Ларс Кеплер - Der Hypnotiseur
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»Da!«, ruft sie. »Da drüben ist jemand.«
Der Waldsaum auf der anderen Seite der Straße ist dunkel, der Schnee liegt dicht zwischen den Stämmen, die Äste hängen schwer, überladen herab. Sie steigt aus dem Auto und hört Joona rufen, dass sie warten soll. Simone versucht, zwischen den Bäumen etwas zu sehen. Erik holt sie ein.
»Ich habe jemanden gesehen«, flüstert sie.
Joona zieht die Handbremse, greift schnell nach seiner Waffe und folgt ihnen. Simone eilt zum Waldsaum und sieht wieder den Mann, diesmal jedoch etwas tiefer im Wald.
»Hallo, warten Sie«, ruft Simone.
Sie läuft ein paar Schritte, bleibt dann aber stehen, als sie dem Blick des Mannes begegnet. Es ist ein Greis mit einem zerfurchten und vollkommen ruhigen Gesicht. Er ist sehr klein, reicht ihr kaum bis zur Brust und trägt einen dicken, steifen Anorak und eine Jeans. In der Hand hält er ein eisgrünes Handy, das er zuklappt und in die Tasche steckt.
»Entschuldigen Sie die Störung«, sagt Simone.
Er erwidert leise etwas, das sie nicht versteht, schlägt anschließend die Augen nieder und murmelt etwas. Erik und Joona kommen vorsichtig näher. Joona hält seine Waffe unter der Jacke verborgen.
»Es klingt, als würde er Finnisch sprechen«, sagt Simone.
»Wartet«, sagt Joona und wendet sich dem Mann zu.
Erik hört, dass Joona sich vorstellt, auf das Auto zeigt und dann Jussis Namen ausspricht. Er spricht ruhig und relativ leise Finnisch. Der alte Mann nickt bedächtig und zieht eine Zigarettenschachtel aus der Jacke. Dann schaut er hoch, als würde er nach etwas Ausschau halten und gleichzeitig horchen. Er schüttelt eine Zigarette heraus, betrachtet sie und stellt Joona mit ruhiger und melodisch glucksender Stimme eine Frage, erhält eine Antwort und schüttelt anschließend bedauernd den Kopf. Er sieht Erik und Simone mitfühlend an. Als er ihnen Zigaretten anbietet, hat Erik genügend Geistesgegenwart, eine anzunehmen, ihm zu danken und sich das Plastikfeuerzeug mit Betty Boop auf der Seite auszuleihen.
Der Same knipst den Filter von seiner Zigarette ab, steckt sie sich zwischen die Lippen und zündet sie an. Simone hört, dass er Joona umständlich etwas erklärt. Er bricht einen Zweig von einem Baum ab und zeichnet ein paar Striche in den Schnee. Joona beugt sich über die Schneekarte, zeigt und fragt nach. Er zieht einen kleinen Notizblock aus der Jackentasche und zeichnet die Karte ab. Simone flüstert »Danke«, als sie zum Auto zurückkehren. Der kleine Mann dreht sich um, zeigt in den Wald hinein und entfernt sich auf einem schmalen Pfad zwischen den Bäumen.
Sie gehen mit schnellen Schritten zum Auto zurück, dessen Türen offen gestanden haben, sodass die Sitze jetzt so kalt sind, dass sie am Rücken und an den Oberschenkeln brennen.
Joona gibt Erik den Zettel, auf dem er die Anweisungen des alten Mannes kopiert hat.
»Er sprach einen seltsamen samischen Dialekt, ich habe nicht alles verstanden. Er redete vom Land der Familie Kroik.«
»Aber er kannte Jussi?«
»Ja, wenn ich es richtig verstanden habe, besitzt Jussi ein zweites Haus, eine Jagdhütte, die noch tiefer im Wald liegt. Links soll ein See auftauchen. Wir können bis zu einer Stelle fahren, an der man zur Erinnerung an das alte Sommerlager der Samen drei große Findlinge aufgestellt hat. Ab da ist die Straße nicht mehr geräumt, und wir müssen in nördliche Richtung durch den Schnee gehen, bis wir einen alten Wohnwagen sehen.«
Joona wirft Erik und Simone einen ironischen Blick zu und ergänzt:
»Der Alte meinte, wenn wir im Eis des Waldsees einbrechen, sind wir zu weit gegangen.«
Vierzig Minuten später halten sie bei den drei Steinen, die von der Gemeinde Dorotea als Denkmal errichtet worden sind. Die Scheinwerfer machen alles grau und werfen Schatten. Die Steine tauchen für ein paar Sekunden auf und verschwinden anschließend wieder in der Dunkelheit.
