Hans Landthaler - Der Laden

Здесь есть возможность читать онлайн «Hans Landthaler - Der Laden» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Laden: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Laden»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Louis, ein Grafiker, der diese Arbeit nur zum Gelderwerb ausübt, denn eigentlich empfindet er sich als Schriftsteller, hat sich in einem ehemaligen Metzgerladen ein Atelier eingerichtet, das die lispelnde Vegetarierin Julia als Mörderbude bezeichnet. Julia, eine Schülerin, begegnet ihm an ihrem achtzehnten Geburtstag im Schwimmbad und beschließt spontan ihn zu «belieben», zieht am gleichen Tag bei ihm ein. «s,Seit dem Tag, als ich Louis kennen lernte, wohnte ich bei ihm, obwohl er mir s,stundenlang erklärte, dass er s,seit der Trennung von s,seiner Frau, nicht länger als zwei Tage mit einer Frau in einer Wohnung s,sein könne.» Julia ist sich des Altersunterschieds nicht bewusst. «Gut, er ist zweiundfünfzig, dafür mess' ich einsneunzig, s,schlage Louis gemütlich um zwanzig Zentimeter.»
Der Zweiundfünfzig-Jährige dokumentiert sein Leben in einer Art Tagebuch, das Julia alsbald liest, um dann auch darin zu schreiben. Sie beobachten sich analysierend. Die beiden leben eine aufopfernde Liebe. Louis geht seinem Job nach, Julia ihrer Selbstfindung. Louis motiviert sie, ihr Abitur zu machen, sie unterstützt ihn in seiner Arbeit mit ihren Computerkenntnissen. Sie werden ein eingespieltes Team, im Leben wie in der Liebe. Julia ist begeistert von der erstmal erlebten Sexualität, er von ihrer gerissenen Naivität. Julia umwirbt ihn mit Gedichten. "Kleine Jahre – von mir gelebt – nicht gezählt – ausgewählt – von mir entschieden… " Mit Songs, die sie von Baugerüsten schmettert, als Louis als Farbberater arbeitet, die sie ihm bei der kürzesten Trennung ins Handy schluchzt.
Die beiden erleben emotionale Höhen und Tiefen, aber es gibt ein Happy End, «das sich gewaschen hat» – wie Louis es formulieren würde.
Der gesamte Text besteht aus unzähligen «Liebeswürdigkeiten», wie nur Menschen sich geben und annehmen können, wenn sie sich von Herzen zugetan sind.

Der Laden — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Laden», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ich leg’ die Rücklehne zurück, schmuse mich in das Polster, nippe den Rotwein, spüre Glücklichsein im Blut, rieche Julia ganz arg.

Ulm – Augsburg, wir umfahren die Stadt München, und Julia sieht im Profil aus wie die junge Callas. Genau!

***

Raststätte Irschenberg, ich musste Pipi, Louis mehr. Wir s,sitzen, weg von der Autobahn, im Restaurant an einer langen Fensterfront und Louis ist begeistert von s,seinem Bayern. Immer und immer wieder weist er mich auf die Landschaft hin. „Wie gemalen, hm!“ Es gefällt mir, wenn er mir erklärt, wie s,schön dies alles ist. Wir s,sitzen inmitten des Chiemgaus mit bisschen Berge im Hintergrund und Louis s,sagt: „Da hinten ist Miesbach, da ist meine Mutter geboren!“

Obwohl ich am Anfang inwendig ein bisschen wütend war, weil er mir jeden Baum beschrieb, s,so bin ich nun froh, weil ich es jetzt auch s,selber s,sehen kann. Die s,sanften grünen Wiesenhügel, hinter denen alle paar Minuten Kirchturmzwiebeln hervorlugen und also auch ein Dorf ist. Blauweiß gestreifte, haushohe s,Stangen – Maibäume – kleine Geräteschuppen in den Feldern – s,Stadl – lustige, witzige Kühe, die beim Kacken lachen und alle fünfzig Kilometer wechselt der Dialekt und Louis ist s,stolz wie einer der bunten Hähne, die tatsächlich fast immer auf einem erhöhten Punkt – Misthaufen – s,stehen. Ehrlich gesagt, habe ich noch keinen Menschen erlebt, der s,so ergriffen ist von dem Land, ich meine der Gegend, in die er geboren ist. Louis s,spricht mit s,so einer Zärtlichkeit von Bayern, die ich ganz allmählich begreife, weil er s,sie mir vorbetet… (das ist gut, ich werde es mir für ihn merken).

