Sibylle Luise Binder - Mord bei den Festspielen

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Mord bei den Festspielen: краткое содержание, описание и аннотация

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Bei den Festspielen in Bregenz am Bodensee wird Verdis „Don Carlos“ geprobt. Im Mittelpunkt steht Mario Miercoledi, der zum Bariton mutierte Ex-Supertenor. Doch so sehr ihn seine Fans verehren, so verhasst ist er bei den Kollegen. Darum wundert es auch niemanden, als er umgebracht wird. Doch wer war es? Alle scheinen verdächtig und die Polizei tappt im Dunkeln. Doch Regieassistentin Victoria Benning kennt ihre Szene und ist neugierig genug, um die Nase in diese Angelegenheit zu stecken.

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»Ich habe ihm dann erklärt, dass ich mich nicht wertend in sein Leben einmischen werde, dass er mich aber bitte auch mein Leben leben lassen solle – und zu dem gehöre nun einmal, dass ich meiner Frau auch dann treu bin, wenn sie nicht in der Nähe ist.« Lucas trank einen Schluck Wein. »Er kommentierte das achselzuckend mit ›Was Giulia nicht weiß, macht Giulia nicht heiß‹.«

Die Auswirkungen dieses Satzes bekam Lucas dann in Folge öfter zu spüren. »Giulia kam zur Premiere nach Wien. Mario ließ die Suite mit Blumen schmücken und den roten Teppich ausrollen, dann sagte er – ganz nonchalant – zu mir: ›Falls Giulia dich fragt: Du warst gestern mit mir essen.‹ Für ihn schien es vollkommen normal zu sein, eine Lüge von mir zu erbitten. Ich aber saß zwischen den Stühlen. Hätte ich Giulia, die fast ihr Kind verloren hatte, die Wahrheit sagen sollen? Auf die Gefahr hin, dass durch den Schock wieder etwas passiert?«

Er habe schließlich entschieden, dass er sich nicht in die Eheangelegenheiten seines Kollegen einzumischen habe, und habe darauf gehofft, dass die Rede nicht auf den ominösen Abend kommen würde. Doch im Lauf der Jahre habe ihn Mario immer wieder in solche Situationen gebracht und seine Anforderungen seien immer impertinenter geworden.

»Kurz vor meiner Heirat mit Cornelia hat er mir mal ein ganz dickes Ei gelegt«, erzählte Lucas.

Er sei mit Miercoledi in Paris gewesen, wo der Giulias Abwesenheit ausgenutzt und sich wieder einmal eine Affäre geleistet habe. Die Dame hatte aber tagsüber keine Zeit, also ging Miercoledi eines Nachmittags alleine bummeln. Als er ins Hotel zurückkam, war Giulia – Überraschung, Liebling! – angekommen. Sie stürzte sich auf seine Einkäufe – und da war die Tüte eines Wäschegeschäfts mit einigen durchaus scharfen Teilen. Das Dumme war nur: falsche Größe! Giulia, nach der zweiten Geburt doch ein wenig aus der Form gegangen, hätte ihren Vorbau nicht in diese BHs zwängen können.

»Miercoledi muss man aber eines lassen: Unter Druck reagiert er schnell. Bevor Giulia die große Keule auspacken konnte, hatte er die gesammelten Dessous zusammengerafft, in die Tüte gestopft und wieselte aus der Tür und über den Flur in mein schräg gegenüberliegendes Zimmer: ›Amice, du hast dein Geschenk für deine Freundin vergessen‹!«

Ich hatte gelacht, als Lucas – mein prüder Lucas – mit knallroten Ohren davon erzählte. Er war sehr empört gewesen, denn: »Und dann hatte Miercoledi auch noch die Stirn, mich vor Giulia durch den Kakao zu ziehen!«

»Und du konntest nur hoffen, dass deine Cornelia das nicht mitkriegt?«

»Ich habe es ihr noch am selben Abend erzählt. Giulia kann ja bekanntlich die Klappe nicht halten und ich wollte nicht, dass sie Cornelia mit der Geschichte kommt.«

Er habe den Kollegen nach diesem Stunt ordentlich zusammengestaucht, worauf der sich tatsächlich eine Weile zurückgehalten hat – jedenfalls was Lucas’ Beteiligung bei seinen Affären anging.

Doch nach ein paar Monaten sei’s im alten Trott weitergegangen. Giulia hatte ihren Mann in einer Hotelbar beim Flirten mit einer Blondine erwischt, der hatte behauptet, die Blondine gehöre in Lucas’ Bett und er habe ihr nur Gesellschaft geleistet, während Lucas bei einem Termin gewesen sei.

