Gabriele Behrend - Salzgras & Lavendel

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Als Douglas den Tod eines Menschen verschuldet, stellt ihn die Strafverfolgung vor eine scheinbar einfache Wahl – entweder lebenslange Haft oder die Implantierung einer multiplen Persönlichkeit, so wie sie jeder andere um ihn herum bereits besitzt.
Diese Persönlichkeitssets ermöglichen es den Menschen, auf jede Situation angemessen zu reagieren. Das oberste Ziel? Effizienz.
Dass dieser Eingriff bei einem «Wilden» Risiken birgt, verdrängt Douglas und lässt sich auf die Therapie ein und damit auch auf seine medizinische Patin Kaynee.
Gabriele Behrend entwickelt ein faszinierendes Szenario, in dem die Weiterentwicklung psychischer Fähigkeiten industrielle Ausmaße angenommen hat.
Der gewohnt ausgefeilte Stil der Kurd-Laßwitz-Preisträgerin und ihr Einfallsreichtum packen den Leser von der ersten bis zur letzten Seite.

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Als sich die Sonne in den Abend verabschiedet, findet sich Kaynee in ihrem Bett wieder. Stan ist verschwunden. Kandy hat sich zurückgezogen. Kaynee rollt sich auf die Seite und zieht die Knie zum Kinn. Ihr tut alles weh.

Das hätte nicht passieren dürfen! Kaynee weiß nicht, an wen sie sich wenden soll. Professorin Paulson? Die würde sie sofort von ihrer Position abziehen. In bester Absicht zwar und durchaus zu Recht, aber Kaynee will unter keinen Umständen ihren Job riskieren. Sie überlegt fieberhaft.

Sie wird eine Nachjustierung vornehmen. Die Anteile müssen besser voneinander getrennt, die Basisfunktionen gefestigt werden. Ihr Verstand sagt ihr, dass sie da nicht drum herumkommt. Aber wer? Wie? Ohne dass es auffällt …

Sie erstarrt. Da gibt es nur einen, der ihr helfen würde. Sanders. Er ist der Einzige, der so einen Eingriff auf eigene Kappe machen könnte. Kaynee fröstelt es.

Douglas hat den Weg nach Hause ohne größeren Zwischenfall geschafft. Hat das Fahrrad im Keller verstaut, die Schlösser bedächtig verriegelt. Das eine, das seinen Verschlag sichert. Das andere, das den gesamten Keller absperrt. Danach ist er mit dem Lift in sein Apartment hinaufgefahren. Heute muss er nicht laufen, um sich zu fordern oder abzulenken. Das Ziehen in seinen Hoden ist zurückgetreten, aber immer noch vorhanden. Da kann er sich diesmal auch den Fahrstuhl leisten.

Nach einem ausgiebigen Bad schlüpft er in seinen Bademantel. Er überlegt, ob er sich ein Bier nehmen soll, aber er entscheidet sich dagegen. Greift zum Wasserhahn, lässt das Glas volllaufen, trinkt es, während er abwesend aus dem Fenster starrt. Er erinnert sich an das kühle Grün unter seinen Sohlen und stellt das geleerte Glas auf den Küchentisch. Schön war es gewesen. Alles andere eher anstrengend.

Douglas wischt sich mit der Hand über das Gesicht. Wendet sich dann zum Schlafzimmer und legt sich rücklings auf das ordentlich gemachte Bett. Der Bademantel verrutscht, die kühle Luft streift seinen Körper, aber das ist gut so, denkt Douglas, und schließt die Augen. Nur ein bisschen ruhen.

Douglas rutscht in einen Dämmerschlaf, hinein in diese salzige Traumwelt, die ihm noch neu ist und in der er eben erst lernt, sich zu bewegen. Seine alten Träume scheinen vergessen. Wie lange schon? Darüber will Douglas nicht nachdenken, er blendet alles aus. Es wird dunkel in ihm, ganz dunkel, dann schaltet sich das Traumkino ein und der Film spult sich hinter seinen geschlossenen Lidern ab. Eine neue Episode.

Ich liege auf dem Rücken inmitten einer graugrünen Salzwiese, die Augen weit aufgerissen. Über den Halmen, die sich in einem steten Wind wiegen, türmen sich Wolken in Grafit und diesigem Weiß. Es regnet nicht, aber Feuchtigkeit liegt in der Luft. Salzkristalle auf den Lippen, auf den Fingerkuppen, auf den Wangen. Und doch streicht ein zarter Duft durch das Gras. Ich kenne den Geruch. Wenn ich jetzt die Augen schließen würde, sähe ich sie vor mir. Sie, mit ihren goldenen Locken und dem weichen Zug um den Mund. Mommy. Ich richte mich auf. Prinzchen, tönt es sacht in meinem Kopf, Prinzchen, alles wird gut.

