Torsten W. Burisch - Drachengabe - Halbdunkel

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Drachengabe - Halbdunkel: краткое содержание, описание и аннотация

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In dem Land Umbrarus ist die Angst allgegenwärtig. Die Angst vor den Drachen und ihren Schergen. Und dort, wo ihr Wille nicht zählt, herrscht die Angst vor den niedrigsten und boshaftesten Charakterzügen der Menschen. Doch es gibt Hoffnung. Drei, die unterschiedlicher nicht sein können, sollen dem Land endlich den ersehnten Frieden bringen. Doch was, wenn einer von ihnen nicht an seine Bestimmung glaubt und der Letzte noch gar nicht gefunden ist?"Drachengabe" erzählt die Geschichte von der Suche nach Vertrauen und Freundschaft und unzähligen unbeantworteten Fragen.

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Es konnte niemand aus dem Kloster sein, so viel war sicher. Aber wer dann? In den Geschichten von Schwester Cesena hatte er oft gehört, dass es Hexen seien, die mit Vorliebe Raben als Boten in die Außenwelt schickten. Doch die Vorurteile gegenüber Frauen, die man aus unterschiedlichsten Gründen als Hexen bezeichnete, waren Dantra zuwider. Und das nicht ohne Grund. Er selbst hatte noch nie eine Frau gesehen, der man eindeutig nachweisen konnte, eine Hexe zu sein. Und er kannte auch niemanden, der etwas anderes zu erzählen vermochte. Daher hatte er große Zweifel, ob diese überhaupt existierten. Aber vor allem war es die eine bestimmte Sorge, die ihn schon sein halbes Leben beschäftigte und die ihn nur bei dem Gedanken an Hexen bereits verzweifeln ließ. Denn die Angst betraf seine Schwester. Die Gefahr, dass sie der Hexerei beschuldigt werden würde, war immens. Und das nur, weil sie außergewöhnlich schön war. Aus dem Unterricht über gottlose Kreaturen wusste Dantra, was mit Menschen geschehen konnte, wenn sie außergewöhnliche Fähigkeiten besaßen, wozu leider auch besagte übermäßige Schönheit zählte. Und die Tatsache, dass Tami stumm war, machte die Lage für sie nicht besser. Ganz im Gegenteil. Jegliche Anormalität wurde einem als belastender Hinweis auf Hexerei ausgelegt. Käme es also tatsächlich zu einer Verurteilung, würde ihr junges Leben ein qualvolles Ende auf dem Scheiterhaufen finden. Die Furcht vor dem, was Tami an Leid erfahren konnte, wenn sie das Kloster verließ, war nicht übertrieben. Die Ordensschwestern selbst hatten diese Angst vor einigen Jahren geschürt und durch ihr Handeln noch untermauert.

Es war ihr Schicksalsgeburtstag, an dem sich das Verhalten der Schwestern gegenüber Tami grundlegend verändert hatte. Denn sie hatte die Frage verneint, und so waren sich die Schwestern einig gewesen, dass sie sie zukünftig nur mit einer ausnahmslosen Abschirmung von der Außenwelt bis zu ihrem Übergang in das selbstständige Leben beschützen konnten. Aus diesem Grund untersagten sie ihr jegliches Verlassen des Klostergeländes. Der betitelte Geburtstag war der vierzehnte gewesen, an dem jedes Mädchen, das im Klosterheim wohnte, eine Entscheidung fürs Leben treffen musste. Wenn sie sich entschlossen, dem Orden beizutreten, wurde ihnen eine Nonnentracht übergezogen und sie durften von dem Tage an am Unterricht teilnehmen, den die Jungs bereits mit sieben Jahren erhielten. Zog es sie aber eher zu einem bürgerlichen Leben, so bekamen sie die Ausbildung, die die meisten Mädchen erhielten, die bei ihren Familien lebten. Putzen, Wäsche waschen, kochen und die, wie man ihnen sagte, hohe Kunst, ein Feld richtig zu bestellen.

Die Fähigkeit des Schreibens, Lesens und des Rechnens war dem männlichen Geschlecht vorbehalten. Sie waren es, die die Geschäfte tätigten, Handel betrieben und die Bedürfnisse des Ortes und der Gemeinde gegenüber dem zuständigen Dullpin, dem Ordnungshüter der Drachen, vertraten. Es war vorherbestimmt, dass die Jungs bereits mit siebzehn das Kloster verließen, die Mädchen hingegen erst mit neunzehn. Die geltende Begründung war der Schutz vor den sündigen Verführungen, die überall lauerten und denen Frauen in jungen Jahren eher verfielen. Dantra hatte jedoch bereits früh erkannt, dass die Mädchen nur so lange wie möglich ans Kloster gebunden werden sollten, weil sie überaus günstige Arbeitskräfte waren, auf die man in diesen schweren Zeiten nicht verzichten wollte und konnte.

