Robert Silverberg - Der Seher
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- Название:Der Seher
- Автор:
- Издательство:Wilhelm Heyne
- Жанр:
- Год:1978
- Город:München
- ISBN:3-453-30496-9
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
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In dieser schlimmen Zeit hatte ich praktisch mit niemandem Kontakt, außer mit Lombroso. Fünf oder sechs Tage nach meiner Entlassung rief er mich an, um mir sein Bedauern auszudrücken. »Aber warum«, wollte er wissen, »hast du dich entschlossen, Mardikian die Geschichte zu erzählen?«
»Ich hatte das Gefühl, keine andere Wahl zu haben. Er und Quinn nahmen mich nicht mehr ernst.«
»Und du dachtest, sie würden dich ernster nehmen, wenn du behauptest, du könntest die Zukunft sehen?«
»Ich habe riskiert und verloren.«
»Für einen Mann, der immer eine außergewöhnlich feine Intuition hatte, Lew, hast du diese Situation auffallend dumm gehandhabt.«
»Ich weiß. Ich weiß. Ich dachte wohl, Mardikian hätte eine etwas beweglichere Einbildungskraft. Vielleicht habe ich auch Quinn überschätzt.«
»Mit einer beweglichen Einbildungskraft hätte Mardikian es nicht zu dem gebracht, was er heute ist«, sagte Lombroso. »Was den Bürgermeister angeht, der spielt um einen hohen Einsatz, und da will er kein überflüssiges Risiko eingehen.«
»Ich bin ein notwendiges Risiko, Bob. Ich kann ihm helfen.«
»Wenn du hoffst, er würde sich die Sache noch einmal überlegen, vergiß es. Quinn hat panische Angst vor dir.«
»Panische Angst?«
»Na ja, das ist vielleicht ein zu starkes Wort. Aber du verunsicherst ihn zutiefst. Er ist halbwegs geneigt zu glauben, daß du die Fähigkeiten hast, die du in Anspruch nimmst. Ich glaube, das ist es, was ihm Angst macht.«
»Daß er vielleicht einen echten Seher rausgeschmissen hat?«
»Nein, daß es echte Seher überhaupt gibt. Er sagte — und das ist absolut vertraulich, Lew, er darf nicht herausfinden, daß du dies von mir gehört hast —, er sagte, daß ihn der Gedanke, Menschen könnten wirklich in die Zukunft blicken, bedrücke wie ein Würgegriff an seiner Kehle. Daß er sich dabei krank fühlt, daß es seine Wahlmöglichkeiten einschränkt, daß die Welt eng wird. Das sind seine Worte. Er haßt zutiefst die ganze Idee des Determinismus; er glaubt daran, daß er sein Schicksal selbst gestaltet, und empfindet so etwas wie existentiellen Horror, wenn jemand behauptet, die Zukunft stehe fest, sie sei ein Buch, das man aufschlagen und lesen könne. Denn das macht aus ihm eine Marionette, die vorherbestimmten Mustern folgt. Es braucht allerhand, Paul Quinn aus der Fassung zu bringen, aber ich glaube, du hast es geschafft. Und was ihn besonders aufregt, ist, daß er dich angestellt hat, daß er dich in seinen engsten Mitarbeiterkreis geholt und vier Jahre in seiner Nähe gehabt hat, ohne zu merken, was für eine Gefahr du für ihn warst.«
»Ich war nie eine Gefahr für ihn, Bob.«
»Das sieht er anders.«
»Er irrt sich. Zum einen ist die Zukunft nicht in all den Jahren, die ich bei ihm war, ein offenes Buch für mich gewesen. Bis vor kurzem habe ich mit stochastischen Methoden gearbeitet, bis ich mich mit Carvajal einließ. Das weißt du.«
»Aber Quinn weiß es nicht.«
»Und wenn? Es ist absurd, daß er sich von mir bedroht fühlt. Meine Gefühle für Quinn waren immer eine Mischung aus Respekt, Bewunderung und — ja, Liebe. Liebe. Selbst jetzt. Ich meine immer noch, daß er eine große Persönlichkeit und ein großer Politiker ist, und ich möchte, daß er Präsident wird; und obwohl es mir lieber wäre, wenn er meinetwegen nicht in Panik geriete, nehme ich es ihm überhaupt nicht übel. Ich kann seinen Standpunkt verstehen. Aber ich möchte immer noch alles für ihn tun, was in meinen Kräften steht.«
»Er wird dich nicht zurückholen, Lew.«
»Okay. Ich akzeptiere das. Aber ich kann trotzdem für ihn arbeiten, ohne daß er es weiß.«
»Wie?«
»Durch dich«, sagte ich. »Ich kann dir Empfehlungen zuleiten, und du kannst sie Quinn vortragen, als stammten sie von dir.«
