Jürgen Kehrer - Mord im Dom
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- Название:Mord im Dom
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Inzwischen stand er mit seinen siebenundzwanzig Jahren in der Mitte des Lebens, und nicht einmal eine Ehefrau war ihm vergönnt, weil der Vater es so wollte. Einmal wäre es fast zu einer Heirat gekommen. Doch seine Bitte, die Tochter des Königs Offa von Mercia, dem mittleren der drei bedeutenderen englischen Reiche, heiraten zu dürfen, war bei Karl dem älteren auf taube Ohren gestoßen.
In das weiche Gesicht, das dem des Vaters äußerlich sehr ähnlich war, hatten sich tiefe Enttäuschungen eingegraben.
Karl war es gewohnt zu verlieren, und so sagte er auch jetzt ohne eine Spur der Verbitterung: „Du hast gewonnen, Vater."
Die Augen des Königs funkelten vor Freude. Dann entdeckte er den Mönch, der an der Tür wartete.
„Ah, der Bibliothekar von Corbie. Komm näher!"
Hathumar trat an den Tisch, auf dem das Brettspiel ruhte.
„Ich bin noch gar nicht dazu gekommen, mich bei dir zu bedanken. Was macht deine Verwundung?"
„Danke, Hoheit. Ich bin gesund."
„Aber du hinkst, wie ich sehe."
„Es scheint, als würde mir diese Erinnerung an Thorbald bleiben."
„Das tut mir leid. Einen solchen Schwertstreich von einem Freund zu empfangen, muß doppelt schmerzen."
„Noch bitterer war es, ihn sterben zu sehen, Hoheit."
„Dein Mitgefühl ehrt dich. Doch Giselher war es nicht wert. Er hat heimtückisch gemordet und harisliz* begangen."
Hathumar schwieg.
„Wie war das eigentlich?" Der König schaute ihn aufmerksam an. „Nachdem du die Versammlung der Sachsen belauscht hast, warum bist du da nicht direkt nach Paderborn zurückgekehrt? Du hast am nächsten Tag auf Giselher gewartet, nicht wahr?"
Hathumar hatte die Frage erwartet und lange überlegt, wie er sie beantworten sollte. Er entschied sich für die Wahrheit: „Ich wollte verhindern, daß es zu einem Krieg kommt. Meine Absicht war, Thorbald davon zu überzeugen, daß ein Aufstand unserem Volk am meisten schadet."
Der König nickte bedächtig. „Nun, die Absicht war ehrenwert. Allerdings hättest du wissen müssen, daß Giselher vor einem weiteren Mord nicht zurückschreckt."
„Ihr habt recht, Hoheit. Es war unvorsichtig von mir."
„Worte sind gut - sobald die Waffen schweigen." Karl lächelte. „Aber du hast mir das Leben gerettet, und nur das zählt."
Hathumar atmete auf. „Im Grunde gebührt der Dank meinem Pferd. Es hat mich ohne mein Zutun nach Paderborn gebracht."
Lachend erwiderte der König: „Wie du dein Pferd belohnst, ist deine Sache. Ich bin dir etwas schuldig."
Auch darauf war Hathumar vorbereitet. In den letzten Tagen hatte er viel Zeit zum Nachdenken gehabt. „Ich habe sogar zwei Wünsche, Hoheit."
„Sprich!"
„Bestraft mein Volk nicht dafür, daß es sich von Thorbald hat verführen lassen."
„Der Wunsch ist bereits erfüllt. Ich bin froh, daß es nicht zu einem Waffengang gekommen ist. Nachdem mein untreuer Marschall seine verdiente Strafe erhalten hat, braucht niemand mehr um sein Leben zu fürchten. Und der zweite Wunsch?"
„Schenkt Odo die Freiheit."
„Das kann ich nicht", sagte Karl brüsk. „Soll ich mich zum Gespött des Reiches machen: Ein König, der seine Frauen mit anderen teilt? Nein. Hör zu, Hathumar! Odo wird leben. Ich verzichte sogar darauf, ihn auspeitschen zu lassen. Aber er wird sein restliches Leben in einem Kloster verbringen. Nenn mir einen anderen Wunsch!"
Der Mönch blieb stur: „Ich habe keinen anderen Wunsch. Odo ist nicht für ein Leben im Kloster geboren. Er wird verdorren wie eine Blume ohne Wasser. Wart Ihr nicht selber jung, Hoheit? Habt Ihr nicht in Eurer Jugend Torheiten begangen, die Ihr heute bereut?"
„Werd nicht frech, Mönch!" mischte sich der junge Karl ein. „In einem solchen Ton spricht man nicht mit dem König."
Im Gesicht des älteren Karl arbeitete es, seine Zähne knirschten.
Hathumar wußte, daß er sich weit vorwagte. Er setzte alles auf eine Karte: „Ich bürge dafür, daß Ihr in Odo den treuesten Eurer Untertanen gewinnen werdet."