„Also“, Dantra hielt das Pergament immer noch in der Hand und ging nun unruhig in seiner Kammer auf und ab, „dass mir gerade eine Hexe schreibt und mir helfen will, ist doch sehr weit hergeholt. Wer auch immer der Absender dieser Botschaft ist, die Gewissheit, dass ich ihm vertrauen kann, habe ich nur, wenn ich ihn vorher persönlich treffe. Aber wie? Ich darf das Gebäude ja nicht verlassen.“

Er raufte sich vor Ratlosigkeit die Haare. Was sollte er tun? Sollte er seine Schwester zu einem völlig Fremden schicken. Zu jemandem, den er noch nie gesehen hatte? Dessen Charakter er nicht kannte und dessen Absichten ihm völlig rätselhaft waren? Obgleich ihre Überlebenschancen sehr gering waren, bis er wieder die Möglichkeit hatte, auf sie zu achten, wusste Dantra trotz allem nicht, ob das der richtige Weg war. „Ich muss das Risiko eingehen. Alleine kommt sie auf keinen Fall zurecht. Und wenn derjenige mich kennt, so wie es ja den Anschein macht, dann weiß er, dass er ihr lieber nichts antun sollte.“

Der Versuch, sich selbst Mut zu machen und diese schwierige Entscheidung zu treffen, hatte nur kurzzeitig Erfolg. Gerade einmal so lange, bis er sich von Tami verabschiedet und ihr den genauen Ort erklärt hatte, wo sie sich unverzüglich einfinden sollte. Denn schon kurz nachdem die Hofpforte hinter ihr geschlossen wurde, kamen ihm erste Zweifel. Der Tod unter den wüsten Beschimpfungen der Dorfbewohner auf dem brennenden Scheiterhaufen konnte human sein, verglichen mit dem, was der mysteriöse Fremde mit ihr machen konnte. Und egal, wie groß Dantras Zorn gegenüber dem Peiniger seiner Schwester wäre, und auch wenn diese unbändige Wut nicht gekannte Kräfte in ihm wecken würde, war er ihm vielleicht dennoch hoffnungslos unterlegen. Dann könnte er zwar um seiner Ehre willen durch den übermächtigen Feind in den Tod gehen, Tami jedoch würde es auch nichts mehr nützen.

Die folgenden Tage und Wochen kamen Dantra vor, als würden sie sich im Kreis drehen und niemals ein Ende finden. Er lief wie in Trance durch sein Alltagsleben. Im Unterricht glänzte er durch Unaufmerksamkeit, sodass er nicht selten von Schwester Melk zurechtgewiesen wurde. In den Pausen bemerkte er nicht einmal die hämischen Bemerkungen von Biff. Und in seiner Freizeit verharrte er schweigend und in Gedanken vertieft auf seiner Stube. Mehrmals täglich sah er auf sein Fensterbrett. Aber weder ein Rabe noch eine abgelegte Papyrusrolle war dort zu sehen. Nichts, was darauf hindeutete, dass es Tami gut ging. In einem leichtsinnigen Moment hatte er den Entschluss gefasst, sich unerlaubt vom Klostergelände zu entfernen, um nach ihr zu suchen. Er verwarf jedoch den Gedanken, noch bevor er sich von seiner Pritsche erhoben hatte. Würden sie ihn erwischen, so wäre die Schwester Oberin gezwungen, ihn nach seinem offiziellen Übergang in das selbstständige Leben an den Dorfdullpin zu überstellen. Dabei würde er nur noch weitere wertvolle Zeit verlieren. Denn die Vorschriften des Klosterheimes waren auf die Gesetze der Drachen abgestimmt. Bei gewissen Verfehlungen war es daher auch der lange Arm des Drachengesetzes, der die dafür festgelegte Bestrafung einforderte. Somit blieb ihm nur eines, was er tun konnte: warten.

Nach dem geltenden Drachenkalender war ein Jahr in vier Viertel eingeteilt. Ein jedes hatte einundneunzig Tage. Wenn die ersten Blätter fielen und die Kürbisernte anstand, begann das Imberviertel. Gefolgt, zusammen mit dem ersten Schnee, vom Frigusviertel. Dem schloss sich das Viertel Floridus an, das Umbrarus die Farbenpracht wieder zurückgab. Der momentan herrschende Jahresabschnitt hieß Calor. Es war die wärmste Zeit und für viele auch die schönste.

Der 57. Tag dieses Viertels war angebrochen, und es war Dantras siebzehnter Geburtstag. Der Tag, dem er so sehnlich entgegengefiebert hatte. Der Tag, an dem er endlich diese erdrückenden Mauern, die zumeist engstirnigen Schwestern und vor allem Mitschüler wie Biff für immer hinter sich lassen würde. Aber vor allem war es der Tag, an dem er die Gewissheit darüber erlangte, wie es Tami ging. Ob es die richtige Entscheidung gewesen war, sie zu dem unbekannten Verfasser der mysteriösen Botschaft zu schicken. Denn seine schlimmsten Befürchtungen wurden noch dadurch bestärkt, dass er selbst an seinem Entlassungstag keine Pergamentrolle bekommen hatte, auf der ihm beschrieben wurde, wo er sich einzufinden hatte oder wo er seine Schwester finden konnte.

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