»Wenn ich ihm Dinge von der Art anbringe, wie du sie zuletzt angebracht hast«, sagte Lombroso, »fliege ich so schnell raus wie du. Vielleicht noch schneller.«
»Es werden andere Sachen sein, Bob. Erstens weiß ich jetzt, was man ihm nicht sagen kann. Zweitens habe ich die Quelle nicht mehr. Ich habe mit Carvajal gebrochen. Stell dir vor, er hat mich nicht gewarnt, daß ich rausfliegen würde. Sudakis’ Zukunft erzählt er mir, aber meine eigene nicht. Ich glaube, er wollte, daß ich fliege. Carvajal hat mir nur Unglück gebracht, und ich habe genug davon. Aber ich habe immer noch meine eigene intuitive Arbeit anzubieten, meine stochastische Kunst. Ich kann Trends analysieren und Strategien ableiten, und ich kann dir meine Einsichten übermitteln, nicht wahr? Nicht wahr? Wir werden es schon so regeln, daß Quinn und Mardikian nicht herausfinden können, daß wir beide in Verbindung stehen. Du kannst mich nicht einfach verkümmern lassen, Bob. Nicht, solange ich Quinn noch helfen kann. Was sagst du?«
»Wir können es versuchen«, sagte Lombroso behutsam. »Ich glaube, wir können es versuchen, ja. Also gut. Ich werde dein Sprachrohr sein, Lew. Wenn ich selbst entscheiden kann, was ich an Quinn weiterleite und was nicht. Bedenke, jetzt geht es um meinen Hals, nicht deinen.«
»Klar«, sagte ich.
Wenn ich Quinn nicht selbst dienen konnte, dann durch einen Mittelsmann. Zum ersten Mal seit meiner Entlassung fühlte ich mich lebendig und hoffnungsfroh. An jenem Abend schneite es nicht einmal.
37
Aber das Arrangement funktionierte nicht. Wir haben es versucht, aber wir hatten kein Glück. Emsig studierte ich die Zeitungen und informierte mich über laufende Entwicklungen — eine Woche Nichtstun, und schon hatte ich die Spuren vieler Muster und Trends verloren —, und dann machte ich die tückische, frostige Reise durch die Stadt zu meinem alten Büro, Lew Nichols und Teilhaber, das immer noch in Betrieb war — obschon nur schwach tickend —, und ließ meine Maschinen an ein paar Projektionen arbeiten. Die Ergebnisse schickte ich per Boten an Bob Lombroso, das Telefon wollte ich nicht riskieren. Was er von mir bekam, war keine große Sache, ein paar windige Vorschläge zur Lohnpolitik der Stadt. In den nächsten Tagen produzierte ich einige weitere, ebenso zahme Ideen. Dann rief Lombroso mich an und sagte: »Wir können aufhören. Mardikian hat uns abgeschossen.«
»Was ist passiert?«
»Ich habe deine Sachen eingereicht, schön langsam, Stück für Stück. Dann war ich gestern mit Haig beim Abendessen, und als wir beim Nachtisch angekommen waren, fragte er mich plötzlich, ob du und ich Verbindung miteinander hätten.«
»Und du hast ihm die Wahrheit gesagt?«
»Ich habe versucht, gar nichts zu sagen«, sagte Lombroso mürrisch. »Ich war raffiniert, aber wohl nicht raffiniert genug. Haig ist ein schlauer Fuchs, wie du weißt. Er hat mich sofort durchschaut. Er sagte, diese Sachen bekommst du von Lew, nicht wahr? Ich zuckte die Achseln, und er lachte und sagte, ich weiß es doch. Sie tragen nur allzu deutlich seine Handschrift. Ich habe nichts zugegeben. Haig hat einfach unterstellt — und seine Unterstellung war verdammt richtig. Sehr freundschaftlich sagte er mir, ich solle die Finger davon lassen, ich würde nur meine eigene Stellung gefährden, wenn der Bürgermeister Verdacht schöpfe.«
»Dann weiß Quinn es noch nicht?«
»Offenbar nicht. Und Mardikian wird ihm nichts verraten. Aber ich kann kein Risiko eingehen. Wenn Quinn es spitzkriegt, bin ich erledigt. Er dreht jedes Mal durch, wenn der Name Lew Nichols in seiner Gegenwart fällt.«
»Es ist wirklich so schlimm?«
»Leider.«
»Jetzt bin ich also der Feind«, sagte ich.
»Ich befürchte, ja. Es tut mir leid, Lew.«
»Mir auch«, sagte ich seufzend.
»Ich werde dich nicht mehr anrufen. Wenn du mit mir sprechen willst, rufe mein Wall-Street-Büro an.«
»Okay. Ich möchte nicht, daß du wegen mir in Schwierigkeiten kommst, Bob.«
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