Mechthilde Böing - Septemberblau

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New York City, die Stadt die niemals schläft, der Schmelztiegel der Welt, ein Symbol der multikulturellen Vielfalt, Toleranz und des respektvollen Miteinanders. Hier treffen Menschen verschiedenster Herkunft, Rasse oder Religion aufeinander, begegnen sich flüchtig oder immer wieder, bleiben unbemerkt oder hinterlassen tiefe Spuren im Leben des Anderen. Ein Sehnsuchtsort, an dem jeder seinen individuellen Visionen hinterherjagen kann, sei es beruflicher Erfolg, Geld, Macht, Anerkennung, Ruhm oder nur ein bescheidenes Häuschen am Rande der Stadt.
So, wie es die Menschen in diesem Roman tun, die es aus diversen Gründen an diesen besonderen Ort verschlagen hat. Sie alle tragen den mehr oder minder schweren Rucksack ihrer Biografie mit sich und suchen den Einstieg in ein besseres Leben. Sie kommen aus allen Teilen der Welt, sind arm oder reich, legal oder illegal, mit besten Absichten auf ihrem Weg Wandelnde oder Verirrte auf dem vermeintlichen Pfad zum Gipfel der Erlösung. Sie alle folgen ihrem ganz persönlichen Traum vom Glück.
Am 11. September 2001 wird dieser Traum für sie zum Albtraum, als ein Ereignis unvorstellbaren Ausmaßes ihr aller Leben aus den Fugen geraten lässt. Ihr Schicksal hängt am seidenen Faden, der manchmal reißt und manchmal auf wundersame Weise hält. Wer diesen Tag in New York City überlebt, wird ihn nie mehr vergessen.

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Iris bewarb sich auf eine Anzeige im Hamburger Abendblatt, mit der ein Luxushotel in Mallorca nach jungen Menschen suchte, die mehrere Sprachen beherrschten und Erfahrung im Hotelgeschäft mitbrachten. Sie erfüllte alle Voraussetzungen und machte sich unverzüglich auf den Weg.

Seit vier Jahr war sie nun auf dieser fast deutschen Insel im Mittelmeer, wo oft die Sonne schien und die üblichen Begegnungen unverbindlich waren. Iris hatte sich an ihren Vorsatz gehalten, Luther und alle weiteren Exemplare des männlichen Geschlechts, das einer Frau wie ihr nur Unglück brachte, in den Wind zu schießen. Sie hielt sich lieber an ihre neuen Freundinnen, die sie seit ihrer Ankunft zahlreich gesammelt hatte und mit denen sie sich die Nächte um die Ohren schlug, bis ihr Körper vor Müdigkeit erschlaffte, ihr Kopf sich vollkommen leer anfühlte und keine Grübeleien mehr zuließ.

Die neuen Freundschaften waren natürlich nicht mit ihrer Beziehung zu Marlies zu vergleichen, die nun zwei Jahrzehnte andauerte. Iris konnte sich nicht vorstellen, jemals wieder mit einem Menschen ein solch inniges Vertrauensverhältnis aufzubauen. Es war dieses einzigartige Gefühl des Zusammengeschweißtseins, ohne Wenn und Aber, während man gemeinsam erwachsen wurde, das so besonders war. Das konnte man später nicht mehr herstellen. Schade, dass sie so weit voneinander entfernt wohnten. Selbst telefonieren war horrend teuer. Sie taten es nur im äußersten Notfall.

Iris hatte den Gedanken noch nicht zu Ende gebracht, als das Telefon läutete und Marlies vom anderen Ende der Leitung aufgeregt auf sie einredete. Sie erzählte ihr von dem Angebot, nach New York zu gehen und der Schwierigkeit, Klaus von diesem Schritt zu überzeugen. Trotz allen Wohlwollens fiel es Iris schwer, sich für ihre beste Freundin zu freuen. Wie gern wäre sie selbst längst in den USA gewesen an der Seite des Mannes, von dem sie geglaubt hatte, dass er sie liebte. Dennoch redete sie Marlies gut zu, zeigte sich überzeugt, dass das Ganze positiv ausgehen würde und drohte, dass sie so bald wie möglich für lange Zeit zu Besuch käme, sobald die beiden sich in der neuen Heimat niedergelassen hätten.

Nach dem unerwarteten Telefonat musste sie sich beeilen. Ihre Partycrew wartete auf sie. Sie ging eher nachlässig mit ihrem Makeup um, sparte sich Augenbrauenstift und Puder und konnte sich auf die Schnelle nicht entscheiden, welche Schuhe sie anziehen sollte, ihre bequemen Rock-n-Roll Turnschuhe oder doch lieber die Stilettos, auf denen ihre langen Beine wunderbar zur Geltung kamen. Sie stand geschlagene fünf Minuten unentschlossen vor dem Schuhschrank, bevor sie ihre geliebten hochhackigen Tanzschuhe aus dem Regal herausholte.

1990 - Manuel

Sein Autopilot musste eingeschaltet gewesen sein. Er hatte keine Ahnung, wie er nach Hause gekommen war, aber hier saß er nun in seinem Apartment in der 82. Straße der Upper East Side in Manhattan und wurde endgültig von seinen Gefühlen übermannt. Er heulte wie ein Schlosshund. Die ganze Welt hatte sich gegen ihn verschworen.

Sein Geld war fast aufgebraucht. Er hatte nur noch hundert Dollar in der Tasche. Es gab keine Aussicht darauf, neues zu verdienen und seine Schulden abzuzahlen. Nun hatte er auch noch zufällig seinen Partner Omar Händchen haltend mit einem jungen, asiatischen Schönling gesehen. Er konnte und wollte so nicht weiterleben.

