Ларс Кеплер - Der Hypnotiseur
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Lydia gibt ihr eine schallende Ohrfeige. Sie packt Annbritts kräftigen Oberarm und schiebt sie zu Benjamin.
»Kasper hat seine Nase überall hineingesteckt, und deshalb wird er sie jetzt verlieren.«
Annbritt reibt sich fast abwesend die Wange und greift zur Schere. Marek tritt hinzu, hält Benjamins Kopf fest und dreht sein Gesicht in Annbritts Richtung. Die Schenkel der Schere schimmern metallisch, und er sieht das nervöse Gesicht der Frau, die Tics um Augen und Mund, die zitternden Hände.
»Jetzt schneid schon« brüllt Lydia.
Annbritt steht mit erhobener Schere vor Benjamin und weint laut.
»Ich bin Bluter«, jammert Benjamin, »wenn du das tust, sterbe ich. Ich bin Bluter!«
Annbritts Hände zittern, als sie die Schenkel vor ihm zuschnappen und die Schere fallen lässt.
»Ich kann das nicht«, schluchzt sie. »Es geht nicht … Von der Schere bekomme ich Schmerzen in den Händen, ich kann sie nicht halten.«
»Wir sind eine Familie«, sagt Lydia mit strenger Müdigkeit, während sie sich mühsam bückt und die Schere aufhebt.
»Du gehorchst mir und respektierst mich – hast du verstanden!«
»Ich habe doch gesagt, dass meine Hände wehtun! Die Schere ist zu groß für …«
»Sei still«, unterbricht Lydia sie und schlägt ihr mit dem Griff der Schere hart auf den Mund. Annbritt wimmert, tritt einen Schritt zur Seite, lehnt sich unsicher an die Wand und hält eine Hand vor die blutigen Lippen.
»Die Sonntage sind für die Züchtigung bestimmt«, sagt Lydia keuchend.
»Ich will nicht«, fleht Annbritt. »Bitte … ich will nicht.«
»Komm jetzt«, sagt Lydia ungeduldig.
Annbritt schüttelt nur den Kopf und flüstert etwas.
»Was hast du gesagt? Hast du mich eine Fotze genannt?«
»Nein, nein«, heult sie und streckt die Hand aus. »Ich mache es«, schluchzt sie. »Ich schneide ihm die Nase ab. Ich helfe euch. Es tut nicht weh, es geht schnell vorbei.«
Lydia gibt ihr zufrieden die Schere. Annbritt geht zu Benjamin, streichelt ihm den Kopf und flüstert schnell: »Hab keine Angst. Lauf einfach los, lauf, so schnell du kannst.«
Benjamin sieht sie fragend an und versucht, ihren ängstlichen Blick und zitternden Mund zu deuten. Annbritt hebt die Schere, dreht sich dann jedoch zu Lydia um und sticht einigermaßen kraftlos zu. Benjamin sieht, wie Lydia sich gegen Annbritts Attacke wehrt und Marek das kräftige Handgelenk der Frau packt, ihren Arm streckt und ihr die Schulter auskugelt. Annbritt schreit vor Schmerz auf. Benjamin ist schon aus dem Zimmer, als Lydia die Schere aufhebt und sich rittlings auf Annbritts Brust setzt. Annbritt wirft den Kopf hin und her, um den Klingen zu entkommen.
Als Benjamin die beißende Kälte der Eingangstreppe erreicht, hört er Annbritt schreien und husten.
Lydia wischt sich Blut von der Wange und schaut sich nach dem Jungen um.
Benjamin geht schnell durch den freigeschaufelten Gang.
Marek nimmt den Elchstutzen von der Wand, aber Lydia hält ihn zurück.
»Das wird ihm eine Lehre sein«, sagt sie. »Kasper ist barfuß und hat nur einen Schlafanzug an. Wenn er friert, wird er schon zu seiner Mama zurückkommen.«
»Sonst stirbt er«, erwidert Marek.
Benjamin isst Schnee und ignoriert seine Schmerzen. Er rutscht aus und fällt hin, rappelt sich aber wieder auf, läuft ein Stück und spürt seine Füße nicht mehr. Marek schreit ihm im Haus etwas hinterher. Benjamin weiß, dass er vor ihm nicht weglaufen kann, dafür ist er zu klein und zu schwach. Das Beste wird sein, sich in der Dunkelheit zu verstecken und den Weg zu dem Badesee zu suchen, sobald sich die Lage beruhigt hat. Vielleicht findet er dort einen Eisangler. Jussi hat davon gesprochen, dass der tiefe Waldsee erst vor einer Woche zugefroren ist. Bisher ist es ein milder Winter gewesen.