Wir hatten inzwischen unser Essen bezahlt und gingen am See entlang. Lucas blieb stehen und wuschelte nachdenklich durch sein Haar. »Ich habe mitgespielt und ich habe mich dabei jedes Mal über mich selbst geärgert. Aber ich war zu feige und zu phlegmatisch, nein zu sagen. Ich wollte keinen Krach, ich wollte nicht in seine Eheprobleme reingezogen werden, aber gleichzeitig widerten mich seine Affären an. Ich saß ständig zwischen den Stühlen und ich bin nicht stolz darauf, dass ich mich da jahrelang gedrückt habe. Ich hätte Flagge zeigen müssen, aber ich war ein richtig mieser Opportunist.«

Ich legte den Arm um seine Taille und streichelte mit der freien Hand über seine Wange. »Du bist kein Opportunist. Du wolltest Giulia nicht noch zusätzlich wehtun, du wolltest seine Ehe – und an der hingen immerhin zwei kleine Mädchen – nicht noch zusätzlich belasten.«

Ein Kuss für mich, dann ging er in die Knie, fand einen flachen Stein und ließ ihn übers Wasser hüpfen. »Du weißt schon lange, dass ich als strahlender Held in schimmernder Rüstung eine Fehlbesetzung wäre. Also nehmen wir meine schräge Beziehung zu Miercoledi als weiteren Rostfleck auf meinem Harnisch, ja?«

Ich probierte ebenfalls, einen Stein hüpfen zu lassen, aber meiner ging wie immer sofort unter. Also beglückte ich stattdessen meinen Liebsten mit einer Umarmung und mit dem Kopf an seiner Brust sagte ich: »Du hast dich doch schließlich verweigert und das Richtige getan, oder?«

Lucas nickte. »Es hat lange gedauert, aber irgendwann hatte sogar ich den Mut!« Er klang bitter. »Mit seiner oh so großen Liebe Katia Ulanova hat er schließlich übertrieben. Als ich mich weigerte, seine Manipulation bei Operata mitzumachen, hat er mir die Freundschaft gekündigt. Wir haben uns angebrüllt, er hat mich eine undankbare Ratte genannt und laut darüber nachgedacht, dass ich doch heute noch in Stuttgart den zweiten Wächter singen würde, wenn er nicht gewesen wäre.«

»Das ist eine Frechheit!«, regte ich mich auf. »Du bist als einer der besten Mozart-Sänger deiner Generation bekannt, du giltst in Sachen Liedgesang als Fischer-Dieskaus Nachfolger – und das sind Bereiche, in denen Miercoledi kein Bein auf den Boden bringt! Da hast du dich ganz alleine durchgesetzt! Und verflixt noch eins, wenn ich höre, was er heute zusammengrunzt – du bist ein traumhafter Posa. Er ist ein peinlicher!«

»Ich bin zu alt für Posa.«

»Bist du nicht!«, widersprach ich. »Wo steht denn geschrieben, dass Posa ein Jüngling ist? Aber es steht auch nirgends geschrieben, dass er so alt wie Don Carlos’ Großvater ist!«

Er lächelte, legte den Arm um mich und ging langsam weiter. »Mario sieht das anders – wie so vieles.«

»Aber du bist bei Operata raus und in den letzten Jahren bist du ja auch darum herumgekommen, mit ihm auftreten zu müssen«, versuchte ich zu trösten. »Es ist halt nur blöd, dass du hier wieder auf ihn gestoßen bist.«

Er lachte auf. »Das ist so in unserer Branche. Man trifft sich nicht nur zweimal, sondern mindestens fünfmal. Aber wir sind wohl beide Profis genug, das mit Anstand hinter uns zu bringen. Außerdem: Hast du schon mal eine Produktion erlebt, in der alles eitel Sonnenschein war? Ich nicht!«

»Na, dann bleibt uns wohl nur zu hoffen, dass sich unser Ensemble trotz Miercoledi bis zur Premiere nicht gegenseitig an die Kehle geht.«

2Das Duett gehört in die Oper »Norma« von Vincenzo Bellini.

3Ein gewisser Abbé Prévost hat um 1731 den Roman »Histoire du Chevalier Des Grieux et de Manon Lescaut« geschrieben. Der wurde ein Erfolg und hat gleich vier Komponisten dazu inspiriert, eine Oper zu schreiben. Nummer eins war Daniel-Francois Auber mit »Manon Lescault« 1856, der Zweite war 1884 Jules Massenet, dann kam 1893 Giacomo Puccini und 1951 unter dem Titel »Boulevard Solitude« Hans Werner Henze. Lucas und Miercoledi haben die Puccini-Version gesungen, wobei Miercoledi den Chevalier Des Grieux und Lucas den unmoralischen Bruder von Manon gegeben hat.

4Das Royal Opera House in London ist schräg gegenüber der U-Bahn-Haltestelle Covent Garden, weswegen es sehr oft einfach »Covent Garden« genannt wird.

5»Gianni Schicchi« ist eine einaktige Oper von Puccini nach einer Vorlage aus Dantes »Göttliche Komödie«. Darin geht es um einen reichen Mann, an dessen Sterbebett sich die Verwandtschaft um das Erbe balgt.

6Der Geruch nach Pfarrhaus, was bei den Schwaben meist evangelisches Pfarrhaus heißt, gerne auch pietistisch.

Kapitel 3:

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