Jürgen Kehrer - Mord im Dom

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Mord im Dom: краткое содержание, описание и аннотация

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Im Jahr 799 begegnen sich Papst Leo III. und der König der Franken, Karl der Große, in Paderborn. Der eine ist vor seinen Feinden in Rom geflohen, der andere denkt daran, sein Lebenswerk mit dem Kaisertitel zu krönen. Doch dann wird der Aufenthalt an den Quellen der Pader von rätselhaften Mordfällen überschattet. Als ersten trifft es Bischof Odoaker während einer Messe im Dom...

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Damit war das letzte Hindernis auf dem Weg zur Kaiserkrönung ausgeräumt.

Nachdem Karl Zacharias und den beiden griechischen Mönchen gedankt hatte, zog er sich in seine Gemächer zurück. Seine Gedanken kreisten um den folgenden Tag, der die Erfüllung seines Lebenstraumes bringen würde. Auch in der Vergangenheit hatte es schon Germanen auf dem römischen Thron gegeben, doch er würde der erste römische Kaiser sein, der nicht in Rom oder Konstantinopel residierte. Seine Hauptstadt war das mitten in Austrien gelegene Aachen, und er wollte nicht das alte Römische Reich fortsetzen, sondern ein neues Reich begründen. Als neuer Konstantin würde er ein christliches Reich regieren, den Kaisern in Byzanz ebenbürtig, die ihn als Bruder anreden mußten.

Mit Leo III. war die Krönungszeremonie abgesprochen. Sie sollte nach dem byzantinischen Ritual erfolgen. In Byzanz bestand die Kaiserkrönung aus drei Teilen: der Akklamation durch die Volksmenge, der eigentlichen Krönung, schließlich der kniefälligen Verehrung des neuen Kaisers durch den Patriarchen.

Für Karl war die Einhaltung der Formalitäten wichtig. Er wußte, daß man in Konstantinopel die Nase rümpfen und seine Kaiserkrönung als Usurpation empfinden würde. Kaiserin Irene und ihre Höflinge sollten erfahren, daß er nicht der Barbar war, für den sie ihn hielten.

Am ersten Weihnachtstag des Jahres 800 betrat der König mit seinem Gefolge den Petersdom. An seiner Seite war Karl, sein ältester Sohn. Vater und Sohn gingen bis zum Altar, legten ihre Kronreife auf den Opfertisch und knieten nieder.

Leo III. zelebrierte die Weihnachtsmesse. Niemand ahnte, daß er den erzwungenen Reinigungseid noch nicht verwunden hatte. Drei Wochen lang war er der Gejagte gewesen. Drei Wochen lang hatte er sich einem in seinen Augen unwürdigen Verfahren unterziehen müssen. Jetzt und hier, im Petersdom, war die Gelegenheit gekommen, die eigene Macht zu demonstrieren. Und so beschloß der Papst, das byzantinische Ritual abzuändern und bei der Krönung selbst die Hauptrolle zu übernehmen.

Kaum war das Schlußevangelium verklungen, Karl und sein Sohn lagen noch auf den Knien, da trat der Papst an den Altar, ergriff das Diadem und setzte es dem König aufs Haupt. Dann forderte er die Anwesenden auf, dem erhabenen Karl, dem von Gott gekrönten großen und friedenbringenden Kaiser dreimal zu akklamieren. Als das geschehen war, kniete Leo vor dem neuen Kaiser nieder.

Karl war überrumpelt worden. Ihm blieb nichts anderes übrig, als die Huldigung entgegenzunehmen. Er war jetzt Imperator Romanorum, aber nicht aus eigener Kraft, sondern durch päpstlichen Willen.

Als der Kaiser die Kirche verließ, schäumte er vor Wut.

Nachwort

Der wahre historische Roman, wenn es ihn gäbe, wäre so schwer zu lesen als ein Geschichtsbuch", meinte der Historiker Jacob Burckhardt. So gesehen, gibt es (fast) keine „wahren historischen Romane", zumal keine wahren historischen Kriminalromane, denn Krimis wollen die Leser nicht belehren, sondern unterhalten.

Trotzdem beruht Mord im Dom auf umfangreichen Recherchen. Was die Lebensumstände des Mittelalters, historische Ereignisse und historische Personen betrifft, habe ich mich, soweit das im Rahmen der Handlung möglich war, an Fakten gehalten. Dies gilt insbesondere für den Anschlag auf Papst Leo III. und das Zusammentreffen von Karl dem Großen und Papst Leo im Sommer 799 in Paderborn.

Ob der Frankenkönig und der Papst in Paderborn über die Kaiserkrönung Karls verhandelt haben, läßt sich aus den erhaltenen Dokumenten nicht ablesen. Vieles spricht jedoch dafür, zumal Karl und seine Berater über diese Frage nachweislich geredet haben.

