Ларс Кеплер - Der Hypnotiseur

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Die Psychologin Kerstin Bengtsson wirkte gestresst und schien nicht wirklich zu verstehen, welchen Gefahren Benjamin ausgesetzt gewesen war. Als sie sich nach einem fünfundvierzigminütigen Gespräch mit Benjamin mit Erik und Simone traf, behauptete sie kurz und knapp, dem Jungen gehe es den Umständen entsprechend gut und sie sollten einfach abwarten und ihm etwas Zeit lassen.

Erik und Simone fragten sich daraufhin, ob die Psychologin sie nur beruhigen wollte, denn ihnen war klar, dass Benjamin Hilfe brauchen würde, sie sahen, wie er seine Erinnerungen durchging, als hätte er bereits beschlossen, manche zu verdrängen, und sie ahnten, dass er sich um das Geschehen schließen würde wie der Felsgrund um ein Fossil, wenn man ihn mit seinen Erlebnissen allein ließ.

»Ich kenne zwei wirklich gute Psychologen«, sagte Erik. »Ich rede mit ihnen, wenn wir zurück sind.«

»Gut.«

»Und wie geht es dir?«, fuhr Erik fort.

»Ich habe da von einem Hypnotiseur gehört, der …«

»Vor dem solltest du dich in Acht nehmen.«

»Ich weiß«, erwiderte Simone lächelnd.

»Aber jetzt mal im Ernst«, sagte er dann. »Wir werden das alles gemeinsam verarbeiten müssen.«

Sie nickte, und ihr Blick wurde sehr nachdenklich.

»Der kleine Benjamin«, sagte sie sanft.

Erik legte sich wieder in das Bett neben Benjamin, und Simone setzte sich auf den Stuhl zwischen den beiden Betten. Sie betrachteten ihren Sohn, der blass und mager in seinem Bett lag, und musterten unermüdlich sein Gesicht, als wäre er gerade erst geboren worden.

»Wie geht es dir?«, hatte Erik ihn behutsam gefragt.

Benjamin hatte sich abgewandt und zum Fenster geblickt. Die Dunkelheit dahinter machte das Glas zu einem wabernden Spiegelbild, wenn der Wind gegen die Scheibe drückte.

Nachdem Benjamin mit Eriks Hilfe auf das Dach des Busses gelangt war, hörte er den zweiten Schuss. Er rutschte aus und wäre um ein Haar ins Wasser gefallen. Im selben Moment hatte er in der Dunkelheit am Rande des großen Eislochs Simone gesehen. Sie hatte ihm zugerufen, dass der Bus sank und er aufs Eis kommen musste. Benjamin sah den Rettungsreifen im aufgewühlten schwarzen Wasser und sprang. Er hatte nach ihm gegriffen, sich auf ihn gelegt und war zum Eisrand geschwommen, wo Simone auf dem Eis liegend zu ihm robbte. Sie zog ihn mitsamt Rettungsreifen heraus und schaffte ihn ein Stück vom Eisloch fort, zog ihre Jacke aus, legte sie ihm um, umarmte ihn und sagte ihm, dass ein Hubschrauber unterwegs war.

»Papa ist noch im Bus«, heulte Benjamin.

Der Bus sank jetzt schnell. Krachend verschwand er im Wasser, und es wurde dunkel. Wellen klatschten gegen das Eis, und große, gluckernde Luftblasen stiegen auf. Simone hatte sich aufgerichtet und die Eisschollen in dem schaukelnden Wasser gesehen.

Sie sank zu Boden und hielt Benjamin fest an sich gepresst, als plötzlich ein Ruck durch seinen Körper lief. Er wurde ihr aus den Armen gerissen, versuchte, auf die Füße zu kommen, rutschte jedoch aus. Die Leine des Rettungsrings lief in einer straff gespannten Linie über das Eis und ins Wasser hinab. Benjamin wurde zum Eisloch gezogen. Er hielt dagegen, rutschte mit seinen nackten Füßen und schrie auf. Simone packte ihn, und es zog sie gemeinsam näher an die Bruchkante heran.

»Das ist Papa«, rief Benjamin Simone zu. »Er hatte das Seil um den Bauch.«

Simones Gesicht war daraufhin hart und verbissen geworden. Sie hatte den Rettungsreifen gepackt, beide Arme hineingelegt und die Fersen ins Eis gestemmt. Benjamin grimassierte vor Schmerz, als sie immer näher an das Loch herangezogen wurden. Die Leine war so gespannt, dass sie dort, wo sie über die Eiskante lief, einen dumpfen Ton von sich gab. Dann hatte das Tauziehen plötzlich eine Wende genommen: Es war immer noch schwer, aber sie konnten rückwärtsgehen und sich vom Eisloch entfernen, bis der Widerstand fast völlig verschwand. Sie hatten Erik aus dem Bus gezogen, und nun stieg er schnell zur Oberfläche auf. Sekunden später konnte Simone ihn aufs Eis ziehen, wo er hustend auf dem Bauch liegen blieb, während sich unter ihm ein roter Fleck ausbreitete.

