Klaus M. G. Giehl - Die Methode Cortés

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Nach zwei Jahren Rosenkrieg ist der in den USA tätige Biologieprofessor Jakob Zucker mit den Nerven am Ende. In seiner Verzweiflung (und frei nach dem historischen Vorbild des Hernan Cortés', der seine Schiffe verbrannte, um sich für die Eroberung des Aztekenreichs zu motivieren, sprich, seine Ängste zu überwinden) wirft Jakob seine Forschungskarriere hin und kehrt nach Mainz in seine alte Heimat zurück. Er will einfach nur noch seine Ruhe und wieder Umgang mit den Kindern haben. In der Republik läuft es indes gar nicht gut für ihn: Die Trennung quält ihn, Probleme mit dem Sorgerecht schütteln ihn, die Kosten der Scheidung übermannen ihn, die des Unterhalts «erwürgen» ihn, und mit dem Nachlass seiner Mutter kündigen sich Schwierigkeiten an. Von diesem Schlamassel in die Enge getrieben, beschließt er, mit seinem Segelboot zu fliehen und über die Weltmeere zu reisen. Eine wechselvolle Fahrt in ein neues Leben beginnt.

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3 Punktphasen

Instinktiv hatte mich Gonzalos Geschichte über Cortés fasziniert, womöglich, weil ich – angstgeplagt – oft selbst nicht hatte sein können, wer ich hätte sein wollen, und ich mein Leben nicht weiter diesen Ängsten hatte widmen wollen. Mein Freund Paul, mit dem ich mich einmal bei einem Wein über die Geschichte unterhalten hatte, hatte das „Sich–den–Rückzug–vermiesen“ als Essenz des Ansatzes erkannt. Dieses ist zweifelsohne eine wichtige Ingredienz des Verfahrens, die aber dessen erbarmungslos effektiven Kern nicht trifft. Der ist, sich exklusivauf eine Option festzulegen, und zugleich jedenAusweg auf andere Optionen zu eliminieren. Gerade das Ausschließliche entzieht der Angst die Grundlage und schafft so die Motivation, auf dem Weg zum erkorenen Ziel zu bleiben. Es hilft also kaum, sich unerwünschte Alternativen weniger schmackhaft zu machen oder gar zu „vermiesen“. Mit solch „fester“ Entschlossenheit vermag man (bei „gebotener“ Demut oder „gereifter“ Einsicht oder besser beidem) nur allzu leicht auf vormals Verschmähtes umzuschwenken, besonders, wenn die Angst die Pirouette versüßt.

Erst Jahre nach diesem Plausch mit Paul hatte ich verstanden, dass einen nach der „Methode Cortés“ getroffenen Entschluss durchzuhalten kein Selbstläufer ist, denn an Alternativen in drolligen Varianten offeriert das Leben einen wahren Dschungel, in dem man flugs den Überblick verliert. Unverhofft mutiert da das Inakzeptable in eine schmierig schillernde Alternative, die man als „neu“, „eigentlich“ akzeptabel und vorher nicht bedacht zu erkennen denkt. Und tatsächlich bietet das Leben doch neue und akzeptable Optionen. Genau die zu erkennen, ist die Kunst der „Methode Cortés“: Man darf die in der Tat neuen und akzeptablen Optionen nicht mit den nahezu zur Unkenntlichkeit variierten inakzeptablen verwechseln. Und das ist schwierig. Die endlosen Permutationen des Inakzeptablen laden die Angst nämlich geradezu ein, sich sozusagen durchs Hintertürchen erneut ins Geschehen einzuschleichen – und sich die feiste Bangefratze veredeln zu lassen.

Was kann in diesem Getümmel helfen? Sicherlich ein klarer Blick. Nach meiner Erfahrung hilft indes vor allem, nach der „Methode Cortés“ zu entscheiden, und zwar angsteliminierend und irreversibel. Man erspart sich so belangvolle Konfrontationen mit Scheinalternativen und eröffnet sich gleichzeitig den Weg zum wirklich Neuen. Insofern bietet diese Methode fürwahr kreative Elemente. Schön im Grunde, nicht wahr?

Aber ich sollte mich zügeln, nicht ins „Schwärmen“ geraten, wie es mir als „Wissenschaftler von Herzen“ leicht unterlaufen kann, wenn ich über eine derart effektive Methode zu referieren habe, obschon mir dies bei meinemVerständnis der Methode (ich bin hier Experte!) durchaus nicht unterlaufen sollte. Denn durchausist die „Methode Cortés“ dazu geeignet, Situationen zu schaffen, mit denen man (aus der Retrospektive!) gar nicht mehr einverstanden ist!

Doch dazu später. An dieser Stelle sollte diese „Warnung“ genügen. Und an dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich keineswegs wie ein Wunderwasserhändler für die „Methode Cortés“ werben möchte. Mein Anliegen ist, über sie zu berichten, zu erläutern, wie wirkungsvoll, ja, rabiat und unabänderlich sie das Leben eines Menschen zu beeinflussen imstande ist. Lassen Sie sich also nicht ins Bockshorn jagen, wenn ich beziehungsweise das für die jeweilige Phase des Erzählten relevante Ich ins Schwärmen gerate respektive gerät.