Ich springe auf die bloßen Füße und sehe mich um. Hinter mir liegt die Klippe, hinten dran das Meer. Von dort bin ich gekommen, doch wo werde ich hingehen? Ich sehe einen schmalen Pfad im Salzgrasmeer. Ein Schritt vor den anderen setzend, folge ich ihm langsam. Der Duft nach Lavendel verstärkt sich, je weiter ich ins Hinterland vordringe. In der Ferne sehe ich eine überwucherte Bruchsteinmauer. Gänseblümchen und verwilderte Rosen blühen büschelweise in den Ritzen. Ich werde schneller. Was ist jenseits der Mauer?

Der Pfad endet vor einem Tor. Rostiges Gestänge, von Efeu umwuchert und mit einer schweren Kette samt Schloss gesichert, versperrt mir hüfthoch den Weg. Dahinter Lavendelbüsche in langen Reihen. Wilder Weizen ragt vereinzelt aus dem violettblauen Meer, im Hintergrund sehe ich das dunkle Grün von Baumhecken. Ich lege beide Hände auf den obersten Holm und rüttle zaghaft. Das Tor gibt nicht nach.

Je länger ich auf den Lavendel starre, desto mehr weiß ich, dass ich dort hingehöre: in die Geborgenheit dieses Feldes. Und ich weiß auch, dass ich mich von einem Tor nicht aufhalten lassen werde. Ich taste die Mauer ab, suche einen losen Stein. Bohre mit den Fingern in den Ritzen herum, bis sich ein handlicher Felsbrocken löst, mir geradezu in die Hand fällt. Doch statt ihn zu benutzen, stehe ich vor dem verrosteten Schloss wie der Ochs vorm Berg und weiß nicht, wie ich es anstellen soll. Gewalt ist Gewalt und Gewalt ist verpönt. Ich kann nicht aus meiner Haut heraus.

Da springt das irrlichternde Lachen hinter einer Bodenwelle hervor. Es keckert und gackert und schrillt mir in den Ohren und springt unvermittelt in mich hinein, als sei ich ein leeres Gefäß. Ich fühle es in mir toben. Schon hebe ich den Stein, irgendetwas muss ich zertrümmern, um diese Tollheit loszuwerden, warum also nicht meinen Kopf? Irgendwer muss diesem Lachen endlich Einhalt gebieten!

Doch statt mir den Brocken an den Schädel zu schlagen, fange ich an, ihn auf das Schloss zu hämmern. Mein Arm synchronisiert sich mit dem Lachen. »Hey ho«, beginnt es jetzt auch noch in mir zu singen. »Hey ho, hey ho.« Ich füge mich dem Rhythmus, ich kann nicht anders. Jetzt bin ich wohl auch ein Wilder, genauso wie Mommy. Ein Tier, ein Untier, ein Monster. Bin ich das wirklich?

Mein Zorn treibt mich an, ein heißes Aufbegehren. Sie hatten nicht recht, Mistress Keen. Sie hatten nie recht mit Ihrer Behauptung! Sie kannten Mommy doch überhaupt nicht, wie kamen Sie dazu, meinen Verstand so zu vergiften?

Doch je länger die ganze Aktion dauert, desto mehr stumpfe ich ab, lasse mich fallen in die Monotonie der Schläge, in das herzschlagartige »Hey ho«-Gejohle und werde dabei immer ruhiger.

Als das Schloss mit einem Mal unter dem einen, dem einzig richtigen Schlag nachgibt und aufspringt, überrascht es damit das Lachen und mich gleichermaßen. Während das Lachen verwirrt schweigt, stopfe ich den Stein wieder dorthin, wo ich ihn aus der Mauer gebrochen habe. Danach richte ich mich auf und drehe mich zu der Salzwiese und dem Klippenrand herum.

»Geh spielen«, sage ich zu dem Lachen, das immer noch unschlüssig in mir herumlungert und dem es langsam dämmert, dass es zum ersten Mal von Nutzen gewesen ist. Das gefällt ihm nicht, ich spüre den Unwillen, der sich langsam in mir breitmacht. Das gefällt mir wiederum nicht, und daher brülle ich los. »Jetzt hau endlich ab, oder soll ich dir Beine machen?«

Da zieht es sich aus meinem Blut zurück, noch immer ganz verschnupftes, trotziges Schweigen, und sammelt sich schließlich in den Halmen zu meinen Füßen. Doch schon einen Moment später trollt es sich und findet seine vielen Stimmen wieder. Es lacht und keckert zur Klippe hin, danach verliert es sich im Dröhnen der Brandung, die weit unten auf den Strand schlägt.

»Danke!«, sage ich ins Nichts hinein und verbiete mir dabei den Sarkasmus. Erst dann wende ich mich wieder dem Tor zu, löse die Kette und hebe es vorsichtig an. Ein, zwei mühsame Schritte später ist es tatsächlich so weit: Ich stehe im Lavendelfeld. Willkommen daheim.

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