Ole Hallesby - Vom Beten
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Beten bedeutet nichts anderes, als sich in die Sonne der Gnade legen, die Not seiner Seele und seines Leibes in diesem heiligen Licht ausbreiten, das mit seinen Wunder tuenden Kräften alle Bakterien der Sünde entkräftet. Ein Beter zu sein heißt, in einer Lichtkur sich befinden und Jesu wundertätige Kraft Tag und Nacht auf alle Not einwirken lassen. Christ sein bedeutet in Wahrheit, einen Platz an der Sonne bekommen haben!
Ich möchte an einem Beispiel zeigen, wie einfach der Herr das Gebet eingerichtet hat:
Der Gichtbrüchige, von dem in Markus 2 erzählt wird, hatte gute Freunde. Diese wussten, dass Jesus ihm helfen konnte. Und so trugen sie ihn vor das Haus, in dem Jesus war. Aber dort waren so viele Menschen, dass sie nicht hineinkommen konnten. Resolut trugen sie ihn auf das Dach, deckten es ab und ließen ihn gerade zu Jesu Füßen hinab.
Ruhig standen diese Freunde da und warteten auf das entscheidende Wort von Jesus, das ihren kranken Freund auf der Stelle gesund machen sollte. Aber merkwürdigerweise kam dieses Wort nicht, sondern sie hörten ein anderes, entscheidendes Wort: »Mein Sohn, sei getrost, deine Sünden sind dir vergeben!«
Es war also eine andere Bitte, die Jesus stärker ansprach. Das war die Bitte des Kranken um Vergebung seiner Sünden. Und doch hatte der Mann nicht ein einziges Wort zu Jesus gesagt. Er lag ganz still auf seinem Bett.
Ich kann mir leicht denken, dass er dalag und nur Jesus ansah.
Aber Jesus hörte dieses Gebet ohne Worte, das aus dem Herzen dieses kranken Mannes um Vergebung der Sünden schrie. Und Jesus erhörte erst dieses Gebet. Danach erhörte er auch das andere Gebet und machte den Kranken leiblich gesund.
Das hilft uns, ein wenig tiefer in die Verborgenheit des Gebets zu schauen.
Das Gebet geht tiefer als alle unsere Worte. Es lebt in der Seele, bevor wir es in Worte kleiden können. Und es bleibt wieder in der Seele, wenn das letzte Wort des Gebets über unsere Lippen gegangen ist.
Das Gebet ist eine Beschaffenheit unseres Herzens, ein Gemütszustand. Beten ist eine ganz bestimmte Herzensstellung zu Gott, die er im Himmel sofort als einen Ruf vernimmt. Ob das in Worte geformt ist oder nicht, bedeutet für Gott nichts, wohl aber für uns.
Welches ist die Beschaffenheit und die Haltung des Herzens, die Gott als Gebet erkennt? Ich will zwei Dinge nennen.
1. Hilflosigkeit
Hilflosigkeit ist fraglos das erste und sicherste Kennzeichen eines betenden Herzens. Soviel ich verstehe, ist das Gebet eigentlich für die Hilflosen eingerichtet. Es ist der letzte Ausweg der Hilflosen. Ja, wahrhaftig, der letzte Ausweg. Wir versuchen alles, bevor wir endlich den Weg des Betens gehen.
Nicht nur vor der Bekehrung ist das so. Unser ganzes Christenleben hindurch ist das Beten unser letzter Ausweg. Ich weiß wohl, dass wir oft schöne Gebete sprechen, privat und öffentlich, ohne dass uns die Hilflosigkeit treibt. Aber ich bin nicht sicher, ob das Gebete sind.
Beten und Hilflosigkeit gehören unlöslich zusammen. Es sind sicher nur die Hilflosen, die beten können.
Höre du zu, der du oft so hilflos bist, dass du nicht weißt, was du tun sollst. Manchmal verstehst du nicht einmal zu beten. Dein Herz ist so voller Sünden und Unreinheit; alle deine Interessen sind von dem erfüllt, was die Bibel Welt nennt. Gott, das Ewige und das Heilige sind dir so fern und so fremd, dass du es als eine doppelte Sünde empfindest, dich Gott mit einem solchen Gemüt nahen zu wollen. Ab und zu fragst du dich selbst: »Will ich denn wirklich los werden von diesem lauen Sinn und diesem weltlichen Leben? Sind die Lauheit und Halbheit meines Christenlebens nicht eine Frage davon, dass ich es im tiefsten Grunde meines Herzens gar nicht anders haben will?«
So streitet die redliche Seele gegen ihre eingeborene Unredlichkeit und fühlt sich so hilflos verloren, dass das Gebet auf den Lippen erfriert.
