Vasil Bykaú - Eine Nacht
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In diesem Augenblick geschah etwas Schreckliches.
Eine ungeheure Detonation dröhnte in den Ohren, der Fußboden erbebte und stürzte ins Bodenlose, mit Donnern und Krachen brach das dunkle Gewölbe über die beiden hernieder. Auf Kopf, Rücken und Schultern prasselten Ziegel, Erde, Sand. Ein stickiger Gestank benahm ihnen den Atem. Waloka war instinktiv aufgesprungen, hatte die Arme schützend über den Kopf gebreitet, sich hilflos zusammengekrümmt, der einstürzenden Decke den schweißnassen, zerschlagenen Rücken darbietend, und vor Schmerzen die Zähne zusammengebissen.
Das Getöse legte sich gleich wieder, aber Walokas ganzer Körper war unter einer bleiernen Last eingezwängt, so daß er sich nicht rühren konnte, nur in seinem Bewußtsein blitzte kurz und freudig der Gedanke auf: Ich lebe! Er bekam jedoch keine Luft und erstickte fast von dem schwefligen Trotylgestank, dem Sand und dem Staub. Angesichts der Todesgefahr war Waloka dem ihm zugedachten Grab im letzten Moment entflohen, hatte mit ungeheurer Anstrengung etwas von sich gewälzt, rang nun nach Atem und riß die voll Sand gestreuten Augen auf.
2
Erstaunlich, daß er unversehrt geblieben war.
Ringsum war nichts mehr von der früheren Dunkelheit, zugleich war auch die Kühle verschwunden, es war stickig, und überall türmten sich Ziegel- und Betonschutthaufen. Zuerst dünkte es Waloka, die Explosion habe ihn fortgeschleudert von der Stelle, wo er mit dem Deutschen gekämpft hatte; nachdem er sich jedoch im Dämmerlicht umgesehen hatte, erblickte er die schuttbedeckte Treppe, die er vor einer Weile hinuntergestürzt war. Nur noch die sechs unteren Stufen waren zu sehen, darüber lag eine von der Decke niedergebrochene Betonplatte mit der Kante auf und versperrte den Ausgang. Auf der anderen Seite hatte sich ein durch die Explosion bizarr verbogener, rostiger Doppel-T-Träger mit dem einen Ende schräg in den von Ziegeltrümmern bedeckten Fußboden gebohrt. Wäre er nur einen halben Meter näher heruntergestürzt, so hätte Waloka ihn jetzt kaum betrachten können.
Waloka wälzte sich herum, befreite die Arme und richtete sich hoch; auf den Beinen lag jedoch noch eine große Last. Er drehte sich auf die Seite und versuchte sich zu erheben. Die Beine waren anscheinend heil, die Arme ebenfalls, nur der eine schmerzte am Ellbogen. Waloka schüttelte Staub und Schutt von sich ab, stützte sich mit den Händen auf, zog erst das eine, dann das andere Bein unter Schutt und Ziegelsteinen hervor und setzte sich aufrecht. Und nun brach ein unbändiger, erstickender Husten aus seiner Brust. Er bekam fast keine Luft mehr, die Brust drohte ihm zu zerspringen, Staub und Sand hatten ihm die Lungen verstopft. So hustete und spuckte er eine Weile, daß es seinen Körper heftig schüttelte, und erst als sich der Anfall etwas gelegt hatte, sah er sich erneut um.
Ja, hier war allerhand heruntergekommen. Die Treppe und die eine Ecke waren zugeschüttet, nur der Raum unter der Treppe und etwa zwei Meter Mauer daneben waren unversehrt geblieben. Die andere Seite des Kellers, gegenüber der Tür, war ganz unter Ziegelschutt und Betonbrokken begraben; die Decke hatte sich geneigt und wies Risse auf; stellenweise guckte die Armierung aus den schwarzen Spalten.
Durch eine dieser Spalten drang ein dünner Sonnenstrahl in das Halbdunkel des Kellers. Darin schwirrte es von Staubteilchen, so daß der Strahl kaum bis zum Fußboden gelangte und auf dem Ziegelschutt nur einen schwachen Lichtfleck zeichnete.
Waloka schüttelte den Kopf, um den Sand aus den Ohren zu bekommen; nun hörte er die Geräusche des Krieges wie dumpfe unterirdische Seufzer in den Keller dringen: die Detonationen, das ferne Heulen der Stukas und die gedämpften Feuerstöße der Maschinengewehre. Waloka wurde aufmerksam und dachte besorgt: Nur schleunigst raus hier, die Kompanie ist bestimmt längst woanders. Er stand auf und stolperte über die Trümmer zur Treppe. Als er sich dort näher umsah, entdeckte er unter dem Schutt seine Maschinenpistole, zog sie heraus und säuberte sie mit dem Ärmel vom Staub. Daß er seine Waffe wiedergefunden hatte, beruhigte ihn. Er verschnaufte ein wenig und spürte erst jetzt, wie stark die Schulter schmerzte. Da fiel ihm auch der Deutsche wieder ein. Den hat's natürlich erwischt, der ist irgendwo in der Ecke verschüttet. Gott sei Dank brauchte ich den Kerl nicht zu erwürgen, dachte Waloka. Dem Toten gegenüber empfand er keinen Zorn mehr.