Wütend riß der junge Karl seinen Mund auf. Da hob der König seine Hand. „Laß ihn!" sagte er zu seinem Sohn.
Zwei wasserblaue Augen richteten sich auf den Mönch. „Du hast Glück, daß mich das Alter milde gestimmt hat. Ich erfülle deinen Wunsch."
Hathumar zwang sich, seine Freude nicht zu zeigen.
„Doch dafür erwarte ich von dir eine Gegenleistung."
Der junge Sachse erstarrte.
„Du wirst nicht nach Corbie zurückkehren, dein Platz ist hier, in Sachsen. Die britischen und fränkischen Missionare tun ihr Bestes, doch was wir wirklich brauchen, sind sächsische Priester, die Verantwortung übernehmen. In Würzburg erhältst du alles nötige Wissen, um in einigen Jahren der erste Bischof von Paderborn zu werden."
Noch einmal kam es im Königssaal der Pfalz zu einem Festessen. Am nächsten Tag wollte der König nach Aachen aufbrechen, und so wurde Abschied gefeiert. Der Papst und seine Kardinale waren geladen, ebenso die fränkischen Bischöfe und Erzbischöfe und die wichtigsten der weltlichen Fürsten. Graf Ascarius, Erzbischof Hildebald, Erzbischof Arn und Bischof Theodulf waren da. Auch Hathumar durfte an der Tafel Platz nehmen, neben Abt Adalhard, der die Aufwertung seines Bibliothekars mit gemischten Gefühlen betrachtete.
Im Lager des Papstes herrschte gespannte Erwartung. Karl, der Zauderer, hatte sich noch immer nicht zu den Vorgängen in Rom und dem Vorschlag der Kaiserkrönung geäußert. Am heutigen Abend würde er nicht um eine Entscheidung herumkommen. Doch zuerst wurde gegessen und getrunken. Die köstlichsten Speisen standen auf dem Tisch, und in den Bechern schäumte der Wein.
Als die Bäuche bis zum Platzen gefüllt waren, erhob sich der König von seinem Stuhl. Sofort verebbten die Gespräche.
„Nun, da wir auseinandergehen", sagte Karl, „ist es Zeit, an die Zukunft zu denken. Der Heilige Vater wird nach Rom zurückkehren, Wir werden den Winter in Aachen verbringen." Der König machte ein Pause. „Doch, so Gott will, gibt es bereits im nächsten Jahr ein Wiedersehen. Wir haben beschlossen, im Jahr achthundert des Herrn die heilige Stadt am Tiber zu besuchen."
Auf dem Gesicht des Papstes breitete sich ein triumphierendes Lächeln aus. Für den Besuch des Königs in Rom konnte es nur einen Grund geben: die Kaiserkrönung.
Die helle Stimme Karls brach sich an den Wänden: „Aufgrund der mißlichen Umstände, die den Heiligen Vater aus Italien vertrieben haben, braucht er den Schutz und das Vertrauen des fränkischen Reiches. Einige der edelsten Männer, kirchliche und weltliche Würdenträger, haben sich bereit erklärt, das Haupt der Christenheit über die Alpen zu begleiten. Die Erzbischöfe Hildebald von Köln und Arn von Salzburg, die Bischöfe Cunipert, Bernhard, Hatto von Freising und Jesse von Amiens, die Grafen Helmgaud, Rothgar, und Germar werden an seiner Seite sein, wenn er den LateranPalast betritt. Sie haben die Aufgabe, alle erhobenen Vorwürfe gewissenhaft zu untersuchen und die Unschuld des Heiligen Vaters zu beweisen, damit Wir, wenn Wir in Rom eintreffen, über seine Widersacher eine gerechte Strafe verhängen können."
Das Lächeln des Papstes erstarb zu einer Maske. Was der König gerade verkündet hatte, war nichts anderes als die Bildung einer Untersuchungskommission, die sich mit seinen Verfehlungen beschäftigen sollte. Die Zeit der Ungewißheit war nicht vorbei, sie hatte soeben erst angefangen.
Nachdem sich Karl gesetzt hatte, stand Leo zu einer Erwiderung auf. Seine Miene war unbewegt, ohne ein Zeichen von Unruhe oder Unbehagen bedankte er sich für die Worte des Königs. Der Papst erinnerte daran, daß Karl die Schlüssel zum Grab Petri und das Banner der Stadt Rom besitze, ihm obliege der Schutz der heiligen Stadt. Mit seinem weisen Entschluß, ihn von einer so hochrangigen Delegation begleiten zu lassen, habe der König wieder einmal seine Macht und seine Weitsicht bewiesen. Er, Leo, blicke hoffnungsvoll auf die angestrebte Untersuchung. Denn er sei sicher, daß das von neidischen und mißgünstigen Geistern errichtete Lügengebilde unter den kritischen Fragen der fränkischen Würdenträger in sich zusammenbrechen werde. Und wenn am Ende der Heilige Stuhl in altem Glanz erstrahle, dann habe sich der Sinn seiner Reise nach Paderborn erfüllt.
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