Robert Silverberg - Der Seher
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- Название:Der Seher
- Автор:
- Издательство:Wilhelm Heyne
- Жанр:
- Год:1978
- Город:München
- ISBN:3-453-30496-9
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
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»Gespenstische Szenen. Melodramatisch, chaotisch, widersprüchlich, bizarr. Ich weiß nicht, was davon Hellsehen und was Schizophrenie ist.«
»Widersprüchlich?« fragte er.
»Manchmal. Ich kann mich nicht auf das verlassen, was ich sehe.«
»Was für Sachen?«
»Quinn, zum einen. Ich sehe ihn fast täglich. Quinn als Tyrann, als Diktator, als eine Art Ungeheuer, der das ganze Land manipuliert, nicht so sehr Präsident als vielmehr Generalissimo. Sein Gesicht liegt über der ganzen Zukunft. Quinn dies, Quinn das, alle reden über ihn, alle fürchten ihn. Das kann nicht die Wirklichkeit sein.«
»Alles, was Sie sehen, ist wirklich.«
»Nein. Das ist nicht der wirkliche Quinn. Das ist eine Wahnvorstellung. Ich kenne Paul Quinn.«
»Kennen Sie ihn wirklich?« fragte Carvajal, seine Stimme kam aus einer Entfernung von fünfzigtausend Lichtjahren.
»Hören Sie, ich habe den Mann verehrt und war zutiefst für ihn engagiert. Im wahren Sinne des Wortes habe ich ihn geliebt, und das, wofür er stand. Warum habe ich diese Visionen von ihm als Diktator? Warum habe ich plötzlich Angst vor ihm? Er ist nicht so. Ich weiß es.«
»Alles, was Sie sehen, ist wirklich«, wiederholte Carvajal.
»Dann steht diesem Land eine Quinn-Diktatur bevor?«
Carvajal zuckte die Achseln. »Vielleicht. Sehr gut möglich. Wie soll ich das wissen?«
»Und ich? Wie kann ich glauben, was ich sehe?«
Carvajal lächelte und streckte eine Hand in die Höhe, die Handfläche mir zugewandt. »Glauben Sie«, drängte er in dem müden, spöttischen Tonfall eines alten mexikanischen Priesters, der einem gepeinigten Jungen rät, Vertrauen in die Güte der Engel und die Liebe der Jungfrau zu haben. »Zweifeln Sie nicht. Glauben Sie.«
»Ich kann nicht. Es gibt zu viele Widersprüche.« Ich schüttelte rabiat den Kopf. »Es geht nicht nur um die Quinn-Versionen. Ich habe auch meinen eigenen Tod gesehen.«
»Ja, das stand zu erwarten.«
»Viele Male. In vielen verschiedenen Formen. Ein Flugzeugabsturz. Ein Selbstmord. Eine Herzattacke. Tod durch Ertrinken, durch Erschießen. Und noch mehr.«
»Sie finden das sonderbar, eh?«
»Sonderbar? Ich finde es absurd. Welcher ist der wirkliche?«
»Alle sind wirklich.«
»Das ist verrückt!«
»Es gibt viele Ebenen der Wirklichkeit, Lew.«
»Sie können nicht alle wirklich sein. Das verstößt gegen alles, was Sie mir über die eine feste und unabänderliche Zukunft gesagt haben.«
»Es gibt eine Zukunft, die eintreten muß«, sagte Carvajal. »Und viele, die nicht eintreten. In den Anfangsstadien des Sehens ist der Geist noch nicht richtig eingestellt, und die Wirklichkeit wird mit Halluzinationen verunreinigt, der Geist wird mit unwesentlichen Daten bombardiert.«
»Aber…«
»Vielleicht gibt es viele Zeitlinien«, sagte Carvajal. »Eine wahre und viele potentielle, verhinderte Linien, die nur im grauen Grenzland der Wahrscheinlichkeit existieren. Manchmal drängt sich Information aus diesen Zeitlinien in unseren Geist, wenn er offen genug ist, verletzlich genug. Ich habe das erlebt.«
»Davon haben Sie nie ein Wort gesagt.«
»Ich wollte Sie nicht verwirren, Lew.«
»Aber was soll ich machen? Was nützen mir die Informationen, die ich erhalte? Wie unterscheide ich echte Visionen von eingebildeten?«
»Haben Sie Geduld. Die Dinge werden sich klären.«
»Wann?«
»Haben Sie eine Ihrer Todesszenen mehr als einmal gesehen?«
»Ja.«
»Welche?«
»Ich habe jede mindestens zweimal gesehen.«
»Aber eine öfter als alle anderen?«
»Ja«, sagte ich. »Die erste. Ich liege als alter Mann in einem Krankenhaus, allerhand komplizierte medizinische Apparate umgeben mein Bett. Diese Szene kommt häufig.«
»Mit besonderer Intensität?«
Ich nickte.