Oben ratterten erneut gedämpfte Feuerstöße — dort schoß eine sowjetische MPi. Der Klang war unverkennbar. Das gab ihm neuen Mut. Er stieg hinauf, beugte den Kopf vor, betastete die über den Stufen hängende Betonplatte und stemmte sich mit aller Kraft dagegen, doch sie rührte sich nicht einmal — augenscheinlich lag etwas Schweres obenauf. Aber wie hier herauskommen? Vor Schmerzen im Arm das Gesicht verziehend, stieg Waloka die Stufen wieder hinunter und suchte im Dämmerlicht die verschobene Decke ab. Nirgends war eine Öffnung, durch die er hätte hinausgelangen können. Auf dem Schutt abrutschend, erkletterte er einen Trümmerhaufen und tastete die schiefe Decke ab. Ein Stück Beton wackelte, doch die Armierung hielt es fest. Waloka blickte durch den Spalt; außer den hellbeleuchteten breiten Bruchrändern war jedoch nichts zu sehen.
Allmählich befiel ihn Unruhe: Wie komme ich hier raus? Ob ich schreie, um Hilfe rufe? Aber womöglich sind die Deutschen hier. Wer weiß, ob die Unsrigen die Grünanlage haben halten können. Der Bombenangriff hat den Deutschen bestimmt ganz schön geholfen. Er kletterte wieder vom Haufen herunter und blickte in die dunkle Ecke unter der Treppe. Überall türmten sich staubige Haufen zerschlagener Ziegelsteine. Wie lange würde er darin herumwühlen müssen, bis er ein Loch im Mauerwerk fand?
Während Waloka noch stand und sorgenvoll darüber nachdachte, rührte sich plötzlich etwas in einem der Haufen, und ein Ziegelbrocken rollte herunter. Gleich darauf folgten noch einige Brocken. Waloka wurde aufmerksam und beugte sich spähend hervor. Das hat mir gerade noch gefehlt! sagte er, nicht mehr ängstlich, sondern nur noch verwundert, zu sich selbst. Am Boden schimmerte eine mit Litze eingefaßte schwarze Schulterklappe, und das sandbepuderte Gesicht des Deutschen, das er bisher im Halbdunkel nicht wahrgenommen hatte, kam, grau von Schutt, zum Vorschein. Die feucht glänzenden hellgrauen Augen starrten Waloka furchtsam an.
Waloka duckte sich innerlich («Bist also doch heil geblieben, verdammter Kerl!»), und seine Linke griff nach dem Lauf der MPi. Doch die vorherige Angst war verschwunden, den angeschlagenen Feind fürchtete Waloka nicht mehr. Der Deutsche starrte ihn eine Zeitlang reglos an, dann wälzte er sich im Schutthaufen von einer Seite auf die andere. Dabei verzerrte sich sein Gesicht vor Schmerz; er unterdrückte ein Stöhnen und schloß kraftlos die Augen.
Töten! schoß es Waloka durch den Kopf, und er richtete gewohnheitsmäßig seine Waffe auf den Feind. Das war jetzt so leicht und so einfach. Aber wahrscheinlich deshalb zögerte er. Der Deutsche bewegte sich wieder und versuchte, sich aus den Trümmern herauszuarbeiten. Na, kriech nur raus! Komm nur näher! ermunterte Waloka ihn in Gedanken und verfolgte wachsam jede Bewegung des Feindes. Kommst du raus, geht's dir hier an den Kragen!
Dies war der vierte Feind, der ihm unter die Hände geriet. Den ersten hatte er dreiundvierzig bei Prochorowka durch einen Schuß aus dem Graben verwundet, als die Deutschen angriffen. Der war ins Gras gestürzt, hatte sich umgedreht, Waloka erstaunt angesehen und sich nicht mehr gerührt. Der zweite hatte ihm ein wenig zu schaffen gemacht. Waloka hatte ihn im Graben verfolgt, der Deutsche hatte mit einer Nullacht geschossen und seinen Freund Makiytschu verwundet. Es war ein Offizier mit Schirmmütze gewesen; Waloka hatte ihn in die Enge getrieben und ihn mit dem Bajonett durchbohrt. Den dritten hatte er heute im Torweg erschossen. Und nun war dieser an der Reihe.
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