Elsa Morante - Das heimliche Spiel

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Zwölf Geschichten über die unverständliche Macht der Liebe und deren zerstörerische Kraft. Zwischen Müttern und Söhnen, Frauen und Männern, Bruder und Schwester, Eltern und Kindern. Nach Jahrzehnten wieder in der von der Autorin gewollten Zusammenstellung und in neu durchgesehener Übersetzung: Nacht für Nacht entfliehen die drei Kinder aus heruntergekommenem Adel dem trostlosen und sparsamen Dasein der Familie in die erregende märchenhafte Welt des Theaters, in die Welt der Ritter, Prinzessinnen und Schiffskapitäne, in die Welt der Komödien und Tragödien. Doch eines Tages wird ihr heimliches Spiel entdeckt …
Wie ihre vier großen Romane stehen auch diese zwölf Erzählungen (darunter «Der andalusische Schal») für die große Erzählkunst Elsa Morantes: Es sind Geschichten, die zumeist in der Welt der Kindheit spielen, einer Welt, die wenig mit dem Alter und viel mit der Unbegreiflichkeit der Dinge und den Beziehungen zwischen Menschen zu tun hat. Mit Zuneigung und Liebesentzug, mit Fürsorge und Kälte, mit Liebe und Hass. Elsa Morante versteht es meisterhaft, diese überraschenden Erfahrungen zwischen banaler Alltagswirklicheit und schwebender Ungewissheit und Bedrohung zu beschreiben.

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Auch sie fing an zu laufen. »Maria!« rief sie laut; und ihr Ruf kam als Echo zurück und dann ein zweites Mal aus weiterer Ferne. »Maria!« rief sie noch einmal und blieb verwirrt stehen. Eine Stimme, so erstickt und flüchtig, wie wenn man Verstecken spielt, antwortete schließlich: »Clara.« Sie lief ziellos durch die hastende Menge, die sie streifte, ohne sie zu berühren; immer wieder rief sie den Namen der Freundin, bis sie sie mitten zwischen den Leuten stehen sah. Sie erkannte sie ganz deutlich: Sie hatte nur ihre Schulschürze an, und ihre Augen waren starr und weit aufgerissen.

»Frierst du nicht?« fragte sie sie, er hielt aber keine Antwort. »Der Wind hat dich ganz zerzaust«, sagte sie.

Da strich sich Maria zerstreut mit den Fingern durch die Locken.

»Weißt du, daß ich ihn gesehen und mit ihm gesprochen habe?« fuhr Clara leise fort. Die Freundin trat von ihr weg mit verwirrtem Blick und schüttelte den Kopf. »Ich wollte dir keine Angst machen«, entschuldigte Clara sich rasch, und eine schmerzende Beklommenheit erfaßte sie. Auf dem Gesicht ihrer Gefährtin waren Falten entstanden, ihre Augen hatten sich getrübt, und sie sah plötzlich viel magerer aus. »Das ist gewiß wegen der Krankheit«, dachte Clara.

»Er war es, der mich getötet hat«, sagte die Freundin sogleich mit einer so schrillen Stimme, daß Clara zusammenzuckte. Doch es war nicht mehr möglich, sich verständlich zu machen, ohne zu schreien; alle diese Menschen, die auf der Flucht zu sein schienen, verursachten nun ringsum einen tosenden Wind, und man mußte die Arme dicht an den Körper pressen, um die Kleider festzuhalten. »Warum willst du mitten unter all den Menschen reden?« fragte sie, »war um ziehen wir uns nicht in eine Ecke zurück?« Aber es gelang ihr nicht, ihre Frage und ihren vorwurfsvollen Ton hörbar zu machen.

Maria neigte den Kopf ernst und versunken wie jemand, den es große Mühe kostet, sich zu erinnern. Als sie wieder zu sprechen begann, dämpfte sie ihre Stimme, so daß ihre Worte sich im Sausen der Luft verloren und nur durch die Bewegung der Lippen verständlich waren. Sie schien den Nebel und die Flucht ringsumher nicht zu bemerken; bald sprach sie hastig, bald langsam, wie ein verirrter Vogel, der mit den Flügeln schlägt.

»Er wartete jeden Tag auf mich bei dem Baum«, murmelte sie, verstohlen um sich blickend.

»Jeden Tag bei dem Baum«, wiederholte die Freundin nachdenklich.

»Und als ich krank wurde«, fuhr die andere geheimnisvoll fort, »trat er plötzlich in mein Zimmer. Die Luft war nicht klar, und ich glaubte, ich sei mit euch auf der Straße, ihr lachtet über seine Brille, und ich rief euch zu, ihr solltet ihn davonjagen; aber dann erinnerte ich mich, daß ich wegen des Fiebers im Bett lag und daß dies mein Zimmer war. Er wurde immer größer wie ein schwarzer Fleck, der aus der Tiefe der Wand hervorkam, und sagte: ›Da bin ich, ich bin gekommen.‹ Seine Zähne schlugen aufeinander, während er zu lächeln versuchte. Ich schrie: ›Ich kenne dich nicht! Geh fort!‹

