Klaus M. G. Giehl - Die Methode Cortés

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Nach zwei Jahren Rosenkrieg ist der in den USA tätige Biologieprofessor Jakob Zucker mit den Nerven am Ende. In seiner Verzweiflung (und frei nach dem historischen Vorbild des Hernan Cortés', der seine Schiffe verbrannte, um sich für die Eroberung des Aztekenreichs zu motivieren, sprich, seine Ängste zu überwinden) wirft Jakob seine Forschungskarriere hin und kehrt nach Mainz in seine alte Heimat zurück. Er will einfach nur noch seine Ruhe und wieder Umgang mit den Kindern haben. In der Republik läuft es indes gar nicht gut für ihn: Die Trennung quält ihn, Probleme mit dem Sorgerecht schütteln ihn, die Kosten der Scheidung übermannen ihn, die des Unterhalts «erwürgen» ihn, und mit dem Nachlass seiner Mutter kündigen sich Schwierigkeiten an. Von diesem Schlamassel in die Enge getrieben, beschließt er, mit seinem Segelboot zu fliehen und über die Weltmeere zu reisen. Eine wechselvolle Fahrt in ein neues Leben beginnt.

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In meinem Bett starrte ich die Decke an, und rauchte eine Zigarette nach der anderen. Bei jeder Zigarette, die ich anzündete, nahm ich mir vor, eine Lösung zu finden. Doch wofür, wusste ich nicht. Und hatte ich die Zigarette zu Ende geraucht, hatte ich das Gefühl, vergessen zu haben, worum es überhaupt ging. Also zündete ich mir eine neue Zigarette an und nahm mir vor, eine Lösung zu finden. Wofür? Nach vielen gleichen Fragen schlief ich ein.

8 Schattentheater

Als ich am nächsten Morgen die Augen öffnete, sah ich neben mir auf dem Bettlaken ein kleines, schwarzes Loch. Das Relikt einer Supernova? , lächelte ich. Nein! Offenbar hatte meine letzte Zigarette in der Nacht ein Loch in die Matratze gebrannt. Glück gehabt! , dachte ich, stand auf, und schlurfte nach oben.

Ich betrat den Wohnraum, und es stoppte mich, als wäre ich gegen eine Wand gelaufen: Das im Schnee auf der Terrasse gleißende Sonnenlicht war mir wie eine Edelstahlpfanne entgegen geschlagen. Ich schützte meine Augen mit meiner Linken und blinzelte in Richtung Terrassentür. Draußen hackte meine Mutter Holz, für den Kachelofen vermutlich. Genau erkennen konnte ich sie nicht, nur Umrisse ausmachen. Gut eingepackt musste sie sein, Parker, Schal und Wollmütze. Wie es aussah, hatte sich nun die Axt im Hackklotz verklemmt: Mutter zerrte heftig am Stiel der Axt. Ich glaubte, eine Nase zu sehen und pustende Lippen, fühlte mich an einen animierten Scherenschnitt erinnert – Figuren und Kulisse schwarz und außen grell umstrahlt – und lachte:

Wie ein bayrisches Schattentheater! Seppel hackt das Holz!

Ich wandte mich dem vom Wohnzimmer abzweigenden Esszimmer zu und fühlte Erleichterung. Dieses war mit einer für meinen Geschmack viel zu grellen, orangefarbenen Stofftapete ausgekleidet (Mutter liebte schrille Farben), aber mir kam das Orange jetzt dunkel, eben lindernd vor. Ich zog die schweren, grünen Gardinen zu, war nun endgültig schmerzfrei, und schlappte in die Küche, in der die Jalousie heruntergelassen war.

Schön dunkel , dachte ich, und: Kaffee!

Licht hatte ich nicht angemacht. Stumpfsinnig belauschte ich das Gluckern der Kaffeemaschine, ließ das köstliche Aroma in meine Nase steigen. Als ich mir einschenkte, krachte Mutter herein und knipste das Licht an. Ja, wie Krachen dicken Eises war es gewesen, als sie erschienen war. Und die stechende Kälte, die an ihr starrte, und das Halogenlicht, das sich in meine Augen bohrte, erhöhten den Eindruck ins Schmerzhafte. Mutter hatte rote Backen, dampfte, und begrüßte mich mit den Worten:

„Tach, Bubi!“ Ich nippte an meinem Kaffee und lächelte. Über diese verquere Begrüßung ärgerte ich mich nicht. Man muss den Leuten ihren Spaß lassen und sie wusste nicht, was sie tat, und meinte es nicht so. „Muss gleich zu Herta“, fuhr sie fort, „Werde nicht vor fünf zurück sein.“

„Ist gut“, nickte ich.

Wer Herta war, wusste ich nicht und mir war es auch egal. Mich über den Bekanntenkreis meiner Mutter auf dem Laufenden zu halten, wäre mir zu anstrengend gewesen, gerade jetzt, so früh am Morgen. Mutter eilte aus dem Raum und ich begab mich gähnend ins Wohnzimmer, wo ich die Jalousien herunterließ und mich mit meiner Tasse auf die Bank vor dem Kachelofen setzte, den meine Mutter erfreulicherweise schon befeuert hatte. (Handwerkliche Arbeiten lagen mir nicht!)

Just, als ich den Wagen meiner Mutter aus der Einfahrt rollen hörte, klingelte das Telefon. Ich hob ab, weil das Gerät neben mir stand. (Aufgestanden wäre ich, mit dieser kuscheligen Wärme im Rücken, bestimmt nicht!)

