Charlotte Link - Die Rosenzüchterin

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Hals über Kopf verläßt die junge Lehrerin Franca Palmer ihren Mann und damit ein Leben, dem sie sich nicht mehr gewachsen fühlt. Sie reist auf die Kanalinsel Guernsey und mietet sich in einem alten Haus ein, dem Rosenzüchterhaus von Le Variouf. Doch ein Geheimnis umgibt das alte Gebäude und seine Bewohner — ein Geheimnis, das seinen Anfang nahm in den Jahren, als die idyllische Insel von deutschen Truppen besetzt war, und das für Franca lebensbedrohlich wird…

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Beatrice nahm Helene den Hörer aus der Hand.»Kevin? Was gibt's? Findest du nicht auch, daß es heute viel zu heiß ist zum Arbeiten?«

«Ich kann es mir leider nicht leisten, auch nur einen Tag blauzumachen, das weißt du ja«, sagte Kevin. Er hatte eine ungewöhnlich tiefe Stimme, mit der er Frauen am Telefon halb verrückt machen konnte.»Hör zu, Beatrice, ich brauche deine Hilfe. Es ist mir wirklich peinlich, aber… könntest du mir ein wenig Geld leihen?«

«Ich?«fragte Beatrice überrascht. Kevin pumpte sich häufig Geld, vor allem im vergangenen halben Jahr, aber er wandte sich mit diesem Problem fast immer an Helene. Sie hatte einen Narren an ihm gefressen, und er konnte sicher sein, nie mit leeren Händen davongehen zu müssen.

«Es ist mir unangenehm, schon wieder bei Helene vorstellig zu werden«, sagte Kevin unbehaglich,»sie hat mir ja gerade erst mit einer größeren Summe ausgeholfen. Ich meine, wenn du…«

«Wieviel brauchst du denn?«

Er zögerte.»Eintausend Pfund«, sagte er schließlich.

Beatrice zuckte zusammen.»Das ist ziemlich viel.«

«Ich weiß. Ich zahle es auch bestimmt zurück. Du mußt dir keine Gedanken machen.«

Natürlich mußte man sich bei ihm Gedanken machen. Beatrice wußte, daß Kevin Helene noch kaum je einen Penny zurückgezahlt hatte. Er hatte das Geld einfach nicht. Er hatte nie Geld.

«Du kannst die Summe haben, Kevin«, sagte sie,»und mit dem Zurückzahlen laß dir einfach Zeit. Aber ich verstehe nicht so recht, warum du immer wieder so große Summen brauchst. Laufen deine Geschäfte so schlecht?«

«Wessen Geschäfte laufen schon gut zur Zeit«, meinte Kevin vage.»Die Konkurrenz ist groß, und die allgemeine wirtschaftliche Lage ist nicht allzu rosig. Außerdem habe ich zwei weitere Gewächshäuser gekauft, und bis sich die Ausgabe amortisiert, wird es eine ganze Weile dauern. Dann jedoch werde ich…«

«Schon gut. Komm morgen vorbei und hole dir einen Scheck ab.«

Beatrice mochte nicht seine unhaltbaren Versprechungen hören, und sie mochte ihm auch keine Vorhaltungen machen. Ihrer Ansicht nach lebte Kevin einfach auf zu großem Fuß. Die feinen Seidenkrawatten, die Cashmerepullover, der Champagner… All dies hatte seinen Preis.

Er wird nie auf einen grünen Zweig kommen, dachte sie.

«Du bist ein Schatz«, sagte Kevin nun voller Erleichterung.»Ich werde mich bei nächster Gelegenheit revanchieren.«

«Gern«, sagte Beatrice. Kevin revanchierte sich auf die immer gleiche Weise. Er konnte kochen wie ein Gott und eine herrliche Dinner-Atmosphäre schaffen — mit Blumen, Kerzen, Kristall und Kaminfeuer. Er liebte es, einen Gast zu umsorgen, zu verwöhnen. Häufig lud er Helene ein, aber das geschah aus einer gewissen Berechnung heraus. Zu Beatrice hingegen sagte er manchmal, sie sei die einzige Frau, in die er sich je verliebt habe.

Nachdem sie das Gespräch beendet hatten, blieb Beatrice noch einen Moment lang nachdenklich im Flur stehen. Sie fand, daß Kevin gehetzt geklungen hatte. Es schien eine Menge für ihn vom Erhalt des Geldes abzuhängen.

Hoffentlich sitzt er nicht tiefer im Schlamassel, als er zugibt, überlegte Beatrice.

«Was wollte Kevin denn?«fragte Helene. Sie hatte sich während des Gesprächs diskret in die Küche verzogen, tauchte nun aber wieder auf und versuchte beiläufig zu erscheinen — was nicht der Wahrheit entsprach. Helene war nie beiläufig. Sie befand sich stets in einer innerlichen Hab-achtStellung, war immer wachsam, immer angestrengt, alles mitzubekommen, was im Haus vor sich ging — vor allem, was Beatrice betraf: mit wem sie sprach und worüber, mit wem sie sich traf, was sie vorhatte und warum.

