Wolfgang Fabian - HASSO - Legende von Mallorca

Здесь есть возможность читать онлайн «Wolfgang Fabian - HASSO - Legende von Mallorca» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

HASSO - Legende von Mallorca: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «HASSO - Legende von Mallorca»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Hasso Schützendorf (1924-2003) hätte als ausgebildeter Meistersänger (Bariton) berühmt werden können wie vier seiner Onkel. Er aber zog es vor, sich nach Kriegsende ‒ zuvor KZ, Strafbataillon, Ostfront, Fahnenflucht, in Wien zum Tod verurteilt, Minuten vor der Hinrichtung begnadigt zu lebenslänglich Zuchthaus ‒ als berüchtigter Schmugglerboss (1959 rund 100 Gangmitglieder in der DDR) und späterer Autokönig von Mallorca einen «Namen» zu machen. Er legte den Export der Zeiss-Werke fast lahm. Er agierte von Hamburg und Westberlin aus und belieferte das spanische Militär mit Optikgeräten. Er scheffelte Millionen und verlor sie wieder durch Gefängnisaufenthalte.
In der DDR galt er als Wirtschaftsstaatsfeind Nummer eins. Als sein engster Vertrauter und die meisten Bandenmitglieder der DDR-Polizei in die Hände fielen, gelang ihm die Flucht nach Mallorca. Später, als größter Autovermieter und Multimillionär, kürten ihn die Medien zum König von Mallorca. Doch sein fragwürdiger Ruf (bei den Frauen speziell: Frauen über dreißig stinken!) sowie sein Wirken in seinem Imperium waren alles andere als königlich. Er war ein Imperator mit eigenen Gesetzen, betrog nicht nur das Finanzamt. Teile seiner Bediensteten fürchteten ihn, errangen mit heimlichen Denunziationen aber nicht immer sein Wohlwollen. Er war süchtig nach Publicity. Vor den Medien spielte er sich als Wohltäter auf, gründete eine Schule für Kinder deutscher Residenten. Schulleitung und Öffentlichkeit versprach er finanzielle Unterstützung auf zig Jahre (!) hinaus. In Wirklichkeit waren ihm Kinder zuwider. Nicht lange, und er überließ Schulräume und Lehrer den ratlosen Eltern. Er ließ sich adeln und wurde dabei selbst gewaltig betrogen, wie auch besonders von einem angeblichen TV-Reporter von VOX. Auf seinem riesigen Gelände mit der Residenz aus maurischen Zeiten hielt er Löwen, Tiger u.a. Kreaturen unter unwürdigsten Bedingungen. Nach dem Mauerfall lud er frühere Klassenkameraden von Rügen zu sich nach Mallorca ein, ließ sich feiern als Multimillionär. Doch nur drei Tage später spannte er die sprachlose Gruppe zu niedrigsten Arbeiten ein. Was er in den Medien von sich gab, wie er sich nach der Ermordung des Gastronomen Meiselt, dessen kleinen Sohn und der Hausgehilfin äußerte und widerlich aufspielte; wie er in die Welt setzte, von einer seiner ehemaligen Ehefrauen erpresst und später in seiner Residenz von Gangstern überfallen und beraubt worden zu sein; wie er sich als Greis von RTL im TV über ein Dutzend junger Frauen hat vorführen lassen, von denen er sich im Beisein seiner jungen Ehefrau (!) eine aussuchte, kann kaum überboten werden. Und letztlich setzte er seinem Leben und Wirken die Krone auf, indem er nach der Vorstellung der «Lobeshymne» seines Freundes Wolfgang Fabian (Pseudonym Randolf) Randolfs im Düsseldorfer Hotel Steigenberger Szenerien in Gang setzte, die teuflischer und unwürdiger nicht zu überbieten waren.

