Christian Frössler - Der Pfau im Honigbaum

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Aus heiterem Himmel werden Ernst und Marcus nach dem Abitur am Rheinstrand halb erleuchtet. Vergeblich versuchen sie in Indien ihren Guru zu finden. Auf dem staubigen Boden der Tatsachen angekommen, funkt es am Ganges zwischen Ernst und Smulia. Sie ist die Tochter eines Gurus und wünscht sich sehnlich selbst auf dem spirituellen Pfad voranschreiten zu dürfen, doch ist für sie die klassische Frauenrolle und die Hochzeit mit einem alten Onkel vorgesehen.
Als Ernst zwei Jahre später überraschend von Smulia auf eine Berghütte in der Schweiz eingeladen wird, erliegt er einem Liebeszauber, schlittert in seine eigene Verlobungsfeier, muss fast sterben, sich von der Brust einer guten Hexe aufpäppeln lassen, alles neu erlernen und geistige Paläste zerstören. Nachdem er Gott und seine Träume beerdigt hat, vereint er sich mit Smulia auf dem Vulkan.
Der Sohn, der dieser Vereinigung entspringt, soll weit weg von ihm, in Indien, als Heiland einer spirituellen Gemeinschaft aufwachsen. Jetzt wird es ernst für Ernst. Verzweifelt versucht er die Familie zu einigen, seinen Sohn aus Indien zu entführen und spielt ihn dabei dem Onkel in die Hände.

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Ernst hatte sich für eine Zivildienststelle in einem Krankenhaus in Bonn beworben, der Wechsel in eine neue Stadt und die Aussicht, in einem Schwesternwohnheim untergebracht zu sein, waren ihm Phantasie und Aufbruch genug.

Als sie das Ortsausgangsschild von Kleve hinter sich gelassen hatten, fühlten sie sich unendlich frei, beim Auffahren auf die Autobahn steigerte sich das Gefühl fast unerträglich. Die Welt drohte ihnen zu klein zu werden, bis nach 180 Kilometern, kurz vor Worms, der Auspuff auf die Autobahn fiel. Das Warten auf die Werkstatt in dem mit Kiefernholzdoppelstockbetten und grauem Linoleumboden ausgestatteten Jugendherbergszimmer war, als säßen sie unter einem Brennglas, das all den Mief noch einmal bündelte, den sie hinter sich lassen wollten.

Mit neuem Auspuff setzten sie die Reise fort. Ihre grenzenlose Energie und der rücksichtslos jugendlich nach vorne gewandte Blick trieb sie mühelos voran. Menschen und Situationen begegneten sie mit arroganter Leichtigkeit. Liebesglück, kuriose Begegnungen, gutes Essen und glückliche Umstände fielen wie natürliche Produkte ihrer Bewegungen ab.

Sie kletterten durch Zäune und überstiegen Mauern, um den irrsinnigen Eintrittspreisen französischer Discos zu entgehen, feierten Strandpartys, wanderten planlos durch die Natur, streiften Sehenswürdigkeiten und begegneten offen Menschen. Matthias verknallte sich in eine sexy-freche Schwedin, die Männerphantasien entsprungen schien und Ernst erlag dem unwiderstehlichen finnischen Akzent von Rika.

Sie fühlten sich als reisten sie auf einem unter vollen Segeln fahrenden Dreimaster, dessen Leinen warmer kosmischer Rückenwind bläht und der wie auf Kufen lautlos und majestätisch durch französische Landschaften gleitet.

Auf dem Rückweg planten sie einen Freund in Paris zu besuchen. Auf dem Weg dorthin hielten sie in einer kleinen Ortschaft in der Provence. Sie stellten den Fiesta am Fuß eines Berges ab, auf dem eine kleine Burgruine thronte. Grillen zirpten, die Abendsonne ließ Schatten länger werden und kühler Wind fiel von weit entfernten Bergen. Der Boden hatte noch angenehm die Wärme des Tages gespeichert. Schweigend setzten sie sich auf die Reste der Außenmauer der Ruine, reglos schauten sie mit den Eidechsen in die Landschaft.

Der vom Sonnenuntergang orange-rot-blau gefärbte Himmel war von sich kreuzenden Kondensstreifen durchzogen und wölbte sich leuchtend wie ein gebogenes Kirchenfenster über ihnen. Die fast volle Scheibe des Mondes ging weiß auf. Ihre Blicke weiteten sich, sie sahen nicht mehr die Sonne untergehen, sondern spürten, dass sich die Erde rückwärts im All von ihr wegdrehte.

Unter ihnen kreuzten sich von Zypressen gesäumte Landstraßen, um niedrige Kirchen säumten sich ockerfarbene Häuser kleiner Ortschaften. Es roch nach Kräutern und trockenem Gras.

Die Welt war voller Versprechen, wie ein reich gedeckter Tisch lag die Zukunft vor ihnen, bei dem sich lediglich die Frage stellte, mit welcher köstlichen Möglichkeit man das Buffet eröffnen wollte.

Schwebend saßen sie in dieser Schüttelkugel, die die Welt war, saßen in ihr und auf ihr und glaubten, sie hätten sie auch selber nach Belieben schütteln können. Unbemerkt von ihrem Geist setzten ihre Seelen Anker ins Gestein der Burgruinen.

Am nächsten Morgen brachen sie im Ford Fiesta mit repariertem Auspuff ins Burgund auf. Der Dreimaster ankerte noch an der Ruine. Sie sprachen jetzt vom anstehenden Studium, dem Zivildienst und Dingen, die noch geplant und getan werden mussten.

