Jürgen Kehrer - Mord im Dom
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- Название:Mord im Dom
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Hildebald sollte übrigens sein Leben aushauchen, weil er der oberste Vertreter der Kirche am Hof ist und Karl die Christianisierung zur Unterdrückung unseres Volkes benutzt hat. Gerswind schließlich mußte sterben, weil sie als Sächsin in das Bett des Frankenkönigs gekrochen ist. Sie war eine Verräterin."
Hathumar senkte den Kopf und murmelte: „Du bist größenwahnsinnig. Du spielst Gott."
„Ich sagte doch, daß du davon nichts verstehst. Letztlich gehören die drei Todesurteile zu einem größeren Plan. Noch bevor die Sonne morgen früh am Horizont erscheint, wird der König durch mein Schwert sterben. Nach Lage der Dinge muß ich schnell handeln, das sächsische Heer wartet auf meine Ankunft. So bleibt mir keine Zeit, meine Rache zu genießen. Deshalb habe ich drei Menschen getötet, die ihm nahestanden. Ich wollte den großen Karl quälen, ich wollte sehen, wie er leidet."
Hathumars Augen füllten sich mit Tränen. „Das ist unmenschlich. Der Satan hat dich verführt. Thorbald, ich bitte dich inständig: Laß von deinem Vorhaben ab! Ein Krieg wäre das größte Unglück."
„Nein. Dazu ist es zu spät."
„Ich kann nicht zulassen, daß du den König tötest."
„So?" Thorbald lächelte grimmig. „Und wie willst du das verhindern?"
„Ich werde ihn warnen."
Verdutzt starrte der Herzog den Freund aus Kindheitstagen an. Dann brach er in ein gellendes Gelächter aus. „Wenn du dich sehen könntest, Hathumar! Ein armseliger, unbewaffneter Betbruder."
„Gott ist auf meiner Seite."
„Bitte ihn doch, einen Blitz auf mich zu schleudern! Ich fürchte mich nicht vor deinem Gott."
„Mein Gott ist kein Gott des Blitzes und des Donners, er ist ein Gott der Güte." Hathumar wandte sich ab und ging zu seinem Pferd. „Ich werde jetzt nach Paderborn reiten. Und wenn du einen Rest Verstand und Menschlichkeit besitzt, wirst du zu deinen Männern gehen und sie in ihre Dörfer zurückschicken."
„Halt!" brüllte Thorbald.
Der Mönch ging weiter.
„Ich werde dich töten", drohte der Herzog.
Hathumar drehte sich nicht um. Er griff nach der Mähne, um sich auf den Rücken des Pferdes zu schwingen. Da traf ihn ein Schlag am linken Bein. Er blickte nach unten und sah, wie das Blut hervorquoll. Im ersten Moment wunderte er sich, daß er keinen Schmerz spürte. Aber die ausgestreckte Hand hatte keine Kraft mehr, die Beine konnten ihn nicht mehr halten. Ehe er wußte, wie ihm geschah, lag Hathumar rücklings auf dem Waldboden. Und dann kam der Schmerz und nahm ihm fast die Besinnung.
Der Himmel verschwand in einem roten Nebel. Ein Gesicht schob sich in sein Blickfeld.
„Du hast es nicht anders gewollt", sagte das Gesicht.
„Töte mich!" flüsterte Hathumar.
Das Gesicht verschwand.
„Laß mich nicht jämmerlich verbluten, Thorbald! Schenk mir einen schnellen Tod!"
Niemand antwortete. In Hathumars Kopf pochte das Blut. Dann hörte er das leiser werdende Geräusch von davongaloppierenden Pferden.
XVI. Kapitel
Zwischen Leben und Tod
Er mußte die Blutung stillen. Hathumar fühlte, wie das Blut aus ihm herausfloß. Und wie er von Pulsschlag zu Pulsschlag schwächer wurde. Nicht aufgeben! Er durfte jetzt nicht aufgeben. Einfach so liegenzubleiben bedeutete den Tod. Und er hatte nicht das Recht, sich dem Tod zu überlassen. Denn es gab eine Chance, eine winzige Chance, daß er das hier überlebte und rechtzeitig Paderborn erreichte, um Thorbald von seinem Tun abzuhalten. Solange ein Funken Leben in ihm steckte, mußte er kämpfen.
Unglücklicherweise hatte ihm sein Schwager Wolfgang keinen Gürtel überlassen. Mit einem Gürtel wäre es einfach gewesen, das Bein abzubinden. Hathumar atmete dreimal tief durch, nahm all seine Kraft zusammen und riß ein Stück Stoff von seiner Tunika. Vor Erschöpfung wurde ihm schwarz vor Augen.
