Michael Revon - Japanische Literatur

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Eine Einführung in die Japanische Literatur vom Altertum bis in die Moderne (Urzeit, Nara-Zeit, Heian-Zeit, Kamakura-Zeit, Nambokucho-Zeit , Muromachi-Zeit, Tokugawa-Zeit, Meiji-Ära seit 1867). Anhand von Textbeispielen wird die Entwicklung der japanischen Literatur von ihren Anfängen bis in die moderne Zeit erläutert, einschließlich Dichtkunst, Drama und modernem Roman.

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Auch die Chroniken, die freilich in Reimerei und Naivität, in Theologie und Gelehrsamkeit ausschweifen, unterscheiden sich nicht in allem vorteilhaft von den älteren Monogatari. Sogar eine Art pragmatischer Geschichtschreibung beginnt nach dem Vorbild der alten Szema-Tsien und Sung Tsema Kiang und der fortgesetzten chinesischen Reichsannalen. Japan wird um diese Zeit anscheinend volkreich.

In dieser Übergangszeit stürzt das künstlich und vorläufig gestützte Feudalsystem und macht einer besser ausgeglichenen, staatsrechtlich allerdings nicht minder zweifelhaften Doppelordnung Platz. In Wirren, in denen auch die Jesuiten und die christlichen Nationen bereits eine (zweite) Rolle spielen, unterwirft Nabinogu die Territorialherren – so wie es kurz zuvor in Europa Könige und Reichsfürsten taten. Doch bietet das städtearme Japan für einen Absolutismus vorläufig keine Grundlage. Man teilt die Macht (nachdem noch ein Hideyoshi als Krieger nach innen und zum Teil nach außen größere Triumphe errungen hat). Es entstehen die sogenannten »Hundert Gesetze des Jeyasu«. Die Daimyos (Barone) erhalten als Lehen Naturaleinkommen für ihre Vasallen(Samurai) garantiert; der Shogun in Yeddo (Tokio) außer seiner großen Hausmacht ein eigenes Heer, Gouverneure und die Steuern einer Zentralregierung (Bakufung). Ein Hofadel residiert um ihn wie auch um den Mikado. Dieser selbst bleibt seitwärts in Kyoto als ein Papst. In dieser großen Verteilung ordnen sich auch die geistigen Mächte neu. Die Zeit der Staatsschwäche ist vorbei, und fürs erste zieht die, in China abermals schon ergraute, spekulativ begründete, neukonfuzianische Staatsphilosophie ein. Jetzt versucht auch Japan ernsthaft die alte weise »Mitte« einzuhalten. Die »Kleine Lehre« (das Siao-hi des Chu-hi), jene Polizeiverordnung der Geister, die, zusammen mit den andern Werken der Richtung, China bis in die allerneueste Zeit gefangen hielt, wird auch in Japan eingeführt und dient dann bis in die neueste Gegenwart als Schulbuch. Von einem bedeutenden, aber von der Regierung bald zurückgedrängten Überschwang an Spekulation, die einigen Richtungen mehr Raum gewährte als das Mutterland selbst, blieb die Staatslehre der Sinologen, der Kangakusha übrig. Das chinesische Japan schien vollendet. Es gab sogar Gelehrte, die sich ihren chinesischen Lehrmeistern gegenüber als »Barbaren des Ostens« bezeichneten. – Vielleicht im Zusammenhang mit wirtschaftlichen und allgemeinen Missständen erhob sich eine romantische reaktionäre Japan- und Shintorichtung (der Wagakusha). Die Regierung versuchte auch diese auf einem rein literarischen Niveau zu halten. Doch war der Mikado im Hintergrund eine ausgezeichnete Deckung. Der Zusammenbruch der für Naturalleistungen berechneten Finanzen um die Mitte des Jahrhunderts, Missernten und die Verwicklungen mit den Amerikanern führten dann politisch zu der letzten Revolution eines neu hervorgeholten, jedoch konstitutionellen Mikado als Herrscher über ein europäisch organisiertes Volk; geistig aber begünstigten sie einen nicht recht geglückten Neushintoismus, dem vor allem die noch unverändert lebenskräftige Symbiose mit dem Buddhismus entgegensteht ...

