Mechthilde Böing - Septemberblau

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New York City, die Stadt die niemals schläft, der Schmelztiegel der Welt, ein Symbol der multikulturellen Vielfalt, Toleranz und des respektvollen Miteinanders. Hier treffen Menschen verschiedenster Herkunft, Rasse oder Religion aufeinander, begegnen sich flüchtig oder immer wieder, bleiben unbemerkt oder hinterlassen tiefe Spuren im Leben des Anderen. Ein Sehnsuchtsort, an dem jeder seinen individuellen Visionen hinterherjagen kann, sei es beruflicher Erfolg, Geld, Macht, Anerkennung, Ruhm oder nur ein bescheidenes Häuschen am Rande der Stadt.
So, wie es die Menschen in diesem Roman tun, die es aus diversen Gründen an diesen besonderen Ort verschlagen hat. Sie alle tragen den mehr oder minder schweren Rucksack ihrer Biografie mit sich und suchen den Einstieg in ein besseres Leben. Sie kommen aus allen Teilen der Welt, sind arm oder reich, legal oder illegal, mit besten Absichten auf ihrem Weg Wandelnde oder Verirrte auf dem vermeintlichen Pfad zum Gipfel der Erlösung. Sie alle folgen ihrem ganz persönlichen Traum vom Glück.
Am 11. September 2001 wird dieser Traum für sie zum Albtraum, als ein Ereignis unvorstellbaren Ausmaßes ihr aller Leben aus den Fugen geraten lässt. Ihr Schicksal hängt am seidenen Faden, der manchmal reißt und manchmal auf wundersame Weise hält. Wer diesen Tag in New York City überlebt, wird ihn nie mehr vergessen.

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Das Jugendamt schritt ein, holte die stark vernachlässigten Kleinen mit Polizei und Blaulicht aus der Familie und brachte sie in ein Pflegeheim. Diese drastische Maßnahme ließ die Mutter erst einmal zur Vernunft kommen. Sie schwor dem Alkohol ab und schaffte es fortan als Kassiererin in einem Supermarkt so viel Geld zu verdienen, dass sie ihre Kinder nach Hause holen konnte. Aber für alle hungrigen Mäuler reichte das Einkommen nicht. Sie kontaktierte ihre ältere, kinderlose Schwester in Haselünne und überredete sie dazu, zumindest einen ihrer Sprösslinge bei sich aufzunehmen und zu versorgen.

Die Wahl war auf Iris gefallen. Sie war das unbeachtete Mittelkind, zwei Jahre alt, als sie erneut entwurzelt und einer unbekannten Umgebung zugeführt wurde. Ihre Tante und neue Pflegemutter stimmte der Übersiedlung der Kleinen erst nach langer Bedenkzeit zu. Sie mochte ihren Schwager nicht und fürchtete den schlechten Einfluss seiner Gene auf das Wesen des Mädchens. So brachte sie ihrer Nichte erst einmal wenig Zuneigung entgegen, beäugte sie mit kontrollierendem Blick und suchte nach Anzeichen der Bestätigung ihrer Befürchtungen, die sie reichlich ausfindig machte.

Schon im Vorschulalter konnte Iris wenig richtigmachen. Lob und Anerkennung blieben ihr zuhause verwehrt. Selbst wenn sie nur aus Versehen etwas anstellte oder sich nach den strengen Maßstäben der neuen Mutter danebenbenahm, bekam sie zu hören,

„Ist ja auch kein Wunder, dass du so missraten bist. Bei dem Vater konnte ja nichts Besseres herauskommen.“

Gelang ihr allerdings etwas Unerwartetes oder fremde Menschen bemerkten ihre Aufgewecktheit, dann war es der guten Erziehung der Pflegeeltern geschuldet. In den Arm genommen wurde sie dafür nicht, man wollte das Kind auf keinen Fall verwöhnen. Das war nicht Teil der Abmachung gewesen.

Iris war schon früh viel allein. Ihr Onkel führte im kombinierten Wohn- und Geschäftshaus den größten Textilladen am Ort, in dem auch die Tante den ganzen Tag lang eingespannt war. Das Mädchen lernte bald, sich um sich selbst zu kümmern und schärfte seine Sinne, damit es Missstimmungen schon frühzeitig erkennen und durch erfolgreiches Unsichtbarmachen den Folgen entgehen konnte. Der Stress, den das Geschäft mit sich brachte, wurde ungemindert in die Privaträume hinübertransportiert. Es gab viele Auseinandersetzungen zwischen den Eheleuten um die richtige Kollektion, Ärger mit den Angestellten, fällige Kreditraten und vieles mehr. Da blieb wenig Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse des ungewollten Kindes, das zu schweigen und zu funktionieren hatte.

Was Liebe und Vertrauen bedeuten, lernte Iris in dieser unterkühlten Umgebung nicht. Sie träumte von einem Leben mit ihrer richtigen Mutter, die sie aus der Ferne über alles liebte, und Geschwistern, die wie Pech und Schwefel zusammenhielten. Die Wirklichkeit sah anders aus. Das wurde ihr auch wiederholt deutlich gesagt. Sie hatte das große Los gezogen, auch wenn es sich nicht so anfühlte.

Ihre Geburtsfamilie kam aus der Armut nie heraus. Der Vater vertrank den Großteil des Einkommens seiner Frau, die mit der alleinigen Verantwortung für die Familie überfordert war. Die Kinder wurden weiterhin vom Jugendamt überwacht und waren schon früh verhaltensauffällig in der Schule. Ihr Weg in ein geordnetes Leben war steinig. Ob sie ihn dennoch erfolgreich gegangen waren, wusste Iris nicht. Sie hatte keinen Kontakt mehr zu ihnen.

