Robert Silverberg - Der Seher

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»Quinn wird es nicht glauben«, sagte ich. »Er wird mir ins Gesicht lachen.«

Carvajal zuckte die Achseln. »Sudakis wird nach dem ersten Januar nicht mehr Polizeichef sein. Der Bürgermeister sollte einen fähigen Nachfolger bereit haben.«

»Vielleicht. Aber das ist alles so verdammt unplausibel. Sudakis steht wie der Felsen von Gibraltar. Ich kann dem Bürgermeister nicht sagen, er werde demnächst aussteigen, selbst wenn er das vorhat. Die Sache mit Thibodaux und Ricciardi hat eine solche Störung verursacht, daß Mardikian darauf bestand, mich auf Erholungsurlaub zu schicken. Wenn ich jetzt mit so einer unglaublichen Sache ankomme, werden sie mich ganz woanders hinschicken.«

Unerschütterlich, unerbittlich starrte Carvajal mich an.

Ich sagte: »Geben Sie mir wenigstens irgendwelche erklärenden Daten. Warum will Sudakis zurücktreten?«

»Ich weiß es nicht.«

»Würde ich mehr erfahren, wenn ich mich an Sudakis wenden würde?«

»Ich weiß nicht.«

»Sie wissen nicht. Sie wissen nicht. Und es ist Ihnen auch egal, nicht wahr? Sie wissen nur, daß er gehen will. Alles übrige ist Ihnen unwichtig.«

»Nicht einmal das weiß ich, Lew. Nur daß er gehen wird. Sudakis weiß selbst vielleicht noch nichts davon.«

»Oh, fantastisch. Fantastisch! Ich sage es dem Bürgermeister, der Bürgermeister holt sich Sudakis, Sudakis bestreitet alles, denn nach dem Stand der Dinge ist es nicht so.«

»Die Wirklichkeit verwirklicht sich immer«, sagte Carvajal. »Sudakis wird zurücktreten. Es wird sehr plötzlich geschehen.«

»Muß ich derjenige sein, der Quinn das sagt? Und wenn ich gar nichts sage? Wenn die Wirklichkeit sich immer verwirklicht, dann wird Sudakis so oder so gehen, ganz gleich, was ich tue. Ist es nicht so? Ist es nicht so?«

»Wollen Sie, daß der Bürgermeister unvorbereitet dasteht, wenn es soweit ist?«

»Lieber das, als vom Bürgermeister für verrückt gehalten zu werden.«

»Haben Sie Angst, Quinn über den Rücktritt zu informieren?«

»Ja.«

»Was meinen Sie, würde Ihnen passieren?«

»Ich komme in eine ziemlich peinliche Situation«, sagte ich. »Ich werde etwas rechtfertigen müssen, das für mich selbst keinen Sinn ergibt. Ich muß auf das Argument zurückgreifen, es wäre eine Vorahnung, nur eine Vorahnung, und wenn Sudakis abstreitet, daß er an Rücktritt denkt, werde ich meinen Einfluß bei Quinn verlieren. Vielleicht verliere ich sogar meinen Job. Ist es das, was Sie wollen?«

»Ich habe nicht die geringsten Wünsche«, sagte Carvajal von fernher.

»Außerdem, Quinn wird Sudakis bestimmt nicht gehen lassen.«

»Sind Sie sicher?«

»Absolut. Er braucht ihn viel zu sehr. Er wird den Rücktritt nicht annehmen. Egal, was Sudakis sagt, er wird im Amt bleiben, und was passiert dann mit der Wirklichkeit, die sich immer verwirklicht?«

»Sudakis wird nicht bleiben«, sagte Carvajal sehr gleichgültig.

Ich verließ ihn und dachte darüber nach.

Meine Einwände gegen eine Empfehlung an Quinn, sich einen Nachfolger für Sudakis zu suchen, dünkten mich logisch, vernünftig, plausibel, unwiderlegbar. Ich war nicht bereit, so kurz nach meiner Rückkehr mich in dieser Weise zu exponieren, wo ich immer noch empfindlich war für Mardikians Zweifel an meiner Stabilität. Andererseits, wenn eine unvorhergesehene Wendung der Ereignisse Sudakis zum Rücktritt zwingen würde, dann hätte ich meine Pflichten vernachlässigt, wenn ich den Bürgermeister nicht gewarnt hätte. In einer Stadt, die stets am Rande des Chaos steht, könnte schon eine kurze Führungslosigkeit in der Polizei Anarchie in den Straßen zur Folge haben, und wenn es etwas gab, was Quinn als potentieller Präsidentschaftskandidat wirklich nicht brauchen konnte, dann war es ein wenn auch noch so kurzes Wiederaufflackern der Gesetzlosigkeit, die die Stadt so oft vor der repressiven Herrschaft Gottfrieds und in der Zeit des schwächlichen Bürgermeisters DiLaurenzio heimgesucht hatte.

