Valerio Manfredi - Alexander König von Asien

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Alexander König von Asien: краткое содержание, описание и аннотация

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»Nun, was für Neuigkeiten bringt ihr uns?« fragte Alexander gespannt.

Die beiden Späher - Soldaten der »schildtragenden Garde« — waren vom Scheitel bis zur Sohle mit rötlichem Schlamm bedeckt und sahen fürchterlich aus.

»König«, hob einer von ihnen an, »die Barbaren lagern drei oder vier Stadien vom Granikos entfernt auf einem kleinen Hügel; von dort beherrschen sie die ganze umliegende Gegend. Vier Abteilungen Bogenschützen patrouillieren ständig zwischen dem Lager und dem Fluß hin und her; außerdem wird das Lager durch einen doppelten Ring von Wächtern geschützt. Alle Wachmannschaften haben Feuer angezündet, deren Licht sie mit ihren Schilden in die Dunkelheit werfen -es ist also sehr schwierig, sich ihnen unbemerkt zu nähern.«

»Gut«, sagte Alexander. »Kehrt zurück und postiert euch am andern Ufer. Wenn sich im feindlichen Lager auch nur das Geringste tut, kommt ihr schnurstracks zurück und schlagt Alarm -hinter den Pappeln dort steht ein kleiner Reitertrupp, der mich binnen weniger Augenblicke unterrichten kann. Je nach Lage werde ich dann entscheiden, was zu tun ist. Geht jetzt und paßt auf, daß euch keiner erwischt.«

Die beiden Kundschafter kletterten wieder zum Fluß hinunter und durchquerten ihn, bis zur Gürtellinie im Wasser. Alexander und seine Kameraden gingen zu ihren Pferden, um ins Lager zurückzureiten.

»Und was machen wir, wenn sie morgen früh am andern Ufer stehen?« fragte Perdikkas, während er sich in den Sattel seines Rappen schwang.

Alexander fuhr sich mit der Hand durchs Haar, wie er es immer tat, wenn ihm viel durch den Kopf ging: »In diesem Fall müßten sie die Infanterie in vorderster Linie aufgestellt haben -denn es wäre ja unsinnig, mit Reitern eine feste Stellung behaupten zu wollen.«

»Völlig unsinnig«, erwiderte Perdikkas noch lakonischer als vorher.

»Gehen wir also davon aus, daß sie ihre Fußsoldaten aufgestellt haben«, fuhr Alexander fort. »So, und an diesem Punkt schicken wir ihnen unsere Sturmtruppen rüber, die Thraker, die Triballer, die Agrianer und vor allem die >schildtragende Gar-de<. Unsere leichte Infanterie läßt gleichzeitig Pfeile und Speere vom Himmel regnen, und wenn wir die Barbaren vom Ufer zurückgedrängt haben, lassen wir das schwere griechische Fußvolk und die Phalanx nachrücken; die Flanken werden von der Reiterei geschützt. Aber im einzelnen sehen wir das, wenn es soweit ist. Jetzt laßt uns erst einmal ins Lager zurückreiten und zu Abend essen.«

Wenig später lud Alexander alle Generäle und höheren Offiziere zum Essen in sein Zelt ein, sogar die Anführer der ausländischen Hilfstruppen, die sich sehr geschmeichelt fühlten.

Dem Gebot der Stunde gehorchend, erschienen alle in Rüstung. Der Wein wurde nach griechischer Art gereicht, also mit drei Teilen Wasser vermischt, damit man mit klarem Kopf besprechen konnte, was es zu besprechen gab, und weil die Agrianer und Triballer im Rausch sehr gefährlich waren.

Der König lieferte dem Befehlsstab einen knappen Lagebericht, und alle atmeten erleichtert auf, als sie hörten, daß der Feind -im Augenblick wenigstens - noch nicht am gegenüberliegenden Ufer stand.

»Herr«, sagte Parmenion irgendwann, »Kleitos bittet um die Ehre, dich morgen in der Schlacht beschützen zu dürfen. Er hat, wie du weißt, schon bei unserem letzten Feldzug gegen die Perser in vorderster Linie gekämpft.«

»Und König Philipp habe ich auch oft Deckung gegeben«, setzte der »Schwarze« noch hinzu.

»In Ordnung. Du deckst meine rechte Flanke«, sagte Alexander.

»Sonst noch Befehle?« fragte Parmenion. »Ja. Mir ist aufgefallen, daß wir bereits ein großes Gefolge von Frauen und Händlern haben. Werft sie aus dem Lager und laßt sie erst wieder rein, wenn die Operation abgeschlossen ist. Und noch etwas: Ich will, daß ein kleiner Trupp leichtbewaffneter Fußsoldaten die ganze Nacht am Granikos Wache hält. Diese Männer müssen morgen natürlich nicht mitkämpfen.«

Das Abendessen zog sich noch eine Weile hin, wurde aber früher beendet als sonst. Danach begaben die Offiziere sich in ihre Zelte, und auch Alexander machte sich für die Nacht bereit. Leptine half ihm aus der Rüstung und begleitete ihn zur Badewanne, die in einem separaten Teil des königlichen Pavillons auf ihn wartete.

