Ларс Кеплер - Der Hypnotiseur

Здесь есть возможность читать онлайн «Ларс Кеплер - Der Hypnotiseur» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Старинная литература, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Hypnotiseur: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Hypnotiseur»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der Hypnotiseur — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Hypnotiseur», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Das Eis donnert und kracht gewaltig. Erik bleibt am Ufer stehen und versucht, etwas zu sehen. Er erkennt, dass das Eis nachgegeben hat und der Bus eingebrochen ist. Die Räder drehen durch, reißen das Eisloch dadurch aber nur noch größer.

Erik reißt den Rettungsreifen an der Badestelle von seinem Ständer und läuft aufs Eis hinaus. Die Beleuchtung in dem schwimmenden Bus lässt das Fahrzeug schimmern wie eine frostige Glasglocke. Schwere Eisschollen werden abgebrochen und drehen sich im schwarzen Wasser.

Erik glaubt, im aufgewühlten Wasser hinter dem Bus ein weißes Gesicht zu erkennen.

»Benjamin«, schreit er.

Wellen schlagen auf das Eis und machen es unter seinen Füßen glitschig. Schnell packt er die Leine, die an dem Rettungsring befestigt ist, und bindet sie sich fest um die Taille, damit er sie nicht verliert. Er wirft den Rettungsring aus, kann in dem dunklen Wasser aber niemanden mehr sehen. Der Frontmotor des Busses arbeitet heulend. Die Rücklichter werfen rotes Licht auf Eismatsch und Schnee.

Der vordere Teil des Fahrzeugs senkt sich, sodass nur noch das Dach zu sehen ist. Die Scheinwerfer verschwinden im Wasser. Der Motor ist nicht mehr zu hören. Es wird fast still. Das Eis knirscht und kracht, und das Wasser gluckert träge. Plötzlich sieht Erik, dass Benjamin und Lydia noch in dem Bus sind, dessen Boden sich neigt. Sie bewegen sich nach hinten. Benjamin klammert sich an eine Stange. Das Dach ist am Fahrersitz fast auf einer Höhe mit dem Eis. Erik läuft zum Eisloch und springt auf den Bus. Das große Fahrzeug schaukelt unter ihm. Hinter sich hört er Simone rufen, die jetzt auch das Ufer erreicht hat. Erik kriecht zur Dachluke, richtet sich auf und tritt sie heraus. Glassplitter regnen auf Sitze und Boden herab. Erik hat nur einen Gedanken, Benjamin aus dem sinkenden Bus zu schaffen. Er klettert hinab, schafft es, sich mit den Füßen an der Rückenlehne eines Sitzes abzustützen und hinunterzulassen. Benjamin scheint panische Angst zu haben, er trägt nur einen Schlafanzug und blutet aus der Nase und einer kleinen Wunde auf seiner Wange.

»Papa«, flüstert er.

Erik folgt seinem Blick, der auf Lydia gerichtet ist. Sie steht am hinteren Ende des Busses, ihr Gesicht ist verschlossen. Sie hält das Gewehr in der Hand und hat einen blutverschmierten Mund. Der gesamte Fahrersitz steht mittlerweile unter Wasser. Der Bus sinkt noch ein Stück, und der Boden neigt sich steiler. Wasser dringt zwischen den Gummileisten der Mitteltüren ein.

»Wir müssen raus aus dem Bus«, ruft Erik.

Lydia schüttelt nur langsam den Kopf.

»Benjamin«, sagt Erik, ohne Lydia aus den Augen zu lassen. »Steig auf meine Schultern und klettere durch die Dachluke.«

Benjamin sagt nichts, tut aber, was Erik sagt. Er kommt taumelnd näher, steigt auf einen Sitz und von da aus auf Eriks Rücken und Schultern. Als seine Hände die offene Luke erreichen, hebt Lydia das Gewehr und schießt. Erik spürt keinen Schmerz, nur einen Schlag gegen die Schulter, der so hart ist, dass er umgeworfen wird. Erst als er wieder aufsteht, spürt er den Schmerz und das warme Blut. Benjamin baumelt von der Dachluke herab. Erik geht zu ihm und hilft ihm mit dem gesunden Arm hinauf, obwohl er sieht, dass Lydia erneut auf ihn anlegt. Benjamin ist schon auf dem Dach, als sie den nächsten Schuss abfeuert. Die Kugel streicht an Eriks Hüfte vorbei und zersplittert eine große Fensterscheibe neben ihm, sodass sich eisiges Wasser in den Bus ergießt, der nun rasch vollläuft. Erik versucht, die Dachluke zu erreichen, aber der Bus kippt auf die Seite und er gerät unter Wasser.

Durch den Schock der eisigen Kälte schwinden ihm für Sekundenbruchteile die Sinne. Seine Beine treten in Panik, und er taucht auf und füllt seine Lunge mit Luft. Der Bus versinkt langsam und metallisch krachend. Er kippt weiter, und Erik bekommt einen Schlag gegen den Kopf und sinkt erneut unter Wasser. In seinen Ohren rauscht es, unfassbare Kälte umschließt ihn. Durch das Fenster sieht er die Scheinwerfer in die Tiefe des Waldsees leuchten. Sein Herz pocht. Gesicht und Kopf spannen. Das Wasser ist so lähmend kalt, dass er sich nicht bewegen kann. Er sieht Lydia unter Wasser, sie hält sich mit dem Rücken zur letzten Sitzbank des Busses an einer Stange fest. Er sieht die offene Dachluke und das herausgeschossene Fenster und weiß, dass der Bus sinkt, weiß, dass er schwimmen muss und die Zeit drängt und er kämpfen muss, aber seine Arme gehorchen ihm nicht. Er ist fast schwerelos, hat aber kein Gefühl in den Beinen. Er versucht, sich zu bewegen, aber es fällt ihm schwer, seine Bewegungen zu koordinieren.

