Klaus M. G. Giehl - Die Methode Cortés

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Nach zwei Jahren Rosenkrieg ist der in den USA tätige Biologieprofessor Jakob Zucker mit den Nerven am Ende. In seiner Verzweiflung (und frei nach dem historischen Vorbild des Hernan Cortés', der seine Schiffe verbrannte, um sich für die Eroberung des Aztekenreichs zu motivieren, sprich, seine Ängste zu überwinden) wirft Jakob seine Forschungskarriere hin und kehrt nach Mainz in seine alte Heimat zurück. Er will einfach nur noch seine Ruhe und wieder Umgang mit den Kindern haben. In der Republik läuft es indes gar nicht gut für ihn: Die Trennung quält ihn, Probleme mit dem Sorgerecht schütteln ihn, die Kosten der Scheidung übermannen ihn, die des Unterhalts «erwürgen» ihn, und mit dem Nachlass seiner Mutter kündigen sich Schwierigkeiten an. Von diesem Schlamassel in die Enge getrieben, beschließt er, mit seinem Segelboot zu fliehen und über die Weltmeere zu reisen. Eine wechselvolle Fahrt in ein neues Leben beginnt.

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Bis jetzt! , dachte ich, und sah meine Frau an.

Die Arme verschränkt und ärgerlich die Brauen gesenkt, stand sie hinter den Kindern, beäugte sie. Die verschränkten Arme hoben die vollen Brüste leicht, doch anmutig, an. Sie nickte ihre langen blonden Haare nach hinten und ich musste an Claudia Schiffer denken (dieser ähnelte meine Frau tatsächlich und tatsächlich musste ich oft, wenn ich diese betrachtete, an jene denken). Mein Blick sank über ihren linken Oberarm auf die Lende, die Hüfte. Sie trug einen bordeauxroten Rollkragenpulli und eine hellgraue Stoffhose. Beides lag ihren reizvollen Rundungen eng an, doch verursachten diese nun eine unangenehme Spannung in mir.

Ich sah zu den Anzeigetafeln – Zahlen, Buchstaben, Punkte – und mir ging es besser. Nach wie vor aber war ich verkrampft. Fast fiel mir das Atmen schwer.

Nach einer Weile – Max und Moritz waren unterdessen schweißgebadet – mussten die beiden auf die Toilette. Froh, weg von meiner Frau durchatmen zu können, ging ich mit ihnen, Max an meiner Rechten, Moritz an meiner Linken.

„Trödelt nicht wieder rum“, rief meine Frau uns nach.

Ich drehte mich zu ihr um und versuchte einnehmend zu lächeln, was mir nicht so recht gelang. Gereicht hatte es wahrscheinlich nur zu einem unwilligen Grimassieren, denn meine Frau schüttelte den Kopf und sah in die andere Richtung. Ich wandte den meinen wieder nach vorne, weil die Kinder an meinen Händen zerrten und es galt, nicht auf einen Pfosten aufgelaufen zu werden. (Ich musste immer auf der Hut sein bei meinen Frechdachsen!)

Wir kamen langsam voran, unterhielten uns über die Flugzeugmodelle, die von der Hallendecke hingen. Jedes Modell war anders bemalt. So rätselten wir, ob das Affenflugzeug nur von Affen benutzt werde, ob das Papageienflugzeug sprechen könne, ob das Sternenflugzeug am höchsten fliege.

Auf dem Rückweg trug ich die Kinder auf dem Arm, wie gewohnt Max auf dem rechten und Moritz auf dem linken. Die Knirpse nahmen erneut das Flugzeugthema auf. Moritz betonte, dass er das Drachenflugzeug bevorzuge, während Max auf jeden Fall das Sternenflugzeug haben wolle. Sie fragten, ob sie die Flugzeuge nehmen und losfliegen könnten. Ich erklärte ihnen, das seien Modelle, die nicht fliegen könnten. Sollte ich allerdings ein richtiges Drachen– oder Sternenflugzeug finden, würde ich es ihnen schenken.

Mir wurde hundeelend. Das Gefühl war wieder da. Stärker, brennender. Ich hatte Angst, meine Kinder zu verlieren. Mir fiel schwer, Fassung und Haltung zu bewahren. Letzteres wurde erleichtert durch das stabförmig harte Glühen, das mir senkrecht im Leib steckte. Bis in den Rachen! Glücklicherweise entdeckten die beiden einen Snackautomaten. Das lenkte ab. Dankbar kaufte ich ihnen einen Beutel Chips.

Sie Chips–knabbernd auf meinen Armen, näherten wir uns der Warteschlange, in der ich die blonden Haare meiner Frau ausmachte. Sie war ein gutes Stück vorangekommen und schaute auf ihre Armbanduhr. Sie musste einen Stringtanga tragen, denn der glatt spannende Stoff ihrer Hose setzte ihren prallen Hintern hervorragend und ohne störende Nahtstrukturen in Szene. Ich war erstaunt, dass sich meine Augen auch in dieser Situation – so unmittelbar nach der Trennung! – fast unweigerlich an ihren Hintern hefteten.