»Stimmt es, daß du morgen in die Schlacht ziehst, Herr?« fragte sie ihn, während sie mit dem Schwamm über seinen Rücken fuhr.

»Das hat dich nicht zu kümmern, Leptine. Und wenn du nochmals hinter der Zeltplane lauschst, schicke ich dich heim.«

Das Mädchen senkte den Blick und schwieg eine Weile. Als sie jedoch merkte, daß Alexander nicht wirklich böse auf sie war, unternahm sie einen zweiten Anlauf und fragte: »Warum hat mich das nicht zu kümmern, Herr?«

»Weil es dir auch für den Fall, daß ich sterbe, an nichts mangeln wird. Man schenkt dir die Freiheit und bezahlt dir eine Rente aus, mit der du sorglos leben kannst.«

Leptine starrte ihn mit schwimmenden Augen an und brachte kein Wort über die Lippen. Ihr Kinn bebte.

»Was ist?« fragte Alexander. »Ich hätte gedacht, du freust dich!«

Das Mädchen schluckte mühsam seine Tränen hinunter:

»Ich. Ich kann mich nur freuen, solange ich dich sehe«, stammelte sie. »Ohne dich gibt es für mich weder Freude noch Licht, noch Leben.«

Draußen im Lager war Ruhe eingekehrt. Man hörte nichts außer den Stimmen der Wachtposten, die sich im Dunkeln die Losung zuriefen, und dem Bellen streunender Hunde. Alexander lauschte eine Weile in die stille Nacht hinaus, dann stieg er aus der Badewanne und ließ sich von Leptine abtrocknen.

»Ich schlafe heute angezogen«, sagte er, schlüpfte in frische Kleider und wählte die Rüstung aus, die er am nächsten Tag tragen wollte: einen Helm aus versilberter Bronze - er hatte die Form eines Löwenkopfes mit weit aufgerissenem Rachen und wurde von zwei langen Reiherfedern geziert - sowie einen athenischen Leinenpanzer, dessen bronzenen Herzschutz ein Medusenhaupt schmückte. Hochglanzpolierte Beinschienen und ein roter Ledergürtel, auf dem das Antlitz der Göttin Athene abgebildet war, gehörten auch dazu .

»In dieser Rüstung bist du schon von weitem erkennbar«, sagte Leptine mit zitternder Stimme.

»Eben«, erwiderte Alexander. »Meine Männer müssen mich sehen. Sie sollen wissen, daß ich noch vor ihnen mein Leben riskiere. Und jetzt geh schlafen. Ich brauche dich heute nicht mehr.«

Das Mädchen huschte ohne weitere Widerrede aus dem Zelt. Alexander hängte seinen Panzer an einen Ständer neben dem Bett und löschte die Öllampe, doch die Rüstung war auch im Dunkeln zu erkennen: Sie sah aus wie das Gespenst eines Kriegers, das nur auf die Morgendämmerung wartete, um zu neuem Leben zu erwachen.

6

Er wurde von Peritas geweckt, der ihm das Gesicht ableckte, sprang sofort aus dem Bett und ließ sich von zwei Adjutanten beim Anziehen der Rüstung helfen. Leptine brachte ihm auf einem Silbertablett sein Frühstück, den berühmten »Nestorpokal«, ein Gemisch aus rohen Eiern, geriebenem Käse, Mehl, Honig und Wein.

Alexander aß im Stehen, während die beiden Soldaten ihm Beinschienen und Harnisch anlegten, den Waffengürtel über die Schulter führten und die Scheide mit dem Schwert daran befestigten.

»Ich reite heute nicht auf Bukephalos«, sagte er im Hinausgehen. »Die Ufer des Granikos sind zu schlüpfrig, er könnte sich weh tun. Bringt mir den sarmatischen Fuchs.«

Die Adjutanten entfernten sich, um das gewünschte Pferd zu holen, und Alexander ging zu Fuß, den Helm unterm linken Arm, ins Zentrum des Lagers. Es war noch dunkel, trotzdem standen viele Soldaten bereits in Reih und Glied, und andere strömten aus allen Richtungen herbei, um sich in ihre Kompanien einzuordnen. Als dem König sein Schlachtroß gebracht wurde, stieg er auf und ritt das Heer ab - zuerst die makedonische und thessalische Kavallerie, dann das griechische Fußvolk und die Phalanx.

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