Mechthilde Böing - Septemberblau

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New York City, die Stadt die niemals schläft, der Schmelztiegel der Welt, ein Symbol der multikulturellen Vielfalt, Toleranz und des respektvollen Miteinanders. Hier treffen Menschen verschiedenster Herkunft, Rasse oder Religion aufeinander, begegnen sich flüchtig oder immer wieder, bleiben unbemerkt oder hinterlassen tiefe Spuren im Leben des Anderen. Ein Sehnsuchtsort, an dem jeder seinen individuellen Visionen hinterherjagen kann, sei es beruflicher Erfolg, Geld, Macht, Anerkennung, Ruhm oder nur ein bescheidenes Häuschen am Rande der Stadt.
So, wie es die Menschen in diesem Roman tun, die es aus diversen Gründen an diesen besonderen Ort verschlagen hat. Sie alle tragen den mehr oder minder schweren Rucksack ihrer Biografie mit sich und suchen den Einstieg in ein besseres Leben. Sie kommen aus allen Teilen der Welt, sind arm oder reich, legal oder illegal, mit besten Absichten auf ihrem Weg Wandelnde oder Verirrte auf dem vermeintlichen Pfad zum Gipfel der Erlösung. Sie alle folgen ihrem ganz persönlichen Traum vom Glück.
Am 11. September 2001 wird dieser Traum für sie zum Albtraum, als ein Ereignis unvorstellbaren Ausmaßes ihr aller Leben aus den Fugen geraten lässt. Ihr Schicksal hängt am seidenen Faden, der manchmal reißt und manchmal auf wundersame Weise hält. Wer diesen Tag in New York City überlebt, wird ihn nie mehr vergessen.

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Iris zog zuhause aus und zu Tom in seine kleine Kemenate. Er erlaubte ihr nur ungern, dass sie seine Fußballidole von den dunklen Wänden entfernte, den Raum hell anstrich und den Schrank mir ihrer bunten Kleidung dominierte. Aber er wollte nicht schon von Beginn an Ärger und vertraute darauf, dass sich schon alles richten würde, wäre sie erst einmal richtig angekommen in ihrem neuen Leben. Nach ein paar Wochen wandte er sich seinen gewohnten Aktivitäten zu; arbeiten, ausgehen, mit den Kumpel Fußball schauen.

Bald fühlte sich Iris vernachlässigt, vermisste seine Liebesschwüre aus der Anfangszeit und vermutete reflexartig eine andere Frau hinter seinen Männerverabredungen, die mit der Zeit zunahmen. Tom konnte ihre an den Haaren herbeigezogenen Vorwürfe einfach nicht mehr ertragen. Zudem wollte er vor seinen Freunden nicht als Pantoffelheld dastehen und nahm seine Frau, die unversehens zur Furie werden konnte, lieber nicht mit, wenn sie eine richtige Sause planten.

Kurz vor Ende ihrer Ausbildung fasste Iris den Entschluss, Toms Lotterleben endgültig ein Ende zu bereiten und setzte heimlich die Pille ab. Drei Monate später war sie schwanger. Sie freute sich diebisch, während Tom zu Recht seine Freiheit endgültig in Gefahr wähnte. Trotzdem unterstützte er sie, auch emotional, so gut er es eben konnte.

Im vierten Monat traten unerklärliche Bauchschmerzen auf. Die Ärzte im kleinen Ortskrankenhaus brauchten ewig, bis sie die Ursache, eine Entzündung mit Gonorrhoe-Erregern, feststellten. Da hatte Iris ihr Baby schon verloren und ihre Fruchtbarkeit auch. Sie war lange untröstlich, konnte und wollte sich mit der Wahrheit nicht abfinden. Schnell hatte sie einen Schuldigen ausgemacht. Tom musste ihr die verheerenden Erreger übertragen haben, wahrscheinlich als Ergebnis seiner Untreue, die sie ihm jeden Tag aufs Neue unterstellte.

Irgendwann hielt Tom es nicht mehr aus. Er schmiss Iris aus dem Haus. Er wollte nur noch sein Junggesellenleben zurück und endlich zuhause seine Ruhe haben. Iris war zwar zutiefst verletzt, hatte aber ebenfalls bereits für sich entschieden, dass Tom nicht ihr Mann fürs Leben war. Zu sehr erinnerte sein Anblick sie an den Verlust, den sie erlitten hatte. Sie wollte ihm nicht mehr begegnen, auch nicht zufällig, und beschloss, Haselünne für immer den Rücken zu kehren.

Die Scheidung wurde weniger als zwei Jahre nach der Trauung ausgesprochen. Die beiden hatten sich tatsächlich seither nie wiedergesehen.

Zuerst ging Iris nach Bremen, um dort in einem Steuerbüro zu arbeiten, dann nach Hannover und schließlich nach Hamburg. Ihr gefiel das internationale Flair der Stadt mit dem riesigen Hafen, der sie von fernen Zielen träumen ließ. Sie wollte mehr von der Welt sehen. Eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin schien ihr der beste erste Schritt in diese Richtung.

Das Studieren der Sprachen Englisch, Spanisch und Französisch machte ihr großen Spaß. Sie war ein Naturtalent. Allein durch häufiges Hören erschloss sich ihr die Grammatik der verschiedenen Idiome. Das Vokabular ähnelte sich von den Wortstämmen. Sie hätte nie geglaubt, dass das Lateinbüffeln bei den Nonnen sich irgendwann einmal auszahlen würde, aber nun war es eine gute Grundlage: Ora et labora, carpe diem.

