Ole Hallesby - Vom Beten

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Ole Hallesby hat mit seinem Buch bereits viele Generationen von Christen begleitet und beraten. Sein reicher Erfahrungsschatz und die Begegnung mit Menschen ließen ihn zugleich tiefgehend und einfach schreiben: wie man beten kann, über die Schwierigkeiten, über Kampf und Missbrauch, über Formen und Geheimnisse des Gebets. Diese persönliche Anleitung hat bis heute nichts von ihrer Wirkung verloren.

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Darum besteht Beten ganz einfach darin, Gott den ganzen Tag zu erzählen, in welcher Weise wir uns hilflos fühlen. Das Gebet wird intensiver, wenn Gottes Geist unsere Hilflosigkeit unterstreicht und wir erkennen müssen, wie ohnmächtig unsere Natur ist, zu glauben, zu lieben, zu hoffen, zu dienen, zu opfern, zu leiden, zu lesen, zu beten und gegen die Lust der Sünde zu kämpfen.

Wohl geschieht es oft, dass wir herausgleiten aus dieser seligen Stellung der Hilflosigkeit gegenüber Gott. Das alte Selbstvertrauen, die frühere Selbstsicherheit erheben den Kopf. Und die Folge ist, dass wir mit der Hilflosigkeit wieder in Streit kommen. Sie erfüllt uns von neuem mit Angst und Verwirrung. Alles wird unklar für uns. Die Sündenvergebung wird unsicher. Der Frieden verschwindet aus dem Herzen. Gleichgültigkeit, Trägheit und geistliche Interessenlosigkeit legen sich quälend über das Seelenleben. Sünden übermannen uns im täglichen Leben, und der unwillige Geist drängt sich in unseren Dienst hinein.

Das dauert so lange, bis Gott wieder unser Herz »demütigt« und wir aufs Neue erkennen, dass wir hilflose Sünder sind, die nichts anderes vermögen als sich begnaden, lieben und pflegen zu lassen von dem unbegreiflichen Gott. Dann bringt die Hilflosigkeit wieder Ordnung in unser Verhältnis zu Gott und auch zu den Menschen. Und vor allen Dingen stellt sie die richtige Gebetshaltung wieder her.

Die Hilflosigkeit beim Beten ähnelt sehr dem Zustand, in dem sich der Lahme und Gichtbrüchige befand. Anfänglich war es peinvoll, ja beinahe unerträglich, so hilflos zu sein, dass er nicht einmal einen Löffel zum Munde führen oder eine Fliege vom Gesicht abwehren konnte. Es ist leicht, zu verstehen, dass er das nicht ohne gewaltigen inneren Protest ertragen hat, vielmehr durch alle möglichen Mittel versuchte, seine Glieder wie vorher zu gebrauchen. Schließlich hat er sich doch mit seiner Krankheit abgefunden und in seine Hilflosigkeit ergeben. Er ist genauso hilflos wie vorher. Aber dieser Zustand ängstigt und peinigt ihn nicht mehr. Er gehört zu ihm wie ein Teil seines Lebens und prägt alle seine Bewegungen und sein ganzes Dasein. Zu allem braucht er Hilfe. Das ist demütigend. Aber beachte auch, wie die Demütigung ihn gewandelt hat. Sein Bitten um Hilfe – still und anspruchslos – ist beinahe ein Bitten um Verzeihung dafür, dass er Hilfe in Anspruch nehmen muss. Wie dankbar ist er für die geringste Hilfe! Alle seine Gedanken und Pläne sind von seiner Hilflosigkeit her bestimmt. Er ist völlig abhängig von dem, der ihn pflegt. Und wir beobachten, wie diese Abhängigkeit eine ganz besondere Verbundenheit zwischen ihm und dem Pflegenden herstellt.

Ein festeres Band kann unter Menschen nicht geknüpft werden.

Genauso soll uns unsere Hilflosigkeit an Gott knüpfen, wobei unsere Abhängigkeit von ihm nicht stark genug betont werden kann. Denke nur an Worte Jesu wie dieses: »Ohne mich könnt ihr nichts tun« (Joh. 15,5). Hier sagt er in einem einzigen Satz, woran wir unser ganzes Leben lernen. Und selbst wenn wir an die Pforte des Todes kommen, haben wir dieses noch nicht vollkommen gelernt.

Ich kann es nicht lassen, die Hilflosigkeit zu unterstreichen; denn sie ist das Entscheidende, nicht nur in unserem Gebetsleben, sondern in unserem ganzen Verhalten zu Gott. Solange wir unsere Hilflosigkeit kennen, kann uns keine Schwierigkeit überraschen, keine Not verwirren, kein Hindernis erschrecken. Wir erwarten nichts von uns selbst und breiten darum alle Schwierigkeiten und Hindernisse im Gebet vor Gott aus. So öffnen wir Gott die Tür und geben ihm die Möglichkeit, seine wunderbare Kraft an unserer Hilflosigkeit zu offenbaren.