Sie fanden die Straße in Paris nach kurzer Suche. Es war Matthias Idee gewesen, Marcus zu besuchen. Die beiden verband Bewunderung und Verachtung füreinander sowie die Frage, wer mit seinem Lebensentwurf richtig lag. Jeder wähnte Ernst dabei auf seiner Seite.

Marcus war Musiker und bis zur Zehnten in ihrer Klasse gewesen. Mit vierzehn wurde er Sänger einer Schülerband. Als Jim-Morrison-Verschnitt hatte er die Mädchen der Stadt um den Verstand gebracht, die die Doors im Original gar nicht kannten. Er hatte sich dem Stil der 68er perfekt angenähert, trug knallenge Hosen, lange Haare und bunte Hemden. Mit seiner konsequenten Verachtung für das Establishement hielt er den, im faulen Kompromiss eingerichteten, linken Lehrern schmerzhaft einen Spiegel vor. Den Konservativen war er eh ein Dorn im Auge. So gelang es ihm von der Schule geschmissen zu werden. Er hinterließ den Zurückgebliebenen das Gefühl, freiwillig weiter ein Gefängnis zu bewohnen. “Break on through to the other side“, hallte noch in den Schulmauern nach, als Marcus mit einem alten R4 aus Kleve aufgebrochen war. Er hatte dann Straßenmusik gemacht und Geld als Animateur in einem Robinson-Club auf Sizilien verdient. Dort hatte sich alles, was er zuvor Schlechtes über die Welt gedacht und geahnt hatte, für ihn bestätigt und ihn in seinen Ansichten bestärkt.

Jetzt wohnte er im 16. Arrondissement in einem Mansardenzimmer im siebten Stock eines Altbaus ohne Aufzug. Die winzigen, einzeln vermieteten Zimmer im Dachgeschoss teilten sich eine Toilette, deren Anblick für Ernst eine gute Vorbereitung auf die kommende Indienreise sein sollte.

In Marcus´ Zimmer gab es ein Waschbecken mit Kaltwasserhahn. Stolz präsentierte er gleich zur Begrüßung seine selbstentwickelte Dusche und hockte sich nackt grinsend mit einem Verlängerungsschlauch, der am Wasserhahn befestigt war, in ein Planschbecken in der Mitte des Zimmers. Während der Duschdemonstration stand plötzlich die psychisch kranke Nachbarin in der Tür, die offen stand, damit sich die unter dem Dach gestaute Sommerhitze wenigstens etwas verteilen konnte. Die etwa dreißigjährige, kurzhaarige Französin war nur in einem Slip bekleidet und murmelte mit einer Zigarette im Mundwinkel etwas Unverständliches, bis Marcus sie wie einen streunenden Hund davonjagte und sein Bad beendete.

Es folgte eine Führung durch Marcus´ Leben, oder dem, was im vom Sommer geleerten Paris davon demonstrierbar war. Marcus sang für sie mit Gitarre Eigenkompositionen und stellte ihnen Trommler einer senegalesischen Combo vor, mit denen er ein großes Projekt plante. Dann präsentierte er den beiden seine sehr französische Freundin, die zu Marcus´ Ärger fand, dass Matthias besser französisch sprach als er. Schließlich kifften sie, gingen in irgendeinem Park durch in den Boden eingelassene Lichtinstallationen spazieren und endeten in einem Jazz-Club, in dem sie dank eines der senegalesischen Trommler, der dort Türsteher war, kostenlos und überhaupt reingelassen wurden.

Als Ernst und Matthias am nächsten Morgen aufwachten, hatte Marcus schon seine Tasche gepackt, zu dritt fuhren sie zurück an den Niederrhein. Marcus hatte so ein Gefühl, dass er die beiden mit in die Heimat begleiten sollte.

Erleuchtung

Nach der Rückkehr aus Frankreich hatte sich Ernst wieder bei seinen Eltern eingenistet. Matthias war schon nach Cambridge abgereist, als Marcus ihn abends abholte. Sie fuhren zu einem Rheinstrand an die Düffel. Die einspurige Straße lief auf dem alten Deich. Marcus lenkte den selbst matt schwarz lackierten R4 durch die vertraute, flache und grenzenlose Landschaft. Pappelreihen und vereinzelt auf Poldern stehende alte Bauernhäuser in rotem Klinker unterbrachen die Horizontlinie. Kühe weideten zwischen Orten, deren Namen der passende Soundtrack zur Fahrt war: Rindern, Düffelward, Zyfflich, Nütterden, Schenkenschanz, Bimmen, Grieth oder Donsbrüggen. Der Himmel war hier meist hoch, weit und grau. Der kathedralenhafte Raum über den Köpfen hatte über die Jahrhunderte einen ängstlichen Katholizismus und Fatalismus sehr befördert.

Marcus war auf dem Bauernhof seiner Familie aufgewachsen, die hier seit Jahrhunderten lebte und schon größere Katastrophen als seinen Schulabbruch überstanden hatte.

Hinter der alten Ölmühle Spyck markiert der Rhein kurz die Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland. Dort, in einem kleinen Naturschutzgebiet mit natürlichen Flussauen, karibikweißen Sandstränden, Wildpferden und gespensterhaft aussehenden Kopfweiden schlugen Flusswellen hochfrequent nervös ans Ufer, und in der Luft kreisten krächzend Kolkrabenschwärme um die alten Weiden. Wenn der Rhein, wie jetzt, wenig Wasser führte, rochen die freigelegten Flusssteine faulig. Der breite Strom erzeugte ein Feld, das gegenüberliegende Ufer war dunkel und Holland. Der Mond hatte begonnen abzunehmen, warf aber immer noch ein helles, kaltes Licht. Die Luft war sommerlich, der leichte Wind machte den Mücken das Landen schwer und am wolkenlosen Himmel standen die Sterne.

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