Michael Revon - Japanische Literatur
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Die Dichtung Japans besteht in ihrer ersten, archaischen, von chinesischen Einflüssen freien Epoche in Liedern, die zwar erst im achten Jahrhundert n. Chr. schriftlich niedergelegt sind, aber lange zuvor mündlich überliefert sein dürften. Das Gedicht heißt auf japanisch Uta, Lied. Der Japaner sagt nicht: ein Gedicht wird gelesen oder rezitiert, sondern er spricht vom: Singen eines Sanges, Uta wo uta-u. Wir finden solche Sänge zum ersten Male verstreut in den mythischen Geschichtsbüchern des Kojiki (111 Lieder enthaltend) und des Nihongi. Die meisten dieser kleinen Gedichte sind von sehr geringer Erfindung und eignen sich nicht zur Übersetzung. Ihr Verständnis könnte auch erst durch eine Reihe von Kommentaren erschlossen werden. Es sind daher nur drei Gedichte hier übersetzt: das erste zeigt ganz primitiven Charakter, das letzte schon eine gewisse Höhe. Was die Datierung der Gedichte betrifft, so ist die Chronologie für die ersten Jahrhunderte anscheinend im Nihongi frei erfunden, durchaus legendär. Die Japaner haben die Schrift durch Vermittlung koreanischer Gelehrter erst gegen das Jahr 400 der europäischen Zeitrechnung erhalten, den, gleichfalls chinesischen, Kalender 150 Jahre später, im Jahre 553. Alle Datierungen über das siebente vorchristliche Jahrhundert hinaus beruhen daher nicht auf ernsthaften Berechnungen und widersprechen überdies den chinesischen wie den koreanischen Annalen. Die erste, mit den festländischen Aufzeichnungen übereinstimmende Zeitangabe des Nihongi betrifft das Jahr 461. Immerhin steht fest, daß die Japaner sich bereits mehrere Jahrhunderte v. Chr. staatlich organisiert hatten. Ihre ersten Herrscher, die eigenartige Ausbildung der nationalen Sprache und der primitive Charakter ihrer Traditionen weisen sämtlich auf ein so hohes Altertum hin.
Das erste der mitgeteilten Gedichte ist ein sagenhafter Rhythmus der Krieger des Jimmu, des legendären Gründers der japanischen Dynastie. Diese Worte sollen nach einem Gefecht erfunden und von dem Gefolge des Herzogs jedesmal mit einem gewaltigen Lachen begleitet worden sein. Die Verwandtschaft mit Sängen der Urvölker ist erkennbar.
Die beiden folgenden Kaisergedichte sind aus dem unten näher besprochenen Kojiki. Das Schenkenlied besteht im Original in echt japanischer Art bloß aus einem einzigen ungeheuer erweiterten Attribut oder »Kissenwort« zu dem Wort Yamato. Yamato ist das Stammland von Japan.
Schlachtgesang
[Sagenhaft, angeblich 663 vor Chr.]
Ha! – Jetzo!
Ha! – Jetzo!
Ho! - Ho!
Drauf – Kinder!
Drauf – Kinder!
Angebliches Grußlied des mythischen Kaisers Jimmu
(An die Gemahlin, in Erinnerung früher schlichter Liebe)
Unten im Schwemmland,
In feuchter Hütte
Rohr fügend zum Rohre,
Matte auf Matte,
Darauf dann schliefen wir, miteinander.
(Bei Darreichung des Reis-Weines an den Kaiser)
Den Wein von der Sonne,
Schänk mit Gebärden
Dem Sproß von der Sonne,
Reis, Fülle der Fülle!
– Fülle des Laubes
Im Rotglanz ist Er
Vollechter Krone,
Fünfhundertgeästeter,
Vollechter Thea,
Am Götterhause
Froh-Erstlicher Spende
Vom Berge, erhaben
Mit sanfter Erhöhung,
Hochherrscher bergender
Yamato-Burg!
Von einer der Kaiserinnen gedichtet. Zeit Kaiser Yurya-kus, fünftes Jahrhundert v. Chr. Dies und das vorige aus dem Kojiki.
