Robert Silverberg - Der Seher
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- Название:Der Seher
- Автор:
- Издательство:Wilhelm Heyne
- Жанр:
- Год:1978
- Город:München
- ISBN:3-453-30496-9
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
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Ich wartete einige Tage ab, während die Stadt langsam wieder zum normalen Leben zurückkehrte; dann rief ich Lombroso in seinem Wall-Street-Büro an. Natürlich war er nicht da. Ich ließ ausrichten, er möge mich zurückrufen, sobald er Zeit habe. Alle hohen Mitglieder der Stadtregierung waren praktisch rund um die Uhr beim Bürgermeister. In jedem Bezirk hatten Feuersbrünste Tausende von Leuten obdachlos gemacht; die Krankenhäuser waren mit Unfallopfern und Opfern der Gewalt überfüllt; Schadenersatzklagen gegen die Stadt, hauptsächlich wegen der Versäumnisse der Polizei, beliefen sich schon auf Milliarden Dollar und nahmen stündlich zu. Und dann war da auch der Schaden, den das öffentliche Image der Stadt erlitten hatte. Seit seinem Amtsantritt hatte sich Quinn gewissenhaft darum bemüht, den Ruf, den New York in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts gehabt hatte, wiederherzustellen: den Ruf der anregendsten, vitalsten Stadt der Nation, der wahren Hauptstadt des Planeten, des Mittelpunkts all dessen, was interessant war, einer Stadt, die atemberaubend und doch für Besucher sicher war. Alles das war in einer einzigen orgiastischen Nacht ruiniert worden, die mehr dem üblichen Bild entsprach, das man sich im Lande von New York machte: eines brutalen, verrückten, grausamen, schmutzigen Zoos. So hörte ich also bis Mitte Januar nichts von Lombroso, bis alles wieder einigermaßen ruhig war; und ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben, je wieder von ihm zu hören, als er schließlich doch anrief.
Er berichtete mir, was sich im Rathaus tat: Der Bürgermeister, der sich über die Auswirkungen des Krawalls auf seine Präsidentschaftschancen sorgte, bereitete ein Bündel drastischer, fast Gottfriedischer Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung vor. Die Durchforstung der Polizei würde beschleunigt, der Drogenhandel fast so weitgehend beschränkt werden, wie er es vor den Auflockerungen der Achtzigerjahre gewesen war, ein Frühwarnsystem würde eingerichtet werden, um Ruhestörungen, an denen mehr als zwei Dutzend Menschen beteiligt waren, sofort im Keim ersticken zu können, et cetera, et cetera. Das alles kam mir falsch und kopflos vor, eine überstürzte, panische Reaktion auf ein einmaliges Ereignis, aber mein Rat war nicht mehr erwünscht, und ich behielt meine Gedanken für mich.
»Was ist mit Sudakis?« fragte ich.
»Er ist unwiderruflich gegangen. Quinn hat seinen Rücktritt abgelehnt und drei volle Tage lang versucht, ihn zum Bleiben zu überreden, aber Sudakis meint, er sei hier durch das Verhalten seiner Männer in jener Nacht ein für allemal diskreditiert. Er hat irgendeinen Kleinstadtjob in Pennsylvania übernommen und ist schon weg.«
»Das meine ich nicht. Ich meine, hat die Richtigkeit meiner Prophezeiung irgendeine Auswirkung auf Quinns Einstellung zu mir gehabt?«
»Ja«, sagte Lombroso. »Eindeutig.«
»Wird er es sich überlegen?«
»Er denkt, du bist ein Hexer. Er hält es für möglich, daß du deine Seele dem Teufel verkauft hast. Buchstäblich. Buchstäblich. Unter all seiner Intellektualität ist er immer noch ein irischer Katholik, das darfst du nicht vergessen. In schwierigen Zeiten kommt das an die Oberfläche. Im Rathaus bist du der Antichrist geworden, Lew.«
»Ist er so außer sich, daß er nicht sieht, wie nützlich jemand sein könnte, der ihn auf solche Sachen wie den Sudakis-Rücktritt vorbereitet?«
»Keine Hoffnung, Lew. Vergiß es. Du wirst nie wieder für ihn arbeiten. Schlag dir den Gedanken ganz und gar aus dem Kopf. Denke nicht an Quinn, schreib ihm keine Briefe, versuch nicht, ihn anzurufen, habe nichts mit ihm zu tun. Du solltest dir sogar überlegen, die Stadt zu verlassen.«
»Jesus. Warum?«
»Zu deinem eigenen Besten.«
»Was soll das heißen? Bob, willst du mir sagen, daß mir von Quinn Gefahr droht?«
»Ich will dir gar nichts sagen«, sagte er nervös.