HASSO - Legende von Mallorca — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «HASSO - Legende von Mallorca», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Am späten Nachmittag fuhren sie in die Stadt Poltawa ein. Auf dem Marktplatz mussten Hasso und Georg das Fahrzeug verlassen. Reger, ja hektischer Betrieb herrschte hier. Was sollten die beiden immer unsicherer werdenden Ausreißer nun unternehmen? Einfach aufs Geratewohl weiter marschieren und zwischendurch Essbares erbetteln oder stehlen? Waren sie sich überhaupt bewusst, dass bei allen Umständen des Krieges sie kaum eine Chance hatten, halbwegs unversehrt in die Freiheit zu gelangen? Und wo wäre diese Freiheit zu finden? Sie wurden sich bewusst, dass sich eine weitere Fluchtmöglichkeit nicht bot. So blieb ihnen nichts Anderes übrig, sich entweder dem sicheren Verderben auszusetzen oder sich bei irgendeiner Einheit erneut als Verlorengegangene auszugeben. Und da sie sich als einzige Hoffnung einredeten, dass ihnen eine beabsichtigte Fahnenflucht nur schwer nachzuweisen sei, versuchten sie, sich in der Kommandantur, die in einem Gebäude am Marktplatz untergebracht war, zu melden. Ausweisen konnten sie sich allerdings nur als Angehörige eines Strafbataillons. Dass diese Tatsache ihre Situation verschlechtern könnte, nämlich, dass man sie den Kettenhunden übergeben werde, daran dachten sie nicht. Quälender Hunger und Hilflosigkeit überdeckten ihre Ängste. Somit versuchten sie, in die Kommandantur zu gelangen, was ihnen dann endlich gelang. Nicht nur auf dem Platz herrschte eine kaum zuzuordnende hektische Betriebsamkeit, auch im Eingangsbereich dieser Dienststelle ging es zu wie vor der Ein- und Ausflugsöffnung eines Bienenkorbes. Zum eigentlichen Treppenhaus hinauf führten sechs breite steinerne Stufen. Oben im Treppenhaus angekommen, sprach Hasso einen aus einem Raum heraustretenden Feldwebel an. Der Mann reagierte ziemlich ungehalten und schnarrte, als OvD (Offizier vom Dienst) andere Sorgen zu haben, als sich um Versprengte zu kümmern. »Der Platz hier ist voll von Versprengten«, rief er. »Haltet euch draußen auf und wartet, bis irgendwann Transportfahrzeu­ge bereitstehen. Die kutschieren euch dann nach Dnjepropetrowsk, wo ihr Bestandteil einer neu aufzustellenden Einheit oder sonst was werdet. Oder geht zum Bahnhof, dort steht ein Zug, der fährt auch nach Dnjepropetrowsk. Fraglich aber, ob ihr da mitfahren könnt.«

Der Hunger quälte Hasso und Georg. Ob sie hier irgendwo was zu essen kriegen könnten, sie hätten seit Langem nichts gegessen; und wie weit es denn bis zu dieser Stadt sei.

»Ihr nervt mich, haltet mich nur auf«, gab sich der Feldwebel wei­ter ungehalten. »Im Bahnhof gibt es zu essen – falls noch was da ist. Und wie weit es ist bis Dnjepropetrowsk? So um die zweihundert Ki­lometer, meine ich. Und zudem: Was haben euch Entfernungen zu interessieren? Russland ist nicht Liechtenstein. Und nun haut ab!«

Bahnhof, Eisenbahn. Ein Zug in Richtung Westen vielleicht ...? ‒ Richtung Westen wäre wünschenswert.

Vor dem Bahnhof von Poltawa reihten sie sich zunächst in die Schlange vor einer Feldküche ein. Sie waren nicht die Einzigen ohne Stahlhelm und Karabiner. Sie trugen ihre Schirmmütze zwischen den Ohren und den über eine Schulter gehängten Rucksack mit dem Bau­ernzivil und ihren Gebrauchsutensilien, die zur normalen Grundaus­stattung eines jeden Soldaten gehörten wie etwa Kochgeschirr, zusammenklappbares Essbesteck, Feldflasche, Dreieckzeltplane, Unter­wäsche, Rasierzeug und zwei Handtücher. Über den Rucksack hatten sie ihre Wehrmachtsdecke geschnallt. Die Decke erfuhr eine beson­dere Beach­tung, denn die musste trocken und ohne Verschmutzung bleiben. Ka­merad Mohr hatte sogar einige Bruchstücke Kernseife da­bei. Alle diese kostbaren Dinge benutzten sie nur wenig, gingen sorg­fältig mit ihnen um. Aus zwei Feldküchen, den sogenannten Gulaschka­nonen, wurde Eintopf geschöpft. Hasso und Georg Mohr war es ei­nerlei, um welches Eintopfgericht es sich handelte, sie waren froh, endlich mal wieder eine warme Mahlzeit zu bekommen. Dazu emp­fingen sie ein großes Stück Brot, das sie aber nicht sogleich aßen, sondern als Notverpflegung verstauten.

Auf dem Bahnsteig und den Wegen zwischen den Gleisen hatten sich unzählige Sowjetbürger unter die Wehrmachtangehörigen ge­mischt. Für Unwissende waren ordentliche Abläufe allerdings nicht zu erkennen. Hasso und Georg stießen gleich am ersten Bahnsteig auf einen Zug, der ihr Interesse weckte. Es war ein Lazarettzug, worauf auch die Rote-Kreuz-Kennzeichen auf den Seitenflächen der Waggons hinwiesen und die hier und da ein- oder aussteigenden Sanitätssoldaten. Direkt hinter der stampfenden Lokomotive waren zwei Plateauwagen angekoppelt, auf denen zwischen hochgestapel­ten Sandsäcken zwei Flugabwehrgeschütze standen. Den Schluss des Zuges bildeten zwei geschlossene Güterwaggons. Hasso und Georg mussten schnell eine Entscheidung treffen. Deutsche Verwunde­tentransporte fahren, grob gedeutet, immer in westliche Rich­tung.