Hoffentlich war der Stoffetzen lang genug, hoffentlich würde er nicht reißen. Ohne sich aufzurichten, schlang er das Band um den Oberschenkel und schnürte einen festen Knoten. Gott sei Dank, das Band hielt. Hathumar gönnte sich eine Ruhepause. Zehn Atemzüge, mehr nicht. Wenn er einschlief, würde er nicht mehr aufwachen.
Er stützte die Arme auf und brachte sich in eine sitzende Haltung. Kalter Schweiß lief ihm über das Gesicht. Ja, die Blutung hatte aufgehört. Ein kleiner Erfolg. Eine Atempause im Kampf gegen den Tod.
Aber zu Fuß konnte er Paderborn unmöglich erreichen. Er befand sich ungefähr in der Mitte zwischen dem Heerlager der Sachsen und der Stadt. Selbst mit gesunden Beinen hätte er einen halben Tagesmarsch benötigt. Und Thorbald hatte sein Pferd mitgenommen. Also doch alles umsonst?
Wieso war er nur so vermessen gewesen, auf die Kraft seiner Worte zu vertrauen? Welche Hybris, einem bewaffneten, zu allem entschlossenen Mann mit nichts als Gottvertrauen gegenüberzutreten. Warum war er nicht geradewegs nach Paderborn geritten und hatte den König gewarnt?
Hathumar versuchte aufzustehen. Ein stechender Schmerz fuhr durch seinen Körper, die Beine konnten ihn nicht halten und er fiel wieder auf sein Hinterteil. Laut stöhnend schnappte er nach Luft. Natürlich wußte er, warum er auf Thorbald gewartet hatte. Er wollte kein Verräter sein. Schließlich war er ebenfalls Sachse. Als Kind hatte er mit seinem Volk der nächsten Schlacht entgegengefiebert, in der bangen Erwartung, die Franken einmal vernichtend schlagen zu können. Und er hatte dem Freund aus jenen Tagen die Gelegenheit geben wollen, ungeschoren davonzukommen, zumindest lebend. Denn was Karl, sollte er von dem Verrat seines Marschalls erfahren, verfügen würde, war ohnehin klar. Auf Thorbald würde ein langsamer, grauenvoller Tod warten.
Nun, er hatte sich geirrt. Dafür, daß er sich zum Richter aufgespielt hatte, war er bestraft worden. Jetzt lag er todwund auf dem Waldboden, wie ein angeschossenes Stück Wild.
Der Mönch wischte sich den Schweiß aus den Augen. War es Einbildung, oder hörte er tatsächlich den Hufschlag eines Pferdes? Nein, er irrte sich nicht. Sein Pferd kehrte zurück. Die treue Seele hatte sich losgerissen oder war von Thorbald freigelassen worden.
Das Pferd blieb vor ihm stehen. Hathumar hob seine Hand und streichelte den Kopf der Stute. Aus der Atempause, die ihm der Tod gegönnt hatte, war ein Waffenstillstand geworden.
Er konnte es schaffen. Doch wie, um Himmels Willen, sollte er auf den Rücken des Pferdes kommen?
Hathumar blickte sich um. Etwa zwanzig Schritte entfernt lag ein umgestürzter Baum. Er drehte sich auf den Bauch und kroch los. Mehr als einmal war er nahe davor, das Bewußtsein zu verlieren. Ihm war übel, der Schweiß brannte in seinen Augen, und seine Kehle war ausgedörrt. Aber er schaffte es. Er erreichte den Baum und setzte sich auf den Baumstamm.
Das Pferd war ihm gemessenen Schrittes gefolgt. Mit gutem Zureden brachte der Mönch das Tier dazu, sich parallel zum Baumstamm aufzustellen.
Der erste Versuch mußte gelingen. Einen zweiten Versuch würde es vermutlich nicht geben. Hathumar zog das gesunde Bein auf den Baumstamm und schnellte in die Höhe. Seine Hände krallten sich in der Pferdemähne fest. Das Pferd tänzelte unruhig hin und her. Er lag oben, mehr tot als lebendig, aber er lag auf dem Pferderücken.
„Lauf!" flüsterte er der Stute ins Ohr. „Lauf nach Hause!"
Das Pferd bewegte sich. Hathumar hatte keine Ahnung, ob es den Weg nach Paderborn einschlug. Das einzige, was er sah, war ein Stück Fell. Seine ganze Sorge galt dem Bemühen, nicht einzuschlafen. Sobald er einschlief, würde er herunterfallen. Und dann war es aus.
Als er aufwachte, lag er flach auf dem Rücken. Seine Hände fühlten festgestampfte Erde. Und er hörte die Stimmen von Menschen.
„Er lebt", sagte jemand. „Seht nur, er bewegt sich." Eine vertraute Stimme mischte sich unter die anderen.
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