Edith Stein - Edith Stein - Endliches und ewiges Sein

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Edith Stein: Endliches und ewiges Sein: краткое содержание, описание и аннотация

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"Wenn wir die Frage nach dem Sein als das Beherrschende sowohl im griechischen wie im mittelalterlichen Denken ansehen können, als das Unterscheidende aber, daß den Griechen diese Frage angesichts der natürlichen Gegebenheit der geschaffenen Welt aufging, daß sie sich aber den christlichen Denkern (in gewissem Umfang auch den jüdischen und islamitischen) erweiterte durch die übernatürliche Welt der Offenbarungstatsachen, so ist das von der Überlieferung gelöste neuzeitliche Denken dadurch gekennzeichnet, daß es an Stelle der Seinsfrage die Erkenntnisfrage in den Mittelpunkt stellte und die Verbindung mit dem Glauben und der Theologie wieder löste."
Edith Stein (1891 – 1942) gilt als Brückenbauerin zwischen Glaubensrichtungen und Wertesystemen. Ihr Werk «Endliches und ewiges Sein» erschien erstmals 1937.

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Der hl. Thomas hatte aber noch einen anderen Sinn von »Sein« im Auge, den er ausschließen wollte: das Sein, das auch noch den »Privationen« und »Negationen« zukommt. In dem Urteil: »Der Mann ist blind«, drückt das Wort »blind« etwas aus, was dem Mann fehlt. Statt der Fähigkeit zu sehen das Fehlen dieser Fähigkeit. So scheint es jedenfalls der hl. Thomas zu verstehen. Sachlich könnte man im Zweifel sein, ob »Blindheit« nichts weiter bedeute als Fehlen der Sehfähigkeit (z. B. wenn man daran denkt, dass »der Blinde« einen ganz eigenen Menschentypus darstellt). Aber davon dürfen wir hier absehen. Es kommt jetzt für uns darauf an, die eigene Seinsweise des »Mangels« zu erfassen, und es ist jedenfalls eine mögliche Deutung von »Blindheit«, sie als »Fehlen« der »Sehfähigkeit« zu verstehen. Die Sehfähigkeit ist etwas, was dem sehenden Menschen eigen ist, was ihm innewohnt, was in seinem Wesen begründet ist, etwas Wirkliches in ihm, was an seinem wirklichen Sein Anteil hat (Vorstufe zum wirklichen Sein – bloße »Potenz« –, sooft und solange er nicht wirklich [aktuell] sieht). Das Fehlen der Fähigkeit ist nichts Wirkliches im Menschen, obwohl sein Wesen dadurch, daß dieser Zug ihm fehlt, eigentümlich bestimmt ist. Ein Sein kommt der »Blindheit« jedenfalls zu: das Wort hat einen ganz bestimmten Sinn, und diesem Sinn ist das Sein eigen, das für allen Sinn überhaupt kennzeichnend ist. Aber ist die Blindheit dieses bestimmten Menschen nicht noch etwas darüber hinaus? Wenn ich mir einen blinden Menschen denke (in der Einbildungskraft), so ist die Blindheit wie der ganze Mensch »bloß gedacht«. Denke ich mir einen sehenden Menschen blind, so ist die Blindheit dem sehenden Menschen nur »zugedacht« und steht überdies im Widerspruch zu seiner wirklichen Beschaffenheit. Im Gegensatz zu diesen beiden Fällen hat es Sinn, von einer »wirklichen« Blindheit zu sprechen. Sie ist zwar nicht so »wirklich« wie die Sehfähigkeit: sie kann sich nicht in einem entsprechenden Tun (d. h. im Sehen) auswirken und darin ihre Seinsvollendung erreichen (ist keine »Potenz«, die sich »aktualisieren« kann). Aber sie hat eine Wirklichkeitsgrundlage (ihr fundamentum in re): die wirkliche Beschaffenheit des »Blinden« im Unterschied zur Beschaffenheit des »Normalsinnigen«.