Einige andere Ereignisse habe ich zeitlich verschoben. So wurde Bischof Felix von Urgelis nicht nach Paderborn zitiert, sondern im Jahr 797 nach Aachen. Unter dem Druck der fränkischen Bischöfe widerrief Felix seine These vom adoptierten Gottessohn, blieb ihr aber, wie aus seinen Briefen hervorgeht, bis zu seinem Tod im Kloster von Lyon treu.

Bei der Diskussion um die Heiligkeit des Papstamtes habe ich ein Dictatus papae* von Papst Gregor VII. (1073-1085) verwendet. Allerdings berief sich Gregor VII. auf den von ihm als Heiligen bezeichneten Ennodius von Pavia (f 521).

Rätselhaft ist noch immer, was Karl am ersten Weihnachtstag des Jahres 800 in Rom erbost hat. Von Karls Biograph Einhard ist ein Satz überliefert, den der Kaiser nach der Krönung geäußert haben soll: „Er hätte die Kirche an diesem Tag, auch wenn es ein hoher Festtag war, nicht betreten, hätte er zuvor von der Absicht des Papstes wissen können."

Manche Historiker haben daraus geschlossen, der Papst habe eigenmächtig gehandelt und Karl gegen dessen Willen zum Kaiser gekrönt. Wahrscheinlicher ist allerdings, daß ihn die Art der Krönung ärgerte. Dadurch, daß Leo III. das byzantinische Ritual durchbrach und dem König vorzeitig die Kaiserkrone aufsetzte, erhöhte er auch seine eigene Position.

Unbestritten schuf Leo III. damit einen Präzedenzfall, der dem Papst die entscheidende Rolle bei der Kaiserkrönung zusprach. Was in den folgenden Jahrhunderten zu einem ewigen Rangfolgestreit zwischen Kaiser und Papst führte.

Denkbar, daß Karl so etwas ahnte, denn als er seinen Sohn Ludwig zum Mitkaiser machte, forderte er ihn auf, sich die Krone selbst aufzusetzen.

Der Verfasser des Paderborner Epos ist anonym. Man nimmt an, daß es von Angilbert, Karls Aachener Hofdichter, geschrieben wurde.

Mönche aus Corbie gründeten in der Nähe von Paderborn ein Kloster, das sie Neu-Corbie nannten. Später änderte sich der Name in Corvey.

Hathumar, ein sächsischer Edler, der als Geisel nach Würzburg kam und dort eine Ausbildung zum Priester erhielt, wurde im Jahr 806 erster Paderborner Bischof.

Paderborn/Münster, Februar 1999

Glossar

Liten

- (auch Laten), Halbfreie, die zwar rechts- und vermögensfähig, aber auch dienst- oder zinspflichtig waren officiales

- leitende Mitarbeiter des Abtes, an ihrer Spitze stand der Prior lingua Romana

- Altfranzösisch, das in den südlichen, durch römische Kultur geprägten Landstrichen des fränkischen Reiches gesprochen wurde

Theodisc

- Althochdeutsch, das in den nördlichen und östlichen Gebieten des fränkischen Reiches gesprochen wurde; von Theodisc leitet sich das Wort Deutsch ab oblati

- (auch pueri oblati), dargebrachte Knaben, Kindermönche; sie mußten alle Ordensregeln befolgen und erhielten lediglich beim Fasten und beim langandauernden Chordienst einige Erleichterungen. Viele Missionare und Kirchenmänner kamen als Kinder ins Kloster, so Bonifatius im Alter von fünf und Thomas von Aquin im Alter von sieben Jahren.

Märzfeld

- Versammlungsplatz der Krieger, kein bestimmter Ort scabini

- sachverständige Gerichtsbeisitzer, von denen sich das Wort Schöffe ableitet

Kapitularien

- Anordnungen des Königs, die in Unterpunkte (capitula, Kapitel) gegliedert waren

Wergeid

- wörtlich: Manngeld; Strafe für das Töten eines Menschen. Der Wert eines Menschen hing von seinem Alter, seinem Ge schlecht und seiner sozialen Stellung ab. Die Strafe für das Töten einer alten Frau betrug 200 Gold-Solidi. Dagegen kostete der Mord an einem Knaben 600 Gold-Solidi.

Lateran-Palast

- Amtssitz des Papstes

Simonistische Ketzerei

- theologisch verbrämter Ausdruck für Ämterverkauf und Bestechlichkeit

Triklinium

- römischer Eßsaal, bei dem der Tisch auf drei Seiten von Liegesofas umstellt war

Pfalz

- von Lateinisch palatium, Palast

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