Mechthilde Böing - Septemberblau

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New York City, die Stadt die niemals schläft, der Schmelztiegel der Welt, ein Symbol der multikulturellen Vielfalt, Toleranz und des respektvollen Miteinanders. Hier treffen Menschen verschiedenster Herkunft, Rasse oder Religion aufeinander, begegnen sich flüchtig oder immer wieder, bleiben unbemerkt oder hinterlassen tiefe Spuren im Leben des Anderen. Ein Sehnsuchtsort, an dem jeder seinen individuellen Visionen hinterherjagen kann, sei es beruflicher Erfolg, Geld, Macht, Anerkennung, Ruhm oder nur ein bescheidenes Häuschen am Rande der Stadt.
So, wie es die Menschen in diesem Roman tun, die es aus diversen Gründen an diesen besonderen Ort verschlagen hat. Sie alle tragen den mehr oder minder schweren Rucksack ihrer Biografie mit sich und suchen den Einstieg in ein besseres Leben. Sie kommen aus allen Teilen der Welt, sind arm oder reich, legal oder illegal, mit besten Absichten auf ihrem Weg Wandelnde oder Verirrte auf dem vermeintlichen Pfad zum Gipfel der Erlösung. Sie alle folgen ihrem ganz persönlichen Traum vom Glück.
Am 11. September 2001 wird dieser Traum für sie zum Albtraum, als ein Ereignis unvorstellbaren Ausmaßes ihr aller Leben aus den Fugen geraten lässt. Ihr Schicksal hängt am seidenen Faden, der manchmal reißt und manchmal auf wundersame Weise hält. Wer diesen Tag in New York City überlebt, wird ihn nie mehr vergessen.

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„Na, was würden sie sich denn wünschen, wenn sie eine Million Dollar hätten? Ich bin übrigens Luther Vancroft.“, und er reichte ihm zur Begrüßung die Hand.

1993 - Gustavo

Er schaute sich zufrieden im Spiegel an. Mit dem dunklen Anzug und der Krawatte sah er richtig offiziell aus, so wie ein vollwertiges, seriöses Mitglied der Gesellschaft. Es hätte ein tolles Gefühl sein können, wäre da nicht das Wissen, dass er nicht derjenige war, dessen Name auf der Heiratsurkunde stehen würde. Im Hinterkopf nagte die ständige Angst vor der Aufdeckung seiner wahren Identität, die nie verschwand. Auch heute nicht, an seinem Hochzeitstag, an dem eigentlich die Glückshormone Salsa tanzen sollten. Wenngleich, es war bereits der zweite in seinem Leben. Der Gedanke an das erste Mal schnürte ihm spontan den Hals zu. Sein Blick verschleierte sich.

Damals hatte er mit Maria in seiner Heimat Honduras vor dem Traualtar gestanden, noch immer total verliebt, obwohl sie schon vier Jahre ein Paar waren, unzertrennlich, aber keusch, wie es sich gehörte. Sie waren einfach nur glücklich, endlich den Segen Gottes zu erhalten für ihren gemeinsamen Lebensweg, den sie von nun an mit all seinen Vorzügen zu genießen gedachten. Maria sah wunderschön aus mit ihrem langen schwarzen Haar, das mit einem kleinen Blumenkranz geschmückt war, und dem einfachen weißen Kleid, das sie sich aus einer alten Gardine genäht hatte, die ihr ihre Arbeitgeberin großzügig überlassen hatte. Ihre Augen strahlten und das Lachen wich den ganzen Tag nicht aus ihrem Gesicht.

Maria war Gustavos Rettung gewesen, denn er war bei ihrer ersten Begegnung drauf und dran, sich einer der großen Jugendbanden anzuschließen, die Maras genannt wurden und die gesamte Gegend terrorisierten. Den meisten männlichen Jugendlichen erschienen sie als einziger Ausweg aus ihrem elendigen Leben, das ansonsten wenig Anlass zu Hoffnung gab. Das Risiko, bei den zunehmend gewalttätigen Auseinandersetzungen der rivalisierenden Gruppen die Gesundheit oder sogar das Leben zu verlieren, wurde als unausweichlich in Kauf genommen. Mehrere von Gustavos Freunden hatten ihre Entscheidung für ein kriminelles Dasein bereits teuer bezahlt und er hatte gezögert sich auf diesen Weg zu begeben. Doch wusste auch er nicht, ob er überhaupt eine Zukunft haben würde und wie er eine solche auf legalem Wege bestreiten könnte.

Er kam aus einer armen Arbeiterfamilie am Rande der Hauptstadt Tegucigalpa mit dreizehn weiteren hungrigen Kindermäulern, die kaum vom unsteten Gehalt seines trunksüchtigen Vaters gefüttert werden konnten. Also musste der Nachwuchs schon frühzeitig, spätestens ab dem zehnten Lebensjahr, zum Familieneinkommen beitragen. Wer Glück hatte, durfte als Schuhputzer arbeiten, viele sortierten mit bloßen Händen den Unrat auf den großen Müllplätzen der Stadt. Gustavo war ein großer, kräftiger Junge und wurde von seinem Vater in den nahen Steinbruch geschickt, wo er mit Hunderten von Kindern für einen Hungerlohn täglich acht Stunden lang riesige Steine mit einem einfachen Pickel zerkleinerte. Sein im Wachstum befindlicher Körper dankte es ihm zunehmend mit unerträglichen Rückenschmerzen, bis er sich weigerte, weiterhin an seinen Arbeitsplatz zu gehen. Sein Vater warf ihn aus dem Haus; er brachte keinen Nutzen mehr. Da war er gerade mal sechzehn Jahre alt. Er fühlte sich mit einem Male allein und verloren, ein leichtes Opfer für die Anwerber der Jugendbanden, die ihm versprachen, ihn wie einen Bruder bei sich aufzunehmen und ihm, mit einer Waffe ausgestattet, sein Selbstvertrauen zurückzugeben. Er brauchte nur über die unsichtbare Schwelle zu treten, auf die er vor seinem geistigen Auge bereits mehrfach einen Fuß gesetzt hatte. Wäre nicht in diesem Moment Maria in sein Leben getreten, ein Geschenk des Himmels.

