Claude Anet - Ende einer Welt

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Claude Anet schreibt als Philosoph und Weltenbummler. Er reiste mit dem Fahrrad und dem Auto durch Länder wie Italien, Persien und Russland, seine Erlebnisse und Eindrücke schrieb er als Reiseführer wie auch in Romanen nieder. In diesem Roman «Ende einer Welt» folgen wir Claude Anet auf seiner phantasievollen Reise in eine prähistorische Zeit, hin zu dem Alltag, den Ritualen, der Mentalität und der Lebensweise unserer Ahnen.
Die Bärensöhne, vorzeitliche Renntierjäger Südfrankreichs, leben seit Generationen von der Jagd und führen ein zufriedenes Leben ganz so wie es die uralten Traditionen und Überlieferungen gutheißen. Doch eines Tages dringen die fremden Rundschädel in das Gebiet der Bärensöhne vor.

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Kürzlich war ein Mammut auf einem schmalen Weg, der an dem durch Regengüsse angeschwollenen Sumpf entlang führte, ausgerutscht. Im lehmigen Boden steckengeblieben, versank es durch seine Anstrengungen, sich zu befreien, immer tiefer. Es trompetete wütend. Durch den weithin dringenden Lärm angelockt, liefen die Männer des Stammes herbei, und das überraschende Schauspiel, das sie vor Augen hatten, erregte noch lange nachher ihre höchste Verwunderung: Zwei Mammute standen am Rande des Sumpfes und versuchten, ihren Genossen zu befreien. Der eine von ihnen umschlang dessen Rüssel, der andere hatte ihn bei den Stoßzähnen erfaßt. Auf den festen Boden gestemmt, zerrten sie vergeblich mit aller Kraft an der gewaltigen Masse, die schon mehr als zur Hälfte versunken war. Als sie die Jäger herbeikommen sahen, hielten sie inne und stießen so fürchterliche Töne aus, daß die Menschen zurückwichen. Erst spät in der Nacht erkannten die beiden erschöpften Mammute die vollkommene Zwecklosigkeit ihrer Anstrengungen und verschwanden langsam. Ihr Gefährte war schon tot. Nur die graue Wölbung des Schädels ragte noch aus dem Wasser.

Am nächsten Morgen kamen die Jäger zurück. Nach langen Beratungen entschieden sie, daß keine Gefahr mehr von dem Mammut drohe. Einige Männer warfen sich, an Riemen gebunden, in den trüben Sumpf und schlangen zwei starke Seile aus geflochtenem Leder um die Stoßzähne des Tieres. So versuchte man es auf trockenen Boden zu ziehen. Da dies nicht gelang, entschloß man sich, die Stoßzähne, die nicht weniger als sechs Fuß lang waren, hart am Schädel abzuschneiden. Diese schwierige Arbeit mußte unter Wasser gemacht werden, und so dauerte es mehrere Tage, bis sie beendet war. Im Triumphzuge wurde die Beute dann zu den Wohnstätten gebracht.

Der Körper des versunkenen Tieres faulte während des ganzen Sommers im Sumpfe. Das Wasser war gesunken; ein widerlicher Gestank verbreitete sich in der Umgebung. Eine gewaltige Unruhe bemächtigte sich der Menschen. Welche Geister mochten sie wohl beleidigt haben, als sie ihre Beute der Waffen beraubten? Unter Führung des Häuptlings Rahi, dem drei Weise des Stammes beistanden, versuchten sie Zeremonien der Versöhnung. Ein Mammut, ganz ähnlich dem toten, wurde in eine aus dem Elfenbein des Tieres geschnittene Platte geritzt. Es wäre keine bessere Abbildung des Tieres denkbar gewesen. Seine Zähne ragten in die Höhe, und sein Rüssel schlug durch die Luft. Zu diesem Elfenbeinbilde sprach einer der Weisen die nötigen Sprüche und versenkte es sodann an jenem Ort, wo der Körper des Tieres verweste. Der aufgestörte Geist beruhigte sich. Ein starker Regen kam über das Land, der vierundzwanzig Stunden dauerte. Der Sumpf stieg um zwei Fuß. Das Mammut verschwand. Nur die Blasen, die an die graue Oberfläche des Wassers stiegen, kündeten, daß der Geist noch immer wachte. Doch schaden konnte er nicht mehr.

Seltener noch als die Mammuttiere sah man manchmal auf den feuchten Weideplätzen im Westen ein Paar Rhinozerosse mit langer Schnauze, auf der zwei Hörner emporragten. Ihre massigen, unbeholfenen Körper bedeckte eine Art Panzer, der stark behaart war. Sie schienen einer entschwundenen Welt anzugehören und sich mühsam durch eine neue Gemeinschaft zu schleppen, mit der sie nichts als unheilbarer Lebensüberdruß verband. Niemals ließen sie einen Menschen in ihre Nähe kommen, und keinem Jäger war es je gelungen, ihren Lagerplatz auszuforschen.

