Viviana Uriona - Sie senden den Wandel

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Altbekannt ist, welch wichtige Rolle Medien bei der Konsolidierung oder aber auch bei der Transformation einer Gesellschaft spielen. Was aber geschieht, wenn Medien von unten aus agieren und dies in großer Zahl geschieht, unter Einbindung vieler gesellschaftlicher Akteure sowie gegenüber einem umfassenden Publikum?
In Argentinien hat sich eine faszinierende Radiolandschaft gebildet, die kollektiv, partizipativ und progressiv arbeitet: Die Community-Radios.
Viviana Uriona nimmt uns mit auf eine ethnografische Reise durch die Geschichte dieser Radios, analysiert ihre Arbeitsweise und sucht nach den Gründen ihres Erfolges. Am Ende der Lektüre bleibt eine Frage nicht mehr offen: Könnte hierzulande in gleicher Weise gelingen, was dort geschah?

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Aus der Interviewanalyse kristallisierten sich folgende Schwerpunkte heraus, wobei die Reihenfolge keine Wertung beinhaltet:

1 Ebene der Empathie (Gefühlsebene, Freude über die Radioarbeit und das darin neu erlangte Wissen)

2 Wem gehört das Radio? (Die Akteure*innen als Sonnensystem mit einem Kern [direkte Akteure*innen] und einem System mit mehreren fernen und näheren Akteure*innen, die als Satelliten agieren.)

3 Materielles (Geschichte der Entstehung der Sender. Senden sie selbst oder über andere Antennen? Sind sie offen oder geschlossen? Sind sie regional eingebunden (lokaler Bezug) oder ist ihre Community dezentral angesiedelt [sozial-politische-ideologische Gesinnung]?)

4 Themen/Ausrichtung der Radios (alternative Berichterstattung und/oder Counterinformation 15)

5 Hegemonie vs. Gegenhegemonie (bei bestimmten Gruppen werden diese Begriffe nicht genannt, aber die Begriffsinhalte sind klar dekodierbar)

6 Radio als WerkzeugLokale alltägliche KommunikationAufklärungsarbeitPolitische MobilisierungVom Radio zur gesellschaftlichen Transformation (Poder Popular)

7 Subjektivität vs. Objektivität der Berichterstattung

8 Empowerment / Entmystifizierung der Technik

Diese Schwerpunkte bilden in großen Teilen die Vorlage und die Grundlage für die tiefere Analyse im vierten Kapitel, das die Theoriebildungen umfasst. Die verbleibenden »nicht genutzten« Schwerpunkte sind das dekodierte Ergebnis einer spezifischen Art der Interviewführung, bei der zur Auflockerung zu Beginn der Gespräche und auch während der Gespräche Fragen zu unverfänglichen Themen gestellt wurden.

3.2.3 Auswertungsverfahren (interpretativ)

Nachdem die Interviews in ATLAS. ti (Version 5) eingefügt wurden, begann ich mit der Analyse bzw. Auswertung des Materials. Das computergestützte Auswertungsverfahren vereinfachte die Interpretation der herausgearbeiteten, relevanten Aussagen für die Theoriebildung.

Im Mittelpunkt der Untersuchung stand der Forschungsbereich der Community-Radios in Argentinien in Wechselwirkung mit den sozialen Bewegungen. Dazu ergaben sich früh aus denen von den Interviewpartner*innen (insgesamt) für relevant erachteten Themenschwerpunkten und der damit verbundenen Ideen, Einsichten und Konzepte für die Theoriebildungen zwei Einhegungen und zwei Erweiterungen für den Raum der Theoriebildungen .

* Einhegungen

a. Die Interviews aus dem urbanen Raum und die Interviews aus dem ländlichen (ruralen) Regionen (Nord- und Südargentiniens) ergaben keine signifikanten Abweichungen hinsichtlich dieser geografischen Räume.

Die Arbeit der Radios, die gegenseitige Einbettung in sozialen Bewegungen, das (gegenhegemoniale, partizipative) Selbstverständnis der Radios, die Funktion des Empowerments, der transformative Anspruch u.v.m. wurden auf der abstrakten Ebene fast identisch benannt und bewertet. Verkürzt: Die regionalen Verhältnisse unterschieden sich, aber die Ansichten der Radiomacher*innen weitgehend nicht 16.

b. Ganz ähnliches gilt für das Verhältnis von sozialschichtiger Einordnung und Schwerpunktsetzung. Ich sprach mit Arbeiter*innen, Akademiker*innen und Bäuer*innen, deren Sprache sich unterschied, die aber überwiegend übereinstimmende Schwerpunktsetzungen und Inhaltsbestimmungen vornahmen.