An diesem schicksalhaften Tag war Gustavo auf dem Weg zu seinem alten Leidensgenossen Diego aus dem Steinbruch, der sich bereits den Maras angeschlossen hatte und heiß darauf war, mit einem neuen Rekruten sein Standing zu verbessern. In einer Nebenstraße beobachtete er, wie zwei bullige Nachwuchs-Halbstarke eine junge Frau bedrängten. Sie versuchten die Frau zu küssen, die ihnen wütend ins Gesicht spuckte, fassten ihr an die Brust, hielten sie an eine Wand gedrückt und schoben ihren Rock hoch, während sich einer der beiden Attentäter die Hose öffnete. Ohne lange nachzudenken, trat Gustavo hinzu, zückte sein Messer, das er für Notfälle immer bei sich trug, und wies die beiden Angreifer unmissverständlich an, seine angebliche Freundin in Ruhe zu lassen, oder er würde ihnen für ewig das Licht ausblasen. Die offensichtlich noch unerfahrenen Teenager ließen daraufhin eingeschüchtert von der Frau ab und gaben Fersengeld.

Dies war der Beginn der großen Liebe zwischen Gustavo und Maria, die sich seiner nicht nur aus Dankbarkeit annahm und ihm einen besseren Weg aus seiner Verlorenheit wies. Sie kam aus einer streng katholischen Familie, genauso kinderreich und arm wie die Gustavos, aber geprägt von gegenseitiger Zuneigung und dem Willen, die christlichen Werte hochzuhalten. Sie waren lieber mittellos als kriminell, der Vater ein unermüdlicher Arbeiter auf den nahegelegenen Obstplantagen. Er tat alles dafür, seinen Kindern zumindest einen Grundstock an Bildung zu ermöglichen. Er war sich nicht zu schade, auch seinen fast schon erwachsenen Söhnen eine gehörige Tracht Prügel zu verpassen, wenn diese neidvoll von den letzten Errungenschaften ihrer verbrecherischen Bekannten aus der Nachbarschaft erzählten.

„Ihr braucht diese schicken Klamotten so dringend wie eine Kugel im Kopf,“, warnte er sie.

Bisher hatte er mit seiner Taktik Erfolg gehabt, wenngleich die Familie somit weiter in bitterer Armut darbte.

Kurz bevor Gustavo Marias Familie kennenlernte, hatte sich deren ältester Sohn Agustin auf den langen Weg in die USA gemacht, lebte dort zwar ohne gültige Papiere, verdiente aber mit ehrlicher Arbeit gutes Geld, von dem er jeden Monat einen erheblichen Teil nach Hause zu den Eltern schickte, wo es dringend benötigt wurde. Er war Dachdecker und hatte sich die Mittel für die lange Reise unterwegs mit Gelegenheitsjobs besorgt. Seine illegalen Grenzübertritte nach Mexiko und Texas waren zwar schwierig gewesen, aber nicht lebensbedrohlich. Die Kontrollen an den Tausenden von Kilometern langen Zäunen waren Mitte der achtziger Jahre eher sporadisch und die Routen, die zu Fuß zurückgelegt werden mussten, relativ kurz. Schon damals gab es Schleuser, die gegen Bezahlung Emigranten bis nahe an die Grenze brachten und ihnen wertvolle Tipps mitgaben für den Sprung ins gelobte Land.

Agustin war müde, aber unversehrt jenseits der Zäune angekommen. Die ersten Jahre arbeitete er in Texas für einen kleinen Dachdeckerbetrieb, der von einem Mann geleitet wurde, den nur die Leistung seiner Leute interessierte. Er fragte nicht nach Papieren und bezahlte den kargen wöchentlichen Lohn in bar aus, der nicht verhandelbar war. Agustin war sehr gut in seinem Job und begriff bald, dass er auf eigenen Füßen stehen musste, um seine Version des amerikanischen Traums zu leben. Er machte sich auf den Weg nach New York City, wo es angeblich die beste Bezahlung für Handwerker gab. Dort angekommen besorgte er sich gefälschte Dokumente, einen Führerschein und eine Greencard mit der identischen Sozialversicherungsnummer eines unbedarften US-Amerikaners. Er gründete sein eigenes kleines Unternehmen, das er schon bald mit weiteren Arbeitern ausstattete. Er heiratete eine Mexikanerin, die ebenfalls illegal eingereist war, und hatte zwei süße Kinder, deren Bilder die Kommode ihrer stolzen Großeltern in Tegucigalpa schmückten.

Am Tag ihrer Hochzeit erhielten Gustavo und Maria im Büro des Pfarrers einen Anruf von Agustin aus New York.

„Hallo Ihr Turteltäubchen. Ich wünsche euch alles, alles Gute für eure Zukunft. Schade, dass ich heute nicht bei euch sein kann, aber ich habe ein wenig Extrageld für euch auf den Weg gebracht. Ihr könnt es bei Western Union abholen. Es wird allerdings nicht lange reichen. Solltet ihr jemals auf die Idee kommen, auch in die USA auszuwandern, dann seid ihr bei mir jederzeit herzlich willkommen. Ich habe genug Arbeit für alle von uns.“

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