Ларс Кеплер - Der Hypnotiseur
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»Wir sind in einem Lesezirkel, da muss ich doch dafür sorgen, dass er auf dem Laufenden bleibt«, erklärte Disa auf Finnlandschwedisch und legte das Buch weg.
Simone sah, dass sie Virginia Woolfs Zum Leuchtturm las.
»Die Bergwacht hat mir eine kleine Wohnung zur Verfügung gestellt«, sagte Disa lächelnd.
»Ab dem Flughafen bekommt ihr eine Polizeieskorte«, sagte Joona zu Erik.
Simone und Erik versuchten, das Angebot dankend abzulehnen. Sie hatten das Bedürfnis, mit ihrem Sohn allein zu sein, und wollten keine Polizisten mehr sehen. Als am vierten Tag bei der Visite beschlossen wurde, Benjamin zu entlassen, besorgte Simone sofort Flugtickets und zog anschließend los, um Kaffee zu holen, aber die Krankenhauscafeteria war zum ersten Mal geschlossen. Auf der Station gab es nur eine Karaffe mit Apfelsaft und ein paar Scheiben Knäckebrot. Sie verließ das Gebäude, um ein Café zu suchen, aber alles schien seltsam verlassen und geschlossen zu sein. Eine wohltuende Ruhe lag über der Stadt. Sie blieb vor einem Eisenbahngleis stehen und folgte ihm mit den Augen. In der Ferne erahnte sie in der Dunkelheit den breiten, von weißem Eis und schwarzem glitzerndem Wasser gestreiften Umefluss.
Erst in diesem Moment entspannte sie sich ein wenig. Sie dachte, dass es vorbei war. Sie hatten Benjamin zurückbekommen.
Nach der Ankunft auf dem Stockholmer Flughafen hatten sie Joona Linnas Eskorte gesehen, in deren Nähe sich geduldig etwa zehn Journalisten mit Kameras und Mikrofonen bereithielten. Wortlos nahmen sie einen anderen Ausgang und stiegen in ein Taxi.
Jetzt stehen sie unschlüssig vor dem Hotel Birger Jarl in Stockholm und gehen schließlich die Tulegatan hinunter, biegen auf die Odengatan, bleiben an der Ecke zum Sveavägen stehen und schauen sich um. Benjamin trägt einen viel zu großen Trainingsanzug aus dem Fundus der Polizei, eine Zipfelmütze – samische Touristenvariante −, die Simone ihm am Flughafen gekauft hat, und enge Fausthandschuhe. Die Stadt ist menschenleer und verwaist. Alles scheint geschlossen zu sein.
Erik sieht auf die Uhr. Es ist vier Uhr nachmittags. Eine Frau eilt mit einer großen Tüte in der Hand die Odengatan hinauf.
»Es ist Heiligabend«, sagt Simone plötzlich. »Heute ist Heiligabend.«
Benjamin sieht sie erstaunt an.
»Das erklärt, warum einem alle ein frohes Fest wünschen«, meint Erik lächelnd.
»Was sollen wir tun?«, fragt Benjamin.
»Da drüben ist offen«, sagt Erik.
»Wir sollen Weihnachten bei McDonalds essen?«, fragt Simone.
Es fängt an, eisig kalt zu nieseln, und sie beeilen sich, das Restaurant zu erreichen. Es ist ein hässlicher Flachbau, der sich unter der Rotunde der Stadtbibliothek an die Erde presst. Eine etwa sechzigjährige Frau steht wartend hinter der Theke. Sie sind die einzigen Gäste.
»Ich hätte gerne ein Glas Wein«, sagt Simone. »Aber ich fürchte, das bekommt man hier nicht.«
»Einen Milchshake, bitte«, sagt Erik.
»Vanille, Erdbeere oder Schokolade«, erwidert die Frau übellaunig.
Simone ist kurz davor, einen Lachanfall zu bekommen, beherrscht sich aber und sagt bemüht ernst:
»Erdbeere, ich nehme natürlich Erdbeere.«
»Ich auch«, meldet Benjamin sich zu Wort.
Die Frau tippt mit unwirschen Bewegungen die Bestellung ein.
»Ist das alles?«, fragt sie.
»Nimm von allem etwas«, sagt Simone zu Erik. »Wir setzen uns schon mal.«
Sie und Benjamin gehen zu den leeren Tischen.
»Fenstertisch«, flüstert sie und lächelt Benjamin an.
