Monika Kunze - Stille(r)s Schicksal

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Was eigentlich ganz harmlos beginnt, entwickelt sich so nach und nach zu einer schrecklichen Tragödie. Ein Krimi im herkömmlichen Sinne ist dieses Buch aber nicht. Die Autorin hat versucht herauszufinden, was auf dem Lebensweg eines bis dato völlig unbescholtenen jungen Mannes passiert sein könnte, ehe er sich vor Gericht für seine furchtbare Tat verantworten musste. Also eine dramatische Schicksalsgeschichte, ein psychologischer Krimi … oder gar eine ungewöhnliche Liebesgeschichte?
Vielleicht erkennt der/die eine oder andere sich in den Nebenfiguren sogar wieder … beim Wegschauen … bevor das Verbrechen passiert …

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Noch immer grub das Lächeln kleine Grübchen in ihre Wangen.

Franz Neumaier wollte diesen Anblick noch wenig genießen und fragte deshalb rasch, noch ehe sie womöglich um die Ecke verschwunden war: "Wo soll´s denn hingehen im Urlaub?"

Der alte Mann machte sich erst gar nicht die Mühe, seine Neugier zu verbergen und lehnte sich erwartungsvoll immer weiter hinaus, während er sich gewohnheitsmäßig über die Stelle am Kopf strich, an der früher einmal eine prächtige Frisur gewesen sein könnte. Jetzt allerdings versuchte er schon seit Jahren, seine paar grauen Strähnen sorgfältig und vor allem gleichmäßig auf der ansonsten spiegelblanken Glatze zu verteilen.

Es muss schwierig sein, neun Haare in sieben Reihen aufzuteilen , dachte Anne belustigt. Doch laut und ein bisschen leichthin sagte sie: "Ach, wissen Sie, Herr Neumaier, ich bin einfach reif für die Insel. Ich fliege am Sonntag nach Teneriffa." So hatte sie nicht nur das Ziel ihrer Reise kundgetan, sondern auch gleich noch den Zeitpunkt. Denn das Wann hätte bestimmt in seiner nächsten Frage gesteckt. Sie aber war heute nicht mehr aufgelegt für sein geliebtes Frage- und Antwortspiel.

Sie drehte sich nur noch ein einziges Mal um, bevor sie in die nächste Querstraße einbog. Dabei stellte sie überrascht fest, wie eilig der Opa es mit einem Mal hatte. Im Nu hatte er das Fenster geschlossen und die Gardine vorgezogen.

Anne konnte natürlich nicht ahnen, dass sie mit ihrer schlichten Auskunft bei den Neumaiers gehörig für Gesprächsstoff gesorgt hatte.

"Diese jungen Leute", schimpfte Neumaier mürrisch vor sich hin, "die müssen ein Geld haben! Frieda, stell dir mal vor, die kleine Hellwig fliegt nach Teneriffa! Muss wohl von ihren Eltern etliches geerbt haben, als die voriges Jahr bei dem Verkehrsunfall umgekommen sind."

Seine Frau saß wie immer um diese Zeit auf dem Sofa, eingehüllt in ihre unvermeidliche, blau-weiß geblümte Nylon-Kittelschürze, und reagierte, auch wie immer, wenn er sie mitten in einem komplizierten Strickmuster ansprach. Nämlich überhaupt nicht. Sie zählte in aller Seelenruhe ihre Maschen weiter: "23-24-25-26." Dann legte sie das angefangene Vorderteil des grünen Pullis zur Seite, quälte sich mühsam aus der Tiefe der Couch in den Stand, humpelte zum Fenster und zog auch noch die Vorhänge zu.

"Alles machst du bloß halb", knurrte sie. Ihre Stimme war in den letzten zehn Jahren immer tiefer geworden. Ein vorwurfsvoller Blick traf ihren Mann. "Sollen uns die Nachbarn auf den Tisch gucken können? Es gehört zur Ordnung, dass man auch die Übergardinen zuzieht, wenn es draußen dämmrig wird."

Und dann, plötzlich und übergangslos, also hatte sie seine Worte von vorhin doch gehört, schniefte sie verächtlich: "Teneriffa! Na und, lass´ sie doch fliegen, die kleine Hellwig. Wird schon sehen, was sie davon hat!"

Sie mochte dieses junge Ding nicht. Trug immer so kurze Röcke, fuhr mit zweiundzwanzig schon Auto! Und ein rotes noch dazu! Wo hätte es das zu ihrer Zeit gegeben! in dem Alter hatte man einen Kinderwagen zu schieben!. Aber heutzutage lebten ja offenbar sowieso viele in einer verkehrten Welt. Das sagte sie jedem, der es hören wollte und den anderen, die es nicht hören wollten.

"Und außerdem," wandte sie sich nun wieder an ihren Mann, "du warst doch auch schon mal im Süden, damals, in Italien. Und mich zieht es da nicht hin ... zu den Makkaronis."