Ihre erste tiefe Beziehung knüpfte Iris mit ihrer Freundin Marlies. Die beiden Außenseiterinnen in der Sexta des Ursulinen-Gymnasiums fanden notgedrungen zueinander. Sie wurden gleichermaßen von den Klassenkameradinnen gemieden, die sämtlich aus sogenanntem „guten Hause“ stammten. Bastarde und Pflegekinder passten nicht ins feine Milieu. Das diskriminierende Verhalten der Schülerinnen wurde von den Nonnen nicht nur geduldet, sondern sogar gefördert, in dem sie die beiden Mädchen herablassend behandelten, höhere Maßstäbe an ihr Aussehen und Tun anlegten und drastischere Strafen für kleine und große Vergehen verhängten als gemeinhin üblich.

So trieben sie alle zusammen die beiden Mädchen in eine Ecke, in der die zwei sich dann komfortabel einrichteten. Als unzertrennliches Team begegneten sie allen schulischen Herausforderungen gemeinsam, machten jeden Gegner fertig, mit Worten oder fester Entschlossenheit zum Kampf. Wie verletzlich sie tief im Innern waren, zeigten sie nur der besten Freundin und ausschließlich hinter verschlossenen Türen. Offiziell passte kein Blatt Papier zwischen sie, auch wenn sie nicht in jedem Falle einer Meinung waren oder Iris ihre aus der Unsicherheit geborene Eifersucht nicht im Zaum hielt.

Als pubertierende Teenager waren sie beide nicht leicht zu handhaben gewesen, aber Marlies hatte sich schneller gefangen und konnte an ihre guten Leistungen der ersten Schuljahre anknüpfen. Sie hatte den unbedingten Ehrgeiz, das Abitur zu schaffen, um dann zu studieren.

Iris hingegen verlor den Anschluss. Sie träumte im Unterricht, machte die Hausaufgaben nicht mehr und verlagerte ihr Interesse ganz und gar auf das Aussehen. Ihre Zensuren brachen ein, und es wurde klar, dass sie nicht in die Oberstufe versetzt werden würde.

Ihre Pflegeeltern waren nicht einmal unglücklich über diesen Umstand, so konnte Iris schneller ins Arbeitsleben einsteigen und finanziell auf eigenen Füssen stehen. Sie besorgten ihr bei einem befreundeten Unternehmen in der Kreisstadt Meppen eine Ausbildungsstelle als Bürokauffrau, verbunden mit der Hoffnung, dass sie irgendwann einmal das Textilhaus weiterführen würde. Auch aus diesem Grund entschlossen sie sich nun endlich zur Adoption ihrer Nichte, die seit Jahren ihre „richtige“ Tochter hatte sein wollen.

Dem Freiheitsdrang von Iris, der sich in langen Partynächten und Alkoholexzessen am Wochenende äußerte, begegneten die nun auch rechtlich verantwortlichen Eltern mit viel Geschrei und strengen Verboten. Sie erreichten nur das Gegenteil dessen, was sie beabsichtigten. Iris lebte ihre gesamte angestaute Wut aus, suchte sich Freunde, die ebenfalls verlorene Seelen waren und auch schon mal ihrer zerstörerischen Kraft Ausdruck verliehen. Mehr als einmal wurde sie von der Polizei verhört, entging aber, wie durch ein Wunder, einer Vorstrafe. Schließlich verliebte sie sich in Tom, einen angehenden Installateur, und sie zog für eine Weile das Kuscheln zu zweit den lauten Partys vor.

Tom war ein typischer Kleinstadtteenager, er liebte Fußball, seine Kumpel und jedes Wochenende das gleiche Ritual: Gemeinsames Besäufnis bei Schützenfesten oder Discoabenden in der Gegend. Je schmerzhafter der Kater am nächsten Morgen, umso toller der Abend. In der Phase der ersten Verliebtheit hatte er, sehr zum Ärger seiner Freunde, die Zweisamkeit gesucht und mit Iris viele Abende auf seinem Zimmer verbracht. Seine Eltern hatten eine Kneipe und waren nie zuhause. Außerdem hatten sie es aufgegeben, ihrem Jungen Vorschriften zu machen, seit er seine Lehre begonnen hatte.

Iris hatte die Aufmerksamkeit sehr genossen und dachte, es würde immer so weitergehen. Sie ließ Tom nicht aus den Augen, wenn sie sich in Gesellschaft befanden und konnte es nicht ertragen, sprach er mit anderen Mädchen, geschweige denn, er lachte mit ihnen. Sie machte ihm unberechtigte Vorwürfe, denen er lediglich mit Erstaunen begegnete, denn er war sich keiner Schuld bewusst und sah keinen Grund, sich zu verteidigen.

Tom fand ihre Unsicherheit eher lästig und wollte nach und nach sein altes Leben mit den Freunden zurück, eben aber mit einer Frau zuhause, die ihm am Morgen ein Aspirin brachte, wenn er es zu toll getrieben hatte. In seiner jugendlichen Naivität nahm er an, ihre Eifersucht würde verschwinden, wenn sie erst einmal verheiratet wären. Schon nach sechs Monaten machte er ihr einen Antrag, den sie glücklich akzeptierte. Sie waren beide achtzehn Jahre alt und noch in der Ausbildung.

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