Ларс Кеплер - Der Hypnotiseur
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Als Benjamin sich aufsetzt, wird ihm schwindlig. Er sieht, dass Jussi von Lydia die Leine übernommen hat. Benjamins Knie sind steif, und ein bohrender Schmerz schießt in seinen Oberschenkel hoch, als er losgeht. Jeder Schritt ist unerträglich, aber er beißt die Zähne zusammen, um keinen Mucks von sich zu geben. Er will Lydia nicht stören, sie nicht reizen.
Im Flur hängen Diplome an den Wänden. Licht spendet eine Wandlampe aus Messing mit Milchglasschirmen. Auf dem korkfarbenen Kunststoffboden steht eine Supermarkttüte mit der Aufschrift: Qualität, Leistung, Service .
»Ich muss kacken«, sagt Jussi und lässt die Leine los. »Warte im Eingang, wenn du zurückkommst.«
Jussi greift sich an den Bauch, verschwindet schnaufend in der Toilette und schließt sich ein. Benjamin blickt zurück, sieht durch den Türspalt Annbritts breiten, runden Rücken und hört Marek über griechische Pizzen reden.
An einem Haken im Flur hängt Lydias dunkelgrüne Steppjacke. Benjamin durchsucht die Taschen, findet die Schlüssel zum Haus, ein goldfarbenes Portemonnaie und sein Handy. Als er sieht, dass der Akku zumindest noch für ein Gespräch reichen müsste, schlägt sein Herz schneller. Er schleicht sich durch die selbsttätig zufallende Tür in den Eingangsbereich, an der Tür zur Speisekammer vorbei und in die betäubende Kälte hinaus. Der Empfang ist schlecht. Er läuft barfuß ein Stück auf dem freigeschaufelten Gang im Schnee, der zum Brennholzschuppen führt. In der Dunkelheit erahnt er die sanft geschwungenen Schneeformationen auf den alten Bussen und Autos. Seine Hände sind steif und zittern vor Kälte. Die erste Nummer, die er findet, ist die von Simones Handy. Er wählt sie und hält sich zitternd das Telefon ans Ohr. Er hört die ersten knisternden Klingeltöne, als die Tür zum Haus aufgeht. Es ist Jussi. Sie sehen sich an. Benjamin kommt nicht auf die Idee, das Telefon zu verstecken. Vielleicht sollte er wegrennen, aber er weiß nicht wohin. Jussi kommt mit großen Schritten auf ihn zu, sein Gesicht ist blass und besorgt.
»Bist du fertig?«, fragt er mit lauter Stimme.
Jussi ist bei Benjamin, sieht ihm in die Augen, es ist eine Abmachung, er nimmt Benjamin das Telefon ab und geht zum Holzschuppen, als Lydia aus dem Haus tritt.
»Was treibt ihr da?«, fragt sie.
»Ich geh noch Holz holen«, ruft Jussi und versteckt das Telefon unter seiner Jacke.
»Ich bin fertig«, sagt Benjamin.
Lydia bleibt in der Tür stehen und lässt Benjamin ins Haus.
Sobald Jussi im Holzschuppen ist, blickt er auf das Handy und sieht, das in dem hellblauen Display »Mama« steht. Trotz der Kälte steigt ihm der Duft von Holz und Harz in die Nase. Im Schuppen ist es stockfinster, das Telefon ist die einzige Lichtquelle. Jussi hält es sich ans Ohr und hört, dass sich jemand meldet.
»Hallo«, sagt ein Mann. »Hallo?«
»Erik, bist du’s?«, fragt Jussi.
»Nein, hier spricht …«
»Ich heiße Jussi, könnten Sie Erik bitte etwas von mir ausrichten, es ist wichtig, wir sind hier oben, bei mir zu Hause, ich und Lydia und Marek und …«
Jussi wird davon unterbrochen, dass der Mann am anderen Ende auf einmal unartikuliert aufschreit. Es kracht und rauscht, jemand hustet, eine Frau weint klagend, und es wird still. Die Leitung ist unterbrochen. Jussi betrachtet das Telefon und überlegt, dass er es bei jemand anderem versuchen wird. Als er im Telefonbuch blättert, ist der Akku plötzlich leer. Das Telefon erlischt, und im selben Moment geht die Tür zum Holzschuppen auf, und Lydia lugt herein.
»Ich habe durch die Ritzen in der Tür deine Aura gesehen, sie war ganz blau«, sagt sie.
Jussi verbirgt das Handy hinter seinem Rücken, steckt es in die Tasche und beginnt, einen Korb mit Brennholz zu füllen.