»Jetzt müssten wir verwundet sein«, sagte Georg, »nicht allzu schwer, nur so, dass wir in ein Lazarett müssten«.

Die Aufregung zog eine starke Schwäche durch ihre Arme und Beine. Hasso antwortete schnell: »Komm, wir versuchen es.«

Zu ihrer Verwunderung gelang es ihnen, mitfahren zu dürfen. Vor dem letzten Personenwagen erfuhren sie von einem Sanitätsunteroffizier, dass dieser Zug zunächst nach Dnjepropetrowsk fahre, von da in irgendein Feldlazarett. Hasso und Georg schilderten in kurzen Sätzen ihre Situation, gaben sich als Versprengte aus und verschwiegen nicht, von SS-Soldaten aus der Gegend von Carlowka nach hier mitgenommen worden zu sein. Nun vermuteten sie ihre Einheit in Dnjepropetrowsk. Denn von dieser Stadt sei die Rede im Falle eines Rückzuges gewesen und so weiter und so fort. Anscheinend überfordert winkte der Unteroffizier ab und ließ sie einsteigen, mit dem Befehl, sich einen Fußbodenplatz zu suchen und den Dienst im Waggon nicht zu stören.

Trotz ihrer Unvorsichtigkeit waren sie noch einmal davongekommen. Denn hätten sie sich ausweisen müssen, wären sie wahrscheinlich aufgeflogen. Den beiden half sicherlich auch, dass der Unteroffizier von ihnen von hilfreichen SS-Soldaten hörte. »Das waren Angehörige der Waffen-SS«, hatte er daraufhin erklärt, »andere Truppen der SS, wie die mit dem Totenkopf, gibt es auch noch. Die alle haben schwierige Aufgaben zu erledigen.« Ob dem Unteroffizier bekannt war, dass sich die SS nicht nur bei ihren Fronteinsätzen berüchtigt hervortat, sondern vor allem auch als Leiter und Aufseher in Konzentrationslagern und infolge sogenannter Gebietssäuberungen hinter den Fronten? Jedenfalls war sie zuständig für Gräueltaten aller Art. Vielleicht waren dem Unteroffizier die Einrichtungen von Konzentrationslagern fremd. Wie dem auch war, wären die Männer im Kübelwagen dahintergekommen, Angehörige eines Strafbataillons aufgenommen zu haben, wären Hasso und Georg jetzt im Gewahrsam eines Standgerichts. Zu diesem Zeitpunkt war vielen Wehrmachtsangehörigen, darunter auch Feldgendarmen, wahrscheinlich noch nichts oder nur wenig über die erst vor nicht langer Zeit aufgestellte Bewährungsdivision 500 bekannt, vielleicht auch noch nichts über ihre SS-Totenkopf-Kameraden, die damit beschäftigt waren, in manchen Dörfern hinter den Fronten im Osten Bewohner, denen Partisanenunterstützung angekreidet wurde, zusammenzutreiben, um sie vor der Kulisse der nicht beschuldigten Anwohner, darunter auch Frauen und Kinder, aufzuhängen oder zu erschießen. War das erledigt, wurden die Dörfer oftmals niedergebrannt. Vergeltungsaktionen nannten sie ihre Handlungen, Vergeltungen nach Gräueltaten, ausgegangen von der anderen Seite. Da gab es Rechenschaftsmeldungen, wonach weibliche Sowjetsoldaten nach Aufreibung eines deutschen Stoßtrupps die Überlebenden an Scheunentore genagelt und ihnen dann die Geschlechtsteile abgeschnitten hätten. Andrerseits habe man deutsche Soldaten mit aufgeschlitzten Bäuchen vorgefunden. Die Verschleppung unzähliger Juden aus den Ostgebieten in die Vernichtungslager oder Ermordung an Ort und Stelle durch nachgerückte SS-Verbände war eine weitere furchtbare Sache. Bei dieser Gelegenheit ist zu erwähnen, dass in der Ukraine von der Wehrmachtleitung sogar SS-Einheiten aufgestellt wurden, die aus ukrainischen Freiwilligen bestanden. Deren Hass richtete sich gegen das unterdrückende Sowjetregime. Die deutschen Truppen waren nach ihrem Einmarsch in die Ukraine als Befreier angesehen und mit Blumen empfangen worden. Geraume Zeit später musste dann ein Großteil der ukrainischen Bevölkerung die Erfahrung machen, von den Deutschen ebenfalls als Untermenschen angesehen zu werden. Hunderttausende aus den Feindgebieten, sie alle zu Untermenschen erniedrigt, wurden in die deutschen Rüstungs- und andere Industriebetriebe deportiert, aber auch sowjetische Kriegsgefangene. Juden, zumindest die nicht voll arbeitsfähigen, schickte die SS in die Konzentrationslager, wo sie vergast wurden.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «HASSO - Legende von Mallorca»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «HASSO - Legende von Mallorca» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «HASSO - Legende von Mallorca»

Обсуждение, отзывы о книге «HASSO - Legende von Mallorca» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x