Michael Revon - Japanische Literatur

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Eine Einführung in die Japanische Literatur vom Altertum bis in die Moderne (Urzeit, Nara-Zeit, Heian-Zeit, Kamakura-Zeit, Nambokucho-Zeit , Muromachi-Zeit, Tokugawa-Zeit, Meiji-Ära seit 1867). Anhand von Textbeispielen wird die Entwicklung der japanischen Literatur von ihren Anfängen bis in die moderne Zeit erläutert, einschließlich Dichtkunst, Drama und modernem Roman.

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Der Buddhismus ergreift Japan mit der Unendlichkeit seiner gereihten und gestuften Buddhas und Boddhisattvas; Chinas Konservativismus wirkt mehr auf die Kräfte des Verstandes. Man muß sich vor Augen halten, daß die volle Gestaltung der chinesischen Klassik erst eine Tat der weit späteren Sungzeit (Chu-his im zwölften Jahrhundert) ist, und daß der echte, ursprüngliche Konfutse ein großartiger Bauer ist, wie ein Cato major mit einer immerhin vorhandenen strengsten Gebundenheit an das Überweltliche (religio). Das vormals von einer fremden Kaste geübte, bald für den Beamtenadel Japans obligatorische Studium der westlichen Werke hat also damals noch Raum für religiösen und politischen »Aberglauben« genug. Auch der Taoismus, zu Anfang bekanntlich kein glatter Gegensatz zur späteren Staatslehre, wirkt sich, wenn auch nicht gerade übermäßig, in Japan aus. Die Heiligen und die »Genien«, die Alchimisten und die Sucher des Lebenselixiers gedeihen hier freilich nicht recht, auch die Exorzisten erwachsen wohl aus dem buddhistischen Tantra. Aber die Seligen Inseln der Taosucher tauchen hie und da auf, und für immer überwältigend steht dann das buddhistische Westliche Paradies, das »Reine Land« des realen Erlösers Amida (Japans Jo-do) am Herzenshorizont. So herrscht China, das klassische des Kong und das indische des Fo, überall in Gedanken und Gefühlen, in Schriften und in besonderen sinojapanischen Verssammlungen. Aber bei der Sicherheit, die den Chinesen noch mehr als zum Beispiel den alten Römer auszeichnet, und die sich bei ihm in Eleganz wandelt, wurde er auch der Schöpfer der eigentlich blühenden Gattung des Schrifttums, des Fu, das ist des von den Historikern so genannten Essays, oder wie wir unbedenklich sagen wollen, des (sophistischen) Feuilletons. Man begreift, daß solche rhetorische Übung in einer Hofbeamtensphäre, halb von der Art der karolingischen, halb der um Louis Quatorze, vor allem Fuß fassen konnte. Das Kajo (Vorwort) der kaiserlichen Verssammlung Kokinshu (nach 900) mag als Beispiel dienen. Von dieser Viel- und Schönschreiberei zweigt sich auch die Reise- und Tagebuchliteratur ab. In Japan, in Nachwirkung der Familienverfassung einer Geschwisterehe, bei freiester sozialer Stellung der Frau, entsteht die klassische schöne Frauenliteratur. Der noch heute meistgefeierte Roman Japans ist von einer Frau verfaßt und um dieselbe Zeit (1000 n. Chr.) auch die geistreichen Reflexionen der Hofdame Sei-Shonagon.

Immer jedoch steht China blendend am Westhimmel, auch für die schreibenden Frauen. Auch die Sprache wird, freilich nicht schon in dieser klassischen Heian-Zeit, sondern erst nach einem Jahrhundert des Untergangs, allmählich zur chinesischen Mischsprache, etwa wie das verwelschte Deutsch des siebzehnten Jahrhunderts. Doch mit der Zeit entsteht die Gefahr eines durchgehenden Sino-Japanisch, eines neuen Idioms von der Art des damaligen normannisch-angelsächsischen. Von einer japanischen Literatur könnte man bald nur noch wie von einer mundartlichen reden, wenn sich nicht die fast rein japanische Lied- und Spruch- (Tanka-) Dichtung erhalten hätte. Diese in Europa vorzüglich bekannte, aber wohl durchgängig mißverstandene, nationale Dichtungsart Japans bedarf hier einer besonderen Untersuchung.