«Du bist neurotisch kontrollsüchtig!«hatte Beatrice ihr einmal entnervt entgegengeschrien, und Helene war in Tränen ausgebrochen, aber es hatte nichts geändert.

«Kevin braucht Geld«, erklärte Beatrice. Ihr war klar, daß Helene ohnehin gelauscht hatte und daß sie daher mit offenen Karten spielen konnte.»Und ich soll es ihm geben.«

«Wieviel?«

«Eintausend Pfund.«

«Eintausend Pfund?«

Helene schien wirklich verblüfft.»Schon wieder?«

«Warum? Brauchte er kürzlich erst soviel?«

«Letzte Woche. Ich habe ihm letzte Woche eintausend Pfund gegeben. Wieso kommt er nicht zu mir?«

«Wahrscheinlich genau deshalb.«

Beatrice versuchte, nicht allzu gereizt zu klingen, aber selbst

das kurze Gespräch mit Helene entnervte sie schon.»Er will nicht schon wieder bei dir antanzen und die Hand aufhalten.«

«Wozu braucht er denn ständig soviel Geld?«

«Ich weiß es nicht. Mir ist das nicht geheuer. Ich vermute, er hat einen neuen Liebhaber, der ziemlich teuer ist. Das wäre typisch Kevin.«

«Aber warum…«

«Lieber Himmel, Helene, hör bitte auf, mir Löcher in den Bauch zu fragen! Ich weiß auch nicht, was bei Kevin los ist. Wenn du es unbedingt herausfinden willst, dann geh zu ihm und frage ihn!«

«Du redest schon wieder so gereizt mit mir!«

«Weil du immer alles wissen mußt. Soll ich dir demnächst noch meine Träume aufschreiben und die Zeiten, zu denen ich auf die Toilette gehe?«

Helenes Augen füllten sich mit Tränen.»Immer bist du so häßlich zu mir! Auf Schritt und Tritt zeigst du mir, daß ich dir auf die Nerven gehe. Den ganzen Tag sitze ich da, und niemand kümmert sich um mich, und für niemanden bin ich auch nur im geringsten wichtig. Und wenn ich dann wenigstens ein bißchen an deinem Leben teilhaben will, dann…«

Wenn Helene anfing, ihre Lebensumstände zu beklagen, konnte das endlos dauern, und es würde in einem Meer von Tränen enden. Beatrice hatte nicht den Eindruck, dies jetzt ertragen zu können.

«Helene, vielleicht sollten wir ein anderes Mal deine bedauernswerte Situation besprechen. Ich würde jetzt gerne im Garten mit den Rosen weitermachen und dann losfahren, um Mae zu treffen. Meinst du, das wäre möglich?«

Sie hatte mit jener gefährlichen Höflichkeit in Stimme und Tonfall gesprochen, von der sie wußte, daß Helene sie fürchtete. Tatsächlich biß die alte Frau sich auf die Lippen und wandte sich ab. Sie würde sich jetzt in ihr Zimmer zurückziehen und ihren Tränen dort freien Lauf lassen.

Beatrice sah ihr nach, wie sie langsam die Treppe hinaufstieg, und fragte sich, warum sie unfähig war, Mitleid für die arme, neurotische Person zu empfinden. Helene war eine tief unglückliche Frau, war es immer gewesen. Sie fand einfach keinen Frieden, nicht einmal im Alter.

Und mir gelingt es nicht, sie zu bedauern, dachte Beatrice. Und sie erschrak fast selbst, als sie unwillkürlich in Gedanken hinzufügte: Es gelingt mir nicht, weil ich sie mit jedem Tag mehr hasse.

2

Franca hatte schon im Flugzeug gewußt, daß auf dieser Reise alles schieflaufen würde. Sie hatte sich in der Maschine zunächst auf den falschen Platz gesetzt und war von dem Mann, dem der Sitz zugeteilt worden war, in einer Art angefahren worden, als habe sie sich auf völlig unverzeihliche Weise an fremdem Eigentum vergriffen. Danach war sie in der Maschine umhergeirrt, bis sich eine Stewardeß ihrer erbarmt, ihre Bordkarte angesehen und sie zu ihrem Platz geleitet hatte. Einer Panikattacke nahe, war Franca in die Polster gesunken und hatte mit zitternden Fingern in ihrer Handtasche nach Tabletten gesucht, hatte die flache Schachtel schließlich gefunden und dann voller Entsetzen festgestellt, daß sie fast leer war. Das hatte es noch nie gegeben, nie war ihr so etwas passiert. Wenn sie tatsächlich einmal das Haus verließ, was selten genug vorkam, dann vergewisserte sie sich vorher ein dutzendmal, daß sie genügend Beruhigungsmittel eingesteckt hatte. Diesmal, zu Beginn einer längeren Reise, hatte sie das natürlich auch getan, aber sie hatte geglaubt, die zwei Blisterstreifen in der Schachtel seien voll bestückt.

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