Benjamin muss stehen bleiben, horcht auf Schritte, legt eine Hand auf einen verrosteten Pick-up, blickt zum schwarzen Waldsaum hoch und läuft weiter. Bald wird er nicht mehr weitergehen können, sein ganzer Körper brennt vor Kälte und Schmerz. Er fällt hin und kriecht unter eine starre Plane, die einen Traktor schützt, krabbelt weiter durch das erfrorene Gras darunter, am nächsten Fahrzeug vorbei und richtet sich anschließend auf. Er sieht, dass er zwischen zwei Bussen steht. Er tastet sich vor, findet an einem der Busse ein offenes Fenster und schafft es, auf den großen Busreifen zu klettern und sich durch die Öffnung hineinzuschlängeln. In der Dunkelheit findet er auf einem Sitz mehrere alte Teppiche, in die er sich wickelt.
53.
Sonntagmorgen, der zwanzigste Dezember,
vierter Advent
Das rote Gebäude des Flughafens von Vilhelmina liegt verlassen in der weiten, weißen Landschaft. Es ist zehn Uhr, aber die Dämmerung lässt an diesem vierten Adventssonntag noch auf sich warten. Scheinwerfer beleuchten die betonierte Start- und Landebahn. Nach einem neunzigminütigen Flug rollt die Maschine langsam zum Terminal.
In der Wartehalle ist es warm und erstaunlich gemütlich. Aus den Lautsprechern ertönt Weihnachtsmusik, und aus einem Geschäft, das wie eine Kombination aus Zeitschriftenhandel, Information und Cafeteria aussieht, strömt Kaffeeduft. Breite Reihen sogenannter samischer Handwerksprodukte, Buttermesser, hölzerne Schöpfkellen und Birkenrindenrucksäcke, hängen vor dem Geschäft. Simone starrt ausdruckslos die Samenmützen auf einem Ständer an. Der Gedanke an diese uralte Jägerkultur, die gezwungen wird, in Form von bunten Mützen mit roten Zipfeln für scherzende Touristen wiederaufzuerstehen, macht sie sehr traurig. Die Zeit hat den Schamanismus der Samen verdrängt, die Leute hängen sich die Zaubertrommeln stattdessen über die Couch, und die Rentierzucht ist auf dem besten Weg, sich in eine Show für Touristen zu verwandeln.
Joona zieht sein Handy heraus und wählt eine Nummer, während Erik auf einen Taxibus zeigt, der vor dem leeren Ausgang wartet. Joona schüttelt den Kopf und redet immer ärgerlicher auf jemanden ein. Erik und Simone hören eine dumpfe Stimme in der Leitung. Als Joona das Telefon zuklappt, ist sein Gesicht verschlossen. Seine eisig leuchtenden Augen sind vor Ernst geschärft.
»Was ist?«, fragt Erik.
Joona streckt den Hals, um zum Fenster hinauszuschauen.
»Die Polizisten, die zu dem Haus hinausgefahren sind, haben sich immer noch nicht gemeldet«, sagt er mit abwesender Stimme.
»Das klingt nicht gut«, erwidert Erik leise.
»Ich werde mit der Polizeiwache sprechen.«
Simone versucht, Erik mit sich zu ziehen.
»Wir können hier doch nicht nur herumsitzen und warten.«
»Das werden wir auch nicht«, entgegnet Joona. »Wir bekommen ein Auto – es müsste eigentlich schon da sein.«
»Großer Gott«, seufzt Simone. »Das dauert alles so lange.«
»Die Entfernungen sind hier oben ein bisschen größer«, sagt Joona mit einem stechenden Funkeln in den Augen.
Simone zuckt mit den Schultern. Sie gehen zum Ausgang, und als sie die Türen passiert haben, schlägt ihnen die ganz andere, trockene Kälte Lapplands entgegen. Zwei dunkelblaue Wagen halten vor ihnen, und zwei Männer in den orangen Uniformen der Bergwacht steigen aus.
»Joona Linna?«, fragt einer der beiden.
Joona nickt kurz.
»Wir sollten Ihnen ein Auto bringen.«
»Die Bergwacht«, sagt Erik gestresst. »Wo ist die Polizei?«
Einer der Männer streckt sich und erklärt gereizt:
»Hier oben ist das kein großer Unterschied. Die Polizei, der Zoll, die Bergwacht – wir arbeiten alle zusammen, wie es sich gerade ergibt.«
Der andere Mann mischt sich ein:
»Wir haben im Moment zu wenig Leute, Weihnachten steht vor der Tür und so …«
Sie bleiben schweigend stehen. Erik wirkt mittlerweile völlig verzweifelt. Er öffnet den Mund, um etwas zu sagen, aber Joona kommt ihm zuvor:
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