2. Glaube

Jetzt komme ich an die zweite Seite der Gesinnung, die Gott anerkennt als Gebet, das zu ihm von der Erde ruft, mit Worten oder ohne Worte. Nur wenn auch sie erfüllt ist, hat unser Herz die Haltung, die Gott als Gebet anerkennt, das zu ihm von der Erde aufsteigt, sei es mit oder ohne Worte. Es steht geschrieben: »Ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen« (Hebr. 11,6). Ja, ohne Glauben gibt es kein Gebet, so groß auch die Hilflosigkeit sein mag. Erst Hilflosigkeit und Glaube vereint bringen das Gebet hervor. Ohne Glauben ist die Hilflosigkeit nur ein nutzloser Notschrei in die Nacht.

Ich brauche den Glauben nur zu erwähnen, und alle Beter wissen, dass wir hier einen der empfindlichsten Punkte des Gebetslebens berühren.

Immer wieder heißt es in der Bibel, dass wir im Glauben beten müssen, wenn wir erwarten wollen, dass wir erhört werden.

»Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein Taten wie die mit dem Feigenbaum tun, sondern, wenn ihr zu diesem Berge sagt: Heb dich auf und wirf dich ins Meer! So wird es geschehen. Und alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, werdet ihr’s empfangen« (Matth. 21,21-22).

»Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?« (Joh. 11,40).

»Dir geschehe, wie du geglaubt hast« (Matth. 8,13).

»Aber er bitte im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und bewegt wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde. Ein Zweifler ist unbeständig auf allen seinen Wegen« (Jak. 1,6-8).

Diese Worte haben manchen armen Beter in Verzweiflung gestürzt und ihn so völlig hilflos gemacht, dass es ihm unmöglich schien zu beten. Es ist ja so einleuchtend: Wer zu Gott beten will, muss glauben. Es hieße ja geradezu Gott verspotten, wollte man sich im Gebet an ihn wenden, ohne an eine Erhörung zu glauben.

Wenn sich aber der aufrichtige Beter selbst nach den Worten der Schrift prüft, wird er bald herausfinden, dass es der Glaube ist, der seinem Gebet fehlt. Es steht geschrieben, dass er im Glauben beten soll, ohne zu zweifeln. Aber er tut gerade das Gegenteil. Er zweifelt vor dem Beten, er zweifelt während des Betens, er zweifelt nach dem Beten. Ja, er gleicht unzweifelhaft der Meereswoge, er wird hin und her getrieben von den Winden seiner Zweifel. Ist er es nicht, auf den sich das Schriftwort bezieht: »Ein Zweifler ist unbeständig auf allen seinen Wegen.«? Er ist in Not, er ist hilflos – und er betet. Aber er bekommt nicht das, worum er bittet, obgleich er oft so inständig bittet, ja, in seiner Not zu Gott schreit, für sich selbst wie für seine Lieben. Nach einem solchen Gebet nährt seine Seele die heimliche Hoffnung: Vielleicht erhört mich Gott dieses Mal? Und er wartet gespannt auf die Antwort. Aber wieder keine Änderung! Und so fällt er das Urteil über sein Gebet: Gott kann ihn nicht erhören, denn er betet nicht im Glauben. Er betet in Zweifeln. Wie sich der Zweifel auch in jedes Gebet hineinbohren kann! Da wird ihm angst und bange vor dem Beten. Er fürchtet, sich gerade durch das Beten zu versündigen. Mein zweifelnder Freund! Deine Sache steht gar nicht so schlecht, wie du glaubst. Du hast mehr Glauben, als du ahnst. Du hast genug Glauben, um zu beten, ja genug Glauben, um erhört zu werden. Der Glaube ist ein seltsam Ding: Oft verbirgt er sich in einer Weise, dass wir ihn weder sehen noch finden können. Dennoch ist er da, und er tut sich kund in ganz bestimmten, unmissverständlichen Kennzeichen. Das wollen wir näher betrachten.

Das Wesen des Glaubens ist, zu Christus zu kommen. Das ist das erste und letzte und sicherste Zeichen, dass der Glaube noch lebendig ist. Ein Sünder hat nichts außer seiner Sünde und seiner Not. Dies hat ihm der Geist Gottes gezeigt. Der Glaube äußert sich nun schlicht und einfach darin, dass der Sünder, anstatt wie früher vor Gott und seiner eigenen Verantwortung davonzulaufen, nun mit aller Sünde und Not in das Licht Christi tritt. Der Sünder, der das tut, glaubt.

Es steht geschrieben: »Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen« (Joh. 6,37). »Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt« (1. Joh. 1,9).

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