Shinto-Rituale
Im Gegensatz zu dem, eigentlich unpoetischen, Charakter der ältesten Gedichte sind die Prosaüberlieferungen von höchstem dichterischen Wert. Man findet sie in den Norito, den Formeln des Hauptfestes des Shin-to (»Götterweges«), des Weges, den die Japaner bis zur Predigt des Butsu-do (des »Weges des Buddha«) einträchtig verfolgten. Diese Riten sind uns in der Zahl von 27 in dem Buch Engi-shiki, den Normen der »Engi-Zeit«, erhalten. Die ganze Berechnungsweise nach Epochen (»Nengo« oder Jahrnamen) haben die Japaner von den Chinesen übernommen. Gezählt wird, auch gegenwärtig, von dem Regierungsantritt eines Kaisers oder von irgendeinem anderen wichtigen Geschehnis an. Die Shinto-Riten sind zwar erst im zehnten Jahrhundert gesammelt, doch dürften einige bereits vorher niedergeschrieben und zum mindesten mündlich von Vater zu Sohn, von den Nakatomi (den »Mittlern«) als den Vertretern des kaiserlichen Priestertums übermittelt sein, wahrscheinlich unverändert seit dem siebenten Jahrhundert. Die Nakatomi sind eine erbliche Priesterkaste, deren Ursprung nicht feststeht. Sie selbst führten ihn auf den Gott Koyane zurück, der einst die verfinsterte Sonnengöttin durch die harmonische Schönheit seiner Rezitation (des »Himmlischen Norito«) wieder heraufgeführt habe. Diese Norito sind also nicht so sehr Gebete als eigentliche magische Formeln. Zu den bedeutendsten gehören das »Ritual der Saaten« zur Erlangung einer guten Ernte; das »Ritual der Windgötter« zur Hintanhaltung gefährlicher Witterung; das »Glücksritual des Großen Palastes« zum Schutze der Kaiserwohnung gegen üble Einflüsse; das »Ritual der hohen Pforte« (»Mi-kado« dies der wahrscheinliche Ursprung der Bezeichnung für den Kaiser, der gegenwärtig allerdings meist nach chinesischem Vorbild »Tenshi«, Himmelssohn, genannt wird), ferner das »Ritual der großen Sühnung« (unten abgedruckt); das »Ritual des Feuers« zur Verhütung von Bränden im kaiserlichen Palaste; das der »Weggötter« gegen Seuchen; der »Erstlinge« beim Regierungsantritt; das »zur Beruhigung der Seele des Kaisers«, zur Verlängerung seines Lebens, der Ritus »zur Einführung einer Prinzessin« als Vestalin im Sonnentempel, »zur Beschwörung der Geister «, endlich »die Worte vom guten Omen« der Häupter des Idsuma-Landes, um ihrem Oberherrn das Glück zu versichern.
Das folgende »Ritual der großen Sühne« ist auch noch in seinen äußeren Zeremonien aus dem neunten Jahrhundert überliefert. Danach war der ganze Hof vor dem Südtor des Palastes von Kioto neben einem Kanal aufgestellt und erwiderte das Wort »Vernehmt« durch ein regelmäßiges »O« (d.h. Amen, so sei es). Nach gesprochenem Ritus nahm der Nakatomi die Ohonusa, den geweihten Stab der herabhängenden Hanffäden und Papierstreifen, und schwang sie erst zur Rechten, dann zur Linken, zuletzt abermals zu seiner Linken über der Versammlung. Die von ihm aufgerufenen Priester, »Urabe«, sind gleichfalls eine erbliche Kaste, jedoch eine Art von Wahrsagern. Der Text des Rituals lautet:
Die Worte der Großen Sühnung
Ich erkläre:
All hier Versammelten: Prinzen von Geblüt, Reichsfürsten, der Heiligtümer Träger, die fünfhundert Reichsbeauftragten, vernehmt alle:
Ich erkläre: Vernehmet, ihr Alle, die »Gemeine Rein- und Sühnigung«, durch welche am jüngsten Tag des feuchten Neumonds unsers Jahres ich zu reinen geruhe und fortzuräumen geruhe die vielen Verstöße, die ohne Willen begangenen, wie auch die etwa mit Willen begangen sind von den ehrfürchtigen Hofbeamten des regierenden Himmelsenkels, nämlich: Von den Stolenträgerinnen zunächst, nach ihnen von den Hals-zum-Armbindenträgern, auch von den Köcherträgern, Schwertträgern, den achtzig Ministerialen der genannten Ministerialen, und im übrigen von allen, die in gebührender Ehrfurcht der übrigen Ämter walten.
Ich erkläre: Vernehmet Alle!
Die Teuern, Ahnherr wie Ahnherrin des Höchstherrn, in ihrer göttlichen Wohnstätte auf der hohen Himmelsebene, haben all die achthunderte Myriaden Götter in eine erhabene himmlische Versammlung zu versammeln geruht, und darin in göttlicher Erwägung zu erwägen geruht und mit gebührender Achtung des Achtenswerten einen Befehl erlassen durch die folgende Erklärung:
»Der erhabene Höchstherr, der Enkel, soll in Frieden herrschen als über ein beruhigtes Land über das Land der Jungen Ähren der Fruchtbaren Rohrebene.«
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