Nach Abschluss ihrer Ausbildung fand Iris eine Position an der Rezeption des Hotels Atlantik an der Alster. Ihre schicke Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch mit dem arroganten Hotelmanager, der die Augen nicht von ihrem perfekt berechneten Ausschnitt nehmen konnte - nicht zu offen, aber auch nicht zu verhüllt für seine blühende Fantasie -, hatte ihr die Tür geöffnet. Bei der Arbeit begegneten ihr Menschen aus aller Welt, die sie oft wegen ihrer Sprachkenntnisse oder ihres Aussehens beglückwünschten. Auch Luther hatte sie hier kennengelernt.

Er war nicht der erste Mann nach Tom. In jeder Stadt, in der Iris wohnte, hatte sie mindestens ein gebrochenes Herz zurückgelassen oder war selbst von enttäuschter Liebe bis ins Mark getroffen worden. Sie verliebte sich schnell und häufig, öffnete sich dem Angebeteten jedes Mal mit Haut und Haaren, nur um bald darauf von ihrer Unsicherheit beherrscht zu werden, die nach ständiger, durch Worte und Taten zu bekundender Anerkennung heischte. Männer, die sich darauf einließen, wurden meist selbst zu peniblen Kontrollfreaks, die sie auf ein Podest stellten und niemanden sonst in ihrer Nähe duldeten. Das wurde ihr dann zu viel und sie machte sich klammheimlich davon. Die anderen potentiellen Partner, die Iris unmissverständlich die Grenzen ihrer Geduld aufzeigten, wenn sie zickig wurde, mutierten vom Helden zum Todfeind und sie verließ wütend das Schlachtfeld.

Luther war ein Mann im besten Alter, etwa sieben Jahre älter als Iris. Er wirkte seriös und distinguiert, kam aus New York und war von seiner Firma Sothebys, einem großen Kunstauktionator in Manhattan, für ein Jahr nach Deutschland transferiert worden, um bei einem befreundeten Auktionshaus das europäische Geschäft kennen zu lernen. Die ersten zwei Wochen verbrachte er im Hotel Atlantik, wo er sich gleich von der hübschen Dame an der Rezeption angezogen fühlte, mit der er sich fließend in seiner Muttersprache unterhalten konnte. Es dauerte keine drei Tage, bis er Iris auf einen Kaffee einlud und der Funke übersprang.

In Hamburg kannte Luther außerhalb seiner Arbeit keine Menschenseele, hatte also an den Abenden und Wochenenden reichlich Zeit, sich mit Iris zu vergnügen. Regelmäßig gingen sie zusammen aus, kannten jede Kneipe auf St. Pauli und joggten an gemeinsamen freien Tagen zusammen um die Alster. Luther hatte ein sehr gutes Gehalt, war großzügig und zuvorkommend. Er ließ es nicht zu, dass Iris irgendetwas bezahlte, wenn sie ausgingen, und beglückte sie regelmäßig mit kleinen Geschenken und Blumen.

Iris war im siebten Himmel. Es war so, wie sie es sich stets erträumt hatte. Von seinem Leben in den USA erfuhr sie nicht viel, seine Aussagen blieben an der Oberfläche und wenig genau. Sie nahm an, dass er als Junggeselle ein richtiges Arbeitstier war und für Hobbies wenig Raum blieb. Alle drei Monate war er für eine Woche nach Hause geflogen, um an seine Vorgesetzten zu berichten, wie er ihr erzählte. Jedes Mal hatte er sich mit einem langen Kuss von ihr verabschiedet, der ihr den Atem raubte und die Zeit des sehnsüchtigen Vermissens einleitete.

Als das Jahr seiner Entsendung dem Ende zuging, wartete Iris darauf, dass er sie bitten würde, mit ihm in die aufregende Metropole auf der anderen Seite des Atlantiks zu gehen und hatte sich ihr neues Leben schon in den schönsten Farben ausgemalt. Sie sah sich bereits über den Broadway schlendern und in der Rezeption eines 5-Sterne Hotels am Times Square den Touristen die besten Insidertipps für den Abend zuflüstern. Aber Luther machte keine Anstalten, ihr zu erläutern, wie er sich die gemeinsame Zukunft vorstellte. Einen Monat vor der Abreise setzte sie ihm die Pistole auf die Brust und ließ nicht locker, als er ihr erneut ausweichen wollte.

Dann traf es sie wie ein Schlag. Luther beichtete ihr kleinlaut, dass er längst verheiratet war und einen zehnjährigen Sohn hatte. Die Zeit mit ihr wäre sehr schön gewesen, aber eben von vornherein endlich. Er habe ihr nie mehr versprochen.

Der Boden unter ihr öffnete sich und Iris war darin verschwunden. Wie in Trance lief sie zu ihrem Apartment und versteckte sich drei Tage lang in ihrem Bett. Auf der Arbeit meldete sie sich krank, holte einige Zweiliterflaschen billigen Wein und verschanzte sich in ihren eigenen vier Wänden.

Die größten Vorwürfe machte sie sich selbst. Wie hatte sie so naiv sein können zu glauben, dass er es ernst meinte und mit ihr gemeinsam alt werden wollte. Wie ein verliebter Backfisch hatte sie sich benommen, ohne Vorsicht und Realitätssinn. Sie musste weg aus dieser Stadt, in der sie alles an Luther erinnerte und die glückliche Zeit, die unwiderruflich vorbei war.

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