Otto Hoffmann - Erzählungen aus der deutschen Geschichte

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Zweitausend Jahre germanisch-deutscher Geschichte von der Wanderung der Cimbern und Teutonen bis zum wilhelminischen Kaiserreich erzählt J. C. Anrdrä in Episoden und Anekdoten. Auf unterhaltsame Weise verknüpft er geschichtliche Ereignisse und das Wirken der handelnden Personen mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und den großen Erfindungen und
Errungenschaften ihrer Zeit.
Der Indogermanist Dr. Otto Hoffmann steuerte für den Anhang Nacherzählungen von zwei der schönsten deutschen Heldensagen bei, das Nibelungenlied und die Gudrun-Sage.
Mit 4 Geschichtskarten und 8 schwarz-weißen Bildtafeln.

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6. Die geistlichen Ritterorden.Zur Zeit der Kreuzzüge, bei denen sich die Ritter besonders auszeichneten, entstanden in Palästina Vereinigungen, in denen sich das Rittertum mit dem Mönchwesen verband. Das waren die sogenannten geistlichen Ritterorden der Johanniter, der Tempelherren und der Deutschherren. Die Ordensherren legten die Klostergelübde der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams ab; als Ritter verpflichteten sie sich zur Verteidigung der Pilger und zum Kampfe gegen die Ungläubigen. Diese Ritterorden waren eine Zeitlang die Hauptstütze des Königreichs Jerusalem. Als das heilige Land den Christen verloren ging, siedelten sie nach Europa über, wo sie zum Teil noch lange fortbestanden. Am wichtigsten für uns Deutsche wurde der Orden der Deutschherren, die das heidnische Preußen eroberten (s. Nr.28,6).

7. Die Raubritter.Nach den Kreuzzügen geriet das Ritterwesen allmählich in Verfall. An die Stelle edler Rittersitte traten Gewaltthätigkeit und wüste Händelsucht. Manche Ritter lebten nur von Streit und Fehde, ja sie schämten sich selbst des Raubes nicht. Aus ihren festen, auf steilen Felsenhöhen gelegnen Burgen überfielen sie mit ihren Reisigen die Kaufleute, die zu Märkten und Messen zogen, und raubten ihnen alles, was sie hatten. An den Ufern der Flüsse forderten sie von den vorüberfahrenden Schiffen willkürliche Zollabgaben. Ihre unaufhörlichen Fehden gegeneinander zerrütteten den Wohlstand ganzer Gegenden. Die Städte konnten sich zwar hinter ihren Mauern und Gräben gegen Angriffe verteidigen, aber die Fluren des Landmannes wurden schonungslos verwüstet. Gegen solche Ungebühr gab es lange Zeit hindurch keine Abhilfe; denn die übermütigen Ritter wagten sogar, den Befehlen des Kaisers zu trotzen. Was der Stärkere durchsetzen könne, meinten sie, das dürfe er sich auch erlauben; der stärkern Faust müßten sich die Schwächern fügen. Man nennt diesen traurigen Zustand der Gesetzlosigkeit das Faustrecht. Das Rittertum verlor durch solche Ausartung seinen alten Ruhm. Erst als das Schießpulver erfunden und dadurch das Kriegswesen völlig verändert wurde, hörte die Bedeutung des Ritterwesens im Kriege nach und nach auf. Als Adelstand dagegen hat es sich bis heute erhalten.

8. Die Städte.Während das Rittertum sank, wurden die Städte größer und mächtiger. Um gegen Überfälle geschützt zu sein, waren sie mit starken turmgekrönten Ringmauern, mit Wall und Graben umschlossen. Die Straßen waren meist krumm und wegen ihrer Enge düster und schmutzig; die Häuser, anfänglich nur aus Holz und Lehm gebaut, bestanden aus mehreren übereinander gegen die Gasse vorragenden Stockwerken; sie waren einfach eingerichtet, wie es der herrschenden mäßigen Lebensweise entsprach. Im Gegensatz zu der Schlichtheit der Wohnhäuser stand nicht selten die Großartigkeit der öffentlichen Gebäude: der Rathäuser, Kaufhallen, Stadtthore, vor allem der Kirchen. Indes besserte der zunehmende Wohlstand auch den Bau der Privathäuser; man begann allmählich, sie aus Stein auszuführen, sie reicher und kunstvoller einzurichten und auszuschmücken. Auch die Straßen wurden allmählich breiter angelegt und gepflastert. Städte wie Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Köln und Wien wurden nicht allein wegen der Zahl und Macht ihrer Bevölkerung, sondern mit Recht auch wegen ihrer Schönheit gepriesen (s. Tafel III—VI).

25. Rudolf von Habsburg.

1. Die Kaiserlose Zeit.Mit dem Tode des letzten hohenstaufischen Kaisers begann für Deutschland eine traurige Zeit. Kein deutscher Fürst trug Verlangen nach der Kaiserkrone, die ihrem Träger nur Kampf und Untergang zu bringen schien. So geschah es denn, daß man die Kaiserwürde zwei Ausländern übertrug, einem englischen Prinzen und einem König in Spanien. Aber diese erlangten gar kein Ansehen; der eine kam niemals, der andere nur selten nach Deutschland. In dieser Zeit der fremden Zwischenherrschaft oder des Interregnums brach allenthalben im Reiche Unordnung und Verwirrung aus. Kein Gesetz galt mehr; das rohe Faustrecht, der Speer der Raubritter herrschten ungehemmt. Ein solcher Zustand konnte nicht fortdauern, wenn das Reich sich nicht völlig auflösen sollte. Das fühlten endlich auch die deutschen Fürsten; sie beschlossen, wieder einen Kaiser zu wählen, der Recht und Gerechtigkeit handhaben und die zerstörte Ordnung wiederherstellen sollte.

