Jürgen Kehrer - Mord im Dom

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Mord im Dom: краткое содержание, описание и аннотация

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Im Jahr 799 begegnen sich Papst Leo III. und der König der Franken, Karl der Große, in Paderborn. Der eine ist vor seinen Feinden in Rom geflohen, der andere denkt daran, sein Lebenswerk mit dem Kaisertitel zu krönen. Doch dann wird der Aufenthalt an den Quellen der Pader von rätselhaften Mordfällen überschattet. Als ersten trifft es Bischof Odoaker während einer Messe im Dom...

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Mehr Reden waren nicht zu erwarten, und die Gäste wollten sich wieder ihren Gesprächen zuwenden, da ergriff Abt Adalhard die Gelegenheit und das Wort: „Hoheit, ich denke, ich spreche im Namen aller hier versammelten Edlen und Vornehmen, wenn ich sage, daß Euer Aufenthalt in Paderborn, trotz aller widrigen Begebenheiten, deren Zeugen wir wurden, in ewiger Erinnerung bleiben sollte. Aus Dank dafür, daß wir dem Treffen der beiden größten Männer Europas beiwohnen durften, habe ich ein Epos verfaßt, das ich Euch überreichen möchte."

Mit großer Geste zog Adalhard eine Papierrolle aus seinem Umhang.

„Liebster Vetter", strahlte der König, „ich wußte gar nicht, daß du über Fähigkeiten auf dem Gebiet der Lyrik verfügst. Ein Epos - wie wunderbar! Laß es uns hören!"

„Äh..." Adalhard sah überrascht aus. „Ich habe es meinem Bibliothekar diktiert. Hathumar, würdest du die Güte haben, das Epos vorzulesen. Du kannst deine Schrift besser entziffern als ich."

Hathumar entrollte die Papiere. Von Regina umsorgt und aller anderen Pflichten enthoben, hatte er in Gerswinds Kammer die Gelegenheit gefunden, das Epos zu vollenden.

Karolus Magnus et Leo Papa

Es ist da ein berühmter Ort, wo Pader und Lippe fließen... "

Ein wenig Stolz lag in Hathumars Stimme. Fünfhundert-sechsunddreißig Hexameter hatte er geschrieben, ein Werk, das sich, wie er fand, sehen lassen konnte. Daß Adalhard es als sein eigenes ausgab, störte ihn nicht sonderlich.

„. Nachdem man heiter getafelt und die süßen Gaben des Bacchus genossen, überreicht der huldreiche Karl dem erhabenen Leo reiche Geschenke, dann kehrt der König frohgestimmt ins Innere seiner Pfalz, und auch der Papst sucht das Lager seiner Getreuen auf. Mit solchen Ehren wurde Leo von Karl empfangen, er, der vor den Römern geflohen und aus seinem Lande vertrieben worden war."

„Danke!" Der König klatschte in die Hände. „Ein wunderschönes Gedicht, Adalhard. Ich hoffe, es ist nicht dein letztes."

„Ja." Der Abt räusperte sich. „Nur leider lassen mir meine vielfältigen Verpflichtungen nicht allzu viel Zeit zum Dichten."

Hathumar verbarg sein Grinsen hinter vorgehaltener Hand.

Am nächsten Morgen rüstete Hathumar zum Aufbruch nach Würzburg. Vor dem kleinen Kloster traf er auf Adalhard.

„Wo warst du letzte Nacht?" forschte der Abt. „Ich habe dich gesucht."

Der Mönch wurde rot. „Ich konnte nicht schlafen."

„Die ganze Nacht?" „Es war. Vollmond."

„Tatsächlich? Mir schien es, als sei der Himmel bedeckt." „Nein, es war Vollmond", beharrte Hathumar. „Und bei Vollmond kann ich nicht schlafen."

Epilog

Eine weiße Wintersonne strahlte über den sieben Hügeln Roms. Für die Römer war es die kalte Jahreszeit, die Franken dagegen genossen das angenehm milde Klima.

Die drei Männer, die vor den König traten, kamen aus einer noch wärmeren Gegend. Zacharias, der vor vierzehn Monaten aus Paderborn aufgebrochen war, und die beiden griechischen Mönche, die ihn begleiteten, hatten wertvolle Geschenke aus Jerusalem in ihrem Gepäck. Zum Zeichen dafür, daß der Patriarch von Jerusalem, der Hüter der heiligsten Stätten der Christenheit, den Frankenkönig als obersten Schutzherrn anerkannte, überbrachten sie Karl den Schlüssel zum heiligen Grab sowie den Schlüssel und die Fahne der Stadt Jerusalem.

Fast noch symbolischer als die Geschenke war der Zeitpunkt ihres Eintreffens in Rom. Man schrieb den 24. Dezember des Jahres 800. Am nächsten Tag sollte Karl im Petersdom zum Kaiser gekrönt werden.

Seit dem Treffen in Paderborn war viel Zeit vergangen. Karl hatte es nicht eilig gehabt, nach Rom zu kommen. Die Untersuchungskommission unter der Leitung von Hildebald von Köln und Arn von Salzburg konnte Papst Leo nicht entlasten, an der Nordseeküste drohten die Wikinger mit Überfällen, im Juni starb Karls dritte Frau Luitgard, und schließlich gab es Weissagungen, wonach das Jahr 800 das Ende der Welt bringen werde.