Joona parkt den Wagen am Waldsaum und sagt, dass er ihn eigentlich mit ein paar Zweigen tarnen müsste, sie dafür aber keine Zeit haben. Er wirft einen kurzen Blick in den Sternenhimmel und geht schnell los. Die anderen folgen ihm. Der Harsch liegt wie eine schwere, starre Scheibe auf dem hohen, porösen Schnee. Sie bewegen sich möglichst leise. Die Anweisungen des alten Mannes stimmen: Nach einem halben Kilometer erblicken sie einen schneebedeckten, verrosteten Wohnwagen. Sie weichen vom Waldweg ab und sehen, dass auf dem neuen Pfad Menschen gegangen sind. Unter ihnen liegt ein Haus im Schnee. Aus dem Schornstein steigt Rauch auf. In dem Licht, das durch die Fensterscheiben ins Freie fällt, sehen die Wände minzgrün aus.
Das ist Jussis Haus, denkt Erik. Das ist das verwunschene Schloss.
Auf dem weitläufigen Hof erkennt man große dunkle Konturen. Der verschneite Fahrzeugpark formt ein eigentümliches Labyrinth.
Knirschend bewegen sie sich langsam auf das Haus zu. Sie gehen in den engen Gängen zwischen aufgebockten und schneebedeckten Autowracks, Linienbussen, Mähdreschern, Pflügen und Scootern hindurch.
Sie sehen eine Gestalt, die sich im Haus am Fenster vorbeibewegt, irgendetwas geschieht dort, die Bewegungen sind schnell. Erik kann nicht länger warten, er läuft auf das Haus zu, die Konsequenzen sind ihm egal, er muss jetzt endlich Benjamin finden, koste es, was es wolle. Simone folgt ihm keuchend. Sie nähern sich auf dem Harsch und bleiben vor der Kante zu einem freigeschaufelten Weg stehen. Am Haus lehnen eine Schaufel und ein Schlitten aus Aluminium. Man hört einen erstickten Schrei und rasches Poltern. Jemand schaut aus dem Fenster. Am Waldrand wird ein Zweig abgebrochen. Die Tür zum Holzschuppen schlägt. Simone atmet schnell. Sie nähern sich dem Haus. Die Person am Fenster ist verschwunden. Der Wind streicht durch die Baumwipfel. Dünner Schnee wirbelt über dem Harsch. Plötzlich schlägt jemand die Tür auf, und sie werden von einem Lichtstrahl geblendet. Jemand leuchtet sie mit einer starken Taschenlampe an. Sie blinzeln und halten die Hände schützend vor ihre Augen, um etwas sehen zu können.
»Benjamin?«, ruft Erik fragend.
Als der Lichtkegel gesenkt wird, sieht er, dass Lydia vor ihnen steht. Sie hält eine große Schere in der Hand. Das Licht der Taschenlampe fällt jetzt auf eine Gestalt im Schnee. Es ist Jussi. Sein Gesicht ist erfroren, blaugrau, die Augen sind geschlossen, in seiner Brust steckt eine Axt, und er ist von gefrorenem Blut bedeckt. Simone steht schweigend neben Erik, und er hört an ihren kurzen, erschreckten Atemzügen, dass auch sie die Leiche gesehen hat. Im selben Augenblick erkennt er, dass Joona nicht mehr bei ihnen ist. Er muss einen anderen Weg genommen haben, denkt Erik. Wenn es mir gelingt, Lydia lange genug hinzuhalten, kann er sich von hinten anschleichen.
»Lydia«, sagt Erik. »Schön, dich wiederzusehen.«
Sie rührt sich nicht von der Stelle und sieht Erik und Simone wortlos an. Die Schere schimmert in ihrer Hand, baumelt lose herab. Das Licht der Lampe funkelt auf dem grauen Grund des Gangs.
»Wir sind gekommen, um Benjamin abzuholen«, erklärt Erik ruhig.
»Benjamin«, erwidert Lydia. »Wer ist das?«
»Das ist mein Kind«, sagt Simone halb erstickt.
Erik versucht, ihr mit einer Geste klarzumachen, dass sie still sein soll, und vielleicht sieht sie es, denn sie weicht einen kleinen Schritt zurück und bemüht sich, ruhiger zu atmen.
»Ich habe hier keine anderen Kinder gesehen, nur mein eigenes«, sagt Lydia bedächtig.
»Lydia, hör mir zu«, sagt Erik. »Wenn wir Benjamin bekommen, gehen wir wieder und vergessen das Ganze. Ich schwöre, dass ich nie, nie wieder jemanden hypnoti…«
»Aber ich habe ihn nicht gesehen«, beharrt Lydia und wirft einen Blick auf die Schere. »Hier gibt es nur mich und meinen Kasper.«
»Lass uns, lass uns ihm nur seine Medikamente geben«, bittet Erik und merkt, dass seine Stimme zittert.
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