»Der können Sie trauen«, sagte Carvajal. »Die anderen sind Phantome. Sie werden Sie nicht mehr lange plagen. Die unechten Visionen haben eine fiebrige, wesenlose Qualität. Sie flackern und verschwimmen an den Rändern. Wenn Sie sie genau ansehen, wird Ihr Blick sie durchdringen und die Leere dahinter erkennen. Bald verschwinden sie. Es ist dreißig Jahre her, Lew, daß mich solche Dinge beschäftigt haben.«
»Und die Quinn-Visionen? Sind das auch Phantome aus irgendeiner anderen Zeitlinie? Habe ich mitgeholfen, ein Ungeheuer auf dieses Land loszulassen, oder leide ich nur an schlechten Träumen?«
»Diese Frage kann ich nicht für Sie beantworten. Sie müssen abwarten, Sie müssen lernen, ihre visionäre Sicht zu verfeinern, und dann wieder hinsehen und abwägen.«
»Sie können mir keine präziseren Ratschläge geben?«
»Nein«, sagte er. »Es ist nicht möglich, eine…«
Die Türglocke läutete.
»Entschuldigen Sie mich«, sagte Carvajal.
Er verließ das Zimmer. Ich schloß die Augen und ließ die Brandung eines unbekannten tropischen Meeres meinen Geist durchspülen, in ein warmes salziges Bad tauchen, das alle Erinnerung und allen Schmerz auslöschte und die zerkratzten Stellen glättete. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erschienen mir nun als gleichermaßen unwirklich: Nebelfetzen, Inseln verschwommenen, zarten Lichts, fernes Lachen, belegte Stimmen, die in fragmentarischen Sätzen reden. Irgendwo wurde ein Stück gespielt, aber ich war nicht mehr auf der Bühne und war nicht im Publikum. Die Zeit war ausgesetzt. Vielleicht begann ich schließlich zu sehen. Ich glaube, Quinns ernste, derbe Züge schwebten vor mir, in schreiend grünes und blaues Scheinwerferlicht getaucht, und vielleicht habe ich den alten Mann im Krankenhaus gesehen und die Soldaten auf der Straße; und ich erspähte Welten hinter Welten, ungeborene Reiche, den Tanz der Kontinente, die trägen Kreaturen, die am Ende aller Tage über den großen Eisschild kriechen, der die Erde gürtet. Dann hörte ich Stimmen vom Gang, ein Mann brüllte, Carvajal erklärte geduldig, verneinte. Etwas mit Drogen, wütende Anklagen, Forderungen. Was? Was? Ich kämpfte mich aus dem Nebel, der mich umfangen hielt. Da war Carvajal, an der Tür, ihm gegenüber ein untersetzter Mann mit Sommersprossen im Gesicht, mit gehetzten blauen Augen und ungekämmtem, flammend rotem Haar. Der Fremde hielt eine Pistole in der Hand, eine altmodisch-plumpe, eine blauschwarze Kanone von einer Pistole, mit der er aufgeregt durch die Luft fuchtelte. Die Lieferung, schrie er immer wieder, wo ist die Lieferung, was geht hier vor? Und Carvajal zuckte die Achseln und schüttelte den Kopf und sagte sanft, wieder und immer wieder: »Das ist ein Irrtum, das ist einfach eine Verwechslung.« Carvajal leuchtete. Es war, als sei sein ganzes Leben auf diesen einen Augenblick zu gehämmert und geschmiedet worden, auf diesen Augenblick der Gnade, diese Epiphanie, diesen verwirrten und komischen Dialog im Türrahmen.
Ich trat vor, bereit, meine Rolle zu spielen. Ich entwarf Sätze für mich. Ich würde sagen: Ruhe, Junge, hör auf, mit der Pistole herumzufuchteln. Du hast die falsche Adresse. Wir haben hier keine Drogen. Ich sah mich selbst zuversichtlich auf den Eindringling zugehen, immer noch redend. Beruhige dich, steck das Ding weg, ruf den Boß an und kläre die Angelegenheit. Sonst kommst du in ernste Schwierigkeiten, und-. Weiter reden, ruhig nach seiner Pistole greifen, sie aus seiner Hand winden, ihn an die Wand drücken…
Das falsche Drehbuch. Das richtige Drehbuch verlangte von mir, nichts zu tun. Das wußte ich. Ich tat nichts.
Der Mann mit der Pistole blickte zu mir, zu Carvajal, wieder zu mir. Er hatte nicht erwartet, mich aus dem Wohnzimmer kommen zu sehen, und er wußte nicht, wie er reagieren sollte. Dann klopfte es an der Wohnungstür. Von draußen fragte die Stimme eines Mannes Carvajal, ob hier drinnen alles in Ordnung sei. Die Augen des Gangsters blitzten vor Angst und Verwirrung. Er wich zurück von Carvajal. Ein Schuß fiel — fast noch am Rande, beiläufig. Carvajal schwankte, aber hielt sich noch aufrecht an der Wand. Der Gangster preschte an mir vorüber ins Wohnzimmer. Blieb dort stehen, zitternd, vornübergebeugt. Er feuerte noch einmal. Ein drittes Mal. Sprang dann plötzlich zum Fenster. Das Geräusch zersplitternden Glases. Bis jetzt war ich gelähmt auf dem Fleck gestanden, aber nun endlich rührte ich mich. Zu spät; der Eindringling war schon durch das Fenster, Die Feuerleiter hinunter, in der Straße verschwunden.
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