»Geh ins Haus«, weist Lydia ihn an. »Ich mache das hier.«
»Danke«, antwortet Jussi und verlässt den Schuppen. Auf dem Weg zum Haus sieht er die Eiskristalle auf dem Schnee im Licht der Fenster funkeln. Es knirscht trocken unter seinen Stiefeln. Ruckende, schlurfende Schritte nähern sich ihm, begleitet von einem Keuchen von hinten. Jussi muss an seinen Hund Castro denken. Er erinnert sich an Castro als Welpe, der unter dem leichten Neuschnee Mäuse jagte. Jussi lächelt still, als ihn ein Schlag auf den Hinterkopf nach vorn stolpern lässt. Er würde auf den Bauch fallen, wenn sich die Axt nicht in seinem Hinterkopf verkeilt hätte und ihn nach hinten ziehen würde. Er steht mit hängenden Armen auf der Stelle. Lydia ruckelt an der Axt und zieht sie heraus. Jussi spürt das Blut seinen Nacken und Rücken herablaufen. Er sinkt auf die Knie, fällt nach vorn, spürt den Schnee auf seinem Gesicht, tritt mit den Beinen aus und rollt auf den Rücken, um wieder hochzukommen. Jussis Gesichtsfeld verengt sich schnell, aber in seinen letzten bewussten Sekunden nimmt er noch Lydia wahr, die über ihm die Axt hebt.
52.
Sonntagmorgen, der zwanzigste Dezember,
vierter Advent
Benjamin sitzt zusammengekauert an der Wand hinter dem Fernsehapparat. Ihm ist furchtbar schwindlig, und es fällt ihm schwer, etwas zu fixieren. Aber am schlimmsten ist der Durst. Er ist durstiger, als er es in seinem Leben je zuvor gewesen ist. Der Hunger hat nachgelassen, er ist zwar nicht verschwunden, sondern existiert als vager, bohrender Schmerz im Darm, wird aber völlig vom Durst überschattet, vom Durst und den Schmerzen in seinen Gliedern. Der Durst ist ein Gefühl, als würde man erstickt, als wäre der Hals voller Wunden. Inzwischen kann er kaum noch schlucken, er hat keinen Speichel mehr im Mund. Er denkt an die Tage auf dem Fußboden in diesem Haus, an denen Lydia, Marek, Annbritt und er selbst nur in dem einzigen möblierten Zimmer sitzen, ohne irgendetwas zu tun.
Benjamin lauscht den Schneemassen, die auf dem Dach knarren. Er denkt daran zurück, wie Lydia in seinem Leben auftauchte, als sie ihm eines Tages nach der Schule hinterherlief.
»Du hast da was vergessen«, rief sie und gab ihm seine Mütze.
Er blieb stehen und bedankte sich. Daraufhin sah sie ihn eigentümlich an und meinte:
»Du bist Benjamin, nicht wahr?«
Er hatte sie gefragt, woher sie seinen Namen kannte. Daraufhin hatte sie ihm über die Haare gestrichen und gemeint, sie habe ihn zur Welt gebracht.
»Aber ich habe dich eigentlich Kasper getauft«, hatte sie gesagt. »Ich möchte dich Kasper nennen.«
Dann hatte sie ihm einen hellblauen gestrickten Strampelanzug gegeben.
»Den habe ich für dich gemacht, als du in meinem Bauch warst«, hatte sie geflüstert.
Er hatte ihr erklärt, dass sein Name Benjamin Peter Bark war und er nicht ihr Kind sein konnte. Das Ganze war ziemlich traurig gewesen, und er hatte sich bemüht, ruhig und freundlich mit ihr zu sprechen. Sie hatte ihm lächelnd zugehört und anschließend nur melancholisch den Kopf geschüttelt.
»Frag deine Eltern«, hatte sie gesagt. »Frag sie, ob du ihr leibliches Kind bist. Du kannst sie zwar fragen, aber sie werden dir nicht die Wahrheit sagen. Sie konnten keine Kinder bekommen. Du wirst merken, dass sie lügen. Das tun sie, weil sie Angst haben, dich zu verlieren. Du bist nicht ihr leibliches Kind. Du bist mein Sohn. Das ist die Wahrheit. Siehst du nicht, dass wir uns ähnlich sehen? Man hat mich gezwungen, dich zur Adoption freizugeben.«
»Aber ich bin nicht adoptiert«, widersprach er.
»Ich wusste es … ich wusste, dass sie es dir nicht sagen würden«, sagte sie.
Er dachte nach und erkannte auf einmal, dass sie womöglich Recht hatte, denn er hatte sich schon lange irgendwie anders gefühlt.
Lydia sah ihn lächelnd an.
»Ich kann das nicht beweisen«, sagte sie. »Du musst auf deine Gefühle hören, du musst in dich hineinhorchen. Dann wirst du spüren, dass es wahr ist.«
Sie trennten sich, aber am nächsten Tag traf er sie wieder. Sie gingen gemeinsam zu einer Konditorei und unterhielten sich lange. Sie erzählte ihm, dass sie ihn damals zur Adoption freigeben musste, ihn aber nie vergessen hatte. Seit er geboren wurde und man ihn ihr weggenommen hatte, war sie in Gedanken täglich bei ihm gewesen. Sie hatte sich in jeder Minute ihres Lebens nach ihm gesehnt.
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