„Das für die jeweilige Phase des Erzählten relevante Ich“? Was ist damit gemeint? Um die Frage zu beantworten, muss ich auf ein Kuriosum der Geschichte eingehen: Diese umfasst siebenunddreißig Jahre meines Lebens und setzt sich zusammen aus Notizen, „Originaldokumenten“, meinen frühen literarischen Versuchen, meinen weniger frühen literarischen Versuchen usw. Ich, der „späte“ Jakob Zucker, der Jakob Zucker des Jahres 2017, habe diese Texte zusammengefügt, ein wenig „poliert“, aber hierbei darauf geachtet, die Sprache meines Denkens und die Sprache meines Fühlens authentisch, also auf dem Stand der jeweiligen Zeit zu belassen, über die sie berichten. (Auch, wenn es mir, dem „späten“ Jakob Zucker, gelegentlich schwergefallen ist, den Mund zu halten zu dem Bockmist, den der „primordiale“ Jakob sich da zuweilen zusammengedacht und geleistet hat.) Urteilen Sie also nicht zu früh! Geben Sie dem „Helden“ der Geschichte eine Chance. Die Chance, sich zu entwickeln. Und entwickeln wird er sich! (Wenn auch nicht in einem gemeinhin als positiv verstandenen Sinne.)

Zurück zum eigentlichen Thema, zur „Methode Cortés“: Ihre Bedeutung für mich tatsächlich zu begreifen begann ich nach der Trennung von meiner Frau. Wir hatten damals in Austin gewohnt und vorgehabt, nach Deutschland zurückzukehren, um in Mainz, unserem „voramerikanischen“ Zuhause, ein ruhigeres Familienleben zu führen, gemeinsam. Zumindest war ich von einem gemeinsamen Vorhaben ausgegangen, bis sich meine Frau kurz vor unserem Abflug im Dezember 2003 von mir getrennt hatte. In meiner „Not“ hatte ich allerdings Glück gehabt und meine schon gekündigte Biologieprofessur an der University of Texas at Austin retten können. So war mir meine geliebte Forschung geblieben (in der alten Heimat hätte ich als Arzt gearbeitet). Und ich begann, zu begreifen, dass die „Methode Cortés“ für mich wichtig werden würde.

II. AUS DEM ABGRUND

4 Abflug

Am 14. Dezember 2003 verließen meine Frau und die Kinder die Vereinigten Staaten. Ich brachte die drei zum Flughafen, ungern, wie ich gestehen muss, denn ich hatte das Gefühl, sie zum letzten Mal in Austin zu sehen.

Ja, „sie“ , hatte ich gedacht, und auch die Kinder , machte ich mir klar. Wieso dachte ich so etwas? Schließlich waren nur Magnolia und ich nicht mehr zusammen. Das hatte doch nichts mit den Kindern zu tun! Ich presste die Zähne aufeinander, konzentrierte mich auf die Straße, hielt nach der Abfahrt auf den Presidential Boulevard Ausschau, und führte mir vor Augen: Zu denken, Max und Moritz nicht mehr hier zu sehen, war also verfehlt!

Ich beruhigte mich und als ich auf den Boulevard einbog, versuchte ich, nicht mehr zu denken, damit ich die Einfahrt auf den Parkplatz nicht verpasste. Es war ein sonniger Tag. Langsam glitt der Wagen, ein hellblauer „Camry“ Kombi, über den Asphalt. Ich hatte meine Sonnenbrille zuhause auf der Küchenanrichte liegen lassen und kniff die Augen zusammen. Jetzt, von der klaren Wintersonne beschienen, wirkte das mächtige Konglomerat der Betonbauten des Flughafens wie organisch aus dem dürren Grund gewachsen. Endlich machte ich die Einfahrt aus.

Am Check–In mussten wir warten. Meine Frau war gereizt. Sie nörgelte an den Kindern herum, weil sie mit einem Koffer spielten. Die Kleinen ignorierten sie. Sie sagte, ich solle auch mal was sagen. Ich sagte nichts, sondern betrachtete die dicken roten Backen der Kleinen in einer Mischung aus Wehmut und Verzückung.

Max saß, „hochherrschaftlich“ grinsend, auf einem Koffer, als ritte er, der König, nun auf stolzem Rosse in die Schlacht. Seine hellbraunen Haare waren zerzaust und seine dunkelbraunen Augen funkelten listig in die Menge. Hinter ihm pustete Moritz, die Stirn zum Platzen rot und den Koffer nach Kräften schiebend – und diesen in der Tat schon einige Zentimeter über den Boden geruckelt habend. Seine blonden, strähnigen Haare klebten schweißig an der Stirn und den glühenden Schläfen. Die Brauen waren höchst angestrengt zusammengezogen, die Backen pumpten wie Blasebalge Luft durch das gespitzte Mündchen. Ich schmunzelte. Die Welt der Kleinen konnte mich immer aus meiner Welt reißen.

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