über den Bahnsteig zum Gleis und die Reisenden mussten einen guten Schritt darüber tun. Es war Blackberries anzusehen, wie die Erleichterung wuchs. Er hatte Käfig und Gepäckwagen als Tabu für kleine und große Geschäfte verstanden. Gehorsam gepaart mit Einsicht. Guter Hund.

Aber dann in Mexico-City kam der Tag, an dem ein Polizist darauf bestand, Blackberries an die Leine zu legen. Das war ihm noch nie vorher passiert, nicht in Mendocino, nicht in Berkeley. Er verstand nichts. Er flippte aus. Der Wolf in ihm geriet in Panik. Und als es überstanden war, war sein Geist gebrochen. Ich brach meinen Wolf und machte ihn ganz zum Hund. Danach war er nicht mehr derselbe. Oh, er war immer noch schön und prächtig anzusehen. Seine Art zu laufen war auch weiterhin ein leichtfüßiges Tänzeln neben mir auf den Landstraßen in Richtung Süden. Wer ihn nicht näher kannte, hätte keinen Unterschied bemerkt. Ich aber war verzagt und wünschte mir, ich hätte mich bei ihm entschuldigen und ihm erklären können, warum die Leine hatte sein müssen. Kein Streicheln, keine Freundlichkeiten konnten gerade biegen und ungeschehen machen, was geschehen war. Er, der bewiesen hatte, dass er im Reich der Körpersprache ein Meister des Verstehens war, hatte die Leine an seinem Hals und in meinen Händen so gedeutet, wie es seinen Horizonten entsprach. Eine Weiche war gestellt worden, die nicht umkehrbar war. Ein körpersprachliches Erlebnis (mein ihn Binden) hatte in seiner Psyche eine Festlegung bewirkt, die kein anderes körpersprachliches Erlebnis (mein ihn Streicheln oder Trösten) würde widerlegen können. Und da verstand ich zum ersten Mal, wie unglaublich kostbar der Menschen Sprache ist. Zwischen ihm und mir konnten Worte nicht zu Hilfe eilen.

Und dann dachte ich an meinen Kindergarten in Albion und an das unerhörte Privileg, in die auch im Kindergarten überwiegend körpersprachlich ablaufenden Beziehungsprozesse zwischen mir und den Kindern Worte eingeflochten haben zu können. Sprache ist wie das Salz in der Suppe und noch viel, viel mehr. Sprache ist Licht.

Mit Sprache beginnt jeder Weg zur Freiheit von der Bevormundung durch die Strukturen unserer Psychologie. Worte sind Perlen, die viel zu oft unter die Füße geraten und im Dreck unter den Füßen nicht mehr als Perlen zu erkennen sind. Worte sind wie Schiffe, die alles transportieren können, auch Schrott und Abfall und auch die Lüge. Aber angelegt wurden Worte als die Schiffe des Geistes, um Verkehr mit der Seele und dem Schöpfer der Seele zu haben und die Seele einzuladen, an Bord des Geistes zu kommen. Sprache ist ein unglaubliches Privileg.

Als die Schöpfung des Menschen begann (das war lange bevor der Mensch in der Gestalt des Homo sapiens sapiens fertig war), muss seine beginnende Sprachfähigkeit ihm großes Erstaunen, große Freude und ein großes Abenteuer bedeutet haben. Von allen Geschehnissen in der Vergangenheit des Universums würde mich am meisten interessieren, wie es war, als wir zum ersten Mal den Mund aufmachten, den ersten Dingen Namen gaben, die Vergangenheit von der Zukunft unterschieden und den ersten Scherz formulierten. Sprache ist das Heiligste, das wir haben. Und implizit in unserer Sprachentwicklung muss von Anfang an die Verheißung mitgeschwungen haben, dass eines Tages des Menschen Geist die Gravitation von Mutter Erde überwinden werde, um den Weg zum Vater im Himmel zu finden.

6. Die Geschichte mit den Affen

Wie du wahrscheinlich an Hand der Überschrift schon ahnst, nähere ich mich nun der Geschichte der Menschen. Am wahrscheinlich frühen Nachmittag des sechsten Schöpfungstages war die Fauna so weit fertig, dass Gott mit der Schöpfung der Krone der Schöpfung (das sind wir) beginnen konnte. Und da Er schon immer und von Anfang an seine Geschöpfe an ihrer eigenen Genese beteiligt hatte (jedenfalls denke ich das und denke es deshalb, weil ich mir anders keinen Gott der Liebe vorstellen kann), gab Er der werdenden Krone der Schöpfung (also uns) zu verstehen, dass zum Kronenträger eine Würde gehören würde, in die er selbst hineinwachsen müsse. Und natürlich gab es Hürden. Ohne Hürden keine Würden.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Geschichten vom Mond»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Geschichten vom Mond» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Geschichten vom Mond»

Обсуждение, отзывы о книге «Geschichten vom Mond» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x