Diese Neuzeit Japans (seit dem 16. Jahrhundert) unter den Tokugawa-Shogunen eröffnet alle Schleusen der so lange traditionell gebliebenen Literatur. Das Volk, durch Gewerbe (Seidengewebe, von Korea eingeführte Keramik) zur Masse erstarkt, durch Handel in seiner Oberschicht reich geworden, ergreift die Herrschaft zunächst über das gedruckte Wort. Romanes et Circenses. Die legendären Geschichten und Märchen werden immer zahlreicher, in schnellerem Tempo erzählt (mündlich auf den Straßen vom Geschichtenerzähler, schriftlich und beholzschnittet von bürgerlichen Bohemiens). Die ganze bunte Phantastik einer noch halb primitiv gebliebenen, durch Volksmassen schon in China reich entwickelten Geisteswelt ergibt ein Dorado der Erzählungskunst. Nirgendwo seit dem Orient der römischen Kaiserzeit und nicht einmal unter den Kalifen wird so vielfältig und ausgiebig fabuliert wie in China seit dem 16. und im Japan des 17. und vor allem des 18. Jahrhunderts. Das gilt von der neueren aus dem Bänkelsängertum (Joruri) und dem Marionettentheater (einem malaischen Requisit ehrwürdigen Ursprungs) noch mehr als aus dem Tempelhoftanz (Kagura) entstehenden Bühne. Das scheint vor allem von dem Roman zu gelten. Scheint – denn keinem Europäer und vermutlich auch keinem Eingeborenen ist die ganze Hochflut dieser Novellistik zugänglich, die in den Sittenschilderern und Erotikern des 18. Jahrhunderts –, wenn sie auch vermutlich nicht oft die bekannte Obszönität Chinas erreichte, doch vom Schund zum Pathos und zu feiner Psychologie, und wieder zurück zum Schund taumelte, etwa wie die Pariser gleichzeitigen Erzeugnisse. Einer Fülle, die in Ikku einen ebenso genialen wie klassischen Humoristen hervorbringt und in Bakin einen repräsentativen Ostasiaten an der Schwelle der neuesten Zeit. Manches erinnert an die in Europa bekannte Entwicklung der Malerei und des mit der Bücherschreiberei engverknüpften Holzschnittes, an die beide hier nur erinnert werden kann.

Die Lyrik ist hinter diesen breiteren Gattungen seit Jahrhunderten zurückgeblieben, hat aber in dem, aus dem primitiven »Kettengedicht« (Japans und Chinas) abgelösten Epigramm doch ein glänzendes langblühendes Genre erzeugt. Wie die Tanka, so zeigt auch dieser Dreizeiler einen primitiven, und zwar einen buddhistischen Einschlag und (mindestens entfernten) Ursprung. Er ist ein volkstümlicher Predigtbrocken und allmählich ein kleines östliches carmen buranum. Von der Gesellschaft wird die Tanka weitergepflegt; von einer, uns zeitgenössischen, national-japanischen Literatur kann jedoch anscheinend so wenig die Rede sein wie von einer zeitgenössischen japanischen Malerei. In einer Übersicht altjapanischen Wesens solche europäisch gerichteten Werke mit aufzunehmen, erschien darum bei aller Anerkennung individueller Verdienste oder Bedeutungen nicht angemessen.

Die folgende Auswahl ist etwa zu drei Vierteilen identisch mit der aus einheimischen Sammlungen geschöpften »Anthologie Japonaise« des Professor Revon (Paris, Delagrave 1919). Es ist dieses die erste in Europa erschienene Chrestomathie. Für etwa zwanzig Stücke wurden die Proben von Karl Florenz aus seinem maßgebenden Werke über japanische Literatur verwendet. Die Mehrzahl der Übertragungen erfolgte, wie etwa die Niederschrift einer runden Hälfte des verbindenden Textes und das zu einem kleinen Reallexikon ausgestaltete Schlussregister, nach eigenen, aus den einführenden Worten sich ergebenden Gesichtspunkten der deutschen Ausgabe. Die Orthographie folgt fast durchgehend der von den Japanern selbst rezipierten englischen Transkription.

Möge das kleine Werk in der veränderten, deutschen Gestalt zur Erkenntnis nicht nur Japans, sondern der Menschheit als eines großen Ganzen beitragen, entsprechend einem der höchsten Ziele der deutschen Philologie und des deutschen Buches; mögen die dem Bearbeiter wohl bewußten Mängel eines solchen Überblicks dieses Ziel nicht zu sehr beeinträchtigen, und in dem Gemüte des Lesers die Blüten Japans aufgehen gleich dem, einst um die Geburtszeit des Franz von Assisi, von dem Taira Yasuyori in seiner Verbannung gedichteten Liede, das der Altmeister der deutschen Japanologie übertragen hat.

Paul Adler

An den Kumano Gongen

(Buddha)

Gestalt sowohl wie Sinn sind wandelbar, o weh.

Die Tränen, die mir von den Wangen rollen,

Wie Wasser sind sie eines Wasserfalls.

O möchten sie zum Teiche werden,

Wo wunderbarer Lotus-des-Gesetzes wächst!

Und du, o Gongen, auf dem »Schiffe der Verheißung« fährst,

Mit eingestoßner Ruderstange,

Und uns, die Untersinkenden, aufnimmst zu dir!

Urzeit

Verse aus der Urzeit

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