* Erweiterungen

c. Sämtliche Radios begriffen sich – in deutlich personeller Rollenüberschneidung – verbunden mit einer oder mehreren sozialen Bewegungen in ihren Regionen. Doch zum Ersten handelte es sich vielfach um neue soziale Bewegungen der Poder Popular 17, die sich längst nicht mehr auf Protest gegen Missstände und deren Bekanntmachung richteten, sondern auf die aktive und demokratische Gestaltung der Lebensverhältnisse vor Ort und dieses Agieren durch die Radios (wie mit einem Transmissionsriemen) verstärkten. Zum anderen hatten die Gruppen zugleich weit größere Ansprüche. Schritt für Schritt wolle man allerorts die staatlichen Institutionen durch eigenes »Selbstverwalten« ersetzen, um aus der Schule des Regionalen heraus in einen breiten antikapitalistischen Transformationsprozess »von unten nach außen« einzutreten. Das neue Mediengesetz – das seinerzeit im Entwurf als Diskussionspapier die Runde machte – begriff man als einen wichtigen landesweiten Schritt auf diesem Weg.

d. Das Innenleben der Radiostationen (ihre personelle Zusammensetzung, ihre Regeln, der Grundsatz der Partizipation und die Bewältigung von Bildungserfordernissen für den Betrieb) ließ sich natürlich formal als Struktur auffassen, als ein bestimmtes System, das anfallende Aufgaben zur Erledigung bringt und Ziele verwirklicht. Aber inhaltlich lag ein Labor vor, in dem solche Lebensweisen und Prinzipien, die für eine Transformation der (gesamten) Gesellschaft relevant sind, bereits (im Kleinen) erprobt, geübt und weiterentwickelt wurden. Die Radios sahen sich in dieser Hinsicht nicht anders als die selbstverwalteten Fabriken oder die sozialen Gruppen, die sich um regionale Daseinsvorsorge kümmerten. Die zentrale Idee lautete: Der Mensch verändert sein Bewusstsein, wenn er sein Handeln in der Praxis ändert.

1Im Anfangsstadium dieser Arbeit waren auch noch folgende Schritte geplant: Analyse der Institutionen COMFER und der überregionalen Vernetzungsgruppen wie FARCO, AMARC Lateinamerika, im Besonderen der Karibik, und das im Jahr 2010 gegründete AMARC Argentinien. Inhaltsanalyse der Programme der Community-Radios und Beobachtungen mit zwei verschiedenen Schwerpunkten: 1. Entscheidungsfindung und -treffen innerhalb ausgewählter Radioprojekte, 2. Entscheidungsfindung und -beschluss innerhalb des Prozesses für ein neues Mediengesetz. Auch diese Forschungsziele wurden zugunsten der dann faktisch vorliegenden nicht weiter verfolgt.

2Ein beobachtender Dokumentarfilm kennt zwar ein Thema und auch eine Haltung, kommt aber während der Dreharbeiten ohne »Buch« aus. Die Dramaturgie erschließt sich erst im Nachhinein bei der Sichtung und Auswertung des Beobachteten (des gedrehten Materials) am Schnitttisch.

3Hinzu kamen in Gruppenarbeit gewonnene Interviewaussagen, bei denen sich die Betroffenen gegenseitig interviewten und die diese Methodologie ergänzen. Dazu sogleich.

4Solche Fehler sind z.B.: Ein zu häufiges Nachfragen, weil es die Tendenz eines dominierenden Kommunikationsstil in sich trägt. Die häufige Verwendung von bewertenden und kommentierenden Aussagen oder Gesten, auch wenn sie unterstützend gemeint sind, weil dadurch das Gespräch verzerrt gelenkt wird. Suggestive Vorgaben oder Interpretationen des eben Erfahrenen, weil auch dadurch die Ergebnisse des Interviews verfälscht werden. Zu häufiges Unterbrechen, weil dies den Gedankenfluss des Gegenübers hemmt.

5Zwei Interviews fanden im privaten Wohnort der Interviewpartner statt.

6Verwendet wurde ein tragbarer digitaler Audiorekorder.

7Ein partizipativer Dokumentarfilm ist ein Dokumentarfilm, dessen Inhalt von den Protagonist*innen selbst gestaltet wird.

8Release 2012, Kameradist*innen, ARG/D, 50 min., OmU, 4:3 / Der Film kann im Internet kostenlos angesehen werden: https://www.kameradisten.org/sachamanta-ansehen/

9Die Provinz mit der gleichnamigen Hauptstadt befindet sich im Norden Argentiniens. Die geografische Distanz zur Landeshauptstadt Buenos Aires beträgt über 1000 km. Die Region um die Provinzhauptstadt ist von schweren Landkämpfen betroffen, bei denen es Tote und Verletzte gibt. Der Konflikt dreht sich um die Frage des Eigentums an Land, das einerseits mit seinem kargen Boden die Bauerngemeinden seit Jahrtausenden (Erste Völker) ernährt und andererseits ein Spekulationsobjekt geworden ist, seit genmodifiziertes Saatgut und darauf abgestimmte Herbizide den industriellen Anbau von Soja auch hier rentabel gemacht haben.

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