»Mängel« gibt es nur im Bereich des wirklichen Seins, und zwar im Bereich des Werdens und Vergehens, nicht der höchsten Wirklichkeit. Nur wo Fähigkeiten vorhanden sind, die sich in einem Tun auswirken können, ist ein entsprechender »Ausfall« möglich. Was vollendet und wandellos ist, das läßt keinen »Mangel« zu. Dagegen sind Verneinungen auch bei »idealen Gegenständen« möglich. »Das Dreieck ist nicht gleichseitig« – darin hat das »nicht gleichseitig« einmal einen bestimmten Sinn; darüber hinaus hat es ein »fundamentum in re« in der tatsächlichen Bestimmtheit des Dreiecks, die diese ihm »zugedachte« ausschließt.

Das Sein der Sachverhalte, das der Privationen und das der Negationen ist ein jeweils verschiedenes und außerdem verschieden von dem bloßen Gedachtsein und von dem Sein des Sinnes als solchen. Aber diese drei Seinsweisen (der Sachverhalte, Privationen und Negationen) haben etwas Gemeinsames: das ist das »fundamentum in re«, das Vorhandensein einer Seinsgrundlage. Und auf jenes zu Grunde liegende Seiende zielt der hl. Thomas mit dem Seienden ab, das er dem ausschließend behandelten gegenüberstellt. Von ihm sagt er im Anschluß an Averroës: »Seiend im ersten Sinn wird genannt, was das Wesen eines Dinges bezeichnet.« Im andern Sinn aber »wird manches seiend genannt, was kein Wesen hat, wie es bei den Privationen offenbar ist«. Diese beiden Sätze sind wichtige Hinweise zum Verständnis dessen, was mit dem »Seienden« und mit dem »Wesen« gemeint ist. Können wir sie mit jenem früher angeführten »Hauptsatz vom Wesen« vereinbaren, daß jeder Gegenstand sein Wesen habe? Oder müßten wir nicht nach diesem Grundgesetz sagen, daß auch die Privationen und Negationen ihr Wesen hätten? Für die Beantwortung dieser Frage ist daran zu erinnern, daß Privationen und Negationen wohl Gegenstände im weitesten Sinne dessen, worüber etwas ausgesagt werden kann, sind, aber nicht Gegenstände im engeren Sinn, in dem sie selbst Gegenstände voraussetzen. Es ist ferner daran zu denken, daß auch der Ausdruck »Wesen« in verschiedenem Sinn gebraucht wird. Wenn man sagen wollte: Es gehört zum Wesen der Privation, daß sie nichts Wirkliches in den Dingen ist, so wäre »Wesen« nur ein anderer Ausdruck für »Sinn«. Und in diesem Sinn wäre eingeschlossen, daß das »Wesen der Privation« jedenfalls kein »wirkliches Wesen« sein kann. Schließlich ist zu beachten, daß der Sinn der Privation der Privation als solcher eigen ist, die einzelne Privation aber bestimmt sich als das, was sie ist, was ihren Sinn oder ihr »Wesen« ausmacht, von dem her, was in diesem Falle mangelt oder ausgefallen »ist«, von dem Seienden, das zur Privation im Gegensatz steht, und das ist etwas, was sein eigenes, wirkliches Wesen hat.

So wenden wir uns jetzt mit dem hl. Thomas dem Seienden zu, das – in seinem Sinn – ein »Wesen« hat, um zu verstehen, was er mit »Wesen« (essentia) meint. »… Weil … das Seiende in diesem Sinn durch die zehn Kategorien eingeteilt wird, muß das Wesen etwas allen Naturen, durch die die Mannigfaltigkeit des Seienden in verschiedene Gattungen und Arten eingeordnet wird (collocatur), Gemeinsames sein, wie das Menschsein das Wesen des Menschen ist: und so bei anderen.« Durch diesen Satz haben wir uns aber in das Netz der aristotelischen Begriffe einfangen lassen und können nicht weiter im Verständnis, ehe wir über diese Begriffe ausreichende Klarheit haben. »Kategorien«, »Naturen«, »Gattungen« und »Arten« sollen uns begreiflich machen, was mit Wesen gemeint ist. Das können sie nur, wenn uns der Sinn dieser Ausdrücke vertraut ist.

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