Klaus M. G. Giehl - Die Methode Cortés

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Nach zwei Jahren Rosenkrieg ist der in den USA tätige Biologieprofessor Jakob Zucker mit den Nerven am Ende. In seiner Verzweiflung (und frei nach dem historischen Vorbild des Hernan Cortés', der seine Schiffe verbrannte, um sich für die Eroberung des Aztekenreichs zu motivieren, sprich, seine Ängste zu überwinden) wirft Jakob seine Forschungskarriere hin und kehrt nach Mainz in seine alte Heimat zurück. Er will einfach nur noch seine Ruhe und wieder Umgang mit den Kindern haben. In der Republik läuft es indes gar nicht gut für ihn: Die Trennung quält ihn, Probleme mit dem Sorgerecht schütteln ihn, die Kosten der Scheidung übermannen ihn, die des Unterhalts «erwürgen» ihn, und mit dem Nachlass seiner Mutter kündigen sich Schwierigkeiten an. Von diesem Schlamassel in die Enge getrieben, beschließt er, mit seinem Segelboot zu fliehen und über die Weltmeere zu reisen. Eine wechselvolle Fahrt in ein neues Leben beginnt.

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Ich schüttelte den Kopf, fragte mich, warum sie abgenommen habe, doch ehe ich die Antwort suchte, verfingen sich meine Augen am nächsten Bild. Es zeigte mich, in der Nähe des Strandes, wie ich vor dem Picknick wie ein Wilder aus dem Gebüsch gestolpert kam (ich hatte meine Frau im Spaß erschrecken wollen, die Hände zu Krallenpranken gehoben und eine Fratze wie ein hungriger Wahnsinniger geschnitten).

Viel jünger hast du damals ausgesehen! , schnaufte ich. (In den Jahren meiner Ehe war ich nicht unwesentlich gealtert. Zur Zeit dieses Urlaubes hatte man erst hie und da graue Strähnen erkennen können. Inzwischen war ich grau! Na ja, ziemlich grau, um es nicht zu übertreiben.) Und in der Tat wie ein Indianer hast du ausgesehen!

Zu Zeiten dieses Urlaubes war ich Arbeitsgruppenleiter gewesen und hatte die Haare halblang getragen, eine richtige Mähne, die durchaus an einen Indianer hatte denken lassen. Während meiner Gymnasialzeit, in der mein Haar weit über den Schultern gewallt hatte, hatten sie mich sogar „Sioux“ genannt, ein Spitzname, der sich in dem Maße verloren hatte, in dem meine Haare kürzer geworden waren. Jetzt ließen sie die Ohren frei.

Soll ich sie wieder wachsen lassen? , lächelte ich.

Mein Lächeln verhärtete wie kristallisierender Gips, denn ich realisierte, dass meine Frau sicher nicht vergessenhatte, diese Fotomontage mit den anderen Sachen in unserem Container zu verstauen. Es hatte ihr also schon beim Packen klar gewesen sein müssen, dass sie sich von mir trennen würde! In diesem Augenblick wollte ich kein Aufheben um die Sache machen (meine Frau war sowieso nicht da!) und stellte das „Kunstwerk“ dorthin, wohin es gehörte. Zu dem anderen Müll, den ich gleich entsorgen würde.

Ich war zeitig fertig geworden, sodass ich meinen Wagen noch an diesem Tag bei der Heilsarmee abgeben konnte. Ich hatte mit meiner Frau vereinbart, dass ich ihren Wagen, den „Camry“, behielte (er hatte sich als zuverlässiger erwiesen als mein „Corolla“) und meinen der Heilsarmee überließe. Dies könne man von der Steuer absetzen, worauf ich ruhig auch einmal selbst achten solle, und zwei Wagen müsse ich jetzt ja wohl wirklich nicht mehr haben!

Am 15. Dezember war Closing Date. Ich musste ausziehen und nahm mir ein Hotelzimmer. Beim Ausräumen des Koffers fiel mir mein Flugticket in die Hände. Ursprünglich hatte ich mit meiner Frau und den Kindern nach Deutschland zurückkehren wollen, hatte mir sogar schon einen Flug besorgt. Als sich meine Frau aber wenige Tage vor dem Abflug von mir getrennt hatte, hatte ich mich entschieden, in den USA zu bleiben. Jetzt war ich überrascht, das Ticket in Händen zu halten. Offenbar hatte ich dieses „Detail“ verdrängt. Ich dachte:

Das hat sich erübrigt! Mich überkam ein merkwürdiges Gefühl, so etwas wie Ambivalenz, und ich ergänzte gedanklich: Sei froh, dass es sich erübrigt hat! So hast du noch deinen Beruf.

In diesem Augenblick schien mir klar zu sein, dass mein Beruf mir das Wichtigste war. In diesem Augenblick konnte ich mich klar erinnern, dass sich vor meiner Ehe alles bei mir um meine Forschung gedreht hatte – und ich glücklich damit gewesen war. Und in diesem Augenblick erinnerte ich mich, dass sich erst seit der Heirat dieses Nagen eingestellt hatte, Zweifel entwickelt hatten, die Familie mir wichtig und wichtiger geworden war.

Weil es besser für mich war? Weil meine Frau mich ständig „benagt“ hatte? Ich lachte durch die Nase auf und wollte das Ticket weglegen, da fiel mein Blick auf die Buchungsdaten: Ach, der Rückflug!