In Gedanken spielte er die verschiedenen Möglichkeiten durch, wie er sich möglichst schnell und schmerzfrei aus dem Diesseits ins Jenseits befördern könnte. Vielleicht ein beherzter Sprung vor eine U-Bahn oder mit Anlauf von der Brooklyn Bridge. Auch eines der vielen Hochhäuser käme in Frage; die meisten waren öffentlich zugänglich. Er könnte auch versuchen, Omar noch mehr zu bestrafen, in dem er sich zuhause aufhängte oder die Pulsadern aufschnitt. So richtig viel Blut, das würde seinen untreuen Geliebten sicher bis ins Mark treffen, der schon beim Anblick eines kleinen Schnitts in den Finger fast ohnmächtig wurde.

Manuel dachte an seine Mutter Lita in Montevideo, die er schon seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen hatte und mit der er nur sehr sporadisch sprach. Telefonieren nach Uruguay war sündhaft teuer und seine Geldsorgen, die er mit seiner perfektionierten Kunst des Vorspielens falscher Tatsachen vor seiner gesamten Familie verheimlichte, ließen häufigere Gespräche nicht zu. Sie würde sicherlich eine Weile traurig sein, aber sie war seine Abwesenheit seit Jahren gewohnt und hatte ein so gutes soziales Umfeld, dass sie schon über seinen Tod hinwegkommen würde. Bei seinem Vater wusste er nicht einmal, welche Art von Gefühlen er für seinen schwulen Sohn hegte, so distanziert war er ihm zeitlebens begegnet. Von ihm erwartete er auf keinen Fall einen Zusammenbruch. All die Tanten und Onkel, die ihn so geliebt hatten, als er aufwuchs, waren in der Zwischenzeit verstorben.

Selbstmord oder Freitod waren keine Fremdworte in Manuels Familie, eher ein Konzept, mit dem man sich von Zeit zu Zeit gezwungenermaßen auseinandersetzen musste.

Seine Kindheit in den fünfziger Jahren im langsam verblühenden Uruguay war die eines verwöhnten Prinzen gewesen, dem kein Wunsch verwehrt blieb, solange er sich anständig benahm, gemessen an den vielfältigen Anforderungen seines elitären Standes in der stark hierarchischen Gesellschaft. Sein Vater Ernesto war ein reicher Rinderbaron, der 1906 in einen aus Galizien stammenden Clan hineingeboren worden war. Seine Vorväter gehörten zu den Gründungsmitgliedern des uruguayischen Staates und brachten über die Jahre verschiedene Senatoren und Staatsminister hervor.

Der Vater hatte nur einmal gegen die Erwartungen seiner starken Familie aufbegehrt; es war ihm nicht gut bekommen. Er verliebte sich in eine arme Friseurin und heiratete sie ohne Zustimmung der Eltern. Die junge Frau, die von Natur aus psychisch labil war, wurde von seiner Verwandtschaft beäugt und gemieden. Man gab ihr eindeutig zu verstehen, dass sie nicht dazugehörte.

Bereits als sie das erste Mal schwanger war, versuchte die angehende junge Mutter sich das Leben zu nehmen. Sie sprang aus dem Fenster des dritten Stocks ihrer Wohnung, landete aber auf einem Auto mit einem Stoffdach, das den Aufprall abfederte und sie mit leichten Blessuren davonkommen ließ. Auch ihr ungeborener Sohn Julio überstand den Unfall folgenlos.

Ein Jahr später, sie war erneut schwanger, war ihr Selbstmordversuch zielführend. Man fand sie leblos an einem Seil hängend auf dem Dachboden. Es folgte eine Morduntersuchung, in der sich der Vater nur widerstrebend und ohne sichtbare Gefühlsregung erklärte. Als Mann von Rang fand er die gesamte Situation absurd und gestand sich keinerlei emotionale Ausbrüche zu. Zu groß war die Angst, den Respekt der Anderen zu verlieren, vor allen Dingen den der Angestellten. Der Fall wurde recht bald als Suizid deklariert und auch in der Familie ad acta gelegt.

Vater und Sohn blieben fast zehn Jahre ohne Ehefrau und Mutter. Dann trat Lita in ihr Leben.

Lita stammte mütterlicherseits aus einer baskischen Familie, die nur zwei Generationen zuvor nach Uruguay gekommen war; feinsinnige, aber arme Immigranten, die sich in kürzester Zeit in die oberen Ränge hinaufgeheiratet hatten. Ihr Großvater Eusebio war ein sehr guter Schneider gewesen mit erlesenem Geschmack, den er gern mit den Damen der höheren Gesellschaft teilte. Sein gesamtes Geld investierte er darin, seine drei Töchter auf eine Privatschule zu schicken, wo sie in den besseren Kreisen verkehrten und allesamt Brüder ihrer Mitschülerinnen aus reichen Familien ehelichten.

Litas Vater war Arzt, der seine Frau Lucia, eine Freundin seiner jüngsten Schwester, während der gemeinsamen medizinischen Ausbildung am Hospital de Clinicas näher kennenlernte und sich unsterblich in sie verliebte. Wie damals üblich brach sie die Ausbildung ab, als sie heiratete und widmete sich fortan Haus und Kindern. Sie war jedoch eine moderne Frau, fuhr Auto und rauchte sogar in der Öffentlichkeit. Mit ihrem besonderen Stil, stets nach dem letzten französischen Trend gekleidet, erregte sie Aufsehen. Den Männern ihrer Zeit flößte sie Angst und Bewunderung zugleich ein.

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