2. Der Graf von Habsburg.Als die Fürsten zur Wahl versammelt waren, schlug der Erzbischof von Mainz den schwäbischen Grafen Rudolf von Habsburg vor. Der war nicht mächtig an Land und Leuten, aber ein tapferer, kluger und biedrer Herr. Auch rühmte man seine Frömmigkeit. Einst ritt er von seinem Stammschloß, der Habsburg im heutigen Schweizerkanton Aargau, zur Jagd aus. Da begegnete ihm ein Priester, der einem Sterbenden das heilige Abendmahl reichen wollte. Sein Weg führte über einen Bach, dessen Steg durch die Gewalt des angeschwollenen Wassers weggerissen war. Kaum sah Rudolf, wie der Priester sich anschickte, den Bach zu durchwaten, als er vom Pferde stieg und den Priester mit seinen Weihegeräten aufsitzen ließ. Am nächsten Tage brachte dieser das Tier dem Grafen zurück; der aber sprach: „Das sei ferne, daß ich zu Jagd und Streit das Roß wieder bestiege, das den Leib meines Heilandes getragen hat. Es gehöre dir fortan zu ähnlichen Diensten." — Auch der Erzbischof von Mainz hatte Rudolfs Freundlichkeit erfahren. Als er in jenen gefahrvollen Zeiten eine Reise nach Rom machte, geleitete ihn der Graf sicher über die Alpen. Da sprach der Erzbischof beim Abschied: „Wollte Gott, Herr Graf, ich lebte noch so lange, daß ich Euch den mir geleisteten Dienst vergelten könnte!" Jetzt gedachte der Erzbischof dieses Versprechens. Auf seinen Vorschlag wurde Rudolf zum Kaiser erwählt (1273).

3. Rudolf und Ottokar.Die Krönung geschah zu Aachen. Als die Fürsten dem neuen Kaiser Treue schwören wollten, fehlte zufällig das Reichsscepter, auf das der Eid geleistet zu werden pflegte. Da ergriff Rudolf rasch ein Kruzifix und sagte: „Dies Zeichen, in dem die Welt erlöset ist, wird die Stelle des Scepters vertreten können." Und die Fürsten leisteten darauf die Huldigung. Nur einer war nicht in Aachen erschienen und weigerte sich, Rudolf als Kaiser auzuerkennen. Das war der mächtige Böhmenfürst Ottokar, der den Königstitel führte und seine Herrschaft weithin über die österreichischen Länder ausgebreitet hatte. Dem stolzen Manne schien es schimpflich, einem armen Grafen, wie er Rudolf spottend nannte, Gehorsam zu leisten. Aber Rudolf, besonders unterstützt von dem tapfern Friedrich von Hohenzollern, bezwang den Widerspenstigen in der blutigen Schlacht auf dem Marchfelde (1278) und entriß ihm Österreich. Er gab dieses Land seinen eignen Söhnen und wurde dadurch der Gründer des habsburg-österreichischen Herrscherhauses.

4. Rudolf und die Raubritter.Nach der Besiegung Ottokars richtete sich des Kaisers Sorge vor allem darauf, Ruhe und Ordnung in das Reich zurückzuführen. Er durchzog Deutschland von einem Ende bis zum andern, saß oft selbst zu Gericht und verhängte strenge Strafen gegen die Frevler und Friedenstörer. Die übermütigen Raubritter bekamen seinen starken Arm zu fühlen. Ihre Schlösser wurden zerstört und viele der gefangnen Räuber gehängt. So folgte auf Zwietracht und Zerrüttung Ruhe und Sicherheit. Der Landmann baute wieder friedlich seine Felder, die nicht mehr von den Hufen der Streitrosse zertreten wurden, und der Kaufmann zog sicher seines Weges.

5. Rudolfs Tod.Achtzehn Jahre lang hat Rudolf dem deutschen Reiche vorgestanden. Nach Italien zog er nie. Er verglich das Land, in dem so viele deutsche Kaiser nutzlos gekämpft hatten, mit der Höhle des Löwen, in die viele Spuren hineingingen aber wenige herausführten. Dagegen wirkte er mit Kraft und Weisheit für Deutschlands Wohlfahrt bis zu seinem Ende. Eine treue Stütze besaß er in seiner Gemahlin Gertrud. Er hatte zwei Söhne und sechs Töchter, und sein Familienleben war heiter und glücklich. Als Rudolf, ein Greis von 73 Jahren, seinen Tod nahe fühlte, eilte er nach Speyer, um dort an der Grabstätte der Kaiser zu sterben. Doch kam er nur bis Germersheim; von da wurde seine Leiche in den Dom zu Speyer gebracht. Das deutsche Volk aber ehrte noch lange das Andenken dieses guten Kaisers.

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