Otto Hoffmann - Erzählungen aus der deutschen Geschichte

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Zweitausend Jahre germanisch-deutscher Geschichte von der Wanderung der Cimbern und Teutonen bis zum wilhelminischen Kaiserreich erzählt J. C. Anrdrä in Episoden und Anekdoten. Auf unterhaltsame Weise verknüpft er geschichtliche Ereignisse und das Wirken der handelnden Personen mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und den großen Erfindungen und
Errungenschaften ihrer Zeit.
Der Indogermanist Dr. Otto Hoffmann steuerte für den Anhang Nacherzählungen von zwei der schönsten deutschen Heldensagen bei, das Nibelungenlied und die Gudrun-Sage.
Mit 4 Geschichtskarten und 8 schwarz-weißen Bildtafeln.

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5. Deutsche Tugenden.Schöne Züge in dem Wesen der alten Deutschen waren ihre Redlichkeit und Treue, ihre Gastfreundlichkeit, ihre Hochachtung vor den Frauen. Wie der Deutsche redete, so meinte er es auch: Verstellung und Hinterlist waren seinem geraden Sinne fremd. Getreu hielt er, was er versprochen hatte. „Hier hast du meine Hand darauf," sagte er und reichte die Rechte dar. Und das galt so viel wie Eidschwur: ein Mann — ein Wort! Jedem Wanderer stand seine Hütte offen; auch den völlig Unbekannten nahm er gastlich an seinen Tisch und bot ihm Schutz und Erquickung. Beim Abschied gab er ihm ein Gastgeschenk und geleitete ihn seines Weges. Hohe Ehre genossen die Frauen. Sie standen nicht nur dem Hauswesen vor, man achtete auch auf ihre Stimme im Rate der Männer. Denn verständiger Sinn zierte sie nicht minder wie züchtige Sitte. Ja, man schrieb ihnen sogar die Gabe der Weissagung zu, und einige von ihnen haben auf große Unternehmungen wichtigen Einfluß ausgeübt. Auch die Beschwerden und Gefahren des Kriegslebens teilten sie manchmal mit den Männern. Sie folgten ihnen in die Schlacht, um die Verwundeten zu pflegen und durch ihren Zuruf den Mut der Kämpfenden anzufeuern. Manche Schlachtreihe, die schon zu weichen begann, hat so die Entschlossenheit der Frauen wieder zum Stehen und Kämpfen gebracht.

6. Bürgerliche Einrichtungen.Das große deutsche Volk bestand aus einer Menge kleiner Stämme. Diese lebten unabhängig voneinander, hatten aber gleiche Sitten und Einrichtungen. An ihrer Spitze standen Fürsten (die Vordersten, Ersten), die aus den angesehensten und erfahrensten Männern gewählt wurden. Bei einigen Stämmen gab es auch Könige.Sie wurden aus vornehmen, durch Reichtum und Ruhm hervorragenden Geschlechtern genommen und waren die Führer des Volkes im Kriege und im Frieden. Alle wichtigen Angelegenheiten aber wurden von der Volksversammlung beraten, die an bestimmten Tagen unter freiem Himmel zusammentrat. Ein mächtiger Baum bezeichnete die Stätte der Zusammenkunft; man nannte sie die Malstatt. Da hatte jeder freie Mann das Recht zu reden. Alle kamen bewaffnet; denn Waffen waren das Merkmal des freien Mannes. Stimmten sie dem gemachten Vorschlage zu, so schlugen sie mit den Waffen klirrend zusammen; waren sie ihm abgeneigt, so erhoben sie ein dumpfes Gemurmel. Die Ordnung bei den Versammlungen hielten Priester aufrecht, deren Anweisungen sich jeder willig fügte; denn sie waren die Diener der Gottheit und weissagten aus den Runen. Dies waren geheimnisvolle Zeichen, die auf Stäbchen aus Buchenholz eingeritzt waren. Daher kommt das Wort Buchstabe.

2 . Der Götterglaube der Deutschen.