Erst Anfang August versammelte der König seine Krieger in Mainz, um mit ihnen die Alpen zu überqueren. Und bevor er in Rom einzog, blieb er noch eine Weile in Ravenna, der alten Königsstadt an der Adria.

Von hier aus hatte Theoderich, der Ostgote, Italien regiert. Hier stand sein Mausoleum und das Baptisterium der Arianer. Karl bewunderte einige der ältesten und schönsten Kirchen der Welt, die mit herrlichen Mosaiken ausgestatteten Basiliken San Vitale und Sant' Apollinare Nuovo, sowie das Mausoleum der Galla Placidia.

Insgeheim fürchtete sich der König vor dem, was ihn in Rom erwartete. Der römische Adel verlangte noch immer, daß er den Papst absetzte. Sein engster Berater Alkuin war ein entschiedener Gegner der Absetzung. Karl befand sich in einer Zwickmühle. So oder so mußte die Kaiserkrönung mit einem Makel behaftet sein. Würde er den Papst absetzen und sich von seinem neu gewählten Nachfolger krönen lassen, würde das mißtrauische Byzanz und die übrige Welt annehmen, er habe den Caesarentitel erpreßt.

Auf der anderen Seite konnte er nicht einfach über die Verfehlungen Leos III. hinweggehen. Die Kaiserkrone aus einer unwürdigen Hand zu empfangen, wäre der denkbar schlechteste Beginn der neuen Kaiserdynastie.

Endlich, am 23. November 800, näherte sich Karl Rom. Zwölf Meilen vor der Stadt empfing in Leo mit großem Gefolge und höchsten Ehren.

Tags darauf fand im Vorhof des Petersdomes ein zweiter Empfang statt. Scharen von Fremden und Bürgern waren gekommen, um dem Ankommenden Lob zu singen. Die höchsten Würdenträger der katholischen Kirche begleiteten den König die Marmortreppe hinauf, wo ihn der Papst stehend erwartete.

Aus der pompösen Feier war nicht abzulesen, daß sich diesmal ein Richter und ein Angeklagter begegneten. Eine Woche später, am 1. Dezember, berief Karl eine Versammlung von Klerikern und Adeligen nach Sankt Peter ein und verkündete, daß alle dem Papst zur Last gelegten Verbrechen untersucht werden müßten. Welche Bedeutung Karl dem Gerichtsverfahren beimaß, ließ sich daran erkennen, daß er selbst den Vorsitz übernahm.

Die Versammlung tagte drei Wochen. Es war ein regelrechter Prozeß, bei dem jeder einzelne Anklagepunkt beraten wurden. Erzbischof Arn von Salzburg übernahm die Anklage, Erzbischof Rikulf von Mainz und Bischof Theodulf von Orleans verteidigten den Papst.

Natürlich wußte Karl von vorneherein, daß es nicht gelingen würde, den Papst von allen Vorwürfen freizusprechen. Doch er wollte eine Absetzung auf jeden Fall vermeiden, deshalb hatte er mit seinen Beratern einen Ausweg ersonnen.

Als es am Ende nicht zu einem eindeutigen Urteil kam, schlug der König vor, Leo solle einen Reinigungseid sprechen. Der Papst müsse schwören, daß die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nicht zuträfen.

Es war eine Art Gottesurteil, ein uralter germanischer Brauch. Mit dem Reinigungseid überließ man es Gott, den Papst im Fall einer Lüge zu strafen.

Leo nahm den Vorschlag an. Die Prozedur war demütigend, aber sie gab ihm die Möglichkeit, im Amt zu bleiben und seine Gegner vernichtend zu schlagen.

Und so bestieg Leo III. am 23. Dezember die Kanzel des Petersdomes, um die vorbereitete Erklärung vorzulesen: „Weithin, teuerste Brüder, wurde gehört und verbreitet, daß schlechte Menschen gegen mich aufgestanden sind, mich schwerer Verbrechen beschuldigen und mich verstümmeln wollten. Zur Untersuchung dieser Angelegenheit ist der gnädigste und erhabenste König Karl mit seinen Bischöfen und Vornehmen in diese Stadt gekommen. Deswegen reinige ich, Leo, Papst der heiligen römischen Kirche, von niemandem verurteilt noch gezwungen, mich aus freiem Willen in eurer Gegenwart vor Gott, der mein Gewissen kennt, von dem Vorwurf, jene verbrecherischen und verruchten Dinge, die man mir vorwirft, getan oder befohlen zu haben. Gott, vor dessen Gericht wir kommen werden, vor dessen Angesicht wir stehen, ist mein Zeuge. Und ich tue dies freiwillig, um jeden Verdacht auszuräumen, nicht weil es in den kirchlichen Satzungen vorgeschrieben wäre oder ich meinen Nachfolgern, Brüdern und Mitbischöfen dies als Gewohnheit oder Pflicht auferlegen wollte."

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