Und auf und ein fiel mir, dass ich mit meinem für den 19. Dezember geplanten Flug auch einen Rückflug nach Austin reserviert hatte, für den Achtundzwanzigsten. Damals war es günstiger gewesen, Hin– undRückflug als nur ein One–Way Ticket zu buchen. Nach kurzem Überlegen entschloss ich mich, die Flüge doch wahrzunehmen. So konnte ich meine Mutter besuchen, abgesehen davon, dass es mir trostlos vorgekommen wäre, die Weihnachtszeit alleine in einem Hotel in Austin zu verbringen.

Und um den Wiederaufbau meines Labors konnte ich mich auch noch nach den Feiertagen kümmern!

Vor dem Abflug verstaute ich meine Sachen in meinem Office. Laura, meine Sekretärin, wollte sie im Auge behalten. Mein anderes Personal war zu diesem Zeitpunkt schon entlassen. Laura war die gemeinsame Sekretärin von John Snider, Mike Miller und mir, weshalb sie nicht von meinem fast vollzogenen Weggang betroffen war. Als ich ihr mitgeteilt hatte, dass ich nun doch bliebe, hatte sie gestrahlt und gemeint, da falle ihr ein Stein vom Herzen. Jetzt lächelte sie und wünschte mir einen guten Flug.

6 War ich nicht mehr ganz dicht?

Mein Flugzeug landete am Nachmittag des 20. Dezembers 2003 in Frankfurt. Eigentlich hatte ich ein schlechtes Gewissen, mich von meiner Mutter am Flughafen abholen zu lassen, doch sie hatte darauf bestanden. Sie wohnte in Höningen, einem Dorf im Pfälzerwald, von dem aus es eine Stunde Fahrt zum Flughafen war. Eine Stunde sei zwar eine Stunde, nichtsdestoweniger sollte diese Strecke keine große Belastung für meine Mutter darstellen, hatte ich mich beruhigt.

Zu Beginn des Jahres war sie an einem Gallengangskarzinom erkrankt, das allem Anschein nach erfolgreich behandelt worden war. Bei unserem letzten Treffen hatte Mutter noch schwach gewirkt. Wie ich sie jetzt auf mich zulaufen sah, war ich überrascht. Deutlich zu Kräften gekommen erschien sie mir fast wie vor ihrer Krankheit: schlank, aber nicht zu schlank, und energiegeladen wie ehedem. Als ich ihr lockiges Haar im Licht der Ankunftshalle glitzern sah, lächelte ich, denn ich erinnerte mich, sie seinerzeit ob ihres matten, spröden „Fells“ mit einer kranken Katze verglichen zu haben (gedanklich, natürlich!). Jetzt hatte Mutter wieder etwas von einer gesunden Katze, da ihr „Fell“ voller geworden war und in kräftigem Kastanienbraun glänzte. Der Eindruck bestätigte sich, als sie mich mit ihren dunkelbraunen Augen anfunkelte und zur Begrüßung wie eine just geschnappte Maus in ihre Arme zerrte.

Während der Fahrt erzählte Mutter, wie sie sich wieder fit gemacht habe in der Reha. Anfangs sei ihr Laufen schwergefallen, aber sie sei das Problem systematisch angegangen: Zuerst habe sie gezählt, wie oft sie von ihrem Zimmer bis in den Speisesaal habe anhalten müssen, um zu verschnaufen. Und dann habe sie sich vorgenommen, jeden Tag einmal weniger anzuhalten, was funktioniert habe, bis sie gar nicht mehr habe anhalten müssen. Danach habe sie ihr Fitnessprogramm erweitert und nochmals mit Gymnastik und Schwimmen angefangen. Als dies auch geklappt habe, habe sie ihre Wanderschuhe ausgepackt und ...

Ich hörte nur halb zu, war froh, dass wir nicht über die Trennung sprachen, und betrachtete die vorbeirauschende Landschaft. Alles kam mir grau und hässlich vor.

Wie schön hatte ich es dagegen in der fast ewigen Sonne und transparenten Klarheit von Texas!

Ich verspürte eine Art Heimweh und schmunzelte, was mir schnell verging, denn ich wurde von „texanischen“ Bildern eingeholt: Wie ich meine Frau, sie sich ihre Haare in den Nacken nickend, in dieser Sonne gesehen hatte. Wie wir am Gartenteich gegrillt hatten. Wie die Kinder in ihrer Holzburg gespielt hatten. Wie sie mit dreckverschmierten Backen gefragt hatten, ob sie eine Wurst haben könnten, für ihre Schildkröte. Wenige Tage zuvor hatten wir eine verletzte Schnappschildkröte auf der Straße gefunden und in unserem Garten in ein Freigehege unter der Holzburg zur Pflege aufgenommen. Kurz vor unserer geplanten Abreise hatten wir das mittlerweile genesene Tier in einem Sumpf in der Nähe ausgesetzt. Dort hatte es vermutlich hingehört. Das war vor oder nach einer der vielen Trennungen im Dezember gewesen. Ich wusste es nicht mehr. Aber an diesem Tag waren meine Frau und ich zusammen gewesen und ich hatte mir gewünscht, dass es so bleibe.

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