1. Götter.Wie alle heidnischen Völker verehrten die alten Deutschen viele Götter. Die gewaltigen Naturmächte, vor allen die Leben und Segen spendende Sonne und die fruchtbringende Erde, ferner die unbezwingliche Heldenkraft, die in den Schlachten den Sieg erkämpft, das waren des Volkes Gottheiten. — Der höchste Gott hieß Wodan oder Odin. Er regierte die Welt und lenkte der Menschen Schicksal; er verlieh den Sieg und nahm die in der Schlacht gefallenen Helden auf in seinen Himmelssaal, in Walhall. Weil er an der Spitze aller Götter stand und den Menschen jeglichen Segen spendete, führte er auch den schönen Namen Allvater. Sein heiliger Wochentag war der Mittwoch (engl.— Wodanstag). — Wodans Sohn war Donar (Thor), der rotbärtige Donnergott, der auf einem mit Böcken bespannten Wagen in der Gewitterwolke dahinrollt, den befruchtenden Regen herniedersendet und mit seinem Steinhammer den einschlagenden Blitz. Wie Wodan der Gott der Helden und des Kampfes war, so galt Donar als Gott des Landmanns und der friedlichen Thätigkeit. Nach ihm hat der Donnerstag den Namen. — Als der dritte der großen Götter galt Ziu (Tyr), der einarmige Kriegs- und Schwertgott. Er war die ausführende Hand Wodans. Man pries ihn in Schlachtgesängen und feierte ihn in Kriegstänzen. Sein heiliger Tag ist der Dienstag. — Wodans Gemahlin war Frigga. Neben ihm thronte sie auf dem Hochsitz in Walhall und lenkte die Schicksale der Welt. Sie war die Schutzgöttin des häuslichen Herdes und die Beschützerin der Hausfrauen; darum trug sie als Abzeichen Schlüsselbund und Spindel. — Göttin der Liebe war Freya; ihr war der Freitag geheiligt. — Die allnährende, mütterliche Gottheit war Nerthus, die Göttin der Erde. Auf einer Insel im nördlichen Meere lag ein stiller Hain, dessen uralte Buchen einen kleinen See beschatteten. In dem Haine stand ein geweihter Wagen, mit Tüchern überdeckt. Zu gewissen Zeiten, wahrscheinlich beim Beginn des Frühlings, wenn die Erde zu neuem Leben erwacht, kam — so glaubte man — die Göttin selbst dorthin. Dann fuhr der Wagen, mit geweihten Kühen bespannt, von Priestern begleitet, durch das Land. Das waren festliche Tage für alles Volk: da ruhten die Waffen, da herrschte nur Friede und Freude. Nach vollbrachtem Umzuge kehrte der Götterwagen nach dem heiligen Haine zurück, wurde in dem See gewaschen, und die Göttin verschwand wieder von der Erde. — Neben den Hauptgöttern gab es noch untergeordnete göttliche Wesen. Da war die liebliche Frühlingsgöttin Ostara. Ihr Fest, das der im Frühling wiedererwachenden Natur, war den Deutschen so lieb geworden, daß später die in diese Zeit fallende christliche Feier den alten Namen Ostern behielt. Ostaras Lieblingstier war der Hase, der schon den Kindern der alten Deutschen die Ostereier legte. — Auch glaubte man an die drei Nornen oder Schicksalgöttinnen, in deren Macht die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft liegt. — Die Walküren begleiten als Schildjungfrauen Wodan auf das Schlachtfeld, die Walstatt; sie „küren die Wal", d.h. sie bestimmen nach göttlichem Ratschluß die Helden, die in der Schlacht fallen sollen, und tragen sie aus ihren durch die Luft sausenden Rossen empor nach Walhall. — Ebenfalls in der Luft hausen die neckischen und die bösen Elben oder Elfen. In der Tiefe der Erde sitzen die Zwerge als Hüter der Schätze. Im Wasser wohnen die gefährlichen Nixen oder Wassergeister; sie lieben die Musik und mischen sich gern unter tanzende Menschen. — So sahen unsere Vorfahren im Brausen des Sturmes, in der wilden Feldschlacht und im stillen Walten der Natur überall die leitende und lenkende Hand einer Gottheit. Der Glaube an die alten Götter war ihnen so ans Herz gewachsen, daß auch das Christentum ihn nicht ganz austilgen konnte; als Aberglaube in Sitte, Sage und Märchen lebt er still weiter bis auf den heutigen Tag.

2. Baldur.Ein Sohn Wodans ist der jugendlich schöne Lichtgott Baldur, der Liebling aller Götter; er mußte früh sterben. Darüber erzählt die Sage folgendes: Baldur hatte schwere Träume, die ihm Gefahr ankündigten. Um ihn zu beruhigen, nahm seine Mutter Frigga allen Geschöpfen den Eid ab, daß sie ihm nicht schaden wollten; nur die Mistel beachtete sie nicht, weil diese ihr zu ungefährlich schien. Da nun die Götter ihn gegen alle Gefahr gesichert glaubten, so warfen und schossen sie zur Kurzweil mit allerhand Gegenständen nach ihm, und das that ihm keinen Schaden. Aber unter den guten Göttern, den Asen, war auch der böse Loki, der Gott des Feuers. Der war neidisch auf Baldur und suchte ihn zu verderben. Er gab dem blinden Hödur, dem Bruder Baldurs, den Mistelzweig und leitete ihn an, damit auf Baldur zu werfen. Hödur traf, und Baldur sank tot zur Erde; und obgleich er ein Gott gewesen war, mußte er hinab ins Totenreich zur Totengöttin Hel.

3. Die Götterdämmerung.Die Götter haben kein ewiges Leben, denn auch ihnen steht der Untergang bevor: in der Götterdämmerung, in der die ganze jetzige Welt nebst den Göttern untergeht. Da werden Riesen, die von den guten Göttern überwunden und gefesselt worden waren, darunter auch der böse Loki, von ihren Banden los und erheben sich zum letzten Kampf gegen die Götter. Es fallen sowohl die Himmlischen als auch die Riesen, und die ganze Welt geht in Flammen auf. Aber nach diesem Weltbrande erhebt sich aus dem Meer eine neue, schönere Erde, und ein neues, goldenes Zeitalter bricht an. Auch Baldur erwacht zu neuem Leben, und dann kommt „der Starke von oben", der unbekannte oberste Gott, der allen Streit schlichtet und heilige Gebote giebt, die ewig dauern.

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