Höre, mein Freund! Deine Hilflosigkeit ist dein bestes Gebet. Sie ruft aus deinem Herzen besser zu Gottes Herzen als alle deine Worte und formulierten Gebete. Er hört dich vom ersten Augenblick an, da dich die Hilflosigkeit ergriffen hat. Und er macht sich schon bereit, dir zu helfen. Heute wie damals, als er das hilflose und wortlose Gebet des Gichtbrüchigen erhörte.
Als Mutter verstehst du leichter diese Seite des Gebets. Dein kleines, zartes Kind kann nicht eine einzige Bitte an dich in Worte kleiden; und doch bittet es, so gut es kann, indem es schreit. Aber du verstehst die Bitte in seinem Schreien. Ja, das Kleine braucht nicht einmal zu schreien. Du brauchst es nur zu sehen in all seiner hilflosen Abhängigkeit von dir, so erreicht seine Bitte dein Mutterherz, eine Bitte, die eindringlicher ist als der lauteste Schrei.
Er, der Vater ist für alle, die Mutter genannt werden, und alle, die Kinder heißen im Himmel und auf Erden, nimmt in derselben Weise teil an uns. Unsere Hilflosigkeit ist eine einzige Bitte an sein Vaterherz. Und er ist unaufhörlich bereit, diese Bitte zu hören und unseren Drang zu stillen. Tag und Nacht ist er bereit dazu, obgleich wir meist nicht darauf achten, geschweige denn ihm dafür danken.
Als Mutter verstehst du ihn hierin besser als wir anderen. Du versorgst das Kleine Tag und Nacht, obgleich es nicht versteht, was du für es tust, opferst und leidest. Es dankt dir auch nicht und ist oft unwillig und sogar widerspenstig gegen dich. Aber du lässt dich nicht beirren. Du hörst unablässig die Bitten, die seine Hilflosigkeit an dein Mutterherz richtet.
Genauso ist Gott.
Nur mit dem Unterschied, dass sein Wirken vollkommen ist, während menschliche Liebe unvollkommen bleibt. Wie eine richtige Mutter ihr Leben der Pflege ihres Kindes weiht, so hat der ewige Gott in seiner unfasslichen Gnade sein ewiges Leben der Pflege seiner sündigen Menschenkinder geweiht.
So ist Gott mit allen.
Auch mit dem unbekehrten Menschen. – Du denkst gewiss, Gott liebt dich nicht. Ab und zu glaubst du, dass er sich nicht um dich kümmert. Manchmal scheint es dir sogar, als verfolge dich Gott mit seiner Rache und Vergeltung, als zerstöre er alle deine Pläne und vernichte dein Glück.
Nein, mein Freund, so ist Gott nicht. Du kennst ihn nicht und gehst deshalb mit einem Zerrbild von ihm herum.
Höre, wie Gott ist: »Er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte« (Matth. 5,45). Christus benutzte seine letzte Kraft und seine letzten Augenblicke, um für seine Feinde zu beten: »Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!« (Luk. 23,34). Und als Jesus das letzte Mal nach Jerusalem kam und kein Mittel mehr besaß, um diese gottlose und widerspenstige Stadt zu erlösen, stand er auf dem Ölberg und weinte über sie, während sein prophetischer Blick das schreckliche Gericht sah, das diese Stadt treffen würde.
So ist Gott. Er liebte seine Feinde. Wenn er die Not der Gottlosen sieht, ihre leeren Freuden und wirklichen Sorgen, ihre Enttäuschungen, Leiden und Ängste, und wie sie unerbittlich im Strom der Zeit der ewigen Pein der Hölle entgegengehen, dann schreien die Not und Hilflosigkeit der Gottlosen zu Gottes Herzen. Er hört diesen Schrei und beugt sich zu seinem hilflosen Menschenkind nieder, um ihm zu helfen. Und der Unbekehrte nimmt die Hilfe entgegen, soweit sie zeitliche Dinge betrifft. Aber sobald Gott ihm Hilfe für die Seele anbietet, wendet sich der Hilflose erschrocken ab und flieht vor seinem Gott: Er will nicht bekehrt werden!
Das Gebet ist für die Hilflosen. Für den hilflosen Sünder, der nicht länger vor seinem Gott flieht, der in dem himmlischen Licht stehen bleibt. Er fängt an, seine früheren Sünden zu erkennen, die Unreinheit seines Herzens, seine Reuelosigkeit, seine Kälte und Gleichgültigkeit, seinen Unwillen gegen Gott, gegen die Bibel und das Gebet, seinen schwachen Willen gegenüber der dauernden Lust zur Sünde.
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