Sie setzt sich neben ihren Sohn, rückt eng an ihn heran und spürt Tränen über ihre Wangen laufen. Sie blickt auf das wie immer deplatziert wirkende, leere Brunnenbecken hinaus, in dem ein einsamer Skateboarder mit scharrenden und klappernden Geräuschen seine Bahnen zieht. Auf einer Bank neben der Seilbahn am Rand des Spielplatzes hinter der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sitzt eine einsame Frau. Neben ihr steht ein leerer Einkaufswagen. Der Reifen an der Seilbahn schaukelt
im Wind.
»Frierst du?«, fragt sie.
Benjamin antwortet nicht, sein Gesicht ruht auf ihrer Schulter, und er lässt es zu, dass sie ihn immer wieder auf den Kopf küsst.
Erik stellt leise ein Tablett auf den Tisch, geht ein zweites holen und beginnt, Kartons, Papierpakete und Pappbecher auf dem Tisch zu verteilen.
»Super«, sagt Benjamin und setzt sich auf.
Erik überreicht ihm ein Happy-Meal-Spielzeug.
»Frohes Fest«, sagt er.
»Danke, Papa«, sagt Benjamin grinsend und mustert die Plastikverpackung.
Simone betrachtet ihren Sohn. Er ist so furchtbar mager geworden. Aber da ist noch etwas anderes, denkt sie. Eine Bürde scheint noch auf ihm zu lasten, etwas zerrt an seinen Gedanken, setzt ihm zu und belastet ihn. Er ist nur halb anwesend. Es ist, als würde er nach innen schauen, denkt sie, als würde er auf ein Spiegelbild in einem dunklen Fenster starren.
Als sie sieht, wie Erik die Hand ausstreckt und seinem Sohn über die Wange streicht, muss sie wieder weinen. Sie wendet sich ab, flüstert Entschuldigung und sieht eine Plastiktüte aus einer Mülltonne hochfliegen und an der Fensterscheibe kleben.
»Sollen wir versuchen, etwas zu essen?«, fragt Erik.
Benjamin faltet das Papier um einen großen Burger auseinander, als Eriks Handy klingelt. Er sieht im Display, dass es Joona ist.
»Frohes Fest, Joona«, meldet er sich.
»Erik«, sagt Joona am anderen Ende. »Seid ihr in Stockholm?«
»Wir sind gerade beim Weihnachtsessen.«
»Erinnerst du dich, dass ich gesagt habe, wir werden deinen Sohn finden?«
»Ja, daran erinnere ich mich.«
»Du hattest manchmal deine Zweifel, als wir …«
»Ja«, sagt Erik.
»Aber ich wusste, dass alles gut ausgehen würde«, fährt Joona ernst fort.
»Das kann ich von mir nicht behaupten.«
»Ich weiß, das habe ich gemerkt«, erwidert Joona. »Und deshalb gibt es etwas, was ich dir sagen muss.«
»Ja?«
»Was habe ich dir gesagt«, antwortet Joona.
»Wie bitte?«
»Ich hatte Recht – oder etwa nicht?«
»Doch«, antwortet Erik.
»Frohes Fest«, sagt Joona und beendet das Gespräch.
Erik starrt erstaunt vor sich hin und sieht dann Simone an. Er betrachtet ihren durchsichtigen Teint und den breiten Mund. In der letzten Zeit sind die Sorgenfalten um die Augen tiefer geworden. Sie lächelt ihn an, und er folgt ihrem Blick, als sie sich Benjamin zuwendet.
Erik betrachtet seinen Sohn längere Zeit. Sein Hals schmerzt von unterdrückten Tränen. Benjamin isst mit ernstem Gesicht Pommes frites. Er ist weit weg. Sein Blick ist nach innen gerichtet, er ist in seine Erinnerungen und die Leere zwischen ihnen versunken. Erik streckt den gesunden Arm aus, drückt die Finger seines Sohns, woraufhin dieser aufschaut.
»Frohes Fest, Papa«, sagt Benjamin lächelnd. »Hier, ich schenke dir ein paar Pommes frites.«
»Sollen wir das Essen mitnehmen und zu Großvater fahren?«, sagt Erik.
»Meinst du das ernst?«, fragt Simone.
»Es macht doch sicher keinen Spaß, im Krankenhaus zu liegen.«
Simone lächelt ihn an und ruft ein Taxi. Benjamin geht zu der Frau an der Theke und bittet um eine Tüte für das Essen.
Als sie im Taxi am Odenplan vorbeifahren, sieht Erik das Spiegelbild seiner Familie im Fenster und gleichzeitig den riesigen, geschmückten Weihnachtsbaum auf dem Platz. Wie beim Ringelreihen gleiten sie an dem Baum vorbei. Hoch und breit steht er dort mit Hunderten kleiner Lichter, die sich zu einem glänzenden Stern hochschlängeln.
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