Als Polizei und Krankenwagen bei Jussis Haus eintrafen, hatten die Beamten Joona mit einem provisorischen Druckverband neben einem schreienden Marek gefunden. Jussis blaugefrorene Leiche saß mit einer Axt in der Brust vor der Eingangstreppe. Im Haus hatten Polizei und Bergwacht eine Überlebende entdeckt. Es war Jussis Lebensgefährtin Annbritt, die sich im Schlafzimmer in einem Kleiderschrank versteckt hatte. Sie war blutüberströmt gewesen und hatte sich hinter den Kleidern zusammengekauert wie ein kleines Kind. Die Rettungssanitäter hatten sie in den wartenden Hubschrauber gebracht, wo ihre Wunden während des Transports versorgt wurden.

Zwei Tage später tauchten Männer der Feuerwehr in das Eisloch hinab, um Lydias Leiche zu bergen. In vierundsechzig Meter Tiefe stand der Bus auf seinen sechs Rädern, als hätte er bloß eine Haltestelle angefahren, um Fahrgäste einsteigen zu lassen. Ein Taucher drang durch die vordere Tür ein und ließ das Licht seiner Lampe über die leeren Sitzreihen schweifen. Das Gewehr lag am hinteren Ende des Gangs auf dem Boden. Erst als der Taucher das Licht nach oben richtete, erblickte er Lydia. Sie war hochgetrieben und lag mit dem Rücken gegen das Busdach gepresst. Ihre Arme hingen herab, und der Hals war gebeugt. Die Gesichtshaut löste sich bereits ab. Die roten Haare wehten sanft in den Wasserbewegungen, ihr Mund war ruhig und die Augen wie im Schlaf geschlossen.

Benjamin wusste nicht, wo er sich in den ersten Tagen nach seiner Entführung befunden hatte. Möglicherweise war er in Lydias Haus gewesen oder auch bei Marek, jedenfalls war er von dem starken Betäubungsmittel noch so benebelt gewesen, dass er kaum begriffen hatte, was mit ihm geschah. Vielleicht hatte er auch weitere Spritzen bekommen, als er langsam wach wurde. Die ersten Tage waren einfach weg.

Zu Bewusstsein gekommen war er erst im Auto auf dem Weg nach Norden. Er hatte sein Handy gefunden und Erik angerufen, ehe er erwischt wurde. Wahrscheinlich hatten sie im Wagen seine Stimme gehört.

Dann folgten die langen und schlimmen Tage, aber Erik und Simone gelang es nicht, ihm mehr als Bruchstücke zu entlocken. Im Grunde erfuhren sie lediglich, dass er mit einer Hundeleine um den Hals auf dem Fußboden gelegen hatte. Seinem Zustand bei der Einlieferung ins Krankenhaus nach zu urteilen, hatte er seit Tagen nichts mehr zu essen oder zu trinken bekommen. An einem Fuß hatte er sich leichte Erfrierungen zugezogen, die aber verheilen würden. Jussi und Annbritt hatten ihm geholfen, sodass er schließlich fliehen konnte, erzählte er und schwieg eine Weile. Dann meinte er, Jussi habe ihn gerettet, als er versuchte, zu Hause anzurufen, und er sei in den Schnee hinausgerannt und habe Annbritt schreien gehört, als Lydia ihr die Nase abschnitt. Er hatte sich in einem der Busse versteckt und in alte Teppiche und eine schimmelige Decke gewickelt, was ihn vor dem Erfrieren gerettet hatte. Auf dem Fahrersitz war er zusammengekauert eingeschlafen und Stunden später aufgewacht, als er die Stimmen seiner Eltern hörte.

»Ich wusste nicht, dass ich noch lebte«, flüsterte Benjamin.

Dann hatte er jedoch Mareks Drohungen gehört und erkannt, dass der Schlüssel steckte. Ohne darüber nachzudenken, was er da tat, hatte er versucht, das Fahrzeug zu starten, gesehen, dass die Scheinwerfer angingen und gehört, dass der Motor aufheulte, als er auf die Stelle zufuhr, an der er Marek vermutete.

Benjamin verstummte, und große Tränen hingen in seinen Wimpern. Nach zwei Tagen im Krankenhaus war er wieder so weit bei Kräften, dass er gehen konnte. Er begleitete Erik und Simone, die Joona Linna in der chirurgischen Station besuchen wollten. Die Schere hatte seinen Oberschenkel übel zugerichtet, aber nach drei Wochen Bettruhe würde er vermutlich wieder völlig gesund sein. Eine schöne Frau mit einem lockeren blonden Zopf auf der Schulter saß bei ihm und las ihm aus einem Buch vor. Sie stellte sich als Disa vor, seit vielen Jahren Joonas Freundin.

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