Und zu guter Letzt: Nie zuvor hatte ich mich geweigert, Carvajals Direktiven weiterzubefordern, und der Gedanke, ihm jetzt zu trotzen, war mir unbehaglich. Unauffällig waren Carvajals Vorstellungen von der Verwirklichung der Wirklichkeit zu einem Teil meiner selbst geworden; Schritt für Schritt hatte ich seine Philosophie so weit akzeptiert, daß ich nicht mehr furchtlos mit der unvermeidlichen Entfaltung des Unvermeidlichen mich anlegen konnte. Mit dem Gefühl eines Mannes, der eine stromabwärts treibende Eisscholle im Niagara-Fluß besteigt, entschloß ich mich — Zweifel hin, Zweifel her —, Quinn die Angelegenheit Sudakis vorzutragen.

Aber ich ließ eine Woche in der Hoffnung verstreichen, das Problem würde sich irgendwie selbst ohne mein Zutun lösen, und dann ließ ich auch noch den größten Teil der nächsten Woche vorübergehen; und auf diese Weise hätte ich vielleicht den Rest des Jahres vergehen lassen, aber ich wußte, daß ich mich selbst betrog. So verfaßte ich denn ein Memo und schickte es Mardikian.

»Das werde ich Quinn nicht vorlegen«, sagte er mir zwei Stunden später.

»Du mußt«, sagte ich ohne rechte Überzeugung.

»Weißt du, was dann passiert? Er wird dir einen Arschtritt geben, Lew. Ich mußte einen halben Tag lang in Sachen Ricciardi und Louisiana um ihn herumtänzeln, und was Quinn dabei über dich gesagt hat, war nicht sehr schmeichelhaft. Er befürchtet, du drehst durch.«

»Das denkt ihr alle. Schön, aber so ist es nicht. Ich habe einen wunderbaren Urlaub in Kalifornien verbracht und mich nie wohler gefühlt als jetzt. Und wenn es Januar ist, wird diese Stadt einen neuen Polizeichef brauchen.«

»Nein, Lew.«

»Nein?«

Mardikian knurrte. Er versuchte, geduldig mit mir zu sein, mich zu tolerieren; aber ich wußte, daß er mich und meine Prophezeiungen satt hatte. Er sagte: »Nachdem ich dein Memo erhalten hatte, bat ich Sudakis zu mir und sagte ihm, da gehe ein Gerücht um, daß er an Rücktritt denke. Ich habe dich nicht genannt. Ich ließ durchblicken, ich hätte es von einem Journalisten. Du hättest sein Gesicht sehen sollen, Lew. Man hätte denken können, ich hätte seine Mutter eine Türkin geschimpft. Er schwor bei siebzig Heiligen und fünfzig Engeln, daß er seinen Job nur dann aufgeben würde, wenn ihn der Bürgermeister rausschmisse. Ich erkenne normalerweise, wenn jemand mir etwas vormacht, und Sudakis war so ehrlich, wie ich nur je einen Menschen gesehen habe.«

»Trotzdem, Haig. In ein oder zwei Monaten wird er seinen Hut nehmen.«

»Wie soll das zugehen?«

»Manchmal treten unerwartete Umstände ein.«

»Zum Beispiel?«

»Irgendetwas. Gesundheitliche Gründe. Ein plötzlicher Skandal bei der Polizei. Ein Superdollar-Jobangebot aus San Francisco. Den genauen Grund kenne ich nicht. Ich sage dir lediglich…«

»Lew, wie kannst du wissen, was Sudakis im Januar macht, wenn nicht einmal Sudakis selbst es weiß?«

»Ich weiß es«, sagte ich.

»Woher?«

»Es ist eine Ahnung.«

»Ahnung, Ahnung. Das sagst du immer. Aber das war eine Ahnung zuviel, Lew. Deine Fähigkeiten haben mit der Interpretation von Trends zu tun, nicht mit Vorhersagen individueller Fälle, nicht wahr, aber immer öfter kommst du jetzt mit diesen Einzelschlüssen daher, diesen Kristallkugeltricks, diesen…«

»Haig, hat sich irgendeine meiner Prophezeiungen als falsch erwiesen?«

»Ich bin mir nicht sicher.«

»Nein. Keine einzige. Für viele kann man noch nichts sagen, so oder so, aber keine einzige ist durch die spätere Entwicklung widerlegt worden, keine empfohlene Aktion hat sich als unklug entpuppt, keine…«

»Trotzdem, Lew. Ich habe dir letztes Mal gesagt, wir glauben hier nicht an Wahrsager. Warum hältst du dich nicht an Projektionen erkennbarer Trends?«

»Es geht mir nur um Quinns Bestes.«

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