Louis hat mir Pfannkuchensuppe bestellt, er s,selbst trinkt dunkles Bier und isst warmen Leberkäse mit Brezel.

Ich merke allmählich, wie Louis s,sich verändert. Immer öfter rutschen ihm bayrische Worte heraus und er wird zärtlich zu mir, ganz von alleine. Er massiert mir den Nacken, küsst meine Hand … Alles, was er machen kann, während er fährt. Ich will mir das ansehen, von dem Louis s,so angeregt wird, fast aufgeregt, und darum habe ich gesagt, dass er fahren s,soll.

Ich liege im s,Sitz und fühle mich s,so was von geborgen… Hey!

Louis hat für mich eine Kassette aufgenommen, nur für die Fahrt. Zum Beispiel diese zärtlichen s,Sachen von Paolo Conte und, haha, „Das Mädchen Julia“, ein Klavierstück von Sergei Prokofjew und das Wahnsinnslied, das mich zu Tränen rührt und ich gleichzeitig tanzen könnte: „Bei mir bist du scheen…“ von den Andrew Sisters.

Louis ist s,so ein Lover, echt…

Die Landschaft ist s,so was von s,sauber! Zumindest vom Auto aus s,sieht es s,so aus. Wie gerade geputzt. Louis fährt gewissenhaft Auto, nicht s,schneller als einhundertzwanzig. Jede Kleinigkeit s,sieht Louis: Balkone mit Geranien, Bauerngärtchen, hey, ein Reh haben wir gesehen am Waldrand, einen lila Jogger im goldgelben Gerstenfeld, Maisfelderseen, wie er s,sagt, und den Wilden Kaiser, ein hohes Bergmassiv am Horizont.

Der Louis hat eine bayrische Kassette eingelegt „s,Stubenmusi“ Gitarre, Hackbrett, Harfe und Bass (s,steht hinten drauf) und es geht s,sehr ans Herz und Louis hat s,so ein entspanntes Gesicht. Er s,sieht mich großväterlich an.

„Weißt du, Julia“, s,sagt er, „jetzt bin ich diese Strecke schon hundertmal gefahren, aber ich habe dabei noch nie so gespürt wie mit dir!“

Louis hat in Prien am Chiemsee gehalten. Wir trinken Kaffee – ich auch – direkt am s,See. Louis hat mir einen warmen Apfelstrudel bestellt. Er redet s,so s,süß bayrisch und s,seine Augen flackern und er ist s,so bestimmend, s,so erwachsen, s,so…

Wir fahren an Traunstein vorbei - seine erste Liebe wohnte dort - Barbara Pflanz, dann Reichenhall – Inge, die mit dem durchgehenden Latexanzug, Bayrisch Gmains – Evi, die große Liebe, die ihn mit in die s,Stadt München nahm.

s,Serpentinen hinauf, die s,Straße ist der frühere Weg der s,Salztransporte, nach Hallturm – Hall heißt s,Salz - Wächter zum Eingang nach Berchtesgaden. Ich komme kaum mehr nach mit s,sehen und hören. Louis s,sprudelt nur s,so vor Begeisterung. „….und pass auf, wenn wir jetzt um die Kurve kommen, siehst du das erste Mal den Watzmann. Und tatsächlich, ein Berggebilde, wie eine Krone gezackt, erhebt s,sich aus dem Taleinschnitt. „Was sagst jetzt, hm, habe ich dir zuviel versprochen?“ „Der s,schönste Berg, den ich je gesehen habe“, s,sage ich, und Louis nickt andächtig.