Die Tanka (sinojapanischer Ausdruck für das Kurzgedicht von dreimal sieben und zweimal fünf Silben) gilt als rein artistisches, höfisches Produkt. Man darf aber darauf hinweisen, daß Raffinement in der ganzen Kunstgeschichte eine Eigenschaft der »barbarischen« und nicht der »entwickelten« Verhältnisse ist. Technik ist hier immer irgendwie im dunkelsten Primitiven verankert. Doch die Tanka, eine Lied- und Spruchdichtung, die nur formal aber nicht als Gattung von den Versen etwa eines »Kürenbergers« unterschieden ist, ist ein Produkt der Kaiserhöfe einfach darum, weil der Kaiser seit der großen Hierarchisierung zum Brennpunkt alles Zeremoniellen geworden ist, Spruch und kurzes Lied aber von gleichem zeremoniellem Ursprung sind wie der Hof selber. Sie sind Gruß- und Wunschdichtung; und, was hier nicht näher ausgeführt werden kann, von Haus aus: Anwünschung, Zauberspruch, in einem Hauptfall zum Beispiel Liebeszauber. Wie bei allen primitiven oder sehr alten Völkern sind auch in dem kastenmäßig gebliebenen alten Japan – das Uji, ehemals Stamm, bedeutet jetzt auch den Stand – die Stämme, beziehungsweise Sippen, im Besitz eigener Riten. In Japan mußten also, wie in China (und anderswo), die Kaiser diesen magisch-poetischen Kraftzuwachs aus einer dunklen Erinnerung her zu monopolisieren, zum Regale zu machen bestrebt sein. Das ist etwas ganz anderes als das zumeist angenommene, auch psychologisch unfaßbare, oberflächliche Mäzenatentum dieser Höfe. Gewiß sind diese Grundlagen schon den Japanern der klassischen Zeit verdunkelt gewesen. Solche Dichtung erfordert und besitzt aber feste Regeln, nicht anders als solche auch das primitive Rechtsverfahren erfordert. Die scheinbare Wortspielerei, die »Kissen«- und »Angelworte«, erklären sich zunächst, und wie auch sonst ähnliches in der Weltliteratur, aus dieser Gebundenheit der Primitiven, was sich auch leicht im einzelnen durch Parallelen der Naturvölker belegen läßt. Gruß- und Gefühlslieder blühten auch in dem stammverwandten, ästhetisch ähnlich anziehenden, Polynesien. Das japanische Gedicht, das dann in abermals barbarischen Zeiten als ein wichtiger Kult die ganze freie Rhythmik verdrängte, ist daher als eine Reliquie in einem etwas barbarisch-kostbaren Schrein anzusehen, wie das gemalte chinesische Lied.

Der Kaiserhof von Kyoto wurde um diese Zeit wirklich zu einem religiösen Relikt, zu einem theoretisch unantastbaren Fetisch für die politisch Gleichstrebenden. Wie überall in der Geschichte taucht auch hier der Stammesseparatismus aufs neue auf. Es entstehen die sogenannten Militärklane, zunächst an den Marken, mit einem Hörigenaufgebot und einer Hausmacht. (In den Stammländern Yamato, Idsume stand alles nutzbare [Reis-] Land im Obereigentum des Kaisers). Auch die Beamten im Innern verwandelten sich in selbstbewußte, nach einem Gesetz der Geschichte bald wieder erbliche, Benefiziare, und das Kaisertum ist jahrhundertelang Schild der einzelnen Territorialherren. Die Taira und zuletzt deren Gegner die Minamoto werden die faktischen Herren ihrer kaiserlichen Gebieter, nicht als Kanzler (Kwambaku), wie zuvor im neunten und zehnten Jahrhundert die mitunter allmächtigen Fujiwara-Hausmeier, sondern als Oberfeldherren (auf chinesisch Shogune). Es kam die Praktik auf, prinzliche Kinder zu Kaisern zu machen und sie nach Erlangung der Jünglingsmütze (bei erreichter Mündigkeit also) ins Kloster zu stecken. Nach endlosen wechselseitigen Greueln und Ausmordungen, auch in der eigenen Partei und Gens, blieb 1189 der Minamoto Yoritomo Sieger. Die Minamoto verwalteten danach 700 Jahre lang bis zum Jahre 1868 in ihren verschiedenen Zweigfamilien das Reich. Sie gründeten die angebliche Millionenstadt Kamakura (von der bis zum letzten Erdbeben fast als einziger Rest der berühmte goldene Buddha übergeblieben war). Bis zum vierzehnten Jahrhundert aber war unter ihnen die Hojo-Gens im Besitze des »Oberministeriums« (als ›Shikki‹).

Diese Zeiten, erfüllt von Krieg und Kriegsgeschrei, sind literarisch durch die geschichtlichen Volksbücher (Monogatari) charakterisiert, und durch die Tagebücher, nun nicht mehr der Frauen, sondern der Mönche. Das Hojoki und das Tsuredsuregusa (das erstere klösterlich sentimental, das zweite intellektuell und zweideutig) gelten als Höhepunkte dieser Art Mönchsliteratur. Die politische Verwirrung wird dann durch ein Schisma eines illegitimen, südlichen Kaiserhofs weiter vergrößert (in der Nambokucho-, das heißt »Nord-Südhof«-Zeit bis 1398). Danach regiert der Ashikagazweig der Minamoto in dem Kyotoer Stadtviertel Muromachi. Ein neuer Hofstaat blüht auf, mit neuen Zeremonien: Teezeremonie, Blumenbindzeremonie, Gartenkunst. Und in der Literatur entsteht aus uralten, noch heute in Resten erhaltenen, Shintopantomimen vor Buddhatempeln ein buddhistisch-gerichtetes Melodram und Mysterienspiel (auf chinesisch No, soviel wie »Kunst«), konservativer als das damals bereits breit und bunt gewordene chinesische Drama der Mongolenzeit. Eine ausschweifende wuchtige Spätgotik für alles Volk entsteht in den eingelegten Farcen (Kyogen) und in den schillernden, oft realistischen Volkserzählungen (Otogi-dsohi).

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