Es war meine Frau. Sie habe erfahren, dass ich in Höningen sei, und wolle mich dort treffen, da sie ein paar Sachen abholen müsse, die sie vor unserem Umzug nach Austin im Keller meiner Mutter abgestellt habe. Ad hoc erkannte ich die Möglichkeit, ein Problem zu lösen, das mich jüngst beschäftigt hatte: In Austin hatte ich den Kindern Weihnachtsgeschenke besorgt, hatte aber keine Lust, an Heiligabend bei meinen unerträglichen Schwiegereltern vorbeizuschauen, wo sich die Kinder zur Bescherung aufhalten würden. Ich schlug meiner Frau also vor, die Kleinen für eine „Sonderbescherung“ mitzubringen. Das gehe nicht, erwiderte sie. Die zwei seien heute bei Ingo und Ingrid und würden auch dort schlafen. (Ingo und Ingrid war ein mit uns befreundetes Paar noch aus Max‘ Kindergartentagen vor unserer Zeit in Austin.) Enttäuscht sagte ich meiner Frau, dann solle sie eben alleine kommen, von mir aus sofort, wenn sie wolle. Als ich eingehängt hatte, realisierte ich, dass meine letzte Aussage eindeutig zweideutig gewesen war. Aber das war mir egal. Ich nippte frustriert an meinem Kaffee.

Eine Dreiviertelstunde später traf meine Frau in Höningen ein. Wir begrüßten uns knapp und sie verschwand im Keller. Ich wartete rauchend und mit dem Rücken gegen die behagliche Wärme des Kachelofens gelehnt im Wohnzimmer.

Nachdem meine Frau gefunden hatte, was sie zu benötigen glaubte, wollte sie einige Dinge mit mir besprechen. Ich bat sie, Platz zu nehmen. Sie setzte sich auf die Couch und überschlug die Beine, ich hockte mich auf den Sessel ihr seitlich gegenüber. Erschüttert berichtete sie, dass das Restgeld vom Hausverkauf noch nicht überwiesen sei und sie ganz dringend Geld wegen der neuen Wohnung brauche. Ich gab meiner Frau dreitausend Euro. Sie lächelte besänftigt und erklärte mir, dass wir am nächsten Tag wirklich unbedingt auf dem Einwohnermeldeamt vorbeischauen müssten. Es bedürfe da ganz dringend meiner Unterschrift „auf so einem Wisch“, damit die Kinder mit ihr zusammen in die neue Wohnung einziehen könnten. In ihrer dramatischen Weise schilderte sie, die beiden könnten sonst überhaupt nicht in die Schule und das gebe dann ein riesen Chaos. Ich stimmte zu, die Erklärung zu unterschreiben. Meine Frau war beruhigt.

Ich fragte, ob ich die Kinder an einem der Weihnachtsfeiertage für ein paar Stündchen abholen könne. Meine Frau reagierte fast empört, meinte, das gehe jetzt aber wirklich überhaupt nicht. Ich erkundigte mich, warum. Das „passe“ jetzt halt gerade nicht, meinte sie schnaubend. Ich kannte dieses Schnauben (es signalisierte eine noch geringere Bereitschaft zu Kompromissen, als sie ohnehin bei meiner Frau gegeben war), fragte aber trotzdem, ob sie die Kinder wenigstens morgen, wenn wir uns für das Einwohnermeldeamt träfen, mitbringen würde. Wir könnten in ein Café gehen, wo ich den Kleinen ihre Weihnachtsgeschenke geben könne. Mit bedrohlich geblähten Nüstern erläuterte sie, sie habe morgen etliches zu erledigen und wirklich keine Zeit für solche Spielereien. Außerdem seien die Kids schon mit den Großeltern unterwegs und das könne sie nun einmal nicht absagen. Um unnötige Reibereien so kurz nach der Trennung zu vermeiden, bohrte ich nicht nach. Ich kannte meine Frau: Würde ich insistieren, heizte ich ihre Rage nur an. Ich hätte mir sogar vorstellen können, dass sie dann einen Anwalt einschalten würde, und das war momentan das Letzte, was ich wollte. Klar war, dass nicht nur ich, sondern auch sie so unmittelbar nach der Trennung noch über die Maße „angespannt“ war. Da sei es besser, dachte ich, sich zurückzunehmen, um einen konfliktiven Status Quo, der gänzlich unnötig gewesen wäre, zu vermeiden. Aber frustriert war ich, trotz meiner „vernünftigen“ Einschätzung.

Wir sprachen über die Trennung. Es hatte sich nichts geändert. Ich schlug meiner Frau vor, einen Paartherapeuten mit ihr aufzusuchen. Sie ging zunächst nicht darauf ein, doch ich drängte, und nach einer Weile stimmte sie widerwillig zu.

Wir unterhielten uns noch. Sie erzählte, wie schlimm das alles für sie sei. Sie könne gar nicht glauben, dass ihre Familie plötzlich zerbrochen sei. So etwas habe sie sich eigentlich nievorstellen können. Aber sie sehe halt wirklich nicht, wie das jetzt noch mal anders werden könne. Ich beobachtete ihre Augen. Mir schien, als seien die Augenaufschläge bewusst wie Kontrapunkte gesetzt, um die „konzeptionellen Meilensteine“ des gerade referierten Themas zu pointieren. Wie so oft glitt mein Blick auf ihren prall–erotischen Hintern. Er schimmerte transparent und wegen ihres Stringtangas ohne Konturunterbrechung durch den feinen Stoff der eng anliegenden, grauen Hose. Meine Frau war schön. Doch ich war angewidert – und froh, als sie ging.

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