Da nahm er seine Brille ab, damit ich ihn erkennen sollte, und entblößte seine reglosen Augen. ›Warum starrst du wie ein Blinder?‹ fragte ich. ›Weil ich schlafe‹, antwortete er mir, ›ich bin müde. Gestern war Sonntag, du hattest frei, und ich bin bis zum Abend herumgelaufen, um dich zu finden, und habe im Schnee gesucht wie ein Hund, um die Spuren deiner Füße zu entdecken. Ich bin müde, meine Arme sind schwer, meine Knie versagen.‹ ›Geh fort‹, sagte ich zu ihm, ›dies Zimmer gehört mir. Ich habe Angst!‹

›Ich will dir Angst machen‹, er widerte er stotternd, ›aber noch wage ich nicht, dich zu berühren.‹ Und aus der Art, wie er mit den Händen fuchtelte, begriff ich, daß er mich töten würde. Ich schämte mich, mit meiner Mutter darüber zu sprechen, die ihn nicht sah, ob wohl er immerfort in einer Ecke stand. Den ganzen Tag und die ganze Nacht blieb er dort stehen, und ich starrte ihn an und konnte keine Minute schlafen, denn die Matratze brannte, und die Decken waren so schwer. Am nächsten Tag sagte er zu mir: ›Morgen‹, und immer leiser wiederholte er: ›Morgen.‹ Ich wollte auf die Straße fliehen, aber ich hatte keine Kraft mehr in den Beinen. Niemand befreite mich.

Alle gingen auf Zehenspitzen, und dann fing ich an zu schreien, denn das Zimmer wurde ganz leer, und ich sah nichts mehr, nur ihn. Er hatte einen schlechten Anzug an und war bleich, seine Augen starrten mich an, er taumelte, ballte die Fäuste und lächelte mir zu. Ich spürte den Schnee ringsum fallen, und die Wände bogen sich herab über mich und über ihn. Da sagte meine Mutter: ›Sogar mit all den vielen Decken friert sie noch. Sie zittert, die Kleine. Man muß ihr das andere Nachthemd anziehen, das wollene.‹

Als die zweite Nacht vorüber war, wur de der dritte Tag kurz wie eine Minute, und ich hörte, wie der Mann lachte mit einem tiefen Klang. Sein Lachen lief durch das Zimmer wie eine Maus, und es gelang mir nicht, sie fortzujagen, nicht einmal wenn ich mir die Ohren zuhielt. Ich hörte von ferne eure Stimmen, die von mir sprachen, und ich begriff, daß ihr um mein Bett standet. ›Es ist nicht möglich‹, dachte ich, ›daß sie ihm erlauben werden, sich mir zu nähern.‹ Aber im Gesicht spürte ich seinen Atem. ›Nein!‹ schrie ich, ›ich will nicht!‹ Er sagte nichts mehr, und nachdem seine Hände mich getötet hatten, blieben sie schlaff liegen wie Fetzen. Er ging davon auf einer fernen Straße, stieg eine Holztreppe hinauf bis zu einer Tür, und seine Augen schlossen sich vor Müdigkeit. Nun konnte ich mich von ihm entfernen.«

»Du hast sehr laut geschrien, vorher «, bemerkte Clara, in Gedanken versunken.

»Niemand verstand es«, sagte die andere zornig, mit weinerlicher Stimme; und sie wandte der Freundin ihr fast alt gewordenes Gesicht zu mit den trockenen Augen, die vergrößert schienen wie von schwarzer Schminke. »Er ist nicht mehr da«, murmelte sie mit einem Seufzer, »er ist fortgegangen.«

Mitten zwischen diesen hohen, gestaltlosen Häusern sah sie so klein aus, daß Clara Mitleid mit ihr hatte; da erzählte sie ihr heimlich: »Heute haben wir alle ›hier‹ geantwortet beim Aufrufen, als dein Name verlesen wurde.«

Maria schüttelte sich und sagte: »Komm!« Die beiden Freundinnen faßten einander bei der Hand. Maria ging ängstlich voraus und führte Clara, indem sie ihr neues, verwelktes Gesichtchen nach vorne schob. Der Wind wurde schwächer und die Menschenmenge spärlicher, je weiter sie voranschritten. Als sie zu einer niedrigen, grasbewachsenen Mauer kamen, war der Nebel durchsichtig geworden wie Fensterglas.

»Hier ist niemand mehr«, flüsterten sie.

Maria hielt verstohlen inne, noch außer Atem. Dann schüttelte sie den Kopf und kauerte sich dicht an die Mauer mit einem sehnsüchtigen, absonderlichen Lächeln.

»Schau!« rief sie in einem kurzen, triumphierenden Schrei. Und langsam, mit unendlicher Angst und Ehrfurcht, wie jemand, der ein Geheimnis entdeckt, öffnete sie vorne den Halsausschnitt ihrer Schulschürze. »Darunter hat sie nichts an«, dachte die Freundin.

Und mit geneigten Köpfen schauten sie beide und hielten den Atem an vor Verwunderung. Man sah, daß die Brust zu wachsen begann; auf der kindlichen weißen Haut sprossen auf beiden Seiten zwei kleine nackte Dinge hervor, zwei wachsenden Blumenknospen gleich.

Sie lachten miteinander, ganz leise.

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