Doch Franz hörte gar nicht richtig hin, schaute, Gott ergeben, zu Boden, zuckte die Achseln und seufzte. Gewohnheitsmäßig griff er sich die Zeitung, als seine Angetraute wieder mit den Stricknadeln zu klappern begann, aber er kam einfach nicht so richtig zum Lesen. Immer wieder musste er an die junge Frau denken, die sich so mir nichts dir nichts in ein Flugzeug setzen würde, um in den Süden, nach Teneriffa, zu fliegen. Darüber kam er einfach nicht hinweg.

Er selbst war allerdings tatsächlich auch schon mal im Ausland, damals, im Krieg und danach in Gefangenschaft, in Italien. Da hatte seine Alte schon irgendwie recht. Wenn das alles auch schon sehr, sehr lange her war, Franz Neumaier erinnerte sich genau an jede Einzelheit.

Und so begann der alte Mann seiner Frau wieder einmal von damals zu erzählen. Wie er mit einem Lastkraftwagen durch ganz Italien gebraust war. Dass er in Rom und Neapel gewesen sei, dass er bis nach Brindisi ("das ist am Hacken vom italienischen Stiefel, weißt du?") gefahren war, um Mehl zu holen, damit wieder Brot für die Gefangenen gebacken werden konnte. Selbstverständlich vergaß er auch nicht Venedig zu erwähnen.

"Also, Frieda, das musst du dir ungefähr so wie im Spreewald vorstellen, nur eben ohne Wald, alles wurde mit dem Kahn transportiert, naja, richtig heißt das ja dort wohl Gondel."

Aber Frieda hatte nur einen müden Blick für ihren Franz übrig, schnell hingeworfen über die Brille, die ihr beim Stricken bis auf die Nasenspitze gerutscht war.

Und ein ausgiebiges Gähnen, das sie auch keineswegs zu unterdrücken versuchte. Ach, sie kannte ja seine italienischen Geschichten schon alle. Nur hin und wieder ließ sie sich zu einem einsilbigen mhm hinreißen, nickte mechanisch zu seinen Worten.

Auch Franz wusste natürlich, dass sie nur so tat, als würde es sie brennend interessieren, was er erzählte. Er sah sehr wohl, dass sie ihre ganze Aufmerksamkeit schnell wieder ausschließlich ihrer Strickerei zugewandt hatte.

Als sie doch noch einmal hochschaute, bemerkte sie, dass die Übergardinen in der Mitte noch immer nicht richtig geschlossen waren. Sie stand unvermutet schnell auf, obwohl ihre Knie knackten und furchtbar wehtaten, und behob den Schaden, noch ehe Franz womöglich etwas bemerken konnte.

Nun hatte niemand mehr auch nur den kleinsten Einblick in ihr Zimmer.

"Frahanz?!"

"Ja doch, was ist denn?" fuhr er auf. Er war wohl über seiner Zeitung kurz eingenickt?

"Franz, es wäre wirklich schön, wenn du dich morgen mal um das Telefon kümmern könntest, es ist nun schon seit drei Tagen gestört..."

"Na, und, macht doch nichts", entgegnete er noch immer etwas schlaftrunken, da haben wir wenigstens unsere Ruhe ... oder erwartest du irgendwelche dringenden Anrufe?"

So sehr sich die alte Frieda auch sonst immer gegen jeden neumodischen Kram sträubte, das Telefon fehlte ihr doch, denn sie hatte schon seit ein paar Tagen nichts mehr von ihrer Tochter Margot gehört. Vor allem hätte sie ja auch zu gern gewusst, ob nun ihr Enkel Sven sein kleines Häuschen in Wiesenberg endlich weiter ausbauen würde oder nicht.

Das gestörte Telefon war schließlich auch der Grund, dass Neumaiers nicht ahnen konnten, dass sich auch ihr Enkel Sven am Sonntag so mir nichts dir nichts in ein Flugzeug setzen würde, um weit weg Urlaub zu machen. Auf Teneriffa.

Annes Träume

"Was nehme ich nur mit?" überlegte Anne laut, denn sie hatte mal irgendwo gelesen, dass Selbstgespräche absolut kein Zeichen von Verrücktheit seien. Außerdem fühlte sie sich in ihren vier Wänden weder beobachtet noch belauscht. Die Zeiten waren ja zum Glück vorbei.

Momentan sah es ziemlich wüst bei ihr aus. Sie hatte alle Sachen, die sie eventuell mitnehmen wollte, auf der Couch, den Sesseln, dem Tisch und sogar auf dem Fußboden ausgebreitet. In der Küche fiepte der Wasserkocher, ein Zeichen, dass sie ihren Tee aufbrühen konnte. Noch während sie das heiße Wasser in die überdimensionale Tasse mit dem Tee-Ei fließen ließ, klingelte das Telefon.

Sie stellte den Kocher wieder auf den Untersatz, ging in den Flur und nahm den Hörer aus der Station.

"Was ist, warum nimmst du ewig nicht ab?"

Es war Henri. Er wirkte ziemlich ungehalten. Was wollte der denn noch? Sie hatte doch schon vor vier Wochen mit ihm Schluss gemacht.

"Was willst du noch?" fragte sie ihn also direkt. "Kannst du nicht begreifen, dass es aus ist zwischen uns?"

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