»Ich werde nicht glauben, daß Quinn solche Angst vor mir hat, wie du meinst, und ich weigere mich absolut zu glauben, daß er irgend etwas gegen mich unternehmen würde. Das ist nicht denkbar. Ich kenne den Mann. Ich war vier Jahre lang praktisch sein anderes Ich…«
»Hör zu, Lew«, sagte Lombroso, »ich muß aufhören. Du kannst dir nicht vorstellen, wie viel Arbeit sich hier stapelt.«
»In Ordnung. Danke für deinen Anruf.«
»Und — Lew…«
»Ja?«
»Du solltest mich lieber nicht wieder anrufen. Nicht einmal unter der Wall-Street-Nummer. Außer du bist in dringender Not, natürlich. Mein eigener Stand bei Quinn ist etwas heikel, seit ich versucht habe, deinen Mittelsmann zu spielen und jetzt… und jetzt… nun, du verstehst, nicht wahr? Du verstehst mich sicher.«
40
Ich verstand. Ich habe Lombroso die Belastung weiterer Anrufe von mir erspart. Fast elf Monate sind seit jenem Gespräch vergangen, und in dieser Zeit habe ich kein Wort mit ihm gewechselt, kein Wort mit dem Mann, der während meiner Jahre als Quinns Berater mein engster Freund war. Und genauso wenig bin ich, direkt oder sonst wie, mit Quinn in Verbindung getreten.
41
Im Februar begannen die Visionen. Ein Vorläufer hatte mich an der Küste von Big Sur erreicht, ein anderer in der Neujahrsnacht auf dem Times Square, aber jetzt wurden sie zum festen Bestandteil meines täglichen Lebens. Den schwarzen Schleier durchdringen wir nicht, sagte der Dichter, denn hinter dem Vorhang ist kein Licht. Oh, aber das Licht, das Licht, das Licht, das Licht ist da! Und es erleuchtete meine Wintertage. Zuerst überkamen mich die Visionen nicht öfter als einmal am Tag, und dann kamen sie ungefragt, wie epileptische Anfälle, gewöhnlich am späten Nachmittag oder kurz vor Mitternacht; sie kündigten sich mit einem Glühen im Hinterkopf an, einer Wärme, einem Kribbeln, das nicht aufhören wollte. Aber bald beherrschte ich die Technik, sie herbeizuführen. Selbst dann konnte ich höchstens einmal am Tag sehen und benötigte hinterher eine längere Erholungspause. Innerhalb weniger Wochen jedoch war ich in der Lage, häufiger in den Zustand des Sehens einzutauchen — zwei oder sogar dreimal am Tag —, als ob die Fähigkeit ein Muskel wäre, der mit Gebrauch anschwillt. Schließlich wurde die Zeit, die ich für Erholung brauchte, minimal. Jetzt kann ich mich der Gabe alle fünfzehn Minuten bedienen, wenn ich will. Einmal, Anfang März, machte ich ein Experiment und schaltete stundenlang ständig ein und aus, ein und aus: Ich ermüdete, aber die Intensität dessen, was ich sah, verringerte sich nicht.
Wenn ich die Visionen nicht mindestens einmal am Tag herbeirufe, kommen sie von selbst, pochen aus eigenem Antrieb an die Tür meines Bewußtseins und fließen ungebeten herein.
42
Ich sehe ein kleines Haus mit roten Dachschindeln an einer Landstraße. Die Bäume sind voll belaubt, dunkelgrün; es muß wohl später Sommer sein. Ich stehe an der Eingangstüre. Mein Haar ist noch kurz und borstig, aber ich habe keine Glatze mehr; diese Szene kann nicht in ferner Zukunft liegen, wahrscheinlich gehört sie noch zu diesem Jahr. Zwei junge Männer sind bei mir, der eine dunkelhaarig und schlank, der andere rothaarig, stämmig. Ich habe keine Ahnung, wer sie sind, aber das Ich, das ich sehe, verkehrt entspannt und freundlich mit ihnen, als wären es vertraute Gefährten. Also sind es Freunde, die ich erst noch kennen lernen werde. Ich sehe, wie ich einen Schlüssel aus der Tasche ziehe. »Schaut euch das Haus an«, sage ich. »Ich glaube, es ist ziemlich genau das, was wir für das Zentrum suchen.«
Schnee fällt vom Himmel. Die Autos auf den Straßen sind geschoßförmig, stupsnasig, sehr klein, sehr fremd. Eine Art Hubschrauber fliegt über sie hinweg. Drei ruderartige Auswüchse hängen von ihm herab, am Ende jedes Ruders sind offensichtlich Lautsprecher. Aus den drei Lautsprechern kommt ein klagender, blökender Laut, hoch und sanft, ein periodischer Ton von vielleicht zwei Sekunden Dauer, von fünf Sekunden Stille unterbrochen. Der Rhythmus ist vollkommen stetig, jedes sanfte Blöken kommt nach Plan und schneidet mühelos durch den dichten Wirbel der Schneeflocken. Der Hubschrauber fliegt langsam die Fifth Avenue entlang, in einer Höhe von weniger als 500 Metern, und während er gen Norden blökt, schmilzt der Schnee unter ihm: Die Avenue ist vom Schnee geräumt.
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