Und dies, ohne dass ich mich jetzt zu ihr oder ihm hingezogen fühlte! Eigentlich fühlte ich mich gar nicht mehr zu ihr hingezogen. Obwohl ich sie noch liebte! In diesem Moment empfand ich diese Gefühle widersprüchlich, und das umso mehr, weil ich absolut nicht hätte sagen können, warum ich meine Frau noch liebte. Gewohnheit! , nickte ich gedankenversunken, und wunderte mich erneut: Konnte ich überhaupt sagen, warum ich sie je geliebt hatte?

In meiner Überlegung unterbrach mich Moritz, der mir einen Chip in den Hemdkragen gesteckt hatte. Ich setzte die Kleinen auf den Boden ab und schüttelte die Krümel aus meinem Hemd. Und meine Frau schüttelte ihren Kopf (wir hatten zu ihr aufgeschlossen) und meckerte, warum ich den Kindern wieder irgendwelchen Blödsinn gekauft hätte. In diesem Moment war ich krümelfrei – und erleichtert, dass sie bald gehen würde. Wir kamen an die Reihe.

Nachdem das Gepäck eingecheckt war, verabschiedete ich mich mit je einem Kuss von Max und von Moritz und einem Winken von meiner Frau. Sie erwiderte dieses nicht, sondern sagte, gehetzt und die zappeligen Kinder immer wieder zu sich zerrend:

„Ach Jakob, du musst unbedingt mal in den nächsten Tagen checken, ob die Rückerstattung von der Homeowners Versicherung schon da ist. Da müssen wohl noch zweitausend Dollar kommen.“

„Das hattest du vorhin bereits erwähnt“, nickte ich.

„Wollte dich nur daran erinnern!“, hob sie streng die Braue.

„Ist gut“, schnaufte ich, „Ich mach das. Don’t worry.“

„Schön. – Und vergiss auch nicht, regelmäßig bei Juanita nach der Post zu schauen. Mindestens einmal pro Woche. Da müssen wohl auch noch andere Schreiben kommen. Und ich kann mich jetzt halt nicht mehr selbst um die ganzen Sachen kümmern und hab wirklich keine Lust auf Chaos!“ Und sie ergänzte mit einer Miene, die Besorgnis wie Mitleid auszudrücken schien: „Also schau halt, dass die Sachen halbwegs laufen und nicht alles den Bach runtergeht.“

„Ich werde mich bemühen“, seufzte ich, fokussierte kurz, und meinte ruhig und ohne mir wirklich etwas zu wünschen: „Aber ich denke, du musst langsam los, sonst fliegt dein Flieger ohne euch.“

Meine Frau fixierte mich. Ihre schönen, hellblauen Augen drückten wie immer nichts aus. Leute, die meine Frau nicht mochten, hatten ihre Augen als kalt bezeichnet. „Wie Eiswasser“, hatten manche gar gesagt. Ich hatte ihre Augen (wie meine Frau selbst) als geheimnisvoll empfunden und diese Leute nie verstanden. Sie antwortete nach einem Moment:

„Hast recht. Dann mach’s mal gut.“

Die drei begaben sich auf den Weg zu ihrem Gate. Ich schon in der Drehung, den Parkplätzen zuzueilen, blieb mein Blick an den Kindern hängen und ich stehen. Sie „wackelten“ jetzt brav an der Hand meiner Frau. Max links. Moritz rechts.

Konnte ich auch hier sagen „wie üblich links“ und „wie üblich rechts“?

Ich wusste es nicht, konnte mich nicht erinnern, konnte ja noch nicht einmal sagen, ob sie „wie üblich“ von ihrer Reise zurückkehren würden. Da war es wieder, dieses Gefühl! Und diese Angst, die beiden nie mehr hier in den Staaten zu sehen. Es schüttelte mich, aber ich riss mich zusammen und meinen Blick von den Kindern und eilte meinem Ziel, den Parkplätzen, entgegen.

Schließlich musste ich mich beeilen! Ich hatte nur diesen Tag, das Haus zu putzen und die Restmöbel zu entsorgen. Morgen war Closing Date. Dann musste ich ausziehen.

5 Closing Date

Bei meinen Putz– und Aufräumarbeiten entdeckte ich in einem Wandschrank eine mannshohe Fotomontage, ein Werk meiner Frau, auf dem sie unsere Zeit bis zur Trauung verewigt hatte. Es war ihr Hochzeitsgeschenk für mich gewesen.

Meine Augen rasterten von Bild zu Bild, bis sie an unserem ersten gemeinsamen Urlaub hängen blieben. In die Bretagne war es gegangen. Das Foto zeigte meine Frau an einem breiten Strand. Ich hatte ein Loch gebuddelt gehabt und sie (mit den Beinen zuerst, natürlich!) hineingesteckt und bis über den Nabel in den Sand eingegraben. Und sie hatte die Erschütterte gespielt, mich angefleht, ich solle sie doch bitte, bitte wieder befreien.

Richtig babyspeckig war sie da! , grinste ich. Tatsächlich hatte meine Frau seinerzeit einige Pfunde mehr gewogen, was ihr gut gestanden hatte. Im Laufe der Jahre war sie schlanker geworden, hatte sich die Harmonien ihrer „Sphären“ aber an den entscheidenden Stellen bewahren können. Es war also nicht so, dass sie jetzt dürr gewesen wäre oder schlechter ausgesehen hätte. Nur anders. Reifer. Verführerischer. Verruchter.

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