Reich an Pferden war das Tal, in dem der Stamm hauste. Die einen, behaart und stämmig, waren zugleich mit den Menschen aus den Steppen hierhergekommen. Die anderen, zierlicher und mit langen Beinen, die an Geschwindigkeit ihre nordischen Vettern weit übertrafen, waren schon vorher in dieser Gegend gewesen. Die Leute vom Fluß jagten beide Gattungen, um sich von ihrem Fleische zu nähren.

Auch Rinder fanden sich in den Wäldern, und sie gehörten zu den gefürchtetsten Gegnern des Menschen. Verfolgt, zögerten sie nicht, ihn anzugreifen und mit ihren spitzen Hörnern auf den Boden zu nageln.

In heißen Sommern kamen oft katzenartige Raubtiere, die den großen Fluß vom Süden her durchschwammen und einen Jagdzug gegen die Pferde und Renntiere begannen, unter denen sie große Verheerungen anrichteten. Dann ergriff die friedlichen Pflanzenfresser des Tales eine Panik, und sie flüchteten weit fort. Die Menschen am Flusse machten Jagd auf diese Raubtiere, nicht um sie zu erlegen, nur um sie zu zwingen, ihr Gebiet zu verlassen. Darum versuchten sie auch nicht, die Tiere zu überraschen, sondern verscheuchten sie, indem sie laute Schreie ausstießen und auf Trommeln schlugen, während die Weisen des Stammes versöhnliche Sprüche hersagten, die diesen ungebetenen Gästen die herrlichsten Jagden in anderen Ländern verhießen, und mit denen ihnen unter lebhaftem Bedauern über die notwendig gewordene Trennung eine glückliche Heimreise gewünscht wurde.

Die Wölfe waren gefürchtet, denn sie vernichteten die Tiere, die der Stamm zu seiner Ernährung benötigte. So war es auch ein erbarmungsloser Krieg, den die Söhne des Bären gegen sie führten, obwohl ihr verachtetes Fleisch nicht gegessen werden durfte. Ihr Fell mit den rauhen Haaren wurde aber doch in den Wohnstätten verwendet. Auch die Greise, deren Gelenke schon ihre Geschmeidigkeit verloren hatten, trugen es über das Renntierwams um die Schultern gelegt.

Wertvollere Felle, mit denen Männer und Frauen ihre Kleidung verzierten, lieferten Zobel, Hermeline und Füchse. Sie bildeten auch ein beliebtes Tauschobjekt, das von den Händlern, die alle zwei Jahre das Tal besuchten, stark begehrt wurde.

Schließlich lieferte auch der Fluß seinen Tribut an jene ab, die seine Ufer bewohnten. Er wimmelte von Forellen, Lachsen und Hechten, die mit Harpunen erlegt wurden. Die kleinsten Kinder vergnügten sich daran, mit bloßer Hand die Gründlinge und unter den Steinen Krebse zu fangen.

So war das Leben des Stammes in einem noch erträglichen Klima gesichert, dies verdankte man – es gab keine einzige Stimme, die das bezweifelt hätte – einzig und allein der großen Weisheit des Stammvaters, des unermüdlichen, klugen und mächtigen Bären, der die Seinen – erst später wird man erfahren, um welchen Preis – an den gütigen Ufern des Flusses angesiedelt hatte.

Wertvoller war aber noch, daß er das glückliche Bündnis des Stammes mit all den Geistern geschlossen hatte, die das Wasser, die Höhlen, Sträucher und Wälder bewohnen, den Geistern, die nachts umherstreifen, sich auf die Tiere werfen und sie zu Tausenden töten, den Regen zurückhalten oder herabstürzen, die Flüsse austrocknen oder aus den Ufern treten lassen, die gefühllos Männer, Frauen und Kinder heimsuchen. Sie bezeugen auf tausenderlei Art ihre Wut, ohne daß man imstande wäre, die Beleidigung zu erraten, die sie bestrafen wollen. Dank den klugen Lehren des Ahnen, die von den Weisen des Stammes als das kostbarste Gut bewahrt und von Generation zu Generation in geheimnisvoller Weise weitergegeben wurden, war diese Harmonie zwischen der Gesellschaft der Menschen und der Welt der allgegenwärtigen Geister, deren eifersüchtiges Übelwollen so schwer abzuwehren ist, geschaffen worden. Die Weisen wußten die Beschwörungsformeln, die Worte, die zu sprechen und die zu verschweigen waren, sie kannten die Zeremonien der Dankgebete und jene der Reue, die Tage, an denen es günstig war, zur Jagd aufzubrechen, die heiligen Tänze, durch die man das entfernte Wild herbeizwang, wie die magischen Darstellungen, die es in seinem Revier festhielten. Sie allein verstanden es, die Toten mit allen vorgeschriebenen Riten zu umgeben, damit ihr Geist nicht den Lebenden schade, kurz alles war ihnen bekannt, was zum Wohle einer menschlichen Gemeinschaft unerläßlich schien, einer Gemeinschaft, die rings von unsichtbaren Feinden umgeben war, die sie belauerten, um bei der ersten Unterlassung oder dem ersten Fehler über sie herzufallen und sie zu vernichten.

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