Wir fahren s,schon eine ganze Zeit an einem Gebirgsfluss entlang – die heißen hier Ache -, kommen nach Winkel und Louis erklärt: „Schau den Bauernhof da oben, der ist vom Hillebrand - ist mit mir in die Schule gegangen, in dieser Siedlung wohnt der Bertl Lang - bei mir in der Klasse, Skispringer. Siehst du die Felswand da, da oben hat der Josef Zweckel gewohnt und der Kastner Christian - alle bei mir in der Schule“. Und endlich kommt Bischofswiesen, wo diese s,Schule s,steht und Louis parkt vor dem Hotel Brenner. Wir gehen aber in das Wirtshaus Brenner und Louis bestellt s,sich dunkles Bier und einen Enzianschnaps und dasselbe für mich, nur kleiner. Louis ist s,so was von aufgeweckt, aufgeregt, s,steckt mich an. Der Enzianschnaps brennt mir den Hals runter, muss mit dem Bier besänftigen. Louis fängt s,so mit mir zu zärteln an, ich kenne den gar nicht wieder. Ich denke wirklich, dass s,sein gemännlichtes Verhalten (das merke ich mir für ihn) hier mit der Gegend, s,seiner Heimat, zu tun hat.

Louis wird väterlich zu mir, tätschelt mir den Hintern, legt den Arm um meine Hüfte und ich bemerke, dass er anders riecht als s,sonst, bisschen nach Harz, glaube ich. Jetzt weiß ich, Louis wirkt auf mich bisschen machoartig, s,so, äh, ja, bodenständig. Oh Gotti, wie bin ich auf diesen Begriff gekommen!

Wir fahren gemächlich noch ein paar Kilometer querfeldein und Louis s,sagt mir die Namen der Bauernhäuser auf… Bachingerlehen, Burgerer, Reitofen, Moderegger, Stadelhäusel, Hollereben, Boschberg… und dann, dann s,sind wir da!

Ein großes, zweistöckiges Haus inmitten einer s,Siedlung von s,Sozialbauten, alle bayrisch angehaucht, und vor dem Haus ein mächtiger Buchenbaum. Louis hat mir das alles s,so haarklein erzählt, ich bräuchte gar nicht hinsehen. Louis hat mir alles s,so leidenschaftlich beschrieben, dass ich völlig überrascht bin, das es s,so zutrifft.

Der s,Schlüssel liegt in dem kleinen Körbchen an der Wand neben der Tür. Als, ich eintrete in die Wohnung, riecht es nach Lebkuchen und zugleich nach alten Leuten.

Louis betont s,sehr, dies ist keine typisch bayrische Wohnung, aber mir kommt s,sie s,sehr, s,sehr bayrisch vor. Vom Wohnzimmer aus geht man durch einen Torbogen in ein kleines, holzgetäfeltes Zimmer mit großem Fenster. In dem Garten s,sehe ich den Buchenbaum.

Louis hat s,so ein s,selbstsicheres Auftreten, ich kann es nicht glauben. Gastgeber Louis zeigt mir s,sein Kinderzimmer und drängt mich in das ehemalige s,Schlafzimmer s,seiner Eltern. Ein großer dunkler Raum, mit großen, dunklen s,Schränken und einem großen dunklen Ehebett, in dem wir s,schlafen s,sollen.

Das ist das an Louis; nach ein paar s,Sekunden entschieden: „Wir s,schlafen in meinem Kinderzimmer und du musst dich noch dünner machen als du bist.“

Louis hat für die zwei Tage, die wir allein s,sind, Essen mitgebracht. Alles ist verstaut und er kocht ein Risotto mit Hühnerfleisch und ich s,sitze in dem holzgetäfelten Zimmer, in dem ein großes Fotobild hängt von den Eltern von Louis. Der Vater in Uniform der Nazis und s,seine Mutter wunderschön. Ein Hochzeitsbild.

Louis hat von jedem etwas.

Louis hat s,seinen Hausanzug an, weit, leger und s,schwarz (macht ihn s,schlanker) und ich ein s,Schürzenkleid, indigoblau mit hunderten von Tauben aufgedruckt, die weiß hervorstechen.

Auch ich verspüre s,so eine Ruhigkeit in mir, die mich aber zugleich s,sehr anregt. Ich freue mich darauf, mit Louis zu mausen. Das s,sagt man hier zum Vögeln.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Laden»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Laden» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der Laden»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Laden» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x