Erik sieht, dass ihn das Blut aus seiner Schulterwunde wie eine Wolke umschwebt.

Plötzlich begegnet er Lydias Blick, sie sieht ihm ruhig in die Augen. Sie hängen regungslos im eisigen Wasser und betrachten einander.

Lydias Haare wehen im Wasser, und aus ihrer Nase strömen perlend kleine Luftblasen.

Erik muss atmen, sein Hals spannt sich an, aber noch wehrt er sich gegen den Drang seiner Lunge, Sauerstoff einzuatmen. Seine Schläfen pochen, und in seinem Kopf blitzt weißes Licht auf.

Seine Körpertemperatur ist inzwischen so niedrig, dass er bald das Bewusstsein verlieren wird. In seinen Ohren klingelt es immer lauter.

Erik denkt an Simone und an Benjamin, der überleben wird. Es ist wie in einem Traum, so frei in dem eisigen Wasser zu treiben. Mit merkwürdiger Klarheit erkennt er, dass der Augenblick seines Todes gekommen ist, und in seinem Inneren wallt panische Angst auf.

Er weiß nicht, wo oben und unten ist, fühlt seinen Körper nicht, kann hell und dunkel nicht mehr unterscheiden. Auf einmal kommt ihm das Wasser warm, fast heiß vor. Er denkt, dass er jeden Moment den Mund öffnen und nachgeben, das Ende kommen lassen und seine Lunge mit Wasser füllen muss. Neue, seltsame Gedanken schießen ihm durch den Kopf, als plötzlich etwas geschieht. Er spürt, dass sich das Seil um seine Taille spannt. Er hat vergessen, dass er sich die lange Leine umgebunden hat, die mit dem Rettungsring verbunden ist. Jetzt hängt das Seil an etwas fest, und er wird schwerfällig zur Seite gezogen. Er kann nichts dagegen tun, hat keine Kraft mehr. Unwiderstehlich wird sein schlaffer Körper um eine Stange und anschließend durch die Dachluke nach oben gezogen. Sein Hinterkopf stößt an, und er verliert einen Schuh. Dann ist er im schwarzen Wasser. Er wird hochgezogen und sieht den Bus ohne ihn in der Tiefe versinken und die schemenhafte Gestalt Lydias in dem leuchtenden Käfig, der lautlos zum Grund des Sees fällt.

54.

Donnerstag, der vierundzwanzigste Dezember

Simone, Erik und Benjamin erreichen unter einem bereits dunklen Himmel ein graues Stockholm. Regen liegt in der Luft, und ein fast purpurfarbener Dunst umgibt die Stadt. Überall leuchten bunte Lichterketten in Weihnachtsbäumen, und in den Schaufenstern stehen Weihnachtsmänner zwischen glitzernder Dekoration.

Der Taxifahrer, der sie vor dem Hotel Birger Jarl absetzt, trägt eine Weihnachtsmannmütze. Er winkt ihnen im Rückspiegel mit finsterer Miene zu, und sie sehen, dass er an das Taxischild auf dem Autodach einen Weihnachtsmann aus Plastik montiert hat.

Simone wirft einen Blick in die Hotellobby und zu den dunklen Fenstern des geschlossenen Hotelrestaurants und sagt, dass es schon eigenartig ist, im Hotel zu wohnen, wenn man nur zweihundert Meter von zu Hause entfernt ist.

»Aber ich will unsere Wohnung nicht mehr betreten«, sagt sie.

»Das ist doch klar«, erwidert Erik.

»Nie wieder.«

»Ich auch nicht«, stimmt Benjamin ihr zu.

»Was sollen wir machen?«, fragt Erik. »Ins Kino gehen?«

»Ich habe Hunger«, meint Benjamin leise.

Als der Rettungshubschrauber das Krankenhaus von Umeå erreichte, war Erik stark unterkühlt gewesen. Die Schussverletzung erwies sich als harmlos, die halbummantelte Kugel hatte den linken Schultermuskel glatt durchschossen und den Oberarmknochen nur oberflächlich verletzt. Nach der Operation teilte er sich ein Zimmer mit Benjamin, der mit Medikamenten versorgt und beobachtet wurde. Benjamin hatte keine schweren Blutungen erlitten und erholte sich schnell. Nach einem Tag im Krankenhaus quengelte er schon, weil er nach Hause wollte. Anfangs waren Erik und Simone dagegen gewesen. Wegen seiner Krankheit war es besser, wenn er noch etwas länger beobachtet wurde. Außerdem sollte er mit jemandem sprechen, um seine Erlebnisse zu verarbeiten.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Hypnotiseur»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Hypnotiseur» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Ларс Кеплер - Stalker
Ларс Кеплер
Ларс Кеплер - Гипнотизер
Ларс Кеплер
Ларс Кеплер - Контракт Паганини
Ларс Кеплер
Ларс Кеплер - Соглядатай
Ларс Кеплер
Ларс Кеплер - Песочный человек
Ларс Кеплер
Ларс Кеплер - Призраки не лгут
Ларс Кеплер
Ларс Кеплер - Hipnotizuotojas
Ларс Кеплер
Ларс Кеплер - Свидетел на огъня
Ларс Кеплер
Ларс Кеплер - Гипнотизер [litres]
Ларс Кеплер
Ларс Кеплер - Лазарь
Ларс Кеплер
Отзывы